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sicknick  offensichtlich Student
    

Status: Offline Registriert seit: 12.12.2004 Beiträge: 248 Nachricht senden | Erstellt am 13.05.2005 - 03:26 |  |
heute songwriting:
ich wünsch mir seit einer woche liebeskummer, was nur daran liegt, das meine zwei lieblingslieder der letzten tage liebeslieder sind. und heute kettcar. den styl nenn ich jetzt mal grandhotelvancleefstyle, weil abgeschaut von tomte. konkret "48 stunden" von kettcar: ich glaub jeder kennt den song, aber ich pflück ihn auseinander:
du betratst den raum wir wussten bescheid
[die vorwegnahme des endes des songs als stilmittel, eigentlich aber schon erkennbar an den moll akkorden]
ich und mein stolz wussten gleich (siehe vorher) es ist vorbei du hast die sätze einstudiert
(die/der sau hat sich vorbereitet, und versucht es ganz perfide hinter sponteität zu verstecken)
das musst du doch verstehen so eine chance kommt nie wieder
(und das ist das interessante, bzw GHVCsche, an dem song der wechsel der erzählperspektive vom opfer zum täter)
du gehst tränenreich in eine höhere liga (heuchlerIn)
eine grenzenlos liebe (no comment) gegen die paar hundert km (no comment)
und wenn das hier mal ein traum war
(was es offensichtlich zumindest für den sänger war)
ist er böse denn hier geht er und ein drittel heizöl, zwei drittel benzin
(da bin ich mir ganz sicher, was er damit meint, vielleicht die alte sponti mischung, um an gute alte zeiten zu erinnern)
dies ist nun nichts und ein kuss
(fuck the good old days)
und *** zog nach berlin
wir sind nicht dafür geschaffen uns zu belügen (zurück im letzten akt) und 48 stunden können vielen aber nicht uns genügen
(abgrenzung dieser ganz besonderen beziehung)
mach immer was dein herz dir sagt immer was dein zherz dir sagt mach immer was dein herz dir sagt und begrab es an der biegung des flusses
(er zitiert sie/ihn offensichtlich von damals mal, und verwendet es um ihr/ihm zu zeigen wie opportunistisch sie/er ist, gepaart mit zynismus, "und begrabe es", weil der fluss die metaphorische und geographische grenze zwischen berlin und hamburg dastellt, ab dort dann die persönliche überzeugung aka liebe vorbei ist)
mach immer was dein herz dir sagt da muss vielmehr weisheit in dich rein
(sehr schön gefinkelt wieder, anfangen mit einem zitat von ihm/ihr und verbunden mit einem kleinem aber gelungnen süffisanten kommentar)
ich weiss ganz genau dein herz ist gut du weisst ganz meins wird zu stein (no comment)
ein letzter frommer spruch zum schluss nicht von anfang an gewusst nicht von anfang an geahnt
was war und ist kommt und bleibt es tut uns nicht leid
(so eine scheisse, die letzten jahre beziehung werden zu "es tut uns nicht leid" zusammengefasst, es geht nicht schlimmer)
so siehts aus unterm strich es tut uns nicht leid
ja das ging mir in den letzten tagen so durch den kopf.
man hört viel zu wenig auf die texte.
wer mehr will:
nicola sarcevic - lovetrap
(der sänger von millencollin aber nicht abschrecken lassen)
[Dieser Beitrag wurde am 13.05.2005 - 03:34 von sicknick aktualisiert]
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beatie offensichtlich Student
    

Status: Offline Registriert seit: 11.12.2004 Beiträge: 339 Nachricht senden | Erstellt am 13.05.2005 - 11:13 |  |
phh, hier wird ja ordentlich in die tiefe gegangen mittlerweile. man sieht, wie verschieden die geschmäcker sein können, weil ich mir die hörbuch- mucke von kettcar nicht freiwillig reinziehen würde. ich finde, der typ labert einfach zuviel und die lieder klingen immer gleich, aber das soll jetzt keine diskussion anzetteln.
kudos für die mühevolle textanalyse, nic. du hast recht, man sollte oft genauer hinhören, obwohl die deutschen musiker es da seit ein paar jahren übertreiben mit ihrem bemühen um originelle metaphorik und bedeutungsschwangerschaft.
insofern möchte ich ganz räudig die angloamerikanische musiklyrik umarmen, die zwar manchmal keineswegs besser, dafür aber vielfältiger ist und uns deswegen oft erfrischend klare statements beschert. soll heißen, man kann das ende einer beziehung auch anders aufarbeiten:
"in the midst of all the touching and the kissing we forgot the penetration/ if i had to drive you somewhere then i'd drive you to the station/ if i had to give you something then i think i'd give you nothing/ if i had to give you something then i think i'd go to hell/
in the midst of all the killing and skineating we forgot about the loving/ if i had to choose a woman then i think i'd choose religion/ if i had to give you something then i think i'd give you nothing/ if i had to give you something then i think i'd go to hell/
yeah.
in the middle of the action they reversed the interaction and the audience decided ignorance actually was bliss/ you're a fortress in a foreign language/ you shuold ask for it like you mean it/ in the middle of the ohmygoditsgone we talked in codes to get along/ private riddles for private courts."
aus:
day of the deadringers -mclusky
gruß, beatie
[Dieser Beitrag wurde am 13.05.2005 - 11:24 von beatie aktualisiert]
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fiu offensichtlich Student
    

Status: Offline Registriert seit: 10.12.2004 Beiträge: 460 Nachricht senden | Erstellt am 13.05.2005 - 11:34 |  |
pah. von wegen "in die tiefe gegangen". ich drück das niveau mal wieder: keine mataphern, einfach tief, billig und straight (und so wahr...)
Ich gab dir meine Liebe, ich gab dir meine Geld, und wo bist du jetzt Marie? (bzw. Name einer beliebigen Schlampe)
Ich gab dir die Schlüssel zu meiner Riesenwelt, und wo bist du jetzt Marie?
Doch ganz egal wo du dich rumtreibst, ich hoff es geht dir schlecht. Schlampe! Drecksau! Ich hoff es geht dir schlecht!
Joachim Deutschland - Marie
Nachtrag: @sicknick 3:26 Uhr...von wegen "nur a paar Bier, uf jeden Fall mit da Öffis hoam!" 
[Dieser Beitrag wurde am 13.05.2005 - 13:17 von fiu aktualisiert]
Signatur Homer: How is education supposed to make me feel smarter? Besides, every time I learn something new, it pushes some old stuff out of my brain. Remember when I took that home winemaking course, and I forgot how to drive? |
sicknick  offensichtlich Student
    

Status: Offline Registriert seit: 12.12.2004 Beiträge: 248 Nachricht senden | Erstellt am 13.05.2005 - 14:08 |  |
ich hab von mclusky nur die "my pain..."
aber wenn es in der tonart weitergegangen ist (was ich annehme) ist es sicher ein geiler song.
@fiu: das war unglücklich, als ich so gegen zehn gehen wollte, ist gerade ein bekannter von der uni gekommen. kannste dann natürlich nicht gehen.
Signatur Diese ganzen Patrioten, nationale Idioten! |
beatie offensichtlich Student
    

Status: Offline Registriert seit: 11.12.2004 Beiträge: 339 Nachricht senden | Erstellt am 13.05.2005 - 20:36 |  |
ach, jetzt seh ich es erst. hab mir schon gedacht dass du besoffen warst, als du das geschrieben hast. da bin ich richtig froh, dass du nicht über ein lied von xavier naidoo gegrübelt hast.
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Administrator  Dipl.-Ing.
    

Status: Offline Registriert seit: 11.12.2004 Beiträge: 340 Nachricht senden | Erstellt am 14.05.2005 - 10:04 |  |
wie man sieht, treibt das Verarbeiten von Liebeskummer oder schiefgegangenen Beziehungen bunte Blüten....ich bin auch eher auf Fabians Seite, und ziehe die direkte Art vor:
du schlaefst so tief, du merkst nicht, was passiert ich kotz dir in die schuhe und dann wirst du ganzkoerper-taetowiert mal sehen, ob dein neuer dich noch will, wenn auf deiner stirn steht: born to kill (uaahahaha)
ich wuensch dir tausend jahre schlechten sex und dass du dabei verreckst an den pocken und der pest, wenn du mich verlaesst
aus: Farin Urlaub - 1000 Jahre schlechten Sex
vgl. Signatur Admin
[Dieser Beitrag wurde am 14.05.2005 - 10:05 von Administrator aktualisiert]
Signatur "Feminismus existiert nur, um haessliche Frauen in die Gesellschaft zu integrieren"
Charles Bukowski |