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Paula ...



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...   Erstellt am 02.06.2008 - 22:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen




[Dieser Beitrag wurde am 23.06.2008 - 00:36 von Paula aktualisiert]




Angela ...



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...   Erstellt am 03.06.2008 - 11:30Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Auf nach Irland


Frankfurter Flughafen


Die Sonne lacht, als wir das Flugzeug in Frankfurt besteigen.
Bei unserem Anflug auf Dublin haben wir klare Sicht.

Bildquellen FlickR



Das erste was wir von der sehen, sind die zahlreichen Gewächshäuser nördlich der Stadt zwischen Kohl - und Zwiebeläckern.
Wir sehen in der Sonne schimmern die Vororte von Dublin, Siedlungen aus unzähligen identischen Häusern, Giebel an Giebel, mit winzigen, ummauerten Gärtchen, von künstlich gekrümmten Straßen durchzogen - Ghettos für Familien, aus denen Männern in die Pubs fliehen.
Mit 80.000 Einwohnern wäre Tallaght läge es nicht am Rand von Dublin- die 3.größte Stadt der Republik Irland.


Bildquelle



Wer auf die teueren öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen ist, braucht Stunden,um in die Innenstadt von Dublin zu kommen.

Mit einer fröhlichen Neugier landen wir auf dem
Aerfort Bhaile Átha Cliath, dem größten Flughafen Irlands.







Cecilia und Greg warten schon auf uns und begrüßen uns mit dem
traditionelle irische Gruß lautet:
Céad míle fáilte. "Hunderttausendmal Willkommen".



Dublin wir kommen


[Dieser Beitrag wurde am 05.06.2008 - 08:57 von Angela aktualisiert]




Minka
unregistriert

...   Erstellt am 03.06.2008 - 15:46Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen





Irischer Reisesegen

Möge die Straße dir entgegeneilen,
möge der Wind immer in deinem Rücken sein.
Möge die Sonne warm auf dein Gesicht scheinen
und der Regen sanft auf deine Felder fallen.
Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott dich im Frieden in seiner Hand.




aus: Möge der Wind immer in deinem Rücken sein
Alte irische Segenswünsche
Bergmoser + Höller-Verlag, Aachen


Ingeborg




Cecilia ...



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...   Erstellt am 03.06.2008 - 15:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Vom Flughafen fahren wir zu einer Stadtrundfahrt
nach Dublin.

Der Name Dublin ist die englische Form von Dubh Linn (irisch für „Schwarzer Tümpel“). In der alten irischen Schrift wurde die heutige Kombination 'bh' als 'b' mit einem Punkt über dem eigentlichen Buchstaben geschrieben, was den Wegfall des 'h' erklärt. Die normannisches Französisch sprechenden Engländer, die das irischsprachige Irland ab 1169 erreichten, kannten die Bedeutung des Punktes über dem 'b' für die Phonetik nicht, weshalb sie ihn schlicht wegfallen ließen und den Namen der Stadt Dublin schrieben.

Mittlerweile lautet der moderne irische Name der Stadt Baile Átha Cliath (irisch für Stadt der Furt an der Schilfhürde), der sich auf eine im Jahre 988 von König Mael Sechnaill II. gegründete Siedlung an dem besagten schwarzen Tümpel bezieht, die eigentlich an die Stadt Dubh Linn angrenzte.

Quelle



Der Liffey teilt Dublin nicht nur geographisch, sondern auch sozial in zwei Hälften,und läge der Flughafen nicht im Norden, so wird gespöttelt, würden die um ihre Sicherheit besorgten Einwohner des reichen Südens das Armenhaus von Dublin nie zu sehen bekommen.

Auf den Weg ins Centrum kommen wir an der 11 km langen Mauer des Phoenix Parks vorbei.
Er ist einer der größten Stadtparks weltweit
Der Phoenix Park verdankt seinen Namen nicht dem Vogel sondern einer auf Irisch als „Finn Uisce“ – helles Wasser.

Ein mächtige Obelisk steht am Stadtende des Parks und ragt aus den Bäumen.
Es ist das sogenannte Wellington Monument von Sir Robert Smirke. Das Monument gilt als höchster Obelisk Europas und huldigt den Siegen des Iron Duke, der in Dublin geboren wurde.
Der Sieger von Waterloo sollte ursprünglich mit einem noch viel größeren Obelisken geehrt werden, auf dem als krönender Abschluss eine Reiterstatue des Herzogs thronen sollte, doch wurde das Projekt wegen fehlender Funde plankorrigiert.



Ursprünglich war dieses Gelände dem Wild vorbehalten



Seit 1830 gibt es den Zoo




Seit 1745 ist der Park öffentlich zugänglich, und heute beherbergt er auch den Sitz der irischen Präsidentin McAleese, die Zentrale der irischen Polizei, die amerikanische Botschaft.



Wäre es nicht wunderbar, wenn alle Reden...
so bewegend wären wie die der Präsidentin Irlands, Mary McAleese.
Wäre es nicht wunderbar, wenn wir alle mit solch tiefsinnigem Humor und gleichzeitig so offen über das Thema sprechen könnten, das die meisten von uns lieber vermeiden - den "Tod".
Wäre es nicht wunderbar, wenn ihre visionären Ziele bald Wirklichkeit werden könnten.
Bild und Text zur irischen Präsidentin Quelle und mehr

Die Bevölkerung von Dublin liebt ihren Phönix-Park über alles.
Wenn man zum Zoo will, muß man durch The Hollow .
Für Dubliner gibt es kein geeigneteres Fleckchen Erde, um zu schmusen.
Deshalb geht in der Stadt die Redensart um, viele Leute würden es erst fertigbringen, im Phönix-Park bis zum Zoo vorzudringen, wenn sie verheiratet seien und Kinder hätten.

Weil man als Bürger von Dublin sehr häufig in den Phönix-Park, aber selten in den Zoo kommt,wurde ein Spaziergang durch den Zoo besungen.

Es ist in ganz Irland zu einem echten Volkslied geworden.

http://youtube.com/watch?v=7U0TE_XZmKM
The Zoological Gardens - The Dubliners

Thunder and lightning is no lark
When Dublin city is in the dark
So if you've any money go up to the park
And view the zoological gardens

We went up there to see the old zoo
We saw the lion and the kangaroo
There was he-males and she-males of every hue
Up in the zoological gardens

We went out there by Castleknock
Says she to me, Sure we'll court on the lock
Then I knew she was one of the rare old stock
From outside the zoological gardens

We went out there on our honeymoon
Says she to me, If you don't come soon
I'll have to get in with the hairy baboon
Up in the zoological gardens

Says she to me, It's seven o'clock
In time for me to be changing my frock
For I love to see the old - - - cockatoo
Up in the zoological gardens

Says she to me, My lovely Jack
Sure I'd love a ride on the elephant's back
If you don't get outa that I'll give you such a crack
Up in the zoological gardens




Delfin
unregistriert

...   Erstellt am 03.06.2008 - 22:54Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wie wäre es abends mit einem Theaterbesuch?

Das Abbey Theatre




Welche Bedeutung das Abbey Theatre für Irland hat, lässt sich schon allein daran ablesen, dass ihm im Oxford Companion to Irish Literature vier volle Seiten gewidmet sind. Insgesamt wurden vom National Theatre, wie das Abbey Theatre zusammen mit der kleinen Studiobühne Peacock Theatre offiziell heißt, in seiner fast hundertjährigen Geschichte über 800 neue Werke präsentiert.

Wenn Sie vor dem Theatergebäude in der Lower Abbey Street in Dublin stehen (siehe Artikelbild), dürften Sie allerdings eine Enttäuschung erleben, es sei denn, Sie haben ein Faible für einen unspektakulären Ableger der Betonklotzarchitektur der 1960er Jahre. Das ursprüngliche Gebäude wurde 1951 durch einen Brand vollständig zerstört und schließlich durch den Neubau ersetzt, in den das Abbey und das Peacock 1966 einzog und dessen Tore es bis heute fast täglich öffnet.

Hochkarätige Dramatiker
Zur ersten Riege der Dramatiker, die ihre Werke im Abbey uraufgeführt sehen durften, gehörte auch John Milington Synge, dessen Stück Der Held der westlichen Welt (The Playboy of the Western World) auch im deutschsprachigen Raum bekannt ist. Dieses Theaterstück ist ebenfalls ein Beispiel für das, wie man sagen könnte, teilweise sehr leidenschaftliche Rezeptionsverhalten, da dessen moralisch zweifelhafte Sujet und einige sprachliche Ausfälle für Aufruhr im Publikum sorgten.
Ab 1911 wurden Gastspiele organisiert, die das Theater auch nach Amerika führten. Auch dort kam es zu kontroversen Reaktionen, die in einem Falle darin gipfelten, dass das Ensemble von The Playboy of the Western World in Philadelphia wegen Obszönität vor Gericht geladen wurde.

Ein weiterer Dramatiker, der durch das Abbey Theatre groß geworden ist, ist Sean O'Casey. Sein wohl bekanntestes Stück, Juno und der Pfau (Juno and the Paycock - wobei Paycock eine sprachliche Variante von Peacock im Dubliner Dialekt ist), wurde hier 1924 uraufgeführt. Ein Jahr später wurde das Peacock Theatre im Abbey Theatre eröffnet, dessen Namen offensichtlich vom eben erwähnten Stück inspiriert wurde. Diese kleine Bühne war für poetisches und experimentelles Theater gedacht und stand auch anderen Gruppen offen. So hat zum Beispiel das Gate Theatre, welches heute die Nr. 2 hinter dem Abbey ist, seine Anfänge im Peacock.

Neubau nach einem Brand

Nach einem Brand am 18. Juli 1951 zog das Abbey Theatre zuerst in das Guinness Memorial Theatre und dann in das Queen's Theatre, bis es am 18. Juli 1966 in den Neubau, der an derselben Stelle wie das niedergebrannte Theater gebaut wurde. Seitdem konnten solche heute renommierten Dramatiker wie Brian Friel, Tom Murphy, Tom McIntyre, Thomas Kilroy und Frank McGuinness, um nur einige wenige zu nennen, ihre Werke zum ersten Mal auf der Bühne des Abbey zum Leben erweckt sehen.
Bis heute steht dieses Theater für hohe Qualität und Produktivität: Mindestens zehn neue Theaterstücke irischer Autoren erblicken hier jährlich das Rampenlicht.




NOW ON The Seafarer ---- .........2 May - 7 Jun
The Seafarer on Tour ---- .......10 Jun - 28 Jun
NOW ON The Brothers Size ---- ...16 May - 14 Jun
NEXT Three Sisters ---- .........18 Jun - 2 Aug
Big Love ---- ....................5 Jul - 2 Aug
An Ideal Husband ---- ...........11 Aug - 27 Sep
A Midsummer Night's Dream ---- ..25 - 30 Aug

[Dieser Beitrag wurde am 04.06.2008 - 20:31 von Delfin aktualisiert]




Paula ...



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...   Erstellt am 04.06.2008 - 00:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen





Ja, das Abbey Theatre steht für hohe Qualität mit bewährten Inszenierungsmuster.
Dubliner sind sich treu geblieben, während auf anderen europäischen Bühnen die Grenzen des innovativen Theaters getestet wurden.
In Dublin fördert man den Gründungszielen entsprechend die Entwicklung neuer irischer Theaterstücke. Was an Experimentierfreudigkeit fehlt, wird heute durch die weltweit anerkannte Qualität des zeitgenössischen irischen Dramas wettgemacht,und neben Neuem wir vor allem in den Sommermonaten ( siehe Spielplan oben) Altervtrautes gespielt- zur Begeisterung der amerikanischen Touristen, die vor Ort von der Absonderlichkeit
irischer akzente und Lebensweisen überzeugen kann.

Eine wunderbare Idee heute ins Abbey Theatre zu gehen.

Anschließend einen kleinen Absacker an der Bar des Dylan Hotels


und dann den Schlaf der Gerechten schlafen




Mondnixe ...



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...   Erstellt am 04.06.2008 - 11:24Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Möge das erste gute Wort,
das du am Morgen sprichst,
eine Brücke sein
in den jungen Tag.

Irischer Segensspruch




Klein, aber sehr sehr fein für jeden der Design mag ist unser Hotel und vor allem ruhig.

Nach dem Theaterbesuch haben wir etwas zu lange an der Hotelbar mit Cocktails und Jazz verbracht.
Die Nacht war zu kurz. Ausgeschlafen sind wir alle nicht.

Kaffee, Tee und ein deftiges irisches Frühstück




- Das traditionelle irisches Frühstück besteht aus Rashers of Bacon (gebratene Speckstreifen) und Black Pudding (gebratene Blutwurst). gebratene Würtschen, Eier, Bratkartoffeln und gedämpfte Tomaten, Toast, Brown Soda Bread (dunkles Sodabrot), Butter und verschiedene Marmeladen -

soll unsere Geister wecken, bevor wir unsere Stadtrundfahrt durch Dublin fortsetzen.




Angela ...



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...   Erstellt am 04.06.2008 - 11:40Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Während wir schliefen, hat Gregory den Reisesegen
von Ingeborg auf unseren Bus lackieren lassen




[Dieser Beitrag wurde am 05.06.2008 - 08:51 von Angela aktualisiert]




Cecilia ...



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...   Erstellt am 04.06.2008 - 12:45Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Es ist noch nicht so lange her, da blieb man Dublin auf der Straße stehen blieb, um einem Auto nachzusehen.

Den Regeln der Schwerkraft trotzend kündigte es sich durch lautes Knattern an und ließ Rauchfahnen hinter sich, die die Luft mit Gestank und das Herz, des Betrachters mit Ehrfurcht erfüllten angesichts des offenkundigen Gottvertrauens der Insassen.

In ländlichen Gegenden konnte es sich bei den Insassen sehr wohl auch um Schafe und Schweine handeln, und die Geschichte jenes Bauern, der angetrunken von der Polizei gestoppt wurde, den Richter dann aber davon überzeugen konnte, dass nicht er, sondern sein Hund am Steuer gesessen hatte, erschien, wenn auch ungewöhnlich, so doch keineswegs unmöglich.

Ein Auto war in Irland der Schlüssel zur Freiheit. Es erlaubte die sonntägliche Flucht ins Grüne, diente — mit Bettdecken und Thermoskannen — als Nachtlager auf Reisen und war bei qualmenden Kaminfeuern in sonst ungeheizten Häusern im Winter oft schlicht und einfach der wärmste Aufenthaltsort.

Von der älteren Generation werden Autos immer noch mit dem weiblichen Artikel versehen.
»Weil sie so unzuverlässig sind wie Frauen«

Heute leidet Dublin unter einem Verkehrskollaps. Es wurde versäumt genügend, kostengünstige Alternativen im Nahverkehr zu schaffen. Die Fahrt in die Stadt kann zu einer nervenzerreißenden Belastungsprobe werden.

Gut, dass wir mit dem Bus unterwegs sind.
Aus dem Radio erklingt Molly Malone




<Gästin>
unregistriert

...   Erstellt am 04.06.2008 - 13:00Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen



Bildquelle Sinead O'Connor


1986 kommt "The Captive" in die englischen Kinos, dessen Soundtrack vor allem U2-Fans aufhorchen lässt. Unter den zahlreichen Instrumentals des U2-Gitarristen The Edge befand sich auch "Heroine", ein Song mit einer Frau namens Sinéad O'Connor am Mikrofon (und U2-Drummer Larry an den Drums).

Jene führte bis dato ein eher unstetes Leben: Geboren im Dezember 1966 im irischen Glenageary (Nähe Dublin), in ihrer Jugend von der Mutter missbraucht, die Scheidung der Eltern als 8-jährige miterlebt, später von der Schule verwiesen, wegen Ladendiebstahls eingesperrt und schließlich ins Internat gesteckt.

Von dort flieht sie mit 16, um Gesang und Klavier zu studieren. Sie hält sich mit Kellner-Jobs über Wasser und singt nebenbei Bob Dylan-Songs in Kaffeehäusern. Mitte der 80er unterschreibt sie in London bei Ensign Records und gerät an das Edge-Projekt, veröffentlicht aber schon ein Jahr später ihr recht erfolgreiches Debut "The Lion And The Cobra". Zu der Zeit heiratet sie ihren Drummer John Reynolds und bekommt ein Kind von ihm.

Die Single "Mandinka" schlägt Wellen in der Independent-Szene, das Video mit einer glatzköpfigen Frau nicht weniger. Kaum im Rampenlicht, startet die eigenwillige Irin ihre rebellischen Attacken. Die größte Polarisierung bewirkt ihre erklärte Symphatie mit IRA-Aktionen.

1990 schlägt die von Prince geschriebene Schmachtsingle "Nothing Compares To You" weltweit ein. Im selben Jahr weigert Sinéad sich, in New Jersey aufzutreten, da vor ihrem Auftritt die amerikanische Nationalhymne gespielt werden soll. Die berühmte Drohung Frank Sinatras bezüglich ihres Verhaltens lautete schlicht: "I kick her ass!"

Die inzwischen wieder Geschiedene lehnt vier Grammy Awards ab und schließt sich stattdessen den Rap-Rebellen Ice-T und N.W.A. an. 1992 treibt sie ihr kontroverses Verhalten auf die Spitze: Bei einem Auftritt in Saturday Night Live zerreißt sie ein Bild von Papst Johannes Paul II., was ihr Promotion in Form von Hass und Verwünschungen quer über den Globus einbringt und das Bild der ewig auf Kriegsfuß mit der Gesellschaft stehenden Künstlerin festigt.

Die allseits Beschimpfte kehrt dem Musikbiz vorerst den Rücken und beginnt in Dublin ein Studium der Oper. 1994 erscheint "Universal Mother", ein Album mit soften Balladen und leichten Hip Hop-Einflüssen, das nicht an alte Erfolge anknüpfen kann. Eine "Gospel EP" erscheint 1997 weitgehend unter Ausschluß der Öffentlichkeit.

2000 kehrt Sinéad nach sechs Jahren mit dem Album "Faith And Courage" ins Musikgeschehen zurück. Im Vorfeld der Veröffentlichung wird bekannt, dass die Sängerin in einem Interview mit Irlands größtem Lesben-Magazin ihre Liebe zu Frauen gesteht. Mit diesem Outing gesellt sie sich an die Seite bekannter Kolleginnen wie Melissa Etheridge und K.D. Lang. Zwei Jahre später serviert sie mit "Sean-Nós Nua" ein Folk-Pop Album, das sie ihren Roots - der kulturellen Herkunft und den musikalischen Traditionen - widmet.

Anfang 2003 singt sie als Gast auf Massive Attacks Album "100th Window" mit und tritt auch vereinzelt mit den Bristol-Boys auf. Im April verkündet Sinéad, dass sie sich aus dem Musikgeschäft zurück ziehen wolle. Sie habe das Leben im öffentlichen Interesse satt und wolle endlich "ein normales Leben führen", so die Musikerin. Den Zeitpunkt des Abschieds datiert sie auf Juli 2003, wenn auch ihre DVD mit dem treffenden Titel "Goodnight, Thank You. You've Been A Lovely Audience" erscheint.

Lange hält sie es allerdings nicht aus. Nach zwei Jahren hat sie die Faxen dicke und nimmt in Kingston/Jamaika ein neues Album auf. "Throw Down Your Arms" ist eine Kollektion aus Roots-Reggae-Songs, die sie in den letzten 15 Jahren inspiriert und berührt haben. Die Reggae-Legenden Sly & Robbie stehen ihr als Produzenten zur Seite. Mit deren Hilfe und dem Songmaterial von Peter Tosh, Bob Marley, Burning Spear und vielen anderen Reggae-Ikonen stellt O'Connor mit "Throw Down Your Arms" mal wieder ihre Wandlungsfähigkeit unter Beweis.

2007 veröffentlicht die Irin das Doppelalbum "Theology", mit dem sie zu ihren musikalischen Wurzeln zurück kehrt. Sie besticht mit eigenen Songs, jedoch auch die Coverversion von Curtis Mayfield "We People Who Are Darker Than Blue" kann sich hören lassen.

Quelle




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