Atia  Cousine des Kaisers


Status: Offline Registriert seit: 22.09.2007 Beiträge: 421 Nachricht senden | Erstellt am 23.09.2007 - 13:23 | |
Männernamen
Namen römischer Bürger in der Antike bestanden aus mindestens zwei Teilen: einem Vornamen (praenomen) und einem Familiennamen (nomen gentile). Der Vorname wurde vom Vater am 9. Tag nach der Geburt aus einer kleinen Zahl häufiger Vornamen gewählt. Nur ungefähr 25 Vornamen (z. B. Marcus, Gaius, Lucius) sind bekannt, von denen einige nur in bestimmten adligen Familien verwendet wurden oder sehr selten waren. In Inschriften wurden die Vornamen meist abgekürzt. Der Familienname (z. B.: Iulius, Antonius), der (bei genuin römischen gentes) immer auf -ius endete, wurde vom Vater vererbt. In einigen weit verzweigten Familien bestand der Familienname aus zwei Teilen zwecks Unterscheidung einzelner Familienzweige.
Die meisten Römer trugen noch einen weiteren individuellen Namen, das Cognomen. Hinzukommen konnten bei besonderen Verdiensten Ehrenbezeichnungen oder durch Adoption weitere Familiennamen. In offiziellen Dokumenten und Inschriften fügte man den Vornamen des Vaters ein (z. B. Marci filius). Gelegentlich wurde der Zusatz maior oder minor (der Ältere, der Jüngere) benötigt, um Vater und Sohn zu unterscheiden, wenn diese denselben Vornamen trugen. Namenslängen reichten zwischen „Marcus Antonius“ über „Imperator Caesar Marcus Aurelius Antoninus Augustus Germanicus Sarmaticus“ bis hin zu jenem Konsul von 169 n. Chr., der insgesamt 38 Namen trug.
Freigelassene (ehemalige Sklaven) erhielten Vornamen und den oder die Familiennamen des ehemaligen Herrn. Der frühere Rufname des Sklaven diente als cognomen. An der Stelle, wo bei freigeborenen römischen Bürgern der Vorname des Vaters stand, stand bei Freigelassenen der Vorname des ehemaligen Herrn (z. B. Marci libertus). So hieß z. B. der Sekretär von Marcus Tullius Cicero, der Sklave Tiro, nach seiner Freilassung Marcus Tullius Marci libertus Tiro.
Geringe Zahl der Vornamen sowie Namensvergabe bei Freilassung führte dazu, dass bestimmte Namen (vor allem die der Kaiser wegen der Vielzahl kaiserlicher Freigelassener und deren Nachkommen) weit verbreitet waren.
Beispiele
römische Männernamen
Frauennamen
Frauen trugen den Familiennamen ihres Vaters in der weiblichen Form (z. B. Julia Tochter Gaius Julius Caesars und Tullia Tochter Marcus Tullius Ciceros). Hinzu kam seit der Kaiserzeit ein cognomen, um Schwestern voneinander zu unterscheiden. Gelegentlich ersetzte auch maior oder minor (die Ältere, die Jüngere) das cognomen.
Weitere Namenslisten
nordische Namen
griechische Namen
[Dieser Beitrag wurde am 08.08.2008 - 18:50 von Bardus aktualisiert]
Signatur
 
    

| Steckbrief Atia | |
Bardus


Status: Offline Registriert seit: 25.10.2007 Beiträge: 1798 Nachricht senden | Erstellt am 30.08.2008 - 14:44 | |
Das Gens | Der Familienname
... erklärt am Beispiel einer ägyptischen Hure, die inzwischen in Rom lebt.
Da du ja in Rom deinen Wohnsitz hast brauchst du einen Gensnamen, einen Patron, einen Aufpasser halt. Denn erstens bist du NUR eine Frau und somit schon ohnehin nicht mit allzuvielen Rechten ausgestattet und zweitens keine Sklavin womit du auch keinerlei Schutz hast.
Ein Sklave kann zum beispiel nicht von jedem X-Beliebingen verprügelt oder getötet werden. Der Besitzer des Sklaven würde Terz machen - immerhin ist das ja sein Besitz.
Wenn du also in Rom lebst, aber keiner Familie angehörst die dich beschützt (wofür du adoptiert werden müsstest) oder eben den Namen deines Patron trägst (das wäre hier Manius), wärst du in Rom ohne Rechte. Vogelfrei. Du könntest also von jedem gekillt, geschubst, geschlagen werden und die Prätorianer würden nur da stehen und zugucken.
Du hast also drei Möglichkeiten:
1.) Du bist hier weiterhin als Ägypterin unterwegs und bekommst das "Ortsfremder"-Banner, das "Touristen" in Rom bekommen, die weder Sklave noch Plebejer sind.
2.) Du bist eine Sklavin und gehörst Manius.
2.) Du bist eine freie Frau (Plebejerin) und trägst den Namen deines Patrons Manius. Der beschützt dich und bildet somit deine "Familie".
|