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RikiOhh 


Status: Offline Registriert seit: 30.03.2005 Beiträge: 11983 Nachricht senden | Erstellt am 29.08.2006 - 21:56 |  |
Laut Medienberichten soll Natascha Kampusch Fall/Schicksal schon als Film gedreht bzw. die Filmrechte gesichert werden.
stern.de schrieb
Der Fall Natascha
Jetzt soll der Rubel rollen
Die Öffentlichkeit kann offenbar nicht genug Einzelheiten vom Schicksal der entführten Natascha bekommen. Deshalb soll ihr Fall nun medial ausgeschlachtet werden, fordern Experten - und zwar zu ihrem eigenen Besten.
Zum ersten Mal nach ihrer Flucht hat das Entführungsopfer Natascha Kampusch in einem Brief über ihre Gefangenschaft berichtet: über ihr Selbstbild, ihr Verhältnis zum Entführer Wolfgang Priklopil und ihr abgeschirmtes Leben. Doch die ersten Details scheinen noch nicht genug zu sein.
In der österreichischen Sendung "Offen gesagt" fordert der Kommunikationsberater Wolfgang Rosam, dass der "Hunger der Meute, der Öffentlichkeit" nach weiteren Informationen so schnell wie möglich gestillt werden müsse. Sonst werde die Jagd nach dem ersten Foto, dem Exklusivinterview gnadenlos weitergehen, so Rosam. Er verlangt aber auch, dass die betroffenen Medienberater und Psychologen zusammen eine Strategie erarbeiten sollen, damit Natascha kein weiterer Schaden zugefügt werde.
Rosam findet es durchaus legitim, wenn "man daraus ein Geschäft für Natascha macht". Schließlich gehe es um Geld für ihren Neustart. Und da sie offenbar selbst das Bedürfnis habe, von ihrem Schicksal zu erzählen, könne sich eine "Win-Win"-Situation ergeben, so Rosam.
Laut der Zeitung "Kurier" sollen bereits Angebote für Film-, Kino- und Buchrechte an Nataschas Schicksal vorliegen. Dem ORF-Journalisten Christoph Feuerstein, der mit Nataschas Mutter gesprochen hatte, liegen Angebote für "Vermittlungshonorare" in Höhe von bis zu 4000 Euro vor. "Schon am ersten Tag ging es um Kino- und Filmrechte", so Feuerstein. Zudem würden 50.000 Euro für die Buchrechte und 10.000 Euro für einen Fernsehauftritt Nataschas geboten.
Laut eigener Aussage habe selbst das österreichische Bundeskriminalamt Angebote erhalten, die jedoch an die Jugendanwaltschaft weitergeleitet würden, so Gerhard Lang vom BKA. "Es ist nicht unsere Aufgabe, Kapital daraus zu schlagen", sagte Lang.
In der TV-Sendung "Offen gesagt" wurde auch das Thema Schmerzengeld angeschnitten. Der Gerichtspsychiater Reinhard Haller will "mit wissenschaftlichen Methoden" eine mögliche Summe von 665.000 Euro errechnet haben. Es sollte möglich sein, das Geld durch Spenden aber auch durch die mediale Vermarktung zusammenzubringen, sagte Haller. Der jungen Frau solle nun auch ein Medienmanager zur Seite stehen, schreibt die "Kronen-Zeitung".
Das Blatt berichtet zudem, der Wiener Anwalt Günter Harrich mache im Namen von Natascha Kampusch Ansprüche auf jenes Haus geltend, in dem sie gefangen gehalten wurde. Es gehe dabei auch um Schadenersatzforderungen für erlittene seelische Qualen, heißt es. "Wir werden im Verlassenschaftsverfahren von Herrn Priklopil unsere Forderungen auf das Haus anmelden", sagte Harrich dem Blatt, "ich glaube nicht, dass seine Mutter etwas dagegen hat".
kru
Quelle: Stern.de |
Warum müssen die Filmstudios immer im vorraus denken?
Jaja neues Geld anschafen (siehe Kannibale von Rothenburg)
Edit:
Ach ja was sagt ihr eigendlich zu dem grausamen Fall von Natascha Kampusch?
Also ich finde das unbeschreiblich, dafür gibt’s keine Worte.
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TheLoRDTheVAPoR 


Status: Offline Registriert seit: 05.02.2005 Beiträge: 8646 Nachricht senden | Erstellt am 29.08.2006 - 22:20 |  |
Nunja, soweit ich weiß gibt es doch auch einen Film über die Entführung von Doktor Oetkers Sohn oder was das war... Ich finde, da gehts nicht so sehr um die Sensation als die die Medien den Fall auffassen, und auch nicht um das Geld was dabei rumkommt (in europa ist das eh nicht so krass mit dem Budget und dem Rummel) nein hier geht es um die Aktualität des Kinos. Kino kann ein Medium sein, durch dass man ins Denken gebracht werden soll, auch über aktuelles Geschehen. Ich finde daher einen solchen Film gut, da Entführungen und das Verschwinden von Kindern und Jugendlichen hier in Deutschland immer noch viel zu oft vorkommt. Desweiteren ist der Fall ja zweischneidig. Denn es ist kein klassisches Entführungsszenario, bei dem ein meist bekannter das Kind ins Auto/Haus lockt und dort festhält, mishandelt, einsperrt, und vielleicht sogar tötet, es gibt spekulationen, gab sie von Beginn an, dass die Eltern von der Entführung wussten und an ihr beteiligt waren. Die These ist, dass man das Kind mundtot machen wollte, damit es nicht Grausamkeiten ausplaudert, die ihm angetan wurden, und dies indem man es vielleicht verkauft, vielleicht nur übergeben hat an jemanden der es festhält. Sollte die These wahrheit an sich haben, dann wären die Eltern ein interessantes Charakterpaar für ein Psychogramm... so seh ich die Sache...
Im Übrigen hat Herr Rosan recht. Frau Kampusch wird von den Reportern regelrecht gejagt werden, und zwar solange wie die Story heiß ist, und das wird sie noch länger sein solange es keine weiteren Einzelheiten gibt. Da sie aber deutlich kundtun will was sie erlebt hat, und die Medien dies konstruktiv verwerten wollen, können beide seiten nur gewinnen. Das Thema totzuschweigen wäre für mich jedenfalls die mit verlaub bescheuerteste Idee. Damit erreicht keiner was.
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AkiNom 


Status: Offline Registriert seit: 20.07.2006 Beiträge: 332 Nachricht senden | Erstellt am 31.08.2006 - 21:11 |  |
Hab heut was Neues zu dem Thema gehört: angeblich ist N. Kampusch nicht mit einer Verfilmung einverstanden.
Habs aber nur so am Rande mitbekommen, korrigiert mich also, wenn ich falsch liegen sollte.
Zudem sollen die Medien in Österreich im Vergleich zu anderen europäischen Ländern um einiges "skrupelloser" sein...so etwas wie einen Ethikrat o. ä. gibt es scheinbar auch nicht und falls N. Kampusch versucht gerichtlich ein Verbot zu erwirken, steht ihr ein langer Marsch durch die Instanzen bevor.
Im Grunde muss ich Lord mit seiner Einschätzung Recht geben. Wenn man die ganze Sache logisch betrachtet und von einem "Bildungsauftrag der Medien" ausgeht, wäre eine Verfilmung bzw. Biografie keine schlechte Idee, vorausgesetzt N. Kampusch will dies und der Veröffentlichungszeitpunkt liegt zeitlich noch etwas entfernt.
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BadBoyJohn 


Status: Offline Registriert seit: 23.06.2005 Beiträge: 3478 Nachricht senden | Erstellt am 01.09.2006 - 11:47 |  |
Es ist unglaublich. Ein einziges Geldgescheffel! Meine Guete, ist den Leuten nicht bewusst, dass sie damit nur noch mehr der Frau schaden. Schrecklich. Und auf alle Faelle wird das Thema nicht totgeschweigt, im Moment steht ja jeden Tag was in den Zeitungen, laufen Berichte im Fernsehen und ueberall wird darueber diskutiert.
Zum Fall selbst: Traurig, was mit diesem Maedchen passiert ist, die ganze Jugend, der wichtigste Bildungszeitraum des Lebens in einem kleinen Zimmer. Einfach schrecklich! Aber Hut ab, wie sie sich nun klasse gegenueber den Medien verhaelt...
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MadMarv 


Status: Offline Registriert seit: 04.02.2006 Beiträge: 2091 Nachricht senden | Erstellt am 01.09.2006 - 12:45 |  |
Warum lassen die das arme Mädchen denn nicht erstmal in Ruhe die hat schliesslich in dne letzten 8 Jahren genug durchgemacht das muss sie doch erstmal verarbeiten.
Typisch Filmindustire sich noch am Leidanderer eine Goldene nase verdienen.
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RikiOhh 


Status: Offline Registriert seit: 30.03.2005 Beiträge: 11983 Nachricht senden | Erstellt am 01.09.2006 - 12:52 |  |
MadMarv schrieb
Warum lassen die das arme Mädchen denn nicht erstmal in Ruhe die hat schliesslich in dne letzten 8 Jahren genug durchgemacht das muss sie doch erstmal verarbeiten.
Typisch Filmindustire sich noch am Leidanderer eine Goldene nase verdienen.
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Genau, was du nicht sagst, das Mädle braucht erst mal Zeit und dann kann über die Filmrechte reden,
in ein paar Jahren oder so, aber doch nicht jetzt.
Die Filmstudios sind halt mal ungedultigt, es dreht sich alles um die Kohle. Typisch.
Edit:
T-Online schrieb
Wollte der Entführer einen Kriminalroman nachspielen?
Wolfgang Priklopil lebt nicht mehr und kann nicht mehr nach den Motiven für seine Tat gefragt werden. Möglicherweise hat er sich bei der Entführung von Natascha Kampusch an einem Kriminalroman orientiert. Der Titel: "The Collector" ("Der Sammler"). Der Autor: John Fowles.
Schmetterlingssammler als Vorbild?
In dem Thriller des britischen Autors geht es um einen Mann, dessen großes Hobby das Sammeln von Schmetterlingen ist. Eines Tages kidnappt er die Kunststudentin Miranda. Er hält sie gefangen, damit sie sich in ihn verliebt und er sich irgendwann mit ihr seinen Traum von einer Familienidylle erfüllen kann.
Buch oder Film noch nicht gefunden
Das Buch erschien 1963 und wurde zwei Jahre später von William Wyler verfilmt. Ein Polizeisprecher bestätigte inzwischen, dass auch in dieser Richtung ermittelt wird. Es werde untersucht, ob Priklopil das Buch oder den Film besessen habe.
Von Dutroux inspiriert?
Ein weiterer Anstoß für die Entführung könnten die Berichte in den Medien über den Prozess gegen den belgischen Kinderschänder Marc Dutroux gewesen sein. Nach Angaben des österreichischen Magazins "News" hat Priklopil zu dieser Zeit - im August 1996 - mit dem Bau des Verlieses unter der Garage begonnen. Ein Jahr später war es fertig. Nur wenige Monate später kidnappte er die Zehnjährige...
Quelle: http://www.onnachrichten.t-online.de |
[Dieser Beitrag wurde am 01.09.2006 - 16:17 von RikiOhh aktualisiert]
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TheLoRDTheVAPoR 


Status: Offline Registriert seit: 05.02.2005 Beiträge: 8646 Nachricht senden | Erstellt am 01.09.2006 - 16:51 |  |
Ich sehe nicht was ihr dem Mädchen zeit geben wollt? Hatte sie nicht genug zeit um nachzudenken, um mitr der sache fertig werden zu können? Ich denke mal wenn man so lange eingesperrt ist hat man danach einiges zu sagen...
Aber Natascha Kampusch ist derzeit nur wie durch zig Linsen zu sehen, weil jedes Medium die Sache etwas verzerrt... was bei uns ankommt ist ziemlich wässrig, ob sie nun reden will oder nicht... Man muss ein eindeutiges Statement abwarten
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MadMarv 


Status: Offline Registriert seit: 04.02.2006 Beiträge: 2091 Nachricht senden | Erstellt am 01.09.2006 - 17:15 |  |
@Rikiohn sie muss das Trauma erstmal verarbeiten und dann in 3-5 jahren könnte man drüber reden, aber das ist scon Makaber, knapp 1 1/2 Wochen frei und schon wird über eine Verfilmung gesprochen, das diese Leute kein Scharmgefühl haben.
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RikiOhh 


Status: Offline Registriert seit: 30.03.2005 Beiträge: 11983 Nachricht senden | Erstellt am 03.09.2006 - 14:53 |  |
Die Welt schrieb
Natascha Kampusch tritt im Fernsehen auf
Acht Jahre Gefangenschaft in einem zwanzig Minuten langen TV-Interview: Erstmals will sich die 18-Jährige in der Öffentlichkeit präsentieren und über ihre Entführung sprechen.
Wien - Nach einem Bericht der am Freitag erstmals erschienenen Tageszeitung "Österreich" wird das Entführungsopfer Natascha Kampusch dem Österreichischen Rundfunk (ORF) ein Interview über ihre achtjährige Gefangenschaft geben. Sofern es die Gesundheit der 18-Jährigen zulässt, soll das Gespräch Mitte nächster Woche zur Primetime um 20.15 Uhr gesendet werden. Gegenüber WELT.de wollte ein Sprecher des ORF die Meldung weder bestätigen noch dementieren: "Wenn es ein Interview geben sollte, werden wir früh genug darüber informieren."
Laut "Österreich" habe es über 300 Interview-Anfragen an Natascha Kampuschs Medienberater gegeben. Bei dem TV-Interview gehe es nicht ums Abkassieren, sondern die Geschichte in einer möglichst würdigen Form zu erzählen, wird Dietmar Ecker zitiert. Die Genesung des Opfers stehe im Vordergrund.
Die Zeitung schreibt weiter, dass der ORF Natascha vor anderen Fernsehkanälen abschirme. Der Sender wolle das Gespräch nach der Ausstrahlung weltweit weiterverkaufen. Für ein Exklusiv-Interview in ihrer ersten Ausgabe soll "Österreich" Natascha Kampusch 240.000 Euro geboten haben. Herausgeber Wolfgang Fellner bestritt diese Meldung jedoch. |
Das Interview weltweit weiterverkaufen, aber nicht abkassieren. 
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