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Cecilia ...



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...   Erstellt am 10.11.2008 - 09:52Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wir verlassen die Grafschaft Donegal auf der Straße, die von Kinlough am Südufer des Lough Melvin entlang nach Rossinver führt.



Lough Melvin ist ein weiterer für seine Lachse und Forellen berühmter See.


Bildquelle

In diesem nur schwach besiedelten, zu Unrecht vergessenen Gebiet, wo die Natur noch relativ unberührt ist, besitzt die Landschaft noch ihre ursprüngliche Schönheit.

EU-Programme locken junge Familien zur Ansiedlung in den unter Naturschutz und Trinkwasserschutz stehendem Gebiet der Grafschaft Leitrim.



www.loughmelvinprogramme.com

BILDQUELLE

Das Land besteht aus sanften Hügeln, eng zusammengedrängten, mit Binsen bewachsenen Feldern, wildwuchernden, farbenprächtigen Hecken, Seen, in denen man angeln kann, und Tiefmooren, in denen es Sumpfschnepfen, Krickenten, Waldschnepfen und andere Wildvögel gibt.


Diese Feuchtgebiete bilden die fast unmerkliche Grenze zu den benachbarten Grafschaften Sligo und Roscommon.

Diese bescheidene Grafschaft ist ein Zentrum der alternativen Lebensweise, des biologischen Anbaus und der Käseherstellung geworden.

Dank seines milden, feuchten Klimas ist Leitrim auch ein idealer Ort für die wirtschaftlich genutzte Anpflanzung von Nadelbäumen.


Die unzähligen rosa und weiß blühenden wilden Rosen, die im Sommer die endlosen Hecken in der Umgebung von Rossinver schmücken, haben dem »Rose Walk« seinen Namen gegeben.

Diese Hecken sind ebenso wie die in der Nachbargrafschaften Sligo und Roscommon das ganze Jahr über eine Augenweide.

Im Spätfrühling überziehen die Blüten des Schlehdorns das zarte Grün der Blätter mit einem grobkörnigen weißen Schleier, der an die punkt-förmige Wirkung in einem pointillistischen Gemälde von Seurat erinnert, während sich unter den Hecken und in den Gräben ein zartgelber Teppich aus Schlüsselblumen ausbreitet.







Im Hochsommer explodieren die Hecken in einem wahren Feuerwerk von Farben — Holunder-, Brombeerblüten, Geißblatt, Fingerhut, wilde Orchideen, gelbe Iris, Margeriten, wilde Rosen und Mohnblumen, um nur einige zu nennen.









Im Spätherbst enthüllt das rostrote und braune Laub, das zu Boden fällt, zahllose Früchte und Beeren: Holunderbeeren, Vogelbeeren, Hagebutten, Schlehen, Brombeeren und Haselnüsse versprechen eine reiche Ernte.

Ein wunderbares Beispiel dafür, wie sich im ländlichen Irland die Natur in ihrer ursprünglichen Schönheit erhalten hat.

Diese Hecken respektieren keine vom Menschen gezogenen Grenzen. So sind wir fast unmerklich in die Grafschaft Roscommon hineingeschlüpft




<Adam Murphy>
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...   Erstellt am 10.11.2008 - 13:01Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Typisch Irish

Niemand ist so irisch wie Barack Obama, sang man in den frühen Morgenstunden in Moneygall im County Offaly, als sich in den Vereinigten Staaten der erdrutschartige Sieg des demokratischen Präsidentschafts-Kandidaten über seinen republikanischen Konkurrenten abzeichnete, und passte seinen Namen dann gleich an die irischen Schreibweise an.

Henry Healy vom Festkomitee, der sich selbst als Cousin 9. Grades (von denen es im Dorf noch mehr gibt) des künftigen amerikanischen Präsidenten ermittelt hatte, forderte Taoiseach Brian Cowen sogleich auf, seinen amerikanischen Cousin zu einem Staatsbesuch nach Irland einzuladen. Ganz offensichtlich hat Mr. Healy einen großen Einfluss auf den irischen Regierungschef, denn nur wenige Stunden später folgte dieser der Aufforderung.


http://www.youtube.com/watch?v=EADUQWKoVek
Barack Obama is IRISH!




<Gästin>
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...   Erstellt am 11.11.2008 - 08:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Im Jahre 1573 lud der Earl von Essex 300 Mitglieder des regierenden O’Neill Clans zu einem Festmahl nach Belfast Castle, und ließ sie alsbald umbringen – ein bemerkenswert grober Verstoß gegen die soziale Etikette.

Die meisten Schlösser und Burgen in Irland ähnlich dunkle Geheimnisse haben, ihr eigenes Stück makabrer Burghistorie und an Burgen mangelt es in Irland nun wahrhaftig nicht.

Kein Wunder: Im Jahre 1429 versprach Edward VI. jedem, der eine Burg erbauen würde, eine Belohnung von 10 Pfund, um die Grenzen seines Herrschaftsbereiches zu sichern.

Zahlreiche ähnliche Initiativen überall im Land regten über einen Zeitraum von beinahe 800 Jahren zu intensivem Burgenbau an.






Legenden, Geister, Märchen und Geschichte – all das verbirgt sich hinter den verwitterten Mauern dieser Burgen, die längst auch zu einem Bestandteil von Irlands eindrucksvollem Landschaftsbild geworden sind.



Castle O'Rourke




Wappen der O’Rourke’s.


Diese Gedenktafel wurde im Jahre 1952 errichtet. Sie soll die Überreste des Leitrim Castle kennzeichnen, welches im Jahre 1540 von Brian Ballagh O’Rourke errichtet wurde.

Während des neunjährigen Krieges wurde es von seinem Enkel Brian O’Rourke gehalten.

Der englische Captain Bustock starb hier während eines missglückten Überfalls auf das Castle.

Das Castle wurde abermals von Sir Oliver Lambert, dem „English President of Connaught“ angegriffen. Ihm gelang es im Jahre 1603 das Castle einzunehmen und es zu zerstören.
Vor Hugh O’Neill’s Kapitulation, war dies das letzte irische Castle, das fiel.

Quellennachweis

O'Rourke ist einer der ältesten Familiennamen der Welt. Es entstand im 10. Jahrhundert nach dem Tod eines jungen Prinzen Namens Ruarc (Rourke).

Ruarc Vorfahren stammen aus dem königlichen Haus der Brefni aus dem 4. Jahrhundert des Hochkönigs.

Während des Mittelalter war das House of O'Rourke überall anerkannt als eine der führenden Familien der Gaelic Adel.

Zu ihrem Reich gehörte nicht nur, dass der Brefni, sondern sie waren auch im Besitz Souveränität über Conmaicne und für eine Zeit Connaught und sogar Teile von Meath.

Heute gibt es ein reges Interesse an der Geschichte des Clans. Der stolze edle Linie der O'Rourke feiert 1100 Jahre ihres Bestehens.

Quellennachweis und weitere Informationen zur Familie O'Rourke




Cecilia ...



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...   Erstellt am 12.11.2008 - 09:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen




Strokestown House ist der letzte bedeutende Landsitz aus dem 18. Jahrhundert, der in der Grafschaft übrig geblieben ist.

Das Haus selbst beherbergte früher die Familie Paken-ham-Mahon und schaut heute fast noch genauso aus wie damals, als es erbaut wurde.



Entworfen wurde es von Richard Cassels, der dabei stark von dem italienischen Architekten Andrea Palladio beeinflusst wurde.

Es ist deshalb im streng palladianischen Stil gehalten, mit einem kompakten Zentralbau und geschwungenem Ost- und Westflügel.

Das Anwesen umfasste ursprünglich etwa 12 000 Hektar Land und war nach Rockingham das zweitgrößte Gut in Irland.

Der größte Teil der Ländereien war verpachtet, aber zum Herrenhaus gehörte ein fast 800 Hektar großer landwirtschaftlicher Betrieb.

In der Zeit vor der großen Hungersnot in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts und vor der nachfolgenden Auswanderungswelle war dieses Gut von lebenswichtiger Bedeutung für mehrere Zehntausend Menschen.


Luke Dodd, der Verwalter von Strokestown und Neffe des gegenwärtigen Besitzers Jim Callery, eines einheimischen Geschäftsmannes, hat mitgeholfen, dass dieses Stück irische Geschichte erhalten bleibt.

Das Haus ist noch heute genauso eingerichtet wie bei Mrs. Haies Pakenham-Mahon, die dort bis 1981 wohnte. Man kann die zahlreichen Erinnerungsstücke besichtigen, die die Sozialgeschichte des Guts und seiner Zeit dokumentieren, darunter verblichene Fotografien und Urkunden ehemaliger Crufts-Sieger, die im winzigen Hundehospital ausgestellt sind.

Alle Möbel und Kunstwerke, die die ehemaligen Besitzer im Laufe der Jahrhunderte erworben haben, sind noch an ihrem ursprünglichen Platz:

Die Familie war nämlich so reich, dass sie niemals einen Wertgegenstand veräußern musste.



Dass dies auch in Zukunft so bleiben würde, stand bereits fest, bevor Jim Callery das Anwesen 1978 erwarb. Noch bevor der Auktionator ihm den Zuschlag erteilt hatte, schwor er, Strokestown so zu bewahren, wie es war: ein Stück konservierter irischer Geschichte.




Cecilia ...



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...   Erstellt am 12.11.2008 - 11:42Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen




Weiter nördlich in der Grafschaft Roscommon, nahe der Grenze zur Grafschaft Sligo, ist der Lough Key und sein ausgedehntes Waldgebiet, früher der riesige Landsitz Rockingham.

Mit seinen bewaldeten Ufern ist der See ein günstiger Lebensraum für viele Insektenarten und bietet einige herrliche Ausblicke.




Während der Blütezeit der großen irischen Landgüter pflanzte man an der Grenze zwischen Waldgebieten und Weideland häufig Bärlauch an. Wenn die Schafe und Rinder im späten Frühjahr wieder auf die Weide gelassen wurden, hatte dieses knoblauchähnliche Gewächs eine wohltuende Wirkung auf sie.




CarpeNoctem ...



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...   Erstellt am 12.11.2008 - 17:17Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen





Paula ...



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...   Erstellt am 13.11.2008 - 21:09Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen



Birr Castle
Die Geschichte der Familie Parson in Irland beginnt mit den Brüdern William und Laurence Parson, die 1590 nach Irland kamen.

Beide gehörten zu jener Gesellschaft von Engländern, die nach den zahlreichen Revolten und Rebellionen, den kriegerischen Auseinandersetzungen im Irland des 16. Jahrhunderts Land und Städte wieder besiedeln sollten.

William Parson wurde als Agrarexperte zum Kommissar für Landwirtschaftsfragen berufen, später zum Generalverwalter für Irland ernannt.

Laurence Parson, sein Bruder, ein ausgebildeter Rechtsanwalt, wurde als Kronverwalter bestellt. Nach mehreren anderen Ämtern, die er innehatte - seine Karriere war erfolgreich, wenn auch finanziell nicht sehr einträglich -, widmete er sich später verstärkt der landwirtschaftlichen Planung im unterentwickelten Irland.

Im Jahre 1620 kaufte er 1000 Morgen Land, 277 Morgen Wald und Moor in dem Gebiet Irlands, das nach seinen Besitzern und Bewohnern Ely O'Carroll genannt wurde.

Im Mittelpunkt des erworbenen Areals lagen das Dorf und das Schloß Birr, das alsbald von ihm zum »Manor«, Herrschaftshaus, erklärt wurde.

Das Dorf Birr wurde umbenannt in »Parson-Town«, trotzdem blieb die Bezeichnung Birr weiterhin gebräuchlich.

Sir Laurence Parson entwickelte ein Wirtschaftsprogramm für die Dorfbewohner von Birr, er baute an der Peripherie eine Glashütte und sorgte für zunehmenden Wohlstand der gesamten Gegend.

Heute ist Birr Castle der Sitz von Earl und Countess von Rosse, die die von dem 5. Earl begonnenen Parkanlagen erweiterten - die schönste Gartenanlage Irlands, wie Kenner behaupten, heute Eldorado für Botaniker aus aller Welt.

Doch die Bäume und Sträucher sind nicht der einzige Grund, weshalb man sich den Park des Blirr Castle ansehen sollte. Hier steht nämlich auch ein außergewöhnliches astronomisches Gerät.

Ein Vorfahr des heutigen Earl of Rosse war ein berühmter Astronom, der ein einzigartiges Teleskop bauen ließ. Dies ist mit einer Länge von 17 Metern eines der größten Teleskope und wurde im Jahr 1845 erbaut.




Homepage des Wissenschafts und Naturcenter Birr Castle



»Strawberry Hill Gothic Saloon«
Die neugotischen Fenster geben den Blick frei
auf den Knockshegowna-Hill, den Hügel der Elfen. Die irische Harfe, die Lauten und die Musikautomaten gehören zu einer wertvollen Sammlung alter Musikinstrumente.


Gotischer Salon. Ein Raum mit achteckigem Grundriss, die weißgoldenen, schlanken gotischen Säulen tragen ein stilisiertes, gotisches Gewölbe. Die originalen, signierten, selten gut erhaltenen Chippendale-Sitzmöbel gehörten früher in die Sammlung von Colonel Messel, dem Vater der jetzigen Countess von Rosse.


Der Gelbe Salon. Die verzierten Spiegel sind aus Bristolglas.
Der Kamin ist ein Entwurf von Thomas Clarke aus Dublin.
Der Stuckfries aus dem 18.Jahrhundert ist mit Widderschädeln und Girlanden geschmückt

Bild-und Textquelle Irish Georgian Society: Bulletins 1976 Dublin




<LiteraTour>
unregistriert

...   Erstellt am 14.11.2008 - 18:13Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen




Jedes Jahr im November findet in Carrickmacross und Inniskeen - Inis Caoin - reizende Insel- Kavanagh's Yearly statt, ein Literaturfestival mit Lesungen, Vorträgen, Touren und Theaterstücken, das vom Tyrone Guthrie Centre in Annaghmakerrig bei Newbliss ausgerichtet wird.

Sir Tyrone Guthrie (1900-71), Theaterdirektor, Regisseur und Fernsehproduzent, vermachte seinen gesamten Besitz dem Staat unter der Bedingung, daß sein vierhundert Morgen umfassendes Anwesen in eine Begegnungsstätte für bildende Künstler, Komponisten und Schriftsteller umgewandelt würde.

Heute sind in Haupthaus, Ateliers und Werkstätten durchgängig Dutzende von Künstlern zu Gast, denen der Komfort und die Abgeschiedenheit des Gutes an einem wunderschönen See eine ungestörte Arbeitsatmosphäre beschert.


PATRICK KAVANAGH wurde 1904 in Co. Monaghan —
eine der der isoliertesten Grafschaften Irlandes ohne Industrie, Fremdenverkehr und Infrastruktur
nicht zuletzt infolge der Nähe zur nordirischen Grenze.

In seinemn lyrischen und erzählerischen Werk hat anschaulich die pastorale Szenerie, aber auch die drückende Armut dieser Grafschaft, materielles und psychisches Elend geschildert.

Monaghan-Muineachan-kleine Hügel- besteht aus einer Vielzahl niedriger Höcker und wirrer Straßen, die Felder sind oft nur handtuchgroß, der Boden mager und moorig.

Hier kann man Natur nicht besingen, ohne zugleich die Landschaft als Fronstatt sich plagender Menschen zu porträtieren.

Im Alter von dreizehn Jahren brach Kavanagh den Besuch der Schule ab und arbeitete wie sein Vater, der Kleinbauer und Dorfschuster James Kavanagh, auf dem Hof und in der Werkstatt.

Auch heute gibt es in Irland etliche »Bauern-Dichter«, die Landwirt und Schriftsteller in einem sind: etwa Peter Fallon und Cathal O Searcaigh.

Bereits das erste veröffentlichte Gedicht des vierundzwanzigjährigen Kavanagh, »Address To An Old Wooden Gate«, in dem der Ruin von Land und Leuten an einem konkreten Gegenstand festgemacht wird, sorgte für Spannungen zwischen dem Autor und der ländlichen Gemeinschaft, für und über die er schrieb.

Zeit seines Lebens sah Kavanagh sich als Außenseiter

Umgekehrt söhnten sich die Dorfbewohner erst nach seinem Tode mit ihm aus, als sie ihm zu Ehren Hinweisschilder auf Geburtshaus und Grabstätte errichteten und damit begannen, die Region als »Kavanagh Country« zu bezeichnen, in dem sich literarische Lokaltermine vornehmen lassen.



So stößt, wer sich aus Tallanstown nähert, gleich am Ortseingang auf St. Mary's Church, einen Kirchenbau, der 1993/94 auf örtliche Initiative liebevoll restauriert und zum
Patrick Kavanagh Rural & Literary Resource Centre, einer Art literarischem Heimatmuseum, umgestaltet wurde.

Unter der weitgespannten hölzernen Decke, die sich wie eine Reihe umgedrehter Fischerboote ausnimmt, sind auch Bildtafeln zu Kavanaghs Leben und Werk aufgestellt.

Durch überraschend kunstvoll gestaltete Buntglasfenster fällt das Licht ein.

Auf dem Friedhof hinter der Kirche befindet sich Kavanaghs Grab. Der schlichte Grabstein trägt die

Inschrift:
For we must record
love's mystery
without claptrap.
Snatch out of time
the passionate
transitory
.


Er ist mit einer kreisrunden Öffnung versehen, die, wie ein Hoffnungszeichen, den Blick auf den blauen Himmel über der Friedhofsmauer freigibt.

Heute wird Kavanagh neben Austin Clarke und Thomas Kinsella als originellster Dichter zwischen W. B. Yeats und Seamus Heaney gerühmt.

Seine kräftigen Verse voll rhythmischer Verve, die in jedem natürlichen und gesellschaftlichen Phänomen die spirituelle Dimension aufspüren, ebenso wie seine satirischen Gedichte über die Prätentionen städtischer Betriebsamkeit gehören zum festen Bestand irischer Poesie.

On Raglan Road of an autumn day

Bosheit ist nur ein anderer Name für Mittelmäßigkeit
.

Patrick Kavanagh




Angela ...



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...   Erstellt am 14.11.2008 - 18:58Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Adam Murphy schrieb

    In dieser Nacht erscheint Pooker aus der „ Anderen Welt“ in der Gestalt eines Pferdes und reitet in atemberaubender Geschwindigkeit durch Éire.
    Dabei spukt er auf alle Brombeeren.Nach Halloween ißt kein Ire mehr Brombeeren.


Bei Ausgrabungen mittelalterlicher Überreste in der Fishamble Street, Dublin, konnten Brombeeren gleich 68-mal nachgewiesen, am Lough Gara Brombeerfunde auf 150 v.Chr. datiert werden.
Laut den Brehon Laws, Rechtstexten aus dem 7./8. Jahrhundert, genoss der Brombeerstrauch »rechtlichen Schutz«.

Die Mönche des Mittelalters aßen die Beere und trugen den Saft als Lidschatten auf.
Und noch im 20. Jahrhundert war das Brombeerpflücken in Irland ein Ereignis, das Weihnachten oder Ostern an Bedeutung gleichkam.

In dem Roman "Ein Porträt des Künstlers als junger Mann" von James Joyce, mag der junge Mann Stephen Dedalus Brombeermarmelade, weil die Dornenkrone von Jesus aus Brombeerholz war, und während der Fastenzeit trägt Stephen brombeerfarbene Krawatten.




Cecilia ...



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...   Erstellt am 15.11.2008 - 09:08Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Marmelade


Meine Mutter kocht Marmelade, je nach Jahreszeit.
Himbeer, Brombeer und Apfel, Loganbeere, Markkürbis und Ingwer, Holzapfelgelee und natürlich Orangenmarmelade.

Nicht eine Million Meilen von hier - sondern lediglich die Straße hinunter, über die Bahnschienen und dann rechts, um genau zu sein.
Ein Fußweg von fünf Minuten.

Sie zaubert auch andere Sachen: Buttergebäck, Biskuitkuchen, köstliches Früchtebrot, Ingwerteigröllchen... ich könnte die Aufzählung ewig fortsetzen, doch wozu? Ich bin mir sicher, Sie verstehen, was ich meine.

Es ist niemand mehr im Haus, für den sie Marmelade kochen könnte, doch sie tut es weiterhin wie sie es immer getan hat. Und wir, ihre vier Kinder, markieren die Jahreszeiten - Winter, Frühling, Sommer, Herbst -, indem wir immer wieder ihre wie Juwelen glänzenden Gläser dankbar entgegen nehmen, die sie ordentlich in Kartons verpackt und uns überreicht, wenn wir das Haus nach unserem kurzen Familienbesuch verlassen.

»Die Marmelade, meine Liebe«, sagt sie. »Vergiß die Himbeermarmelade nicht. Du magst sie nicht, ich weiß, aber die Kinder mögen sie.«

Sie hat natürlich recht. Die Kinder mögen sie; und sie lieben die mit leckerer Schokoladencreme gefüllten Biskuitrollen sowie die Lebkuchenmännlein.

»Lauf, lauf, so schnell du kannst, mich kannst du nicht fangen, ich bin der Lebkuchenmann.«

Sie finden sie ein wenig schrullig, wenn sie das zu ihnen sagt. Sie ziehen tödliche Kriegsspiele oder andere Abenteuer auf ihren Computerbildschirmen Geschichten über Füchse und alberne Lebkuchenmännlein vor.

Ich muß zugeben, dass ich Lebkuchenmännlein auch mag, ihren zarten Zimtgeschmack und ihre weiche Konsistenz. Das hat sie sich gemerkt, und da ich keine Kinder habe, an denen sie sich erfreuen könnte, ist sie froh über das Kind in mir. Niemand von uns muß sich derzeit Sorgen um sie machen; sie ist rüstig und hat ihr Leben, und, wie sie glaubt, auch unsere Leben, voll unter Kontrolle.

Wir belassen sie in dem Glauben, gehen in Wirklichkeit unseren Alltagsdingen nach und rennen nicht wie früher mit unseren, aufgeschürften Knien oder gebrochenen Herzen entsprechenden Erwachsenenproblemen zu ihr.

Ich habe es mir, anders als ich es sonst tue, nicht ausgesucht, bei ihr um die Ecke zu wohnen. Mein kleines Haus hat mir eine Tante hinterlassen, und obwohl ich nicht viel Zeit darin verbracht habe, außer in den letzten Monaten, konnte ich nicht die Energie aufbringen, es zu verkaufen.

Es ist eine Art Lager für meinen Krimskrams - alte Klamotten, Bücher meiner Kindheit, die ich einfach nicht meinen Neffen und Nichten geben konnte, Andenken, die ich von meinen Reisen mitbrachte. Ich bin kürzlich für eine Weile Teil dieses tröstlichen Durcheinanders geworden.

Ich bin die Kosmopolitin in der Familie. Ich habe in London, eine kurze Zeit in Paris sowie in New York gelebt und dort mein Geld verdient und ziehe ernstlich in Erwägung, mir auch mal Sydney anzuschauen, wenn ich wieder voll bei Kräften bin.

Wie Sie vielleicht ahnen können, bin ich keine abenteuerlustige Person. Ich suche nicht die Gefahr, ich möchte bloß diesem Käfig entfliehen, weg von der Marmelade und den familiären Verpflichtungen.
Beides liebe ich so sehr, wie ich es hasse.

Jennifer Johnston




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