mam Moderatorin a.D.
  

Status: Offline Registriert seit: 29.06.2006 Beiträge: 572 Nachricht senden | Erstellt am 19.02.2007 - 14:33 |  |
Nacktputzen
Hand aufs Herz: welcher Mann träumt nicht davon, einer drallen Blondine, die nur mit einem winzigen Seidenschürzchen bekleidet ist, beim Putzen zuzusehen? Seine Phantasie geht noch weiter ... sie bückt sich und ... den Rest schenken wir uns, denn ich schreibe keine pornographische Geschichten.
Im Prinzip wäre es äußerst harmlos für eine Frau, ihrem Mann diesen Gefallen zu tun, denn außer, dass sie sich dabei erkälten könnte, würde ihr nichts weiter passieren. Kein Mann würde einer nackten Frau beim putzen zuschauen oder dabei gar über sie herfallen.
Nein, ein Mann würde niemals eine Frau beim putzen stören.
Letzten Sonntag:
"Schatz? Kannst du mir bitte mal ... ach, ich sehe, du putzt das Klo ... OK, vergiss es, ich bin ja schon groß und finde selbst den Weg zum Kühlschrank. Sorry, dass ich dich gestört habe..." (Natürlich war ich angezogen)
Ein nach seiner Nuggel-Flasche süchtelnder Mann irrt scheinbar planlos durch die Wohnung auf der verzweifelten Suche nach seiner Frau, findet sie im Bad putzend vor und innerhalb einer Tausendstel Sekunde kommt er zur Besinnung, weiß wieder, wo sich die Küche befindet, wo sich der Kühlschrank in der Küche befindet und wo sich das Bier im Kühlschrank befindet.
Die Männer besitzen anscheinend ein Gen, das sie davor warnt, keinerlei Aktionen zu begehen, die sie in die Verlegenheit bringen könnte, selbst putzen zu müssen.
Das ist aber auch die einzige Gelegenheit, bei der sich ein Mann aus voller Überzeugung entschuldigt.
Und warum? Weil er niemals das Klo putzen würde. Er würde auch kein Geschirr spülen, Staub wischen oder Betten beziehen.
Ganz ehrlich, wenn eine Frau sich den Gag erlauben würde, nackt zu putzen, würde es ihrem Gatten nicht einmal auffallen. Sobald Er den Geruch von Meister Propper und Schmierseife wahr nimmt, veranlasst sein „Anti-Putz-Gen“ ihn dazu, sich mucksmäuschenstill in die hinterste Ecke des Hauses zu verkriechen, um ja nicht mithelfen zu müssen.
Sollte er dennoch zufälligerweise und natürlich ganz aus Versehen ein winziges Stück ihrer nackten Haut sehen, fällt er entweder in Ohnmacht oder macht sich ernsthafte Sorgen über den Geisteszustand seiner Gattin.
Diesen Sachverhalt würde er allerdings am Stammtisch bei seinen Kumpeln ganz anders darstellen. „Boah ey, letztens, meine Alte, nä? Dat kannste dir nich vorstellen. Rennt die doch tatsächlich naggisch durch die Wohnung, nä? Un is voll am putzen hier!“
Seine sabbernde Kumpel müssen aufpassen, dass sie sich nicht gegenseitig auf ihre Stielaugen treten.
Somit hätte Frau wenigstens einen guten Effekt erzielt, nämlich, dass ihr Mann in der Kneipe bewundert wird wie ein Frosch, der den Mixer überlebt hat.
Hand aufs Herz, meine lieben Mitstreiterinnen. Würden Sie ihrem Mann beim Nacktputzen zuschauen? Ich könnte das Elend nicht mit ansehen. Mit Elend meine ich allerdings den Umstand, dass er die Badewanne mit der Klobürste und die Toilette mit dem Spüllappen putzen würde. Sein „Anti-Putz-Gen“ flüstert ihm ins Ohr: „Hey, wedel mit der Flaschenbürste vor ihren Augen herum, bevor du damit den Ausguss reinigst. Das erspart dir ein weiteres Jahr Putzdienst.“
Ganz unter uns, Mädels, wir sind auch nicht besser, denn wir besitzen ein „Anti-tapezier-Gen“, ein „Anti-Teppich-verlegen-Gen“ und ein „Anti-Schlagbohrer-benutzungs-Gen“.
Aber vor allem besitzen wir das wichtigste Überlebens-Gen, nämlich das „Schatz-kannst-du-bitte-den-Müll-runterbringen-Augenaufschlag-und-Wimperklimper-Gen“.
Signatur Praesis ut prosis, non ut imperes (Stehe an der Spitze um zu dienen, nicht um zu herrschen) |