Negreva Grünschnabel


Status: Offline Registriert seit: 01.06.2004 Beiträge: 6 Nachricht senden | Erstellt am 02.06.2004 - 10:53 | |
Düsteres Herz
Düster ist mein kaltes Herz Auf ihm lastet Weltenschmerz Hab mich von allem abgewandt Und dabei mein Herz verbrannt
Aus der Asche, aus dem Feuer Brennt die heiße, eis´ge Glut Alles was mir lieb und teuer schmilzt in dieser dunklen Wut
Eingeäschert liegt es nun Was soll ich damit nur tun? Wollt es hörte auf zu schlagen Trotzdem mich dabei noch laben
Schon wieder dreh ich meine Runde Wo seid ihr, nehmt mich aus dem Kreis! Frag mich dies zu jeder Stunde Auf das ich diesmal alles weiß
Kaltes Feuer, roter Sand Habe ich mich nun erkannt? Tief im Spiegel an der Wand In mir selbst bin ich verbrannt
Oder muß ich weiter suchen Mich dabei nur selbst verfluchen Auf daß ich hier wiederkehr Und mich nach mir selbst verzehr?
*
Ruf in die Nacht
Tief in meinem Herzen Brennt ein Licht mit Schmerzen Lodernd, heiß und hemmungslos Wo ist dieses Licht denn bloß
Keine Zeit, die mich empört Kein Hass, der mich je zerstört Dunkle, tiefe Leidenschaft Innehaltend, schattenhaft
Einst habe ich es mir geschworen Hier nun bin ich neugeboren Aus der Asche jetzt gewand Noch hat keiner mich verbrannt
Eine Rose will ich sein Doch als Lilie trat ich ein Licht zu sein ist hier mein Fluch Doch die Dunkelheit ich such
Warum habt ihr mich vergessen Warum ließet ihr es zu Wer ist von sich so vermessen Wer fügte mir dies Leiden zu
Hab mein Selbst so oft verloren In dem stillen Kämmerlein Wurde schon so oft geboren In die weite Welt hinein
Wer erbarmt sich meiner nun Zieht mich aus dem nassen Grabe Denn sonst muss ich wieder ruhn Bis ans Ende aller Tage
Hört das Tosen, hört den Zorn Nie wird es verklingen Hört den Ruf des Blutes Horn Nun wird es euch singen
Spürt den Schall und fühlt den Rauch Beides wohnt mir inne auch Schlingend, windend um den Stern Meine Gedanken sind so fern
Diesmal will ich schreien, bis mich einer hört Diesmal will ich bleiben, keiner der mich jäh zerstört Das Vergessen hat mich verschlungen Doch ich hab mit ihm gerungen
Tiefer als ich jemals dachte Mein Verstand mich diesmal brachte Dunkelheit mich nun umgibt Es wär als hätt ich nie geliebt
Das Licht in mir ist Mondenschein An einem stillen, dunklen Schrein Mein Herz schlägt hier tagaus tagein Oh bitte lasst mich nicht allein
Es weint den kalten Schmerz der Seele Sanft durch die Dunkelheit heran Doch gibt es hier gar keine Kehle Die diesen Schrei erzeugen kann
*
Engelsblut
Viele kleine Tropfen Viele kleine Viele
Seh ich fallen Seh ich Sieh!
Von weit her sind sie gekommen Überall sind sie geronnen
Von weit her Von Weit So weit!
Hör ich sie hier klagen Auf die Erde schlagen
Hör ich sie Hör ich Hör!
Rinnen nun zusammen Niemand kann sie bannen
Fallen auf mich nieder Sanft wie ein Gefieder
Spür ich sie Spür ich Spüre!
So, hier hab ich eins gemein´ Rot, so rot So soll´n sie sein
Fließen auf mich hernieder Immer und immer wieder
Rieseln auf mich, in mich rein Rot, so rot So soll´n sie sein
In der Lache steh ich nun Durch sie kann ich nicht mehr ruhn
Prasseln stark jetzt, ach so laut Auf die kühle, nackte Haut
Könnt ich sie doch lenken Meine Blicke senken
Doch ich muß stets auf sie schaun Ihre Blöße läßt mich staun`
Ihre Blöße Ihre Eure!
[Dieser Beitrag wurde am 08.06.2004 - 16:24 von Blutengel aktualisiert]
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Blutengel Administrator
    

Status: Offline Registriert seit: 17.04.2004 Beiträge: 440 Nachricht senden | Erstellt am 10.06.2004 - 19:48 | |
du schreibst sehr gut...
mach weiter so....
BE
Signatur Im Menschsein fühl ich mich verloren,wünscht` ich wäre nie geboren – in diese graus`ge Welt hinein, mit blutig’ Hand und Heil`genschein. Ach welch` Leid hätt’ ich gespart,hätt mein Geist sich nie gepaart,mit dem schwächsten Fleisch auf Erden;wollt` doch lieber Vogel werden! Fliegen, grenzenlos und frei,egal wohin – ist einerlei |