ART 

Status: Offline Registriert seit: 13.12.2006 Beiträge: 1997 Nachricht senden | Erstellt am 06.04.2008 - 00:23 |  |
Nackte Tatsachen in der Kirche
Eros und die Gottesfrage Ausstellung Erlöserkirche Nackte Tatsachen Kirche Lothar Gärtner
„Anstoßen zum Nachdenken, ohne anstößig zu sein“ – das will die Ausstellung Eros und die Gottesfrage in der Erlöserkirche nach den Worten des evangelischen Pfarrers Jochen Wilde.
Am Samstag, 15. März, um 15 Uhr war Ausstellungseröffnung.
Künstlerischer Leiter der Ausstellung, die die Staatsbad GmbH im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe Kissinger Osterklänge in Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirche zeigt, ist der Kissinger Künstler Lothar Gärtner.
Es gehe ihm darum, „den Eros aus der Schmuddelecke herauszuholen“, sagt der 60-Jährige. „Es geht nicht um Sex – es geht um Geborgenheit“, so Gärtner mit Blick auf die 37 Arbeiten, die er selber sowie die regionalen Künstler Carlo Catoni, Jürgen Lacher, Mazzo, Alexander Ruppert, Irene Schebler, Karin Qader und Hubert Ziegler geschaffen haben.
Eros und die Gottesfrage die Ausstellung wurde aufgrund der Proteste vieler Christen an einen anderen Ort verlegt.
Veranstalter begründen Ortswechsel
Traurig ist Pfarrer Jochen Wilde nach wie vor über die Entscheidung, die Ausstellung Eros und die Gottesfrage nicht in der evangelischen Erlöserkirche zu zeigen. „Der Kirche“, findet er, „ist da eine Chance entgangen“. Und in der Sache hätten die Veranstalter auch nichts zurück zu nehmen. Gleichwohl sei es richtig, dass Bilder und Plastiken nun einen Ortswechsel vollziehen, „um Schaden von der Kirchengemeinde“ abzuwenden.
http://www.main-media.de/lokales/badkis … 66,4400611
Der Pfarrer war es, der sich für eine Ausstellung erotischer Kunst in seiner Kirche stark machte. -
Dann ist die Kirche also gar nicht so verstaubt, verstockt und verkappt, wie ihr vielfach nachgesagt wird!?
Positiver Rest dieses Malheurs: Der Pfarrer lässt sich nicht von christlichen Fundamentalisten mundtot machen. Stattdessen steht er öffentlich zu seiner Überzeugung. Hätten die Gegner gesiegt, stände jetzt eine peinliche Frage im Raum: Woher nehmen wir das Recht, über den islamistischen Karikaturenstreit zu urteilen?
Vielleicht entdeckt der gebrandmarkte evangelische Pfarrer ja moralische Unterstützung in dem, was das Oberhaupt der katholischen Kirche zum Thema verkündet. In seiner Enzyklika „Deus caritas est“ sagt der Papst, Eros und Agape, die fleischliche und die selbstlose Liebe, ließen sich niemals voneinander trennen. So gesehen hätte die Ausstellung „Eros und die Gottesfrage“ in der Kirche ihren passenden Platz gehabt.
Hier die Ausstellung
Wie ist Euere Meinung ? Gehört Eros in ein Gotteshaus?
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Delfin 

Status: Offline Registriert seit: 04.01.2008 Beiträge: 672 Nachricht senden | Erstellt am 06.04.2008 - 09:03 |  |
schrieb
„Anstoßen zum Nachdenken, ohne anstößig zu sein“ |
Ist für Christen Erotik etwas Schmutziges,
etwas Verbotenes?
Leider kann ich die Ausstellung nicht sehen,
liegt wohl an meinem PC. Aber ich bin überzeugt,
dass es sehr schöne Darstellungen sind.
Warum also sollte man sie nicht auch in der Kirche zeigen können.
Oder DÜRFEN gläubige Menschen solche
Bilder nicht anschauen?
Signatur Die Seele ernährt sich von dem,
worüber sie sich freut.
(Augustinus) |
<LiteraTour> unregistriert
| Erstellt am 20.05.2008 - 10:48 |  |
Liebe Christen, liebe Katholiken: Religion und Eros gehören zusammen. Echte Spiritualität hat also eine erotische Dimension, die Verbindung zu Gott kann nicht körperlos bleiben. Und echte Erotik hat eine spirituelle Dimension – in ihr lässt sich Gott ahnen. Wer so etwas sagt?
Papst Benedikt XVI in seiner ersten Enzyklika.
In diesem Punkt bin ich so päpstlich wie der Papst,
die Ausstellung gehört in die Kirche.
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