Miguel  Gründer und Betreiber des Forums
       

Status: Offline Registriert seit: 31.08.2005 Beiträge: 4683 Nachricht senden | Erstellt am 22.03.2007 - 03:12 | |
Bogotá/Managua (RPO). Der Besuch des US-Präsidenten George W. Bush in Kolumbien ist von schweren Ausschreitungen überschattet worden. Trotz des Aufmarsches von 21.000 Sicherheitskräften haben rund 5000 Demonstranten am Sonntag (Ortszeit) amerikanische Flaggen verbrannt, Scheiben von Bankgebäuden zertrümmert und Geschäfte geplündert.
Eine Gruppe von rund 150 Demonstranten lieferte sich am Sonntag in der Hauptstadt Bogota eine Straßenschlacht mit der Polizei, die Wasserkanonen und Tränengas gegen die Randalierer einsetzte. Vier Beamte wurden dabei nach Polizeiangaben verletzt, etwa 100 Personen wurden festgenommen.
Auch in Guatemala, wo Bush sich am Montag aufhielt, kam es zu Protesten gegen den Besuch und die US-Politik. Eine Gruppe von Maya kündigte eine spirituelle Reinigung ihrer geheiligten Stätte Iximche nach dem Besuch Bushs an.
Bush betont unterdessen auf jeder Station seiner Reise das Engagement der USA für Lateinamerika. "Es ist sehr wichtig, dass die Menschen in Süd- und Mittelamerika wissen, dass den USA sehr viel an ihnen liegt", erklärte der Gast am Sonntag in Bogota.
Er sicherte Kolumbien weitere Unterstützung der USA zu. "Wir sind Freunde, und wir werden Freunde bleiben", sagte Bush zu Präsident Alvaro Uribe, der als einer seiner engsten Verbündeten in Lateinamerika gilt. In den vergangenen sieben Jahren unterstützten die USA den Kampf der kolumbianischen Regierung gegen die Rebellenbewegung FARC mit rund vier Milliarden Dollar (drei Milliarden Euro).

In Indonesien haben zahlreiche Menschen gegen den Staatsbesuch von US-Präsident George W. Bush demonstriert.
Proteste gegen Bush-Besuch
Bush ist der erste US-Präsident seit einem Vierteljahrhundert, der die kolumbianische Hauptstadt Bogota besucht. Es war die dritte Station seiner Lateinamerika-Reise, die ihn bereits nach Brasilien und Uruguay geführt hat. In Guatemala stand am Montag der Besuch eines US-Teams auf dem Programm, das medizinische Hilfe von Impfungen bis zum Bau von Gesundheitszentren bietet. Auch die Besichtigung einer Packstation für Gemüse, die ein indianischer Bauer vor rund 15 Jahren ins Leben rief, war geplant, ebenso wie ein Abstecher zur Maya-Stadt Iximche.

New Yorker Passanten bekamen am Donnerstag die einmalige Chance, Präsident George Bush mal so richtig in den Hintern zu treten.
New Yorker treten Bush in den Hintern
Mit seiner Lateinamerika-Reise, die ihn zum Abschluss weiter nach Mexiko führt, will Bush auch dem wachsenden Einfluss der Linken um seinen Erzrivalen Hugo Chavez entgegentreten. Der venezolanische Staatschef, der derzeit ebenfalls durch die Region reist, rief am Sonntag in Bolivien erneut zu Protesten gegen Bush und zu einem sozialistischen Gegenangriff gegen die amerikanische Politik auf. Auch auf einer Kundgebung in Buenos Aires am Freitag kritisierte er die US-Politik als imperialistisch. Mit Blick auf die 2009 endende Amtszeit von Bush sagte er, der US-Präsident verströme bereits den "Geruch des politischen Todes".
çQuelle RP online
Signatur ich bin Uruguayaner und habe 15 Jahre in Deutschland gelebt. |