Logoherbst480288

Aktuell



Einloggen

Einladung

Suchen


Neuer Thread ...
More : [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [20] [21] [22] [23] [24] [25] [26] [27] [28] [29] [30] [31] [32] [33] [34] [35] [36] [37] [38] [39] [40]


ErstellerThema » Beitrag als Abo bestellenThread schließen Thread verschieben Festpinnen Druckansicht Thread löschen

<LiteraTour>
unregistriert

...   Erstellt am 03.07.2008 - 12:35Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen



PEIG SAYERS
Bildquelle


PEIG SAYERS die »Königin der Geschichtenerzähler«, wurde in Dunquin geboren. Obwohl die Familie ursprünglich aus England stammte und dem protestantischen Bekenntnis angehörte, waren die Sayers irischer als die Iren (»Hibernicis ipsis Hiberniores«) und brachten mehrere Erzähler hervor.

PEIG SAYERS arbeitete bis zur ihrer Heirat als Dienstmädchen in Dingle und zog dann auf Blasket Island. Sie liegen vor dem Südwestzipfel der Halbinsel Dingle.

Von Peig Sayers heißt es, wenn sämtliche Heldensagen der Fenier verlorengegangen wären, so hätte sie sie frischweg aus dem Gedächtnis wiedergeben können.

375 ihrer Feen- und Geistergeschichten, die sie, die Pfeife im Mund, im Kreise der Nachbarn zum besten gab, sind auf mehr als fünftausend Seiten festgehalten worden.

Neben dem Singen und Tanzen war das Erzählen für die Bewohner von Blaket Island die einzige Form der Unterhaltung wie auch die einzige Form der Weitergabe von althergebrachten Weisheiten und Werten:
»Die Langeweile ist der Traumvogel, der das Ei der Erfahrung ausbrütet«
Walter Benjamin

In Peigs - jahrzehntelang ungeliebtes Pflichtpensum irischer Schüler, An Old Woman's Reßections, beschrieb die Autorin in farbiger Diktion die Naturschönheiten der Insel ebenso wie das spartanische Leben und die reiche Kultur ihrer Bewohner.




Cecilia ...



...

Status: Offline
Registriert seit: 28.06.2007
Beiträge: 416
Nachricht senden
...   Erstellt am 03.07.2008 - 16:00Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen




Wir fahren heute entlang der grandiosten Küstenlandschaften von ganz Irland.







Bei Sonnenuntergang beobachten wir am Strand atemberaubende Lichtspiele.





Von Slea Head



haben wir einen Blick auf die weitgehend unbewohnten Blasket Isalnds, die wild und einsam im Ozean liegen.






Na Bhlascaoid - Blasket Islands , eine Gruppe von sieben Inseln, darunter Inishvickil-lane im Privatbesitz des ehemaligen irischen Premiers Charles J. Haughey.

Zur größten von ihnen, An Bhlascaoid Mhöir, die auf der Wasserfläche liegt wie ein hingestreckter grüner Walfischleib, gelangt man über den fünf Kilometer breiten Sund mit Leihbooten aus dem kleinen Fischerhafen Dun Chaoin - Dunquin.

Früher verkehrten hier die curracha, mit geteerten Tierhäuten oder Segeltuch überzogene kiellose Boote, die wurden auf den Köpfen und Schultern der Fischer über den Strand getragen

Als Schauplatz von David Leans Filmepos
Ryans Tochter



hat Dunquin Berühmtheit erlangt.

Auch wir besuchen die Original Filmdrehplätze,
Kruger Kavanagh's Pub


Bildquelle

und die kleine reizende Sandbucht Coumeenole bei Slea Head



Weiter westlich im glitzernden Atlantik locken unerreichbar die versunkenen Kontinente der irischen Mythen: Tir na nOg, das ossianische Land der ewigen Jugend, und Hy Brasil, jene zauberische Insel, die sich noch bis Mitte des 17. Jahrhunderts auf Kartenwerken eingezeichnet fand, angeblich nur 450 Kilometer von Galway entfernt.

Die naheliegende Gedankenverbindung mit Platons untergegangem Atlantis ist oft angestellt worden.




Angela ...



...

Status: Offline
Registriert seit: 01.01.2008
Beiträge: 529
Nachricht senden
...   Erstellt am 03.07.2008 - 18:32Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen





Paula ...



...

Status: Offline
Registriert seit: 23.04.2008
Beiträge: 1269
Nachricht senden
...   Erstellt am 03.07.2008 - 22:51Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Heute Abend sehen wir im Open Air Kino am Strand von Dunquin

Ryans Tochter

Ryan's Daughter

die wunderbare Filmusik schrieb
Maurice Jarre




Delfin
unregistriert

...   Erstellt am 03.07.2008 - 23:24Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Möge jede Nacht
dir soviel neue Kraft schenken,
um dem neuen Tag
ausgeruht entgegentreten zu können.

.....
mit diesem irischem Segensspruch,
von der Liste, die Fidelis uns zusammengestellt hat,

möchte ich den Tag abschließen
und wünsche allen eine gute Nacht.




<Leserin>
unregistriert

...   Erstellt am 04.07.2008 - 11:22Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


PS: Ich liebe Dich

Dieser Film wurde auch in Irland gedreht.


Drehort Wicklows Mountins




Cecilia ...



...

Status: Offline
Registriert seit: 28.06.2007
Beiträge: 416
Nachricht senden
...   Erstellt am 05.07.2008 - 11:01Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die Asche meiner Mutter,

auf den ersten paar Seiten sind sie da alle versammelt: die Armut, der Alkohol, ungewollte Schwangerschaft, Gewalt und Kirche.
Mit feuchten Augen habe ich dieses Buch gelesen von der trostlosen Kindheit des Autors Frank

Zweifellos ist das Buch eindringlich und spannend geschrieben, und Zweifellos berichtet der Autor seine Kindheit so akkurat, wie er sie erinnert.

Dass er den größten Teil seiner Jugend in den USA verbracht hat, mag seine Sicht gefärbt haben, aber er wäre nicht der Erste, der die alte Welt etwas dunkler malt, damit die neue etwas heller erscheint.

Auch das wäre dem Buch zu verzeihen. Unverzeihlich hingegen scheint der Erfolg eines Werkes, das nur Abgestandenes wiederholt, zu einer Zeit, in der es so viel Neues über Irland zu berichten gibt.
Allzu leicht vermischen sich Vergangenheit und Gegenwart im Kopf des Lesers.

Dahin sind alle Leistungen Irlands, das sich mit Münchhausen'scher Unbeirrtheit am Schopf genommen hat, und wir sitzen wieder im Schlamm der Klischees.




CarpeNoctem ...



...

Status: Offline
Registriert seit: 19.02.2007
Beiträge: 447
Nachricht senden
...   Erstellt am 05.07.2008 - 11:16Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Verehrte Cecilia,

von diesem Klischee will die Touristikindustrie Irlands sich auch nicht trennen.

Seit Heinrich Böll sein "Irisches Tagebuch" veröffentlicht hat, sehnen sich die Menschen weltweit nach genau diesem Irland.

»Der Stechginster blühte, die Fuchsienhecken hatten schon Knospen; wilde grüne Hügel, Torfhaufen; |a, grün ist Irland, sehr grün ...«, schrieb Heinrich Höll in seinem Irischen Tagebuch.

Sein 1957 erschienenes Tagebuch hat Irland nicht nur auf der Landkarte der Leser festgeschrieben, sondern es auch — abschließend, so scheint es — definiert: grün und torfig, mit strohgedeckten Häuschen, in denen trinkende, singende Originale und fromme Mütter zahlloser rothaariger Kinder, arm aber fröhlich, schrullige Sprüche über den nie enden wollenden Regen austauschen.

Die im Irischen Tagebuch so treffend beschriebenen Eigenheiten der Insel haben sich im kollektiven Bewusstsein aller Reisenden festgesetzt.




Cecilia ...



...

Status: Offline
Registriert seit: 28.06.2007
Beiträge: 416
Nachricht senden
...   Erstellt am 05.07.2008 - 11:32Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Natürlich hatte Böll recht mit Kirche und den Pints und vielen anderen Details.
Auch heute gibt es hier noch (staatlich geschützte) Strohdächer und schafübersäte Wiesen, wenn es für ausländische Fernsehteams auch immer schwieriger wird, das Irland zu finden, das ihre Zuschauer von der grünen Insel erwartet.
Dennoch kann selbst ein oberflächlicher Betrachter nicht übersehen, dass sich Irland seit 1957 verändert hat.




Cecilia ...



...

Status: Offline
Registriert seit: 28.06.2007
Beiträge: 416
Nachricht senden
...   Erstellt am 06.07.2008 - 11:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Es ist übrigens kein Klischee, dass wir Iren Fremden gegenüber freundlich sind, aber nur Fremden.
Es gibt Bevölkerungsschichten, die behandeln wir wie Aussätzige.
Über den Umgang mit ihnen wird wenig in irischen Medien berichtet.
Es sind die Traveller. 23 000 leben in Irland unter schwierigsten Lebensbedingungen und den Vorurteilen der irischen Gesellschaft, die durch Politiker auch noch geschürrt wurden.
Während wir für unsere Gastfreundschaft gerühmt werden, droht diesen Menschen ständig die Vertreibung. Ihre Wohnwagen werden abgebrannt, und die Polizei sieht applaudierend zu.
Vergessen ist, dass die Vorfahren der Travellers in Irland sesshaft waren. Ihre Familien sind Hof vertrieben worden, weil sie während der Hungersnot ihre Pacht nicht mehr zahlen konnten.
Vergessen ist, dass die Travellers Iren sind.
Vergessen ist, dass die Travellers integraler Bestandsteil des Wirtschaftsgefüges in Irland waren.
Erst als mit Geldern der EU die Landwirtschaft modernisiert wurde, waren ihre Handwerke nicht mehr gefragt.
Vom Land zogen sie in die Städte, wo sie sich Berufschancen erhofften.
Stattdessen haben sie weder Zutritt in Supermärkten, Waschsalons, Pubs und Restaurants.
Ihre Kinder werden in den Schulen von sesshaften Kindern getrennt und gesondert unterrichtet.
Aus Dublin wurden sie vertrieben, um Immobilienspekulanten Platz zu machen. Den Travellern wurde ein Platz neben einer Mülldeponie zugewiesen, ohne Strom- und Wasseranschluss.
Sie sind zu Bettlern geworden, haben die höchste Kindersterblichkeit, die 3 x so hoch ist wie im Landesdurchschnitt, ebenso wie ihre Unterernährung. Ihre Lebenserwartung ist 50 Jahre.
Irische Reiseveranstalter warnen Touristen, den Kindern, die auch im Winter spärlich bekleidet, Geld in ihren Schuhkarton zu werfen.
Sie behaupten, dass es den Traveller-Familien in Wirklichkeit sehr gut gehe.
Ich behaupte : Sie beruhigen damit nur ihr Gewissen.
Wer 10 Cent über hat, sollte diesen Menschen helfen.




More : [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [20] [21] [22] [23] [24] [25] [26] [27] [28] [29] [30] [31] [32] [33] [34] [35] [36] [37] [38] [39] [40]

Ähnliche Themen:
Thema Erstellt von Antworten Forumname
Folk aus Irland Lavida 17 just_for_fun
Irland Die Welt der Geister 0 just_for_fun
Ein Haus in Irland 0 just_for_fun
Kostenlose Verhütungsmittel in Irland Cecilia 10 just_for_fun
Missbrauchsskandal der Katholischen Kirche In Irland 14 just_for_fun
Neuer Thread ...



NovemberBarbara Neue Seite 1

© Romi




Dieses Forum ist ein kostenloser Service von razyboard.com powered by:
Geizkragen Preisvergleich. Top-Produkt im Preisvergleich: Sony DAV-IS50 schwarz
Wollen Sie auch ein kostenloses Forum in weniger als 2 Minuten? Dann klicken Sie hier!



Verwandte Suchbegriffe:
tanze, als würde keiner hinschauen | coumeenole | peig sayers königin der geschichtenerzähler | ps ich liebe dich schauplatz irland
blank