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Judith7 
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...   Erstellt am 24.08.2008 - 11:23Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ein Gespräch mit dem Frankfurter Pädagogikprofessor Hans Günther Bastian

DIE ZEIT: Herr Bastian, Sie haben in einer Langzeitstudie die Auswirkungen von Musikerziehung auf die Entwicklung von Kindern untersucht. Was sind Ihre Ergebnisse?

HANS GÜNTHER BASTIAN: Unsere Studie ist die bisher umfangreichste in Europa. Von 92 bis 98 haben wir in Berlin, wo die Grundschule sechs Jahre dauert, Kinder in Schulklassen begleitet, die ein Instrument lernen, in Ensembles spielen und einen wöchentlich zweistündigen Musikunterricht erhalten. Diese Klassen haben wir verglichen mit solchen, die nur eine Wochenstunde Musik erhalten. Sicher nicht im Sinne eines Kochrezeptes: "Man nehme Musik ..." Es gibt nicht die Wirkung der Musik auf den Menschen. Aber wir haben festgestellt, dass bei den Kindern mit musikbetontem Unterricht die soziale Kompetenz viel ausgeprägter ist. Es gibt in den Klassen weniger ausgegrenzte Schüler, so die eindeutigen Befunde unserer Soziogramme, denen die Frage zugrunde lag: Welchen Schüler in deiner Klasse magst bzw. magst du nicht so gerne? In diesem sozialen Bereich sind die Ergebnisse für mich zum Teil sensationell. In den musikbetonten Klassen ist über die gesamte Grundschulzeit die Anzahl der Positivwahlen deutlich höher als in Klassen ohne Musikschwerpunkt, und die Anzahl der Kinder, die keine einzige Ablehnung erhalten haben, ist doppelt so hoch. Musikerziehung fördert also ein emotional positiv aufgeladenes Klassenklima. Die Lehrer haben auch beobachtet, dass Schulvandalismus und Aggressionspotenziale zurückgehen und die Kinder in der Pause anders miteinander umgehen.

ZEIT: Ein überraschendes Ergebnis?

BASTIAN: Nein. Musik ist das sozialste Medium überhaupt. Sie führt Menschen zusammen. Im Ensemblespiel etwa ist man aufeinander angewiesen, um etwas Gemeinsames zu schaffen.

ZEIT: Sie haben auch festgestellt, dass Kinder, die ein Instrument lernen, intelligenter werden. Musik macht klug - klingt das nicht fast wie eine Drohung?

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... und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.

Judith7 
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...   Erstellt am 24.08.2008 - 15:17Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Musik macht klug

Die Welt der Klänge und ihre Bedeutung



Traditionell gehört die musikalische Ausbildung zum bürgerlichen Bildungsideal. Klavier- oder Geigenunterricht war fester Bestandteil der Erziehung. Nun zeigen neueste Forschungen, dass das, was man lange Zeit lediglich für eine Frage von Ästhetik oder Kultur gehalten hat, viel grundsätzlicher unsere Entwicklung beeinflusst. Zahlreiche neurologische Untersuchungen belegen, dass die aktive Beschäftigung mit Musik positiven Einfluss auf die Vernetzung von rechter und linker Gehirnhälfte hat und die Dichte neuronaler Verbindungen deutlich erhöht.



Ein Vorteil, der sich generell auf unsere Fähigkeit zu lernen und zu analysieren, also auf das gesamte Denken, auswirkt. Aber auch die passive Beschäftigung mit Musik hat positive Effekte. Musik hören ist ein rekonstruierender Vorgang, an dem zahlreiche Regionen des Großhirns beteiligt sind.

Das Hörsystem des Menschen verarbeitet die einzelnen Bestandteile von Musik -Tonhöhen, Klangfarben, Melodiekonturen und Rhythmen - getrennt an verschiedenen Orten im Gehirn, um sie dann zu einem Höreindruck zusammenzuführen. Ein Prozess, der die komplexe Struktur des Gehirns trainiert und fördert. Sollte der Musikunterricht in Zeiten der PISA-Studie da nicht einen höheren Stellenwert an den Schulen einnnehmen? Doch Musik ist mehr als eine geschickte Anwendung neurobiologischer Erkenntnisse, als Kunstform löst sie tiefe Emotionen aus. Weshalb aber rührt uns eine Arie der Opernsängerin Maria Callas zu Tränen oder versetzt ein Rolling Stones-Konzert die Massen in Ekstase? Welche Bedeutung hat die Musik bei der Bindung von Gruppen, in Religion und Politik? Und vor allem: Wie entwickelt sich die Musik, deren Ende bereits mehrfach angekündigt war, weiter?

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... und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.

Rajabeat ...
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...   Erstellt am 24.08.2008 - 17:22Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich kann Radio spielen, gilt das?
Bin ich klug?
Wie sich die Musik bei angekündigtem Ende weiterentwickelt, das weiss ich:
Da schreien alle Zuuuuuuuugaaaaaaaaaabeeeeeeeeeee!!!!





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And in the end the love you take is equal the love you make

Judith7 
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...   Erstellt am 27.08.2008 - 12:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Raja und doch schreibe ich nochmals etwas, denn ich halte "Musikerziehung" schon für sehr wichtig. Wird sie ausgeschlossen, berauben wir uns einer großen Chance und großer Freude. Nicht in allen Familien wird die Hausmusik gepflegt und ich meine, spätestens in den Kindergärten sollte damit angefangen werden, Kinder singen zu lassen und Rhythmus zu finden.

In keinem Land der Erde gibt es mehr Musikhochschulen als bei uns in Deutschland. Junge Musiker aus aller Welt kommen, um hier zu studieren. So schön das auch klingt, es fehlt an deutschem Nachwuchs und das bereits seit Jahrzehnten.

Liegt es daran, daß klassische Musik auch einsam machen kann? Die langen Übungsstunden und dann noch das Risiko, sich unmöglich zu machen, wenn man mit 14 oder 15 zugibt, daß man Schubert spielt oder Bach singt?





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... und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.

Bambus63 

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...   Erstellt am 28.08.2008 - 11:35Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die komplexen Aufgaben, die das Gehirn beim musizieren zu leisten hat, sind sicherlich intelligenzfördernd. Von daher ist eine bessere Musikerziehung wohl auch wünschenswert.
Mich stört eher der in der Überschrift erwähnte Umkehrschluss.
Ich bin z.B. völlig unmusikalisch und halte mich trotzdem nicht für einen Deppen.
Aber vielleicht ist das ja dumm von mir.





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Man kann sich den ganzen Tag ärgern, aber man ist nicht dazu verpflichtet

Judith7 
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...   Erstellt am 28.08.2008 - 13:42Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ohhh sorry, Bambus. Auch ich halte Dich für kein bißchen deppert, eher im Gegenteil. Alle Deine Artikel zeugen von Intelligenz und Klugheit.

Dieser Umkehrschluß ist einer Sendung entlehnt, wahrscheinlich war es deppert von mir, ihn einfach so hinzustellen.

Es geht um das Hochbegabtenzentrum der Musikhochschule Detmold und das will ausdrücklich keine "Kaderschmiede" für Instrumentakrobaten sein, sondern versucht, begabte Kinder in ihrer Entwicklung zur musikalischen Persönlichkeit zu undterstützen und zu begleiten.

Deutschlandfunk





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... und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.

dergeissler ...

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...   Erstellt am 28.08.2008 - 20:57Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wenn es nach meiner Musikalität geht, dann bewege ich mich auf dem Niveau eines Schwachsinnigen. Ich habe in meiner Jugen mal mit der Gitarre angefangen, bis mich mein Lehrer inständig bat es zu lassen*s* Ok dann lagen meine Talente eben auf anderem Gebiet, aber ich habe es immer bedauert kein Instrument gelernt zu haben.




Judith7 
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...   Erstellt am 28.08.2008 - 22:58Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ach geissler, ich habe diesen Umkehrschluß eigentlich so verstanden,daß auch wenn man sich in seiner Clique in sehr jungen Jahren oft lächerlich macht, daß man klassische Musik praktiziert und täglich auch ein Instrument übt, anstatt andere "sinnvollere" und coolere Dinge zu tun.... klug daran tut, trotzdem seiner Neigung nachzugehen. Nicht aufzugeben, seiner muskalischen Begabung nachzugehen.





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