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<Sternenfee> unregistriert |
Bei den keltischen und gälischen Völkern ist die Banshee ein selten gesehener, aber umso öfter | ||||
<Adam Murphy> unregistriert |
Trotz der landschaftlichen Schönheit ihrer Umgebung sollte man die Stadt Sligo nicht links liegen lassen und sich die Zeit nehmen, in Hargadon's Pub in der O'Connell Street einzukehren, um dort ein oder zwei Gläser Bier zu trinken. | ||||
Cecilia ![]() Status: Offline Registriert seit: 28.06.2007 Beiträge: 416 Nachricht senden |
In der Grafschaft Sligo können wir den wuchtigen majestätischen Benbulben nicht übersehen. ![]() Der Riese, neben dem sich mehrere schroffe Hügel wie prähistorische Ungeheuer unter einem stürmischen Wolkenhimmel rekeln, der ständig seine Formen ändert, starrt mit aufgerissenem Maul auf das Meer ![]() Was für ein Kontrast zu den weiblich abgerundeten Formen, die man in Knocknarea auf der anderen Seite der Bucht vor sich hat! ![]() Dabei klingt der Name doch alles andere als freundlich: Im Gälischen bedeutet Knocknarea soviel wie »Hügel der Hinrichtungen«. Ein großer Steinhaufen auf dem Gipfel gilt als Grabstätte der sagenhaften blutrünstigen Königin Maeve. Misgán Méadbha Der Aufstieg ist ein wenig anstrengend, aber er lohnt sich, schroffen Geröllhalden und steile Abhänge, führen zu einem der größten Megalithfriedhöfe Europas ![]() | ||||
Globetrotter ![]() Status: Offline Registriert seit: 09.07.2007 Beiträge: 23 Nachricht senden |
Ebenfalls in der Nähe der Stadt Sligo liegt das ehrfurchtgebietende Carrowkeel An Cheathrú Chaol wo sich auf den Bricklieve Mountains ein weitläufiger Komplex mit mehreren Ganggräbern Signatur Der Sinn des Reisens besteht darin, unsere Phantasien durch die Wirklichkeit zu korrigieren. Statt uns die Welt vorzustellen, wie sie sein könnte, sehen wir sie wie sie ist." Samuel Johnson | ||||
Paula ![]() Status: Offline Registriert seit: 23.04.2008 Beiträge: 1258 Nachricht senden |
Adam, das ist ein gute Idee. Vielleicht bekommen wir für Judith auch ihr heiss geliebtes - kalt getrunken strongbow cider | ||||
Cecilia ![]() Status: Offline Registriert seit: 28.06.2007 Beiträge: 416 Nachricht senden |
Irische Frauenrechtlerinnen ![]() Bildquelle Zu sehen sind Evas Manuskripte, Porzellan, Wand- und Ölgemälde, darunter solche des Dichtermalers JE und ein Doppelporträt der beiden Geschwister von Sarah Purser, sowie Erinnerungsstücke von den Polarexpeditionen des Vaters, Sir Henry Gore-Booth (1843-1900). ![]() Bildquelle Eva Gore-Booth ![]() war das dritte Kind einer gebildeten angloirischen Grundbesitzerfamilie. Sie war Sozialistin, Feministin und Pazifistin, geduldige Aufklärungs- und Erziehungsarbeit zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen ausgebeuteter Frauen waren neben der irischen Lyrik ihr Lebensinhalt. Sie veröffentlichte Gedichte und Dramen. Die von ihrer Freundin Esther Roper postum herausgegebene Werkausgabe {Poems of Eva Gore-Booth umfasst immerhin 650 Seiten. In Manchester organisierte sie Fabrikarbeiterinnen und trat für das Wahlrecht und die Gleichstellung der Frau ein. 1914 — 16 war sie Sekretärin des Women's Textile and Other Workers' Representative Committee, gab The Women's Labour News heraus und war Mitglied des Women's Peace Crusade. Während Eva friedlich für die Frauenrechte kämpfte, war ihre Schwester Constance Markievicz, ![]() eine der markantesten Frauengestalten, die Irland hervorgebracht hat, griff als militante Kämpferin für Freiheit, Gleichheit, Schwesterlichkeit ebenso aktiv in das politische Geschehen ihres Landes ein wie Maud Gonne und Hannah Sheehy-Skeffington und ist von einer selbstgefälligen Männergesellschaft ebenso lange an den Rand der Geschichte abgedrängt worden. Sie studierte zunächst Kunst in London und Paris, wo sie ihren späteren Gatten, den polnischen Grafen Casimir de Markievicz, kennenlernte. Aber schon 1896 hatte sie die Sligoer Gesellschaft zur Durchsetzung des Frauenwahlrechts aufgebaut. Während des langwierigen Dubliner Arbeitskampfes 1913 betrieb sie eine Suppenküche und speiste die Armen. In Soldatenuniform und mit der Waffe in der Hand nahm sie am Osteraufstand 1916 teil, wurde dafür von den Briten zum Tode verurteilt und »einzig und allein aufgrund ihres Geschlechts« verschont. Dank einer Generalamnestie wurde sie bereits ein Jahr später aus der lebenslänglichen Haft entlassen. Später wurde sie noch vier weitere Male inhaftiert. »Madame«, wie sie von aller Welt genannt wurde, errang nicht nur als erste Frau ein Mandat in der »Mutter der Parlamente« in Westminster (1918), sondern wurde auch zum ersten weiblichen Arbeitsminister der Welt (1919) gewählt - von der revolutionären separatistischen Abgeordnetenversammlung Däil Eireann. Als erste Ministerin Europas mußte sie, Mitglied einer illegalen Regierung, in der klassischen Situation einer Doppelherrschaft hinnehmen, dass ihr Dubliner Zimmer innerhalb eines einzigen Monats 188mal durchsucht wurde. Gegenüber der vorherrschenden Glorifizierung von Haupt- und Staatsaktionen vertrat sie einen ausgesprochen modernen Politibegriff: »Wir sollen versprechen, nicht über Politik zu reden. Heutzutage ist alles im Leben Politik. Das Geldwesen, die Wirtschaft, die Erziehung, selbst das in England immer so populäre Thema der Scheidung, all das hat mit Politik zu tun. Ich kann mein Geld nicht anlegen, kann keine Kleider kaufen, ohne daß Politik ins Spiel käme ...« Ihre Versuche, durch Bravourstücke oder Samaritertum, durch Exotik und Exzentrik aus den Konventionen ihres zum Untergang verurteilten Lebenskreises auszubrechen, sind vielzählig. Der turbulente Weg von der burschikosen Gutsherrntochter und eleganten Gesellschaftsdame zur selbstbewussten Frauenrechtlerin und Insurgentin einzigartig. Sie löste sich von ihrem Geburtsland England, von ihrer Klasse, dem Landadel, sowie von ihrer Konfession, dem Protestantismus, und vereinigte statt dessen in sich die Anliegen der nationalen Befreiungsbewegung, der sozialistischen Arbeiterbewegung und der feministischen Suffragettenbewegung. »Man muss rebellieren. Man darf nie aufhören zu rebellieren. Ich will mich einfach auf die Seite derer schlagen, die rebellieren.« Die Rebellin war eine Frau, die Großmut und Menschlichkeit mit großem Mut und unbedingter Zielstrebigkeit verband. | ||||
<Gästin> unregistriert |
Irische Unis sind eindeutig eine Männerdomäne | ||||
Cecilia ![]() Status: Offline Registriert seit: 28.06.2007 Beiträge: 416 Nachricht senden |
Die Küstenstraße führt uns von Sligo über Bundoran direkt nach Donegal. | ||||
Lavida ![]() Status: Offline Registriert seit: 14.12.2006 Beiträge: 3894 Nachricht senden |
Wir haben großes Glück. Die Küche von St. Ernan’s steht uns an diesem Wochenende zur Verfügung. ![]() Mino ist zwischenzeitlich ein Meister seines Faches, der mit der Genauigkeit eines Schweizer Uhrwerks arbeitet und liebt es über alles, uns mit großzügigen Portionen zu verwöhnen. ![]() ![]() Auch unter dem Zeitdruck ist das lauteste Geräusch, das man aus der Küche hören kann, ein zufriedenes Pfeifen von Mino. ![]() | ||||
Eliane ![]() Status: Offline Registriert seit: 12.07.2007 Beiträge: 321 Nachricht senden |
Aus der Stadt Donegal kommt der berühmte Tweedstoff, dessen Entwicklung eng mit dem örtlichen Wollhandel und der daraus hervorgegangenen Weberheimarbeit verknüpft ist. Diese Tradition wird weiter gepflegt; die für Donegal typischen Stoffe mit den echten Fischgräten- und gesprenkelten Noppenmustern werden auch heute noch hergestellt. ![]() Selbst eine große Tweedfabrik wie die der Magees hat einmal bescheiden angefangen. Der Betrieb wurde in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts gegründet. 1887 nahm der erste Magee einen Partner, Robert Temple, hinzu. Homepage von Magee Sie verkauften zunächst handgewebte Tweedstoffe. Sie fuhren dabei mit einem zweirädrigen Karren zu Orten wie Ardara oder Kilcar, um Stoffe aufzukaufen, die in Heimarbeit hergestellt wurden; diese Weber verwendeten dafür Wolle, die sie selbst spannen. Die Heimweber brachten ihre Ware mit Eseln auf den Markt, wobei jedes Tier mit zwei Bastkörben bepackt war, die jeder eine rund 64 Meter lange Stoffbahn enthielten. Nachdem die Käufer den Stoff mit Argusaugen geprüft und ausgesucht hatten, nahmen sie ihn mit nach Donegal, wo er gereinigt und dekatiert wurde. Danach konnte der fertige Tweed an anspruchsvolle Kunden in der ganzen Welt verkauft werden. Nach dem Ersten Weltkrieg stieg die Nachfrage nach Tweed sprunghaft an. ![]() ![]() Heute läuft das Geschäft so gut wie eh und je: Um die Wünsche international renommierter Designer und Couturiers zufriedenzustellen, entwickelt man in jeder Saison neue Gewebe, Muster und Farben. Seit kurzem verfügt Magees auch über eine eigene Schneiderei für Herrenkleidung und ist heute der größte Betrieb seiner Art in ganz Irland. ![]() Das Geschäft in Donegal ist sicherlich einer der wenigen Orte auf der Welt, wo man einen Stoff nach eigenen Vorgaben handgewebt, auswählen und sich daraus einen Anzug, einen Mantel oder ein anderes Kleidungsstück anfertigen lassen kann - tatsächlich durchläuft hier der Stoff alle Stufen vom Vlies bis zum fertigen Kleidungsstück unter einem einzigen Dach. Ursprünglich wurde der Donegaler Tweed mit weißen Kettfäden gewebt; Effekte und Farben erzielte man durch gesprenkelte Schussfäden. ![]() Betrachtet man die Granithügel von Donegal mit ihren zarten Grau-, Braun-, Grün- und Rottönen, so kann man unschwer erraten, woher die Ideen für die verschiedenen Farbkombinationen kamen. ![]() Es gibt auch heute noch Heimweber, die zu Hause auf Handwebstühlen Tweed herstellen, aber das ist nur nur eine Nebenerwerbsbeschäftigung, weil sie auf ihren kleinen Bauernhöfen, die über das Umland verstreut sind, Getreide säen, Torf stechen und zahlreiche andere Arbeiten erledigen müssen. ![]() Bildquellen | ||||
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