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<LiteraTour>
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...   Erstellt am 19.07.2008 - 17:22Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


In der Geschichte von Derdriu stirbt jeder Mann, der sich auf ihre Liebe einlässt.
Die Mythen folgen teilweise belegten historischen Gegebenheiten. So war die sexuelle Freiheit der irischen Frau Teil des Scheidungsrechts.
Nach diesem durfte sie von sich aus und ohne Einverständnis des Mannes die Ehe aufkündigen, wenn z.B. der Mann die Frau sexuell vernachlässigte, ignorierte oder —wegen Päderastie, Homo- oder Bisexualität, Impotenz, Zeugungsunfähigkeit o.a. — nicht zu befriedigen vermochte.
Die überlieferten Gesetze zeugen von einer hohen Achtung gegenüber der Eigenpersönlichkeit der Frau und einer Gleichberechtigung, wie sie bis heute nicht wieder verwirklicht ist.

Dieses Recht konnte die katholische Kirche erst mit Unterstützung der englischen Kolonialmacht im 17.Jahrhundert vollständig brechen.

Mit zunehmender Christianisierung wandelte sich das Bild der Frau und ihrer Rolle in der Gesellschaft.

Das Patriarchat beherrschte das Bild,eigenbestimmende, kämpfende Frauen und/oder Druidinnen sind jetzt nicht mehr Helden, sondern Hexen.




Cecilia ...



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...   Erstellt am 20.07.2008 - 09:10Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Weiter nördlich von unserem Märchenschloss


Dromoland Castle


ragen die vom Wind gepeitschten Klippen von Moher über 300 Meter hoch auf und blicken hinaus auf die Aran Islands und hinüber zu den Bergen von Connemara.







Die schönste Aussicht genießt man bei Sonnenuntergang oder stürmischem Wetter, doch allzu oft wird der Blick jedoch von Nebel oder von der Gischt des Atlantiks getrübt














Der über acht Kilometer lange Küstenstreifen ist mit seinen zerklüfteten Klippen die Heimat zahlloser Kolonien von Seevögeln: Papageitaucher, Eissturmvögel, Dreizehenmöwen und Krähenscharben.

















Sportangler können in den Gewässern am Fuß der Klippen und rund um die Liscannor Bay Heringshaie fangen und dabei gleichzeitig den grandiosen Anblick der Felsen genießen, die majestätisch alles überragen.







Tagtraeumerin
unregistriert

...   Erstellt am 20.07.2008 - 11:16Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen




Si-Og ist ein gälischer Name und bedeutet; junge Fee.
Si für ' Fee' und Og für ' Young' so sind sie die jungen Feen oder die kleinen Leute.
Es wird erzählt, dass irgendwo in der Nähe der Mündung des Flusses Shannon das Island Enchanted, eine verzauberte Insel, liegt.
Hinter geheimen Eingängen befindet sich
Tir na nOg, das Land der ewigen Jugend.
Seit Anbeginn der Zeit sind die Si-Ogs auf dieser Insel glücklich.Niemals haben sie den Weg in die Außenwelt riskiert.
Heute werden wunderbaren Si-Ogs Puppen handgefertigt. Ihr Kleidung ist gestrickt aus Aranwolle. Sie sind ein Symbol, das man Freuden schenkt, die ihre innere Jugend und Neugier verloren haben. Mit dieser Young Fee sollen sie, sie wieder finden.




Minka
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...   Erstellt am 21.07.2008 - 07:11Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen





Minka
unregistriert

...   Erstellt am 21.07.2008 - 07:20Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen





Cecilia ...



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...   Erstellt am 21.07.2008 - 10:38Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen




Aran, das ist eine Inselgruppe in der Bucht von Galway. Inishmore, Inishmaan und Inisheer Inseln aus blankem Kalkgestein, in das Wind, Regen und Sonne Spalten, Risse und Rinnen gefressen haben, die so exakt verlaufen, als hätten Laserstrahlen den Stein verglüht.



In den Vertiefungen im Fels wachsen Farne, gelbe und violette Sternblumen und weiße Röschen.
Ober die Felsen reihen sich tiefgrünes Moos, goldgelbe und rostrote Flechten.








Unverwüstlich, gefühlvoll, unabhängig:
Arm und Reich führen auf den Felseninsel das gleiche Leben.



Sie sind urtümlichen Naturkräften ausgesetzt, die wüten und locken, rütteln und sengen, begraben und ertränken. Wind, Feuer, Erde, Luft und Wasser, Nachbar und Fremder verlangen ihnen ein Beharrungsvermögen ab, das mit Tüchtigkeit, Heiterkeit und Geduld reagiert. »Tä an nadür ag imeacht as na dao-ine«, sagen die alten Leute.

Wenn erst einmal die Menschen von Aran ihre Gutmütigkeit verlieren, wird sie nirgends mehr zu finden sein.

Generation um Generation haben sie dem ewigen Kreislauf des Insellebens gebrechliche, aber unerschrockene Himmelsgänger.



Inis Meäin,ist die mittlere der drei Aran – Inseln.

Sie ist eine Bastion des Irischen, der gälischen Sprache, des keltischen Erbes. Nirgendwo in Irland verstehen weniger Iren die englische Sprache als auf fnis Meäin, nirgendwo sind die Menschen scheuer und schweigsamer als auf der mittleren der drei Aran-Inseln,



und nirgendwo zeigt sich deutlicher als hier, dass jeder auf der Suche nach seinen nostalgischen Träumen scheitern wird, denn in einer stillen Welt aus unbarmherzigem Stein müssen die der Natur entfremdeten Event haschenden, intellektuellen, hetzenden Menschen versagen.





Dreihundert Menschen leben hier. Statt Autos gibt es Eselskarren , keine Luxushotels für den Fremden. Und fremd wird er bleiben. Scheu sind die Menschen hier. Es ist schwer ihr Vertrauen zu gewinnen. Sehen sie einen Fremden, gehen sie schnell in ihre Häuser und pfeifen selbst ihre Hunde zurück.



Die Aran Inseln, die Welt aus Stein – in ihr sind noch die Feen lebendig, dort wo die heiligen Brunnen raunen, wo auch die Ruinen der Kirche, der sieben Prinzen stehen.




<LiteraTour>
unregistriert

...   Erstellt am 23.07.2008 - 11:01Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen



Liam O’Flaherty Biografie und Werke


Einer der größten irischen Erzähler, der auf Inishmore geboren wurde, ist Liam O'Flaherty(1896-1984). Studium in Dublin. Er ficht im Ersten Weltkrieg bei den Irish Guards.
Beginnt nach der Entlassung ein Wanderleben, bereist alle Erdteile, arbeitet in vielen Berufen.
Entwickelt sichin Amerika vom katholischen Nationalisten zum radikalen Marxisten und während des irischen Bürgerkriegs hisste er die rote Fahne auf dem Dubliner Krankenhaus Rotunda.
Schreibt 14 Romane und 150 Kurzgeschichten.

Als international geachteter Schriftsteller, mit vielen Auszeichnungen und einen wohlverdienten Platz in der Weltliteratur, wird er als ›irischen Zola‹ bezeichnet. Er starb 1984 in Dublin


Sein Geburtshaus in Gort na gCapall,



ein weißgetünchtes Cottage, befindet sich unweit der mächtigen Klippenfeste Dun Aengus.







Inzwischen längst zum Tummelplatz der Touristen geworden, hat sich Inishmore noch lange die Relikte einer geschlossenen Gentilgesellschaft, die Mystik eines auf dem Atlantik treibenden steinernen Floßes bewahren können.


Bildquelle


O'Flaherty wuchs in einer irischsprachigen Familie
auf Inishmore auf.
Hier fand er den Existenzkampf einer kleinen, urtümlichen Gesellschaft gegen die Elementargewalt der Natur vorgezeichnet, dessen Heroismus und dessen Barbarei seine Anschauung von der Verfasstheit des Menschen bestimmte;
hier glaubte er den fundamentalen, nachgerade vorgeschichtlichen Primitivismus vorzufinden, der allen seinen Figuren, ob Dörflern oder Städtern, zu eigen ist und wie ihn auch der amerikanische Regisseur Robert Flaherty in seinem zum Kultfilm gewordenen Dokumentarbericht Man of Aran vorführte.

Was andernorts zum nostalgischen Gegenbild einer korrupten kapitalistischen Zivilisation stilisiert wurde, entfaltet sich in O'Flahertys Romanen in darwinistischem Szenario.

»Ein poetisch-melodramatischer Prophet der rebellischen Armen, ein Freiheitskämpfer und Abenteurer – endlich der letzte noch lebende Vertreter der irischen ›Renaissance‹. Kein anderer irischer Autor dieses Jahrhunderts hat so viel getan für das irische Selbstverständnis und Selbstbewußtsein. O'Flaherty-Epigonen gibt es heute viele, aber nur einen richtigen Nachfolger: ihn selbst. Nicht im Schatten des fünfzehn Jahre älteren James Joyce, sondern stets im schönen Halblicht der großen Insel: Liam O'Flaherty ist gewiß der bedeutendste irische Erzähler des Jahrhunderts, einprägsam und leicht zu verstehen.« Die Welt




delfin
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...   Erstellt am 24.07.2008 - 22:11Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die drei Aran-Inseln - Ausläufer des Burren

Die Aran-Inseln sind geologisch eine Fortsetzung des Kalksteinplateaus des Burren, der sich den Inseln gegenüber auf der Festlandseite befindet. Drei größere Inseln erstrecken sich von Nordwesten nach Südosten: Inis Mor, Inis Meain und Inis Oirr. Dazwischen liegen einige kleinere Inseln. Die größte ist Inis Mor mit einer Länge von 14 km und einer Breite zwischen 0,75 km und 3,25 km. Die zweitgrößte Insel ist Inis Meain. Sie ist 5 km lang. Inis Oirr ist etwa 4 km im Durchmesser. Möglicherweise waren Inis Meain und Inis Oirr einmal miteinander verbunden, da die Entfernung zwischen den beiden kaum mehr als 3 km beträgt und das Wasser der Durchfahrt an manchen Stellen nur 2 m tief ist.

Die Tiefe des Meeres zwischen den Inseln und dem Festland liegt bei durchschnittlich etwa 30 m. Das Gestein der Inseln besteht aus denselben Komponenten wie der Burren: Kalkstein aus dem Karbonzeitalter. Vor etwa 325 bis 350 Millionen Jahren bedeckte die schlammige Kalksteinablagerung den Grund eines seichten, warmen Meeres, das voller Leben war. Überreste von Brachiopoden, Gastropoden und zweischaligen Muscheln sind oft im Inselgestein erhalten. Die Erosionstätigkeit des Meeres legt häufig diese Bestandteile der Felsen frei und trägt sie ebenso beständig auch wieder ab.


Die Terrassen
Auf den drei Inseln gibt es insgesamt neun Terrassen, von denen fünf gut erkennbar sind und die anderen vier darunter liegen. Diese Terrassen entstehen, weil zwischen den Kalksteinschichten Schieferbetten liegen, die leichter erodieren und abgetragen werden. Diese Schieferlagen befinden sich in den unteren Klippenbereichen.

Schiefer ist wasserundurchlässig. Daher sammelt sich Sickerwasser oberhalb der Schieferschichten und tritt an den unteren Rändern der Klippen in Quellen heraus. Die Quellen liefern gewöhnlich genügend Wasser. Manchmal jedoch sind sie trocken, und Wasser muss vom Festland auf die Inseln gebracht werden.

Die Schieferlagen enthalten ebenfalls zahlreiche Fossilien wie Brachiopoden, Goniatiten und andere.
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Die Klippen
Am dramatischsten wirken die Araninseln an ihrer Atlantikseite, wo die Wellen des Meeres die Kalksteinklippen ständig bearbeiten. Durchschnittlich sind die Klippen über 50 m hoch, aber es gibt Stellen, wo sie 120 m übersteigen. Verwitterungs- und Erosionskräfte tragen die Inseln langsam ab. Selbst wenn dies weniger als ein Millimeter pro Jahr ist und man die Veränderungen, die durch die globale Erwärmung verursacht werden, nicht mit einbezieht, werden die Aran-Inseln in 7 Millionen Jahren verschwunden sein.

Verstärkt wird dieser Prozess der Oberflächenverwitterung durch die Tätigkeit des Meeres, die den Kalkstein an der Westseite in große Blöcke zerteilt. Diese Blöcke entstehen, weil die Kalksteinschichten von vertikalen Sprüngen durchzogen sind. Wo diese eng beieinander liegen, kann ein starker Sturm Felsbrocken herausreissen. So entsteht die senkrechte Wand der Klippen.

Üblicher ist jedoch, dass die ständige Wellenbewegung an Stellen, wo die Sedimente aus weicherem Material sind, die Felsen aushöhlt und das darüber liegende Gestein schwächt. Die Risse in den Kalksteinschichten brechen auf und Felsbrocken fallen ins Meer. Dort werden sie vom Wasser aufgenommen und tragen als Schlagwerkzeuge weiter dazu bei, dass die Felswand ausgehöhlt wird.

Auf diese Weise entstehen im Laufe der Zeit Felsbänke vor den Klippen, die von den Gezeiten bearbeitet werden.
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Blaslöcher
Wo die Wellenbearbeitung in Buchten stattfindet, konzentriert sich die Kraft der Wellen auf den Scheitelpunkt der Bucht. Das Wasser dringt in Schwachstellen im Fels ein, und Luft wird dort zusammen gepresst. Beim Rückzug der Welle dekomprimiert die Luft und übt weiteren Druck auf den umliegenden Fels aus. Durch die ständige Wiederholung dieses Vorgangs werden diese Aushöhlungen immer größer und Höhlen erstrecken sich in den Fels hinein. Manchmal findet die Luft einen Weg nach oben. Dieses Loch wird schnell größer und Wasser kann durch den entstandenen Kamin nach oben gepresst werden. Es entstehen Blaslöcher, aus denen bei Sturm mehrere Meter hohe Wasserfontänen herausschießen können.
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Sturmstrände
Wie gewaltig die Kraft des Meeres sein kann, ist auf den Aran Inseln gut zu sehen. An den Sturmstränden findet man Hinweise auf gewaltige Wellen, die Kalksteinblöcke von enormer Größe sogar über 60 m hohe Klippen bis zu zehn Meter landeinwärts deponieren.
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Baumaterial für die Bewohner
Diese Felsbrocken unterschiedlichster Größen boten den frühen Bewohnern der Inseln Baumaterial für ihre großen Steinforts, Kreuze, Gräber und Wohnhäuser. In Dun Aenghus gibt es Blöcke, die mehr als 2 m lang sind.

Auch die Steinmauern, mit denen sie ihre Felder umgeben haben, um die mühsam gewonnene Erde zu halten, bestehen aus diesen Steinen. Die Felder folgen meist den Felsterrassen, wobei die Höhenunterschiede zwischen diesen 6 m betragen können. Andere Felder werden begrenzt durch die Felsrisse, in die Steinplatten gesteckt wurden.
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In diesen Inselregionen weisen von Sand überhäufte Felder, Kirchen und Gräber auf die schöpferische Kraft des Meeres hin. Mittelalterliche Kirchen tauchten vor wenigen Jahren wieder aus dem Sand auf, als Stürme die Dünen teilweise abtrugen. Zahlreiche Spuren früher Besiedlung sind unter den Sandschichten der Nordostregionen der Inseln begraben.

Quelle




CarpeNoctem ...



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Registriert seit: 19.02.2007
Beiträge: 460
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...   Erstellt am 26.07.2008 - 17:26Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Obwohl ihre Zugehörigkeit still und gewiss ist, lässt sich doch auch nicht leugnen,
dass die Natur an ihren einen Ort gekettet ist.
Dies kann die Sehnsucht in ihrem Herzen nur vertiefen.
Ein kleiner Vogel landet und putzt sich eine Minute lang auf einem wuchtigen Felsblock, den das Eis vor Tausenden von Jahren in einer Ecke eines Feldes zurückließ.
Das Wunder des Fluges bedeutet für den Vogel größte Freiheit; er kann seiner Sehnsucht überallhin folgen.
Die Reglosigkeit des Steins ist makellos, doch sie bedeutet auch, dass er sich um keinen Zentimeter von seinem tausendjährigen Standort fortbewegen kann.
Er erfreut sich einer absoluten Zugehörigkeit, doch wenn er sich nach einem Ortswechsel sehnt,bleibt ihm nichts anderes übrig,
als von der Rückkehr des Eises zu träumen.

John O'Donohue




<Gästin>
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...   Erstellt am 27.07.2008 - 15:27Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Celtic Symbole

Der Kessel

Der kupferne Kessel war in Irland zum Hauptwertgegenstand des Hauses.
Er wurde zum rituellen Gefäß der Kelten schlechthin.



Demgemäß konnte er enorme Ausmaße haben. Seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten entsprachen den Fähigkeiten seiner Besitzer, die oft götterähnliche Helden waren.



Wahrscheinlich aus der Graburnenfunktion heraus entwickelt sich der Kessel der Wiedergeburt.
Man hoffte, daß der Begrabene am nächsten Tag oder später wieder auferstehen würde, in dem der Kessel eine Art Vermittlerrolle übernimmt zwischen Lebenden und Toten:

Der „Magier" betrat einen großen Kessel auf heiligem Begräbnisgrund, ließ den Toten erscheinen und an sich vorübergehen, dabei stellte er Fragen an die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
ihm Fragen nach Zukunft und Vergangenheit*1. So wurde der Kessel zum Opfer-, Grab- und Weihgabengefäß. Auf dem Weg in die "Andere-Welt", ist er unentbehrlich.



Auch ist der Kessel für die Kelten wichtig als Proviantgefäß bzw. „Schatzkiste"
Aus seiner Bedeutung als Gefäß zur Essenszubereitung, -darreichung und -aufbewahrung entwickelt sich der Kessel des Überflusses verbunden mit Gastfreundschaft und Unerschöpflichkeit (Andere-Welt).

Ebenfalls ist der Kessel der Erneuerung!Heilung und Verjüngung bekannt. Doch ist Heilung auch an ihr Gegenteil, nämlich den Tod"1 gekoppelt, analog der Erscheinungsweisen von Göttinnen, die u.a. Heilung und Tod auf sich vereinen können.

Außerdem entwickelt sich der Kessel der Inspiration und Weisheit, wie ihn Ceridwen für ihren Sohn einsetzt.

Offensichtlich bietet der Kessel auch eine Art Schutz: Waffen der Helden müssen mitunter in einen mit Gift o.a. gefüllten Kessel getaucht werden, damit diese sich nicht gegen sie selbst richten. Auch die Funktion als reiner — aber eben doch besonderer — Gebrauchsgegenstand ist belegt, "wenn man darin Steine weich kochen kann"'.

Bliebe noch der Kessel als Falle zu erwähnen.

Aufgrund seiner Bedeutsamkeit wird die Benutzung des Kessels bei der Mahlzeit und damit diese selbst, als Zeremonie angesehen, das darin kochende Fleisch als vorstofflicher Zustand, die Brühe als befruchtende Kraft. Kessel verbinden die lebenserhaltenden Elemente Feuer und Wasser, und können — wie andere Gefäße auch — als göttliche Form angesehen werden, der gleich dem Schoß der Muttergöttin, das Leben entspringt — und auch von ihr zerstört werden kann.

Es ist also verständlich, dass der Kessel als Beutestück und Vorstufe des heiligen Grals, als wertvoller und zu erlangender Besitz angesehen wurde, der dem Besitzer überdies neue oder magische Fähigkeiten und somit Macht verleiht




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