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<Adam Murphy>
unregistriert

...   Erstellt am 02.11.2008 - 12:17Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Das keltische Jahr beginnt in Irland nach Halloween, der Nacht zum 1. November.

In dieser Nacht erscheint Pooker aus der „ Anderen Welt“ in der Gestalt eines Pferdes und reitet in atemberaubender Geschwindigkeit durch Éire.
Dabei spukt er auf alle Brombeeren.
Nach Halloween ißt kein Ire mehr Brombeeren.

Die Banshee ist eine Feenfrau, die den Tod ankündigt.

Alteingesessenen Familien erscheint sie als schönes junges Mädchen oder auch als steinalte Frau und schleicht laut klagend ums Haus. Dann wissen die Bewohner, daß ein Familienmitglied bald sterben wird.

Der Klagegesang der Banshee heißt im Irischen caoineadh, woraus sich das englische keening herleitet.

Daher rührt auch der Name der einst professionellen Klageweiber:

Die Keeners wurden bei kleineren Begräbnissen angeheuert, um die Trauergemeinde stattlicher erscheinen zu lassen.




Tagtraeumerin
unregistriert

...   Erstellt am 02.11.2008 - 12:31Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Das Christentum beschränkt die Andere-Welt auf die Welt der Toten, die aus zwei Orten besteht, der Hölle und dem Paradies, in die man je nach Verhalten im Diesseits gelangt.
In den alten inselkeltischen Sagen hingegen können aktuelle Wünsche oder Aufgaben ebenso Grund für einen Besuch in der Anderen-Welt sein wie Tod und Krankheit. Man scheint sogar zwischen verschiedenen Möglichkeiten angenehmen Lebens wählen zu können oder ihnen zufällig zu begegnen. Erst mit der Christianisierung finden sich eigene Bezeichnungen für die Bewohner der Anderen-Welt. Es sind neben Vögeln Feen, Elfen u.a.



Die Reise von O'Corras Söhnen

Eines Tages waren Condla der Rote (auch Connla der Goldhaarige), Sohn von Hundertkampf und sein Vater zusammen unterwegs, als sich ihnen eine Frau in wunderschönem Gewand näherte. Auf Condlas Frage hin erklärte sie, daß sie aus Side käme, wo es weder Tod noch Sünde gäbe, man ohne Unterbrechung esse, stets freundliche Geselligkeit habe und nie streite. Der Vater konnte die Frau nicht sehen und fragte Condla nach seinem Gesprächspartner. Doch an seiner statt antwortete die Schöne:

Er spricht mit einer schönen Frau,
jung und aus edlem Geschlecht,
dem Tod nicht droht noch Alter.
Ich liebe Condla den Roten!
Ich ruf' ihn zu dem Feld der Wonnen,
wo König Boadag ewig herrscht;
sein Land kennt weder Not noch Elend.


Da rief der Vater seinen Druiden Coran, da jeder die Frau hörte, aber keiner außer Condla sie sah. Der Druide nun sang so laut, daß niemand die Frau mehr hören konnte. Da verschwand sie, nicht jedoch ohne Condla vorher einen Apfel gegeben zu haben. Einen Monat lang aß und trank Condla nichts, außer von dem Apfel. Und dieser wurde nicht kleiner und in Condla wuchs die Sehnsucht nach der Schönen. Als er wieder mit seinem Vater zusammen unterwegs war, sah er erneut die Frau auf sich zukommen, und sie sprach zu ihnen. Wieder rief der Vater den Druiden. Die Frau jedoch stellte der Druiden Kunst in Frage und sah deren Macht in Kürze schwinden. Condla zögerte und die Frau sang:

Freude füllet stets den Sinn
allen, die da wandeln drin
Kein Geschlecht ward geseh'n
Als Frauen und Mädeln ...

Lange steht dir doch der Sinn
zu fahren übers Meer dorthin.
Zu Boadags Sid uns reisen laß
steig zu mir ins Schiff aus Glas ...


Nachdem sie ihren Gesang beendet hatte, sprang Condla ins Schiff. Sie fuhren davon und wurden niemals mehr gesehen.




<LiteraTour>
unregistriert

...   Erstellt am 02.11.2008 - 18:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Zitat von Adam Murphy:

Nach Halloween ißt kein Ire mehr Brombeeren.
...........................

Dafür gibt es eine plausible Erklärung:
An Brombeeren kann man sich den Magen verderben, wenn sie Frost abbekommen haben — was um Halloween häufig vorkommt.

Weit verbreitet sind in Irland auch Vampirgeschichten.
Der Dubliner Schriftsteller Bram Stoker hat Dracula weltbekannt gemacht.
Zwar lebt Dracula in Transsylvanien, aber Stokers frühe Werke handeln von Vampiren in Irland.




Cecilia ...



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...   Erstellt am 05.11.2008 - 13:29Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die Straße hinunter von Mamore Gap nach Leenan ist so schmal wie eine Haarlocke.

Die strohgedeckten Häuschen, die hier übrig geblieben sind, dürften die typischsten Katen an der ganzen irischen Westküste sein.

Die meisten von ihnen sind blitzsauber, überzogen mit dem charakteristischen weißen »Zuckerguss«, der jedes Jahr durch goldfarbenes Stroh ersetzt wird.



Die Fensterrahmen und Türen, die in den Grundfarben gestrichen sind, heben sich deutlich ab. Die Dächer steigen nicht geradlinig bis zum First an, sondern biegen sich eher nach oben.

Sie sind mit einem Netz aus Schnüren festgebunden, die an Holzpflöcken befestigt sind; damit soll verhindert werden, dass der unablässig wehende Nordwestwind die Dächer abdeckt.



Die ganze Atmosphäre in dieser kleinen Oase hat etwas angenehm Friedliches und Zeitloses, fast Zauberhaftes an sich.

Die hier ansässigen Fischer und Kleinbauern scheinen sich von der Wand der hinter ihnen aufragenden Berge abgewendet zu haben:



Sie haben sich mit ihrer Abgeschiedenheit abgefunden und sind zufrieden damit, auf das Meer zu blicken.




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...   Erstellt am 06.11.2008 - 12:45Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen





Mondnixe ...



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...   Erstellt am 08.11.2008 - 09:01Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Halloween, die Nacht vom 31.Oktober auf den 1. November wurde bei den Kelten Samhain genannt.



Dies ist auch die Nacht, in der der Schleier zwischen der Welt der Toten und dem Reich der Lebenden ganz dünn ist und die Tore zur "Anderwelt" sich öffnen. Dem alten Glauben nach können die Verstorbenen in dieser Nacht frei auf der Erde wandeln. Deshalb gedenken wir In dieser Nacht der Ahnen und vergegenwärtigen uns unsere eigene Sterblichkeit.

Samhain wurde an dem Vollmond, der dem 1. November am nächsten stand, gefeiert. Die Phasen des Mondes, sein Verschwinden und Wiederkommen, belegten den Kelten, dass der Tod nie endgültig war. Analog den die Gezeiten der Meere bestimmenden Mondphasen wurde auch ein Zusammenhang zwischen Mond und Menstruation hergestellt. Der Mondkult stand daher in enger Verbindung zu Fruchtbarkeit

Nach den alten Traditionen wurde das Geheimnis der Samhain-Nacht folgendermaßen überliefert:
Sie steht für das Versprechen des Lebens nach dem Tode und der Wiedergeburt. Nachdem wir im Garten der Göttin gespielt haben, heißt uns der Gehörnte in seinem Reich willkommen.
Mit dem Gehörntem ist der Mond gemeint

Der Mond war für Rituale, Schicksale und Zeitberechnung wichtig. So, wie die Germanen aus Angst vor Niederlagen bei abnehmendem Mond nicht kämpften, galt es auch bei den Kelten, den richtigen Zeitpunkt für rituelle Handlungen, z.B. Mistelkult, Wahrsagen aus Blut von menschlichen Opfern, und politische Entscheidungen, z.B. Kämpfe, zu finden.

Ein weites Betätigungsfeld für Druiden.




<LiteraTour>
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...   Erstellt am 08.11.2008 - 09:58Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Celtic Huldigungen an den Mond


An den Mond

Sei gegrüßt,
Gemme der Nacht!
Schönheit des Himmels,
Gemme der Nacht!
Mutter der Sterne,
Gemme der Nacht!
Pfleg'kind der Sonne,
Gemme der Nacht!
Majestät der Sterne,
Gemme der Nacht!


An den Neumond
Sei gegrüßt Neumond,
freundlicher Juwel der Richtung!
Ich knie nieder vor Dir,
biete Dir meine Liebe.
Ich knie nieder vor Dir,
ich erhebe meine Hände zu Dir,
ich richte meine Augen auf Dich,
Neumond der Zeiten.
Sei gegrüßt Neumond,
Liebste der Liebe!
Sei gegrüßt Neumond,
Du Liebling der Güte.
Reist auf Deinem Kurs,
Du lenkst die Gezeiten,
Du lächelst uns,
Neumond der Zeiten.
Königin der Richtung,
Königin des Glücks,
Königin der Liebe,
Neumond der Zeiten.




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...   Erstellt am 08.11.2008 - 10:26Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Den nächtlichen Zeremonien der Kelten, gerade um Mitternacht waren vor allem nachtaktive Tiere wie Katze, Hund/Wolf, Hase und Schlange zugeordnet.
Die weise, alte Eule half bei der nächtlichen vom Mond geleiteten/begleiteten Entscheidungsfindung.

Generell erschlägt Cú Chulainn seine Opfer gern in der Nacht.
In „Die Trunkenheit der Ulster" wartet Cú Chulainn
Mitternacht ab, berät sich mit dem Druiden und beginnt dann mit seiner Unternehmung.
Conchobar wird zum König von Ulster, da es der Mutter gelingt, seine Geburt bis zur Nacht hinauszuzögern, allerdings stirbt sie dabei
.

Mit Einzug der Christianisierung wird die Nacht überwiegend mit bösen Geistern, Tod und Teufel verbunden, mit Strafe und Einsamkeit.

Ein Sprichwort besagt, dass der nächtliche Ruf des Käuzchens (Eule) Unheil bringt.

Bis heute lebt die Idee vom Einfluss des Mondes auf die Lebensrhythmen der Frau fort.




Tagtraeumerin
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...   Erstellt am 08.11.2008 - 17:42Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Es gibt eine Sage von Cú Chulainn
Das Wegtreiben der Rinder von Cuailnge
die ihn sowohl in die Nähe des Mondkultes rückt als auch als dämonisch kennzeichnet, wenn er in Rage gerät:

Cú Chulainn — manchmal wird er als einäugig beschrieben weshalb die in ihn Verliebten mit Blindheit geschlagen waren, bis sie mit ihm sprechen konnten —
war erbost über Medbs Angriffe und steigerte sich in Kampjeswut.
Alle seine Glieder und Gelenke zitterten, sein Körper drehte sich in seiner Haut, so daß seine Füße und Knie nach hinten, seine Fersen und Waden nach vorn schauten und die Muskeln seiner Waden wie Kriegerfäuste auf seinen Schienbeinen lagen.

Sein Gesicht wurde wie eine schwarze Schale, das eine Auge zog er ein, so daß es selbst ein Kranich kaum hätte in seiner Wange erreichen können, das andere Auge sprang außen auf der Wange hervor.

Bei der Verzerrung seines Mundes löste sich die Wange von der Kinnbacke, daß sein Schlund sichtbar ward; seine Lunge und seine Leberßatterten in seinem Rachen.

Schlug er seine Kinnladen zusammen, so fuhr ihm Feuer aus Hals und Mund.
Das Pochen seines Herzens war wie das Gebell eines Schlachtenhundes oder das Brüllen eines Löwen. Seine Haare sträubten sich so, daß Apfel daran steckengeblieben wären.

Aus seiner Stirn stieg der Kriegermond auf
so dick wie ein Schleifstein und so lang wie eine Nase.
Hoch wie ein Mastbaum schoß ein Strahl braunen Blutes aus seinem Scheitel und bildete einen dunklen Zaubernebel.
Nach dieser Verzerrung sprang er auf seinen Wagen, der mit Sicheln an den Radnaben ausgestattet war.




Anne ...



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Registriert seit: 25.08.2008
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...   Erstellt am 08.11.2008 - 18:25Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Der keltische Kalender teilte das Jahr in eine dunkle und helle Jahreszeit, wobei mit der dunklen begonnen und damit die Entstehung des Lebens aus der Nacht/dem Tod erklärt wurde. Ebenso ging dem Tag die Nacht voraus.


Der druidische Kalender

Die Ursprünge des keltischen Baumkalenders sind historisch nicht belegt.

Es handelt sich um einen Jahreskalender, der das Jahr in verschiedene Phasen oder Monate einteilt. Jede Phase wird einem Buchstaben des keltischen Alphabets (dem Ogham-Alphabet) und einem bestimmten Baum zugeordnet.

Die einzelnen Phasen werden geprägt durch bestimmte Eigenschaften, die diesen Bäumen zugesprochen werden.


Bäume zeigen offensichtlich, an welchem Zeitpunkt des Jahres wir uns befinden. Da Bäume schon immer eine wichtige Rolle in der keltischen Kultur spielten, ist es nicht verwunderlich, dass so durch und mit den Bäumen eine Art Orakel bzw. eine Art Baumastrologie entstand.

Das Baumorakel hat als Grundlage den keltischen Kalender und das Ogmah, das Kelten-Alphabet mit seinen ursprünglich zwanzig Buchstaben.

Jedem der Buchstaben ist ein besonderer Baum zugeordnet.

siehe hier

Ähnlich unserer westlichen Astrologie gibt es bestimmte Zuordnungen.

Die Bäume symbolisieren die verschiedenen Zeiten des Jahres, und mit ihnen werden verschiedene Eigenschaften und Fähigkeiten in Verbindung gebracht. Doch anders als in der herkömmlichen Astrologie werden 20 Grundcharaktere unterschieden.

Bäume sind immer da, und da das keltische Jahr in zwei Hälften geteilt ist, gibt es auch in jeder Jahreshälfte alle zwanzig Bäume.


Quelle und Bestimmung des eigenen keltischen Baumes.




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