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LilianeTischbein unregistriert |
Haus der Familie Tischbein
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VeraTischbein ![]() Kaulquappe ![]() ![]() Status: Offline Registriert seit: 07.10.2007 Beiträge: 36 Nachricht senden |
Vera saß kerzengerade auf ihrem Bett, gerade so, als hätte sie einen Besenstiel verschluckt. In den Händen hielt sie ein ziemlich dickes Buch, das genau 2091 Seiten hatte und irgendeine ziemlich öde Theorie über einen bestimmten Aspekt der Zauberei behandelte. Für Vera Tischbein war dieses Buch allerdings genauso spannend wie für andere irgendein Abenteuerroman und sie hatte es innerhalb einer langen Nacht ausgelesen. Auswendig lernen würde sie es dann wohl im Laufe der nächsten Woche, so, wie sie es mit jedem Buch tat, das in ihren Augen gut war. Gerade strich sie im letzten Satz ein Wort durch und schrieb mit gerunzelter Stirn etwas anderes darunter. „Schriftsteller haben eben keine Ahnung.“, murmelte sie, seufzte und klappte ‚Die Theorie’ zu. Signatur Wahlpflichtfächer: Runenkunde und Arithmantik AGs: Duellierklub Sonstiges: Schulsprecherin | |||
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Lili blinzelte. Im Türrahmen stand – vor Wut schäumend – ihre große Schwester Vera, die Arme vor der Brust verschränkt und ganz offensichtlich wartete sie schon eine ganze Weile. Ein Grinsen konnte sich Lili nicht verkneifen, ließ aber rechtzeitig ihre schwarzen Locken in ihr Gesicht fallen, sodass Vera es nicht bemerken konnte. „Bin ja schon wach.“, antwortete sie. „Hey, kannst Du mir eben meinen Rollstuhl reichen?! Mama hat den gestern Abend noch an den Schrank gelehnt und da komm ich schlecht hin. Wäre lieb, danke.“ Ohne weiter auf Vera zu achten, die jetzt garantiert ein ziemlich wütendes Gesicht zog, angelte Lili ihre Kleider, die sie wie gewöhnlich schon am Tag zuvor neben ihr Bett gelegt hatte, vom Boden und zog sich an. | |||
VeraTischbein ![]() Kaulquappe ![]() ![]() Status: Offline Registriert seit: 07.10.2007 Beiträge: 36 Nachricht senden |
Lili regte sich endlich. “Aber gleich frech werden.“, dachte Vera missbilligend, ging aber dennoch zum Schrank um ihrer Schwester ihren Rollstuhl zu bringen. Dabei entging ihr nicht der Blick, mit dem Liliane sie bedachte. Sie runzelte wieder einmal die Stirn und fragte sich, was das wohl zu bedeuten hatte. Hatte sie wohl einen Fleck auf dem Rock? Oder was sollte das? Weil es ihr wirklich unangenehm war, so angeschaut zu werden, stellte sie den zusammen geklappten Rollstuhl etwas zu hastig neben dem Bett ab, sodass er zur Seite kippte und mit einem Rumpeln auf dem Holzboden landete. „Guck mich nicht so an!“, schimpfte Vera und trat einen Schritt zurück. „Und beeil Dich endlich. Ich warte unten auf Dich. Wir sollten wirklich bald los, okay, Lili? Liliane, meine ich.“, fuhr sie fort, schon im Gehen. Dann ging sie noch kurz in ihr eigenes Zimmer zurück, um ihre Tasche zu suchen sowie natürlich das Geld. Damit begab sie sich wieder nach unten, wo sie sich wartend an die Haustür stellte. Ihre Schwester würde zwar mit Sicherheit noch Frühstücken, aber – so wie sie sie kannte – sich aus lauter schlechtem Gewissen beeilen damit. Signatur Wahlpflichtfächer: Runenkunde und Arithmantik AGs: Duellierklub Sonstiges: Schulsprecherin | |||
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Kaum hatte Vera die Zimmertür wieder hinter sich zu gezogen, brach Liliane in lautes Gelächter aus, das allerdings nur kurz währte. Ihre Schwester war einfach zu komisch, mit ihrer Strenge und gleichzeitig der Tatsache, dass sie nicht so richtig mit ihrer offensichtlichen Zuneigung zu Lili umgehen konnte... Aber Vera war ohnehin ein seltsamer Mensch, wie Lili bereits vor vielen Jahren fest gestellt hatte. Kopfschüttelnd klappte sie ihren Rollstuhl auf, setzte sich hinein und rollte hinaus auf den kleinen Gang. Ihre Eltern waren allerdings auch ein wenig verrückt, wie sie nun wieder bemerkte. Statt an die Treppe einen dieser Aufzüge zu bauen, wie es die meisten normalen Leute machen würden, hatten sie einen richtigen Aufzugsschacht in ihr Haus gebaut, nachdem klar gewesen war, dass Lili nicht mehr Gehen konnte. | |||
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pp: Das Bogenfleet >> Fleet (Straßen und Brücken) [+ Vera] | |||
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Ungläubig starrte Lili auf das Bett. Wie konnte es sein, dass ihre Schwester jetzt noch tief und fest schlief?! Normalerweise war sie doch eher viel zu früh auf den Beinen, um irgendwen zu schimpfen und eigentlich hatte sie erwartet, gerade heute recht früh aus dem Schlaf gerissen zu werden, da Vera ja unglaublich überpünktlich war. Aber so, wie es im Moment aussah, würden die beiden eher zu spät in Hamburg ankommen und das war weniger gut. Also rüttelte sie Vera an der Schulter. „Wach auf, wir müssen los.“, sagte sie in ihr Ohr, doch sie rührte sich nicht. Stirnrunzelnd schüttelte Lili sie fester. „Veeera, bist Du krank oder was, wir kommen zu spät... Augen auf!“, verlangte sie laut – und endlich fuhr Vera wie von einer Biene gestochen hoch. „Was...?!“ Aber sie bekam keine Antwort mehr, denn Lili hatte bereits ihren Koffer die Treppe hinunter gestoßen und war selbst mit einiger Anstrengung nach unten gelangt. Vera brauchte nur einen flüchtigen Blick auf ihre Uhr zu werfen, um gleich darauf auf den Füßen zu stehen. Hastig wusch sie sich, zog sich an und folgte ihrer Schwester nach unten. „Keine Zeit fürs Frühstück.“, stellte die trocken fest, schon auf dem Weg ins Wohnzimmer. Vera, der das durchaus bewusst war, eilte hinter ihr her. Nach einer weiteren Minute waren alle beide im Kamin verschwunden. In Hamburg angekommen hetzten sie zu den Landungsbrücken. | |||
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