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Cecilia ![]() Status: Offline Registriert seit: 28.06.2007 Beiträge: 416 Nachricht senden |
Westlich von Offaly und Laois liegt die Grafschaft Kildare, die im Osten von der Grafschaft Dublin begrenzt wird. ![]() Ein berühmter irischer Sportberichterstatter sagte einmal über den Iren: »Wenn die Kuh die Frau des Iren ist, dann ist das Pferd seine Geliebte.« Die Schwäche der Iren für eine Spekulation mit Pferden ist weltbekannt, und es gibt keinen besseren Ort für eine solche Absicht als das Curragh in Kildare. Das Curragh ist das Zentrum des irischen Rennsports, wo auch das Derby stattfindet. Eigentlich handelt es sich dabei um eine riesige Heide mit zahlreichen natürlichen Rennbahnen vor einem pittoresken Hintergrund mit sanften Hügeln und dunklen Nadelwäldern, die sich bis zum dunkelblauen Horizont erstrecken. Einige irische Spitzentrainer haben hier ihre Ställe, darunter auch John Oxx, Kevin Prendergast und Dermot Weld, der Trainer von Go-Go, der 1990 als erstes ausländisches Pferd das seit 122 Jahren stattfindende Belmont-Stakes-Rennen in den USA gewann. Weld, der auch als Tierarzt praktiziert, trainiert auf seinem Gelände auf dem Curragh 120 Pferde für Flach- und Hindernisrennen. Er betont immer wieder die Bedeutung der »Pferderennindustrie« als Arbeitsplatzbeschaffung und behauptet, dass rund 25 000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt von ihr abhängen. Sie ist offensichtlich auch für die irische Wirtschaft von Wichtigkeit, denn viele ausländische Pferdebesitzer kommen nach Irland, um hier ihre Pferde ausbilden zu lassen, wobei sie pro Pferd bis zu 800 Euro in der Woche zahlen. | |||
<Gästin> unregistriert |
![]() KILDARE - gälisch Cill Dara, Kirche der Eiche. The Curragh und Hauptstadt der gleichnamigen Grafschaft, verdankt seine Entstehung einer Klostergründung um das Jahr 470. Am Standort eines prähistorischen Heiligtums mit Eichbaum stiftete die Druidentochter Brigid (um 453 - um 524), als »Verkünderin Christi«, »Königin des Südens« und »Maria der Galen« Irlands weibliches Pendant zu St. Patrick, ein Doppelkloster für Männer und Frauen, das sich im Laufe der Jahrhunderte zu einer bedeutenden Stätte christlicher Frömmigkeit, Gelehrsamkeit und Buchmalerei entwickelte. ![]() Selbst der normannische Kirchenmann Gerald Barry of Wales (Giraldus Cambrensis, um 1146 bis 1223), der die Iren in seiner Topographia Hibernica als primitive Barbaren hinstellte, konnte nicht umhin, das Book of Kildare, eine seither verlorengegangene illuminierte Handschrift, als das »Ergebnis der Arbeit nicht von Menschen, sondern von Engeln« zu bewundern. ![]() St. Brigid's Cathedral stammt aus dem 13.Jahrhundert, der zweiunddreißig Meter hohe Rundturm aus dem 10. Jahrhundert. ![]() Von dem benachbarten Feuerhaus, in dem bis zur Auflösung des Klosters nach heidnischem Ritus neunzehn Nonnen abwechselnd über eine ewige Flamme wachten, haben sich einige wenige Bruchstücke erhalten. Im Volksglauben verschmolz die historische Äbtissin Brigid (ihr Festtag, der 1. Februar, ist zugleich Beginn des keltischen Frühlings) mit der keltischen Licht- und Feuergöttin Brigit, von der sie ihren Namen hatte, zu einer christlichen Heiligengcstalt, der die unglaublichsten Wundertaten nachgesagt wurden. Ihr ist die erste irische Vita überhaupt zugedacht, verfaßt von Cogitosus in der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts. Noch heute heften abergläubische Gläubige als Fruchtbarkeitsbringer das aus Bast geflochtene St. Brigid's Cross an ihren Kuhstall. ![]() Bildquellen | |||
Cecilia ![]() Status: Offline Registriert seit: 28.06.2007 Beiträge: 416 Nachricht senden |
Von derartigen Klostergemeinschaften brachen die irischen Mönche zu Hunderten auf, um den Heiden des Abendlandes das Christentum und den Christen vollendete Bildung zu bringen. | |||
Paula ![]() Status: Offline Registriert seit: 23.04.2008 Beiträge: 1269 Nachricht senden |
![]() Castletown ist eines der größten und frühesten Häuser, das von einem Architekten gebaut wurde, der Palladios Bau-Ideen nach Irland brachte. Castletown wurde von dem italienischen Architekten Alessandro Galilei (1691-1736) entworfen. Im späteren Bauabschnitt übernahm Sir Edward Lovet Pearce (gest. 1733) die Aufsicht über den Fortgang der Bautätigkeit. Bauherr war William Conolly, Speaker of the Irish House of Commons, der von einfachen Anfängen zu einem der reichsten und einflußreichsten Großgrundbesitzer Irlands aufstieg. Conolly nahm zwar Ämter der Englischen Krone an, betrachtete sich aber trotzdem als Ire, lehnte daher auch jeden Titel, den die Engländer zu verleihen pflegten, ab. Die Fassade des Dominikalbaus von Castletown gleicht eher der Front eines Renaissancepalastes als einer venezianischen Villa; die Seitenteile entsprechen ihrem Vorbild, der Villa Badoer in La Frata bei Rovigo (1565). ![]() Castletown zeichnet sich durch einen besonders einfachen, klaren Grundriss aus. Ein Korridor teilt das Haus in gleich große vordere und rückwärtige Raumbezirke. Nach diesem Teilungsmuster wurden auch Leinster House in Dublin und das Weiße Haus in Washington angelegt. ![]() Die große Galerie wurde 1776 im pompejanischen Stil ausgemalt. Die prächtigen venezianischen Kandelaber wurden eigens für diesen Raum in Murano angefertigt. Über dem Kamin ein Porträt von Lady Louisa Conolly, die diesen Raum nach ihren eigenen Plänen und Wünschen ausstatten ließ. Heute finden in der Galerie Theateraufführungen und Kammermusik-Konzerte statt. ![]() Die Halle. Durchblick zum Treppenhaus mit der 1760 gebauten freitragenden Treppe aus Portlandstein. Der Baumeister war Simon Vierpyl, ein in seiner Zeit (1725 - 1810) berühmter Steinmetz ![]() mit einer Messingbalustrade aus der Werkstatt A. Kink, Dublin. ![]() Das Treppenhaus wurde von den Brüdern Francini mit reichen Stuckarbeiten ausgeschmückt. Castletown blieb bis zum Jahre 1965 im Besitz der Familie Conolly, dann verkaufte Lord Carew, den Besitz. Über zwei Jahre stand Castletown leer, bis das Haus 1967 von Desmond Guiness und der Irish Georgian Society erworgen und restauriert wurde. Heute ist Castletown der Sitzt der Irish Georgian Society und Mittelpunkt der kulturellen Aktivitäten der Gesellschaft. | |||
<LiteraTour> unregistriert |
Gibt es irgendein traditionelles irisches Gericht, das ohne die verdammten Kartoffeln auskommt, höre ich Sie fragen. | |||
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Cecilia ![]() Status: Offline Registriert seit: 28.06.2007 Beiträge: 416 Nachricht senden |
Irlands größter Schatz, von vielen auch als das achte Weltwunder bezeichnet, ist der ![]() Bildquelle Er liegt im äußersten Nordzipfel Nordirlands, an der Küste der Grafschaft Antrim. ![]() Bildquelle Seit 1987 steht der "Fußweg des Riesen" auf der Liste der Stätten des Weltkulturerbes, denn er ist tatsächlich eines der bedeutendsten Naturwunder der Erde. ![]() Voller Rätsel und Sagen ist diese urgewaltige Gegend im Norden Irlands. In der Welt der irischen Mythen gilt der Giant's Causeway als das Werk der Riesen, tatsächlich handelt es sich zum Beispiel bei den beeindruckenden bizarren Basaltsäulen um vulkanisches Eruptionsgestein, das in der Tertiärzeit an die Erdoberfläche drängte. Etwa 37 000 dieser Basaltsäulen erstrecken sich von den Klippen hinaus in das Meer. Ein einzigartiger, magischer Ort mit seinen strengen Felsformationen, der auch meine Fantasie anregte. Die monumentalen Gesteinsformationen tragen so klangvolle Namen wie „die Orgel", „die Harfe" oder „die Wiege der Riesen", und jedes dieser geologischen Wunderwerke steht selbstverständlich mit einer eigenen Sage in Verbindung. Ein schottischer Riese soll ihn als Brücke angelegt haben, um den irischen Helden Fionn Mac Cumhain herauszufordern. Durch eine List versetzten Fionn und seine Frau den Riesen aber in solche Angst, dass er auf seiner Flucht die Brücke hinter sich zerstörte. Deswegen endet der Giant’s Causeway heute im Meer. | |||
Mondnixe ![]() Status: Offline Registriert seit: 22.04.2007 Beiträge: 707 Nachricht senden |
![]() Carrickfergus Castle steht auf einer schroffen Hügelkuppe und ist ein imposantes Bollwerk, dessen Entstehungsgeschichte bis auf das Jahr 1185 zurück geht. Eine Zeit, in der Angel - Normannen, als Abenteurer rücksichtslos über das Land herfielen und große Stücke Land an sich rissen um dort ihre Familien zu beheimaten und auf dynastisches Glück hofften. Einer dieser Abenteurer war John de Courcy, ein Normannischer Lord. Dieser hatte eine Prophezeiung gehört, in dieser würde Ulster, eines Tages von einem weißen Ritter, aus einem fernen Land, auf einem weißen Pferd, mit weißen Tauben auf seinem Schild, dass Land erobern. ![]() Bild- und Textquelle mit freundlicher Genehmigung Seit dem er ein Kind war, war de Courcy davon überzeugt, dass er dieser Ritter sei, von dem die Legende sprach. Also stieg er auf ein weißes Schlachtross, mit einer vorbildlichen Haltung und trug ein Schild mit weißen Tauben. Er scharrte eine kleine Gruppe gut bewaffneter Soldaten um sich und ritt gegen Ulster. Er begann einen unglaublich blutigen Eroberungsfeldzug, welcher über ein viertel Jahrhundert dauerte. Jeder Sieg ging einher mit der Einnahme eines Schlosses, so auch Carrickfergus. Dies darf mitlerweile die Auszeichnung “Das älteste Steinschloss Irlands” tragen. Im Jahre 1210 wurde das Schloss von König John eingenommen. Er machte daraus ein Verwaltungscenter für die englische Regierung und dies sollte es dann auch weitere 700 Jahre bleiben. Es gibt in dem Schloss eine tief gelegene, dunkle Quelle. An dieser Quelle soll der Geist eines Soldaten erscheinen. Eine tragische Liebesgeschichte und Treuebruch, welche dann in einem monumentalen Fehlurteil des Gerichtes gipfelte, soll hinter diesem Spuk stecken. Robert Rainey, ein Soldat der in Carrickfergus Castle um 1760 stationiert war, war ein Mann mit großem Ansehen. Aber als er das einheimisches Mädchen, Betsy Baird, traf und sich verliebte, versprach er ihr er würde diesen Lebenswandel aufgeben, wenn sie ihn heiraten würde. Er war überglücklich, als sie der Heirat zustimmte. Allerdings wusste Rainey nicht, dass Betsy auch eine Beziehung zu dem Bruder seines Kommandanten hatte, Colonel Jennings. Wie Rainey nun hinter diese Affäre kam, ist nicht bekannt. Aber als er dahinter kam, war seine Reaktion, eine unkontrollierbare blinde Wut und als er, auf der Straße, seinen Rivalen traf, rammte er im sein Schwert durch den Bauch. Dann steckte er in aller Ruhe sein Schwert wieder weg und ging zurück in sein Quartier, wusch sich das Blut ab, zog sich um und legte sich ins Bett. Allerdings wusste Rainey nicht, dass Betsy auch eine Beziehung zu dem Bruder seines Kommandanten hatte, Colonel Jennings. Wie Rainey nun hinter diese Affäre kam, ist nicht bekannt. Aber als er dahinter kam, war seine Reaktion, eine unkontrollierbare blinde Wut und als er, auf der Straße, seinen Rivalen traf, rammte er im sein Schwert durch den Bauch. Dann steckte er in aller Ruhe sein Schwert wieder weg und ging zurück in sein Quartier, wusch sich das Blut ab, zog sich um und legte sich ins Bett. mehr Spukorte | |||
Anne ![]() Status: Offline Registriert seit: 25.08.2008 Beiträge: 540 Nachricht senden |
Ein Abstecher in den kleinen, aber auf der ganzen Welt bekannten Ort Bushmills nicht fehlen, wo die älteste lizensierte Whiskey-Brennerei der Welt, die „Old Bushmills Distillery", steht. ![]() Bereits im Jahr 1608 hat sie das Brennrecht erhalten. „Who distilled first?", wird schon in James Joyces „Ulysses" gefragt. Auf jeden Fall ist sie die letzte verbliebene Brennerei in Nord-Irland. Als einzige produzierende Brennerei in Irland hat sie sich ein Aussehen mit ihren Pagodendächern wie ihre schottischen Geschwister erhalten. Heute gehört auch sie zu der Irish Distillers Group aus der Republik Irland. ![]() ![]() Bildquelle ![]() | |||
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