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Blutengel 
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...   Erstellt am 19.04.2004 - 09:34Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Wann?


Im Kopf mich böse Geister plagen,
wie lang kann ich’s noch ertragen?
Diesen Dolch zu spür’n im Herze,
Und nicht zu sterben an dem Schmerze.
Dem Schmerz der mir die Seel’ zerfrisst,
und bald des Wahnsinn’s Flagge hisst.
Weht sie im Wind, so kommt die Zeit;
für Ängste blind, für’s End bereit.
-
Keine Scheu mehr vorm erhängen,
Ein Messer sich ins Herz zu drängen,
Sich zu erschiessen und dergleichen,
Des Lebens Rechnung zu begleichen.
-
Im Wahn die Angst ganz schnell verschwindet,
Die sonst so stark sich an mich bindet.
So hoffe ich und wünsch ich’s mir,
Denn Wahn ist nicht mehr weit von hier.
-
Sollt er die Erlösung sein?
Erlösung von der Qual und Pein?
Die täglich mir hier widerfährt,
Stetig mir den Ekel mehrt.
Den Ekel vor des Menschen Welt,
Wo einzig zählt das leid’ge Geld.
Wo Seel’ und Geist ganz ohne Wert,
Ein jeder Macht und Ruhm begehrt.
-
Dem Wahnsinn ich verfallen möcht,
Auf das er mir die Angst auslöscht.
Die Angst, welch’ mich am leben hält,
Und mich so am meißten quält.
Lässt’ sie mich dann einst allein,
So wird’s das wohl gewesen sein.
Dann wird mein traurig Leben enden,
Und alles sich zum Guten wenden.



[Dieser Beitrag wurde am 09.05.2004 - 19:25 von Blutengel aktualisiert]





Signatur
Im Menschsein fühl ich mich verloren,wünscht` ich wäre nie geboren – in diese graus`ge Welt hinein, mit blutig’ Hand und Heil`genschein. Ach welch` Leid hätt’ ich gespart,hätt mein Geist sich nie gepaart,mit dem schwächsten Fleisch auf Erden;wollt` doch lieber Vogel werden! Fliegen, grenzenlos und frei,egal wohin – ist einerlei

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...   Erstellt am 19.04.2004 - 09:35Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Der Engel Glück



Mit Schmerzen mir im Busen nur,
wach ich jeden morgen auf,
ganz allein auf weiter Flur,
muss ich ertragen den willkürlich’ Lauf.
Auf dessen Pfade niemand geht,
der mir den Schmerze nehmen könnt,
der ständig wie ein Schatten steht,
und nicht die leiseste Erholung gönnt.
*
Wie atemlos hetz’ ich dahin,
ein jeden Tag zu End’ zu bringen,
bis ich dann im Traumland bin,
wo mir die Engel Lieder singen.
Verschen voll von Lieb’ und Glücke,
ach! wie wissen sie bescheid.
Keine Kenntnis von des Menschen Tücke,
ach! wie sehr ich sie beneid’.
*
Wie gern ich doch ein Engel wär,
den ganzen Tag nur froh zu sein!
Wie wird mir,ach! die Seele schwer,
schwerer als der gößte Stein.
Wenn ich erwache aus dem Traume,
und weiß es war doch nur ’ne Grille.
Kein Engel schwebt über ’nem Raume,
denn dort ist nur die heil’ge Stille.
In welch’ ich gerne flüchten würde,
was mir die Angst so stark verwehrt;
Sie ist die einzig hohe Hürde,
die ständig mir die Sehnsucht mehrt.
*
Die Sehnsucht nach dem Himmelstor,
welch’ Einlass in Glückseeligkeit.
Wann steh ich denn dann wohl davor,
zu vergessen all den inn’ren Streit?
Der mir in der Seele wohnt,
und so mein Innerstes zerstört,
das keine Anstrengung je lohnt,
das kein Gebet wird je erhört


[Dieser Beitrag wurde am 09.05.2004 - 19:25 von Blutengel aktualisiert]





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...   Erstellt am 06.05.2004 - 12:10Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Wind

Wo Möwen schreien, Wellen rauschen,
Dort möcht ich sein, dem Wind zu lauschen.
Der lieblich mir ums Ohre weht,
Der einzig mich wohl je versteht.
Der einzig mir die Dinge sagt,
Die niemand je zu reden weiß,
Keiner, auch kein alter Greiß.
Nicht einmal, wenn man ihn fragt.
Wie wünscht ich mir, ich wär der Wind,
So weise und so klug,
Ohne ständig’ Lug und Trug.
Wie wünscht’ ich mir, ich wär sein Kind!
In seinen Armen, durch die Luft getragen,
hinweg von Schmerz und Leid,
von blinder Wut und blankem Neid,
der hier nur ist, an allen Tagen.





[Dieser Beitrag wurde am 13.06.2004 - 10:38 von Blutengel aktualisiert]





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Im Menschsein fühl ich mich verloren,wünscht` ich wäre nie geboren – in diese graus`ge Welt hinein, mit blutig’ Hand und Heil`genschein. Ach welch` Leid hätt’ ich gespart,hätt mein Geist sich nie gepaart,mit dem schwächsten Fleisch auf Erden;wollt` doch lieber Vogel werden! Fliegen, grenzenlos und frei,egal wohin – ist einerlei

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...   Erstellt am 09.05.2004 - 19:23Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Zum Selbstmord hin wird man getrieben,
Mit des Schicksals strammen Hieben;
Der kleinste Husten schon, kann hin zum Tode führn;
Auch Liebe und ihr Hohn, kann verriegeln alle Lebenstür’n.
So das nur eine Türe übrig bleibt,
Die, welch’ führt in die Unendlichkeit.
So steh’ ich nun vor dieser Tür,
Les’ eine Inschrift, derweil ich schon den Knauf berühr’:
„Es gibt kein zurück“ steht dort geschrieben,
Und wie von einem Schlag getrieben,
Renn ich hinweg, hinweg von diesem Orte,
Wo geschrieben stehen, diese grausig klingden Worte.
So irr’ ich den riesig’ langen Flur entlang;
Welche Türe soll ich nur wählen – ach! mir ist’s so bang.
Vergang’ne Türn mir nur den Weg ins Unglück wiesen,
Wieso sollt es anders sein bei Diesen?
-
Werd’ all mein Mut zusammen nehm’,
und durch jede dieser Tür’n geh’n.
-
Bringt keine dieser Türen mir dann jemals Glück.
So wahrlich die wo steht: „Es gibt kein zurück.“





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...   Erstellt am 13.06.2004 - 12:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


ENDE


Siehst du dort das Mädchen stehen,
Traurig schaut sie in die Welt.
Kannst du Ihre Tränen sehen?
Fragt sich wohl, was sie noch hält.
*
Niemand der Ihr Liebe schenkt,
Nur Leid die arme Seele kennt.
Keiner da der an sie denkt.
Der Schmerz bald die Vernunft verbrennt.
*
Das Messer in der zitternd\' Hand,
Betet sie zu ihrem Gott.
Das Leiden raubt ihr den Verstand,
Sieht sich schon auf dem Schafott.
*
Unerträglich wird die Pein,
Sie lässt die Klinge gleiten.
Tief in`s weiße Fleisch hinein.
Wird sie die Grenze überschreiten?
*
Blut aus Ihren Wunden tritt,
Doch ein Lächeln im Gesicht,
Ja, dies war der Letzte Schritt,
Nicht weit entfernt, da brennt ein Licht!
*
Ein Licht wie sie es nie gesehen,
War Ihre Welt doch ewig schwarz.
So war es schnell um sie geschehen.
Gefang` wie ein Insekt im Harz.
*
Eingenommen von dem Licht,
Und immer noch voll Schmerz,
Sie noch mal erneut zusticht,
Doch nun direkt ins Herz.
*
Blut aus Ihrem Korpus spritzt.
Sie hört die Engel leise singen;
Und wie sie da am Boden sizt.
Nimmt sie Abschied von den Dingen.
*
Den Engeln reicht sie Ihre blut`ge Hand;
Sie tragen sie hinfort.
Hinfort in ein entferntes Land.
Und, ach, wie glücklich ist sie dort!








[Dieser Beitrag wurde am 13.06.2004 - 14:14 von Blutengel aktualisiert]





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...   Erstellt am 05.07.2004 - 17:40Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Todessehnsucht
Kaltes Metall an meiner Stirn,
kein Ausweg sieht mein krankes Hirn,
als diese letzte eine Tat,
lang genug hab ich verharrt,
in dieser bösen dunklen Welt,
es gibt kaum was das mich noch hält,
an diesem Ort der Dunkelheit,
wo Geld geht über Menschlichkeit.
Nicht länger möcht ich das ertragen,
das Leid der Welt zu hinterfragen.
Doch!
Mein Hirn nich' anders denken kann,
wann ist's so weit, ich frag mich, wann?
Dass ich den Mut hab es zu tun,
auf dass ich endlich kann mal ruh'n!
Nich mehr fühlen muss den ganzen Schmerz,
der mir zermürbt das schwache Herz!
Doch gibt' s auch Liebe in mei'm Leben!
Der versuch ich mich nun hinzugeben!
So dass das Leid, was in mir wohnt,
durch Liebe wird vielleicht verhohnt!
Schafft Sie es nicht, dann ist s vorbei,
dann ist mir alles einerlei.
Dann werd ich den Abzug ziehen,
und auf ewig hier entfliehn!!!





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