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Manuel ...
Shire Horse
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...   Erstellt am 08.11.2006 - 23:01Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Das Zuchtziel kann entweder von einem Zuchtverband formuliert werden, oder von einem selbst.

Wenn sich jemand aus einer Stute ein Fohlen wünscht, und den passenden Hengst dazu gefunden zu haben glaubt, hat er gewisse Vorstellungen was dabei herauskommt. Und genau das ist dann sein Zuchtziel.

Für mich bleibt bei der ganzen Sache die Verantwortung des Züchters am wichtigsten. Papiere sind gut und auf jeden Fall ein Vorteil, aber nicht abolute Vorraussetzung.

Ich kenne viele "Züchter" die auf gute Papiere achten und sich absolut am Zuchtziel orientieren, aber ihre 12 Stuten jedes Jahr decken lassen und Fohlen produzieren ohne Ende, die sie niemals alle verkaufen können. Diese Leute arbeiten direkt auf das Zuchtziel zu und sind sogar recht wertvoll für die Zucht, weil aus den Ergebnissen die züchterisch wertvollsten herausgesucht werden können. Der Rest geht allerdings vor die Hunde, da er jedes Jahr wieder Platz braucht für die neuen Fohlen.

Solche Leute finde ich viel schlimmer als die, welche für sich selbst mal ein Fohlen ziehen, oder für die Freundin, welches sie auch selbst aufziehen und dem die Zukunft gesichert ist.

Gruß

Manuel





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Kämpfe gegen die Trübungen des Schicksals, denn alle Freude dieser Welt glänzt in den Augen der Pferde, wenn sie mit dir sprechen.
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Westerngirl30929 ...
Warmblut
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...   Erstellt am 09.11.2006 - 14:03Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Ich stimme Manuel voll und ganz zu.
Wir züchten aus unserer Stute auch nur noch ein Fohlen , da wir die Linie ihrerseits erhalten wollen ( für uns) und weil ich mit dem Nachwuchs dann die Turniere bestreiten möchte für die ich jetzt meinen Wallach habe. Der ist dann ca.16-17Jahre und darf dann in Rente gehen.
Das z.B.: ist mein Zuchtziel




Stephanie ...
Warmblut
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Registriert seit: 30.10.2006
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...   Erstellt am 09.11.2006 - 19:05Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Na, dann möchte ich (für mich) abschliessend zu diesem Thema nur noch anmerken, dass das wohl eine der Entscheidungen ist, die jeder für sich ganz allein treffen muss, schwarz-weiss hilft da nicht wirklich weiter.

Ich für meinen Teil weiss, dass ich ganz sicher mit keinem meiner Tiere jemals züchten will, würde und werde
Und wenn es noch so toll ist, dieses Wunder mit der eigenen Stute zu erleben und der Wunsch nach einem Stück "Unsterblichkeit" genau dieses Tieres noch so gross sein sollte...

Eines noch: Dass man ein Fohlen "für sich" oder für jemanden ganz konkret züchtet, hat dennoch den Haken, dass die Tiere nun mal sehr alt werden können und sollen. Kann man wirklich so sicher so weit planen und dabei kein flaues Gefühl im Magen bekommen? Ich weiss, Kinder zeugt man auch und hat sie sehr lange... Trotzdem...

@Manuel:

Ich hoffe, du hast mich nicht so verstanden, dass für mich die Papiere allein das A und O sind.

Unter "wilder" Züchterei verstehe ich eben JEDES einfach drauflosproduzierte Tier, für das nicht im Vorhinein der Verbleib sichergestellt ist.




Manuel ...
Shire Horse
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Registriert seit: 29.10.2006
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...   Erstellt am 09.11.2006 - 19:08Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Stephanie schrieb

    Unter "wilder" Züchterei verstehe ich eben JEDES einfach drauflosproduzierte Tier, für das nicht im Vorhinein der Verbleib sichergestellt ist.


Dann sind wir uns doch im Grunde einig. Und das habe ich mir schon die ganze Zeit gedacht.

Wir wollen das Beste für unsere Tiere, gleich ob wir eine Zucht zulassen und betreiben, oder nicht. Und solange wir noch an unsere Pferde denken, und nicht nur an uns selbst, haben diese Pferde Glück gehabt, gleich ob bei uns geboren oder zugekauft.
Die wenigsten denken zuerst an das Wohl ihrer Tiere und dann erst an den persönlichen Profit. Für die meisten Menschen sind Pferde, Rinder, Schweine und alle anderen Tiere einfach eine Ware...

Wir werden sie da nicht ändern, aber wir müssen mit ihnen leben, auch wenn es schwer fällt.

Gruß

Manuel





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Pat 
Kleinpferd
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Registriert seit: 26.05.2006
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...   Erstellt am 07.12.2006 - 22:59Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


irgendwie erstaunt mich diese Thematik ausgerechnet hier im Forum schon sehr.
Ich bin als Züchterin eingetragen und meine Ponys haben alle (bis auf unsere Seniorin) volle Papiere, das Ganze aber nur aus dem Grund, weil ich zwar hoffe, alle meine Rösser selbst bis an ihr Lebensende betreuen zu können, ist dies nicht möglich (man weiß ja nie, ob man gesund bleibt), könnten die Rassepapiere dazu beitragen, daß durch den dann gerechtfertigten höheren Preis das betreffende Pferd nicht als Wegwerfartikel eingestuft wird. Dasselbe würde für Nachzucht gelten.
Weil ich aber nie garantieren kann, in welche Hände so ein Pferdchen beim Verkauf käme, haben wir uns zunächst entschlossen, nicht einfach (wie leider viele meiner Züchterkollegen) jedes Jahr Nachwuchs zu schaffen. Drum leben unsere Hengste zusammen und die Stuten mit einem Wallach. (Wie im Kloster...)

Freilich wäre es schön, von unserer Lieblingsstute und unserem Schmusehengst ein Fohlen zu haben. Aber erstens wurde er nicht gekört (mangels "männlicher" Ausstrahlung) und sie ist zwar Hauptstammbuchstute, hat aber Cushing und soll nicht als Gebärapparat mißbraucht werden. Es reicht, daß der Züchter, von dem ich die Stute habe, sie vor unserem Kauf von deren eigenem Vater decken hat lassen. Ob er damit wohl ein "Zuchtziel" verfolgt hat...?
Das kleine Inzuchtprodukt ist glücklicherweise gesund, aber dennoch zeigt dies, daß auch bei den Züchtern nicht alles astrein ist.

Ich denke, wir hier in diesem Forum sollten uns darauf konzentrieren, den Pferden zu helfen, die als unerwünschtes Mixprodukt herumgeistern, die als Wegwerfartikel gehandelt werden, die aufgrund Unbrauchbarkeit oder Krankheit ausgemustert werden etc.
Auf der einen Seite Zucht oder Vermehrung zu betreiben und auf der anderen Seite hier aktiv zu sein, halte ich in gewisser Weise für verlogen.

Zieht man sich bewußt (vielleicht für einen Vierspänner-Nachwuchs) ein eigenes Fohlen, das dauerhaft für die eigene Familie gedacht ist und berücksichtigt man dabei die notwendigen Aufzuchtbedingungen und auch die weitere Haltung des "Vaters" (wobei ja auch die Entscheidung zu treffen ist, ob er Hengst bleiben soll), dann ist dagegen weniger einzuwenden.
Nur ist dem halt oft nicht so...




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