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acetylcholin99 



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...   Erstellt am 29.07.2009 - 23:03Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hi an alle!
Ich bin ein Neuling in der Weinherrstellung und habe ein uraltes Familienrezept ausprobiert.

Ich habe vor 1 Jahr Rosinenwein nach einem alten Familienrezept hergestellt.
Mangels Flaschen habe ich den Wein nach der Gärung in Spezi-Glasflaschen umgefüllt und ca 1 Jahr im Keller ein Teil der Flaschen geschlossne und einen Teil locker verschlossen geschlossen stehen gelassen.
Der Wein klärt nun seit 1 Jahr sehr sehr langsam und als ich eine Flaschen aufgemacht habe, perlte die der Wein wie verrückt. Jetzt wollte ich fragen, ob ich den Wein verwerfen soll, oder was kann ich tun. Die Hefe scheint sich auf dem Boden der Flaschen abgesetzt zu haben. Vom Geschmack her scheint er sich nicht verändert zu haben vor 1 Jahr schmeckte er genauso wie jetzt.

Vielen Dank im Vorruas!




fibroin ...
5000 Liter Wein
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...   Erstellt am 29.07.2009 - 23:20Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo acetylcholin99,
erzähl doch mal mehr von deinem Rezept.
Alte Rezepte hatten in der Vergangenheit oft ihren Sinn, doch bei den heutigen Erkenntnissen in der Winherstellung ist es nicht immer sinnvoll, damalige Verfahrensweisen beizubehalten.

Zu deinen Ausführungen kann man nicht viel sagen, vielleicht nur, dass der Wein wohl nicht giftig ist. Ob trinkbar, das musst du selbst entscheiden.





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Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei.

acetylcholin99 



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...   Erstellt am 29.07.2009 - 23:33Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


In dem Rezept steht drin, das Verhältnis von Rosinen, Wasser, Hefe und Nährmittel drin..
Gegen Ende des Gärprozesses gibt man noch Karamel dazu um diesne zu stoppen. Das hat meiner Meinung zu der Braunfärbung geführt... Dann soll der Wein Lagern. Allerdings kann ich den Alkohol und Zuckergehalt nicht bestimmen, da mir die nötige Gerätschaft fehlt. Da ich aber Sherry ned kenne vor allem Geschmack weiss ich nicht ob ich da einen Weinfehler produziert habe. In den Flaschen die ich lose verschlossen habe ist eine Trüb schmeckt aber und eine Flasche klärt sich wie die fest verschlossenen...
Ich hab nur Bedenken bezüglich Methanol und Schimmelsporen ( ich habe aber sehr sauber gearbeitet und die Speziflaschen ausgewaschen mit heißem Wasser)




Birgit ...
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...   Erstellt am 30.07.2009 - 09:27Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Bei den nicht fest verschlossenen Flaschen läufst Du Gefahr das sich alle möglichen Weinkrankheiten einschleichen, der Inhalt mit großer Sicherheit oxidiert, wenn die Nächgärung durch ist.

Bei den fest verschlossenen Flaschen hast Du Bomben gebaut, die würde ich dringend öffnen, da Du nicht weist, wie weit die Gärung fortgeschnitten war als Du abgefüllt hast. Die Zugabe von Karamel hat dann für richtig Zucker gesorgt.

Wenn der Wein Dir zur Zeit schmeckt, dann würde ich ihn schnellstens wegtrinken bevor er verdirbt.

Für das nächste Mal solltest Du eine Arbeitsweise optimieren, eine Klärung in Flaschen ist nie gut. Der Wein sollte fertig sein bei der Abfüllung. Also den Ansatz durchgären, auf eine optimale Säureeinstellung achten, kurz vor Gärende mit Karamel nachzuckern, Restzucker mit Karamel einstellen und dann spundvoll zur Klärung stellen, denn bei dem Rezept glaube ich nicht an eine schnelle Selbstklärung.

Gruß Birgit





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acetylcholin99 



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...   Erstellt am 30.07.2009 - 16:42Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Vielen Dank für die sachliche Darstellung!
War wohl etwas ungeduldig...




Fruchtweinkeller ...
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...   Erstellt am 30.07.2009 - 17:27Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich halte die Anleitung für fragwürdig, Karamel ist sicherlich ungeeignet um eine Gärung zu stoppen.





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JasonOgg ...
1000 Liter Wein
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...   Erstellt am 30.07.2009 - 19:24Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Mal eine dumme Frage, die vielleicht auch den historischen Karamelhintergrund erklären könnte.

[warnung]
Ich möchte lediglich die Grundidee hinter dem Rezept verstehen.
Das bedeutet nicht, dass ich es so nachbrauen würde.
Die Prinzipien der Homepage leuchten mir ein und haben sich bei meinen Weinen bewährt.

[/warnung]

Zu viel Zucker behindert den Gärstart, siehe Homepage.

Kann es sein, dass die Idee hinter dem alten Rezept ist, mit dem Karamel das Ganze zu überzuckern, damit es nicht mehr so leicht gärt?

Steril gefiltert wurde damals wahrscheinlich nicht und ob man eine Weinhefe genommen hat, da bin ich mir auch nicht sicher. Also könnte bei einer Back-Hefe eine niedrigere Alkoholtoleranzgrenze vorhanden sein, der hohe Zuckergehalt würgt das Zickern ab und erlaubt höchstens ein kleine Nachgärung?

Mit einer richtigen Weinhefe hat das möglicherweise fatale Folgen. Wie FWK oben schrieb, wird zu wenig Karamel wieder die Hefe füttern, wenn man nicht an der Alkoholtoleranzgrenze war.

Ob man aber dann ein solches Zuckerwasser noch mit Genuss trinkt oder lieber als Sirup für Eis oder Pudding nehmen sollte?





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Fruchtweinkeller ...
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...   Erstellt am 30.07.2009 - 19:48Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Gärhemmung ist das eine, Gärverhinderung das andere. Um mit Zucker sicher zu konservieren muss man schon schweres Geschütz auffahren, das wäre dann schon kein Weltraumkleber mehr sondern Konrads Spezialkleber





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JasonOgg ...
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...   Erstellt am 30.07.2009 - 20:01Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


FWK schrieb
    Konrads Spezialkleber

Mein Gott, wie sind alle mit den gleichen Geschichten groß geworden.
Gärhemmung war mir nicht eingefallen, als mir Spunk durch den Kopf ging


Aber wie gesagt mein Versuch das Rezept zu verstehen, war, dass man in Vor-FWK-nicht-filtern-Zeiten mit dem Karamell eine ausreichende Gärhemmung hinbekommen wollte.

Auf jeden Fall bin ich froh, dass ich - abgesehen vom Gottseidank harmlosen Süßkirschwein - noch keine Flaschenbombe entdecken musste.





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volk73 
500 Liter Wein
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...   Erstellt am 31.07.2009 - 12:30Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


wobei Conrads Spezialkleber die Brücke zum Weltraumkleber darstellt, schließlich konnten damit Autos zum Fluge bewegt werden

Volker





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"Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden." Oliver Hassencamp

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