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Querdenker ...
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...   Erstellt am 14.06.2006 - 05:21Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo

Hier ist meine eigene Theorie die auf Erfahrungen und angehäuftem Wissen aus der Psychologie besteht.

Ich starte hier eine Diskussion über Vorschläge, die Mobbing verhindern können.

Zuerst einmal sollte man feststellen warum man gemobbt wird. Das ist meistens eine Mischung aus mehreren Gründen und die Schuld liegt aber nie beim Gemobbten. Es sei denn er hat den Leuten zum Mobben aufgefordert. Wohl kaum.

Die Gründe der Tiere:
Im Allgemeinen kann man sagen, dass es daran liegt, dass der Gemobbt "anders" ist. Das ist auch objektiv betrachtet nichts falsches, jeder kann so sein wie er will. Aber die Mobber nehmen sich das Recht jemanden aufgrund seiner Andersartigkeit zu mobben. Ja genau, Andersartigkeit wird bestraft. Und sowas fängt schon im Kindergarten an. Also hätte mir das mal jemand gesagt, dann wäre ich kein Sonderling(nach Außen hin jedenfalls). Ein weiteres Problem ist auch, dass man nie über solche Sachen spricht. In Internetforen unter der Anonymität kann man es sagen um den Leuten mal die Augen zu öffnen, aber blos nicht im Real Life drüber reden. Es ist ziemlich traurig, denn da zeigt sich wie viele Menschen im Grunde nur noch animalisch sind. Deswegen sind Mobber für mich auch nichts anderes als Tiere. Denn dieses Verhalten gleicht Tieren. Das Wort Mobbing stammt aus der Verhaltensbiologie und man beschrieb dadurch, einen Angriff einer ganzen Gruppe auf ein Individuum. Erst danach ist es ein Ausdruck über das Terrorisieren in der Schule geworden. Also wenn ich von Tieren rede meine ich eigentlich Mobber. Denn Mobber sind für mich wie ein Wolfrudel. Wenn es Ärger in der Gruppe oder Streit gibt, dann stürzt man sich auf den Omegawolf. Der Omegawolf ist der Sündenbock, für die Gruppe jedenfalls. Denn Objektiv gesehen hat er mit den Problemen nichts zu tun. Aber wie im Klassenraum geht es auch im Wolfsrudel zu. Gibt es zu wenig Nahrung stürzt man sich aus Aggression auf den Omegawolf. Hat ein Wolf irgendein Problem dann ist der Omegawolf das Ventil für seine Aggressionen.
Und welcher Wolf wird zum Omegawolf ? Es ist immer der Schwächste. Der schwache Wolf ist in der Rangordnung ganz unten und dadurch der Omegawolf. Nein ich spreche grad nicht vom Klassenzimmer sondern vom Wolfrudel. Ist die Ähnlichkeit nicht erschreckend ?

Ich will mal näher auf das "anders sein" eingehen weil es noch viel zu grob ausgedrückt ist.
Mit anders sein meint man das Aussehen. Das Aussehen besteht aus Kleidung, Gesicht, Frisur etc. Auch die Art wie man geht oder spricht wird damit gemeint. Allein schon die falsche Kleidung reicht aus damit sich einige das falsche Recht dazu nehmen um einen zu mobben. Es gibt immer eine Idealvorstellung vom Aussehen. Früher ich glaube in den 50ern war es angesagt, dass man mit James Dean-Frisur, Lederjacke und einer Leck-mich-Arsch-Einstellung rumlief. Heute sind es die Hip Hop Gangsta.
Es ist wie eine Seuche und leider werden werden die meisten zu Mitläufern anstatt sich zu Leuten mit Charakter und einer eigenen Meinung zu entwickeln.
An alle hier im Forum die gemobbt wurden. Ich wette euch sieht man den Außenseiter an, denk ich mal. Die Zeiten haben sich geändert, früher war es zwar nicht Hip Hop aber ihr wart trotzdem anders als die anderen stimmt's ?
Zur Art des Sprechens kann ich nur so viel sagen; es sagt eine Menge aus wie man spricht. Es gibt ja sowas wie Opfersignale. Leute die langsam und unsicher sprechen werden schonmal auf Opferhaftigkeit untersucht. Auch der Slang ist DAS Indiz ob er dazugehört oder nicht. Wenn man von prepubertären Möchtegern-Gangstern umgeben ist die dauernd "alta" oder "ey" sagen, dann sagt es viel über die Gruppenzugehörigkeit aus. Die Ausdrucksweise hat viel mit der Intelligenz zu tun.

Zur Intelligenz; beobachte wie intelligent die Leute in deiner Umgebung sind. Hier kommen wir zu einem häufigen Mobbingfaktor nämlich der Intelligenz. Die Leute mögen es nicht wenn jemand intelligenter ist als sie. Schon gar nicht wenn er ihnen unsympathisch und anders ist = Außenseiter. Meistens sind Außenseiter auch die intelligenteren Leute. Liegt wohl daran, dass sie nicht dem stupiden Massentrieb folgen und Charakter entwickeln. Da bist du nun in der Klasse. Meldest dich, willst was erreichen und einfach nur deine Ruhe. Aber die Anderen sehen das nicht gerne, sie wollen dich runterziehen. Menschen die Intelligenter sind möchte man für dumm verkaufen. Also wird jede Bewegung kommentiert. Man lacht über Banalitäten, z. B. wie du guckst, deine Kleidung, wie du blinzelst, eine Strähne die in deiner Frisur nicht perfekt liegt etc. Es ist egal was, du kannst gar nichts dagegen machen, weil auch das Nichtstun ist für die Mobber etwas worüber sie dich beleidigen. Deswegen soll man nicht versuchen es den Mobbern recht zu machen, man muss gegenhalten.
Mobber sind so stark mit coolsein beschäftigt, dass sie wenig lernen (ich habe noch nie was von einem Mobber mit guten Zensuren gehört ).
Und dann sehen sie diesen Außenseiter der was auf dem Kasten hat, sie gönnen ihm seine Intelligenz nicht und mobben ihn. Das hat zu Folge, dass die Leistung sinkt. Wer noch nicht gemobbt wurde kann es nicht nachvollziehen aber ich denke einige hier im Forum können es bestätigen. Man versucht Hausaufgaben zu machen, aber es geht nicht weil man sich dabei an die Schule erinnern muss. Was einen auch sauer macht. Konzentrieren geht überhaupt nicht, man ist nur noch müde und fällt ins Bett. Hauptsache man verdrängt es irgendwie und versucht irgendwas zu machen was einem Spaß macht. In der Schule kann man ja sowieso nicht arbeiten. Denn da kriegt man ja keine Ruhe. So, das alles kommt davon wenn andere neidisch auf dich sind und leider sind fast alle Menschen voller Neid und Missgunst.
Tolles Motiv was ? Aber es geht noch dümmer.
Ja es geht noch niederträchtiger. Denn die Behauptung, dass Mobber pure Sadisten sind erachte ich als wahr.
Frage: "Wieso mobbst du ihn, er hat dir doch gar nichts getan."
Antwort: "Weil's Spaß macht."
Dieser Gesprächsausschnitt ist real und dies ist auch kein Einzelfall. Wer weiß, vielleicht holt sich der Mobber sogar heimlich einen runter wenn er dran denkt ? Okay etwas krass ausgedrückt man entschuldige - ich war Hauptschüler, aber ich will damit sagen, dass es den Mobbern wirklich Spaß macht auf einen rumzuhacken. Aber auf jedenfall machen sich Mobbercliquen auch noch Jahre drüber lustig. Ja richtig, diese Tiere haben absolut kein Moralempfinden. Sie finden es lustig einen zu Mobben. Auf Empathie braucht man erst gar nicht hoffen. Diese Tiere machen einen Sport draus. Wer schafft es am schnellsten xyz fertigzumachen ? So läuft es ab, was mich am meisten beleidigt ist die Freude die sie dabei empfanden. Ja es macht Spaß und man sollte ihnen diesen Spaß verderben.

Ein weiterer Grund ist das Ego. Ich nenne es auch die Erweiterung des Egos auf Kosten anderer.
Durch das Mobben wird das Selbstbewusstsein gestärkt. Und weil es den Tieren so viel Spaß macht machen sie auch weiter, solange bis sie etwas davon abhält einen zu Mobben - aber dazu später.

Auch schlicht und einfach Aggression ist ein Mitgrund. Ist das Rudeltier mit dem falschen Fuß aufgestanden dann muss natürlich der Falsche drunter leiden. Der Gemobbte ist also auch ein Ventil für Aggressionen.

Ein weiterer Faktor ist Gruppendynamik. Es gab noch nie einen Fall beim Mobbing wo nicht die Gruppendynamik mitspielte. Meistens fängt einer an und alle anderen machen mit. Aber dazu fehlt mir jetzt die Wachheit. Ich kann aber auf Wunsch noch so einiges Ergänzen. Aber viel besser ist wenn ihr eure Erfahrungen aufschreibt. Mir hilft es irgendwie.

Langeweile oder Schulstress ist auch ein Grund. Wenn's langweilig wird dann geht man halt seinem Lieblingshobby "xyz ärgern" nach. Solche und andere Banalitäten führen zum Mobbing.

Angst vorm Mobbing:

Es gibt auch einen weiteren Mobbinggrund, nämlich die Angst vorm Mobbing. Die haben so große Angst davor scheiße behandelt zu werden, dass sie also selber zu Arschlöchern werden. Das soll aber nicht heißen, dass ihr Tatbestand minderschwer ist. Oder auch keine Entschuldigung sein. Das ist letztendlich nichts anderes als egomanisches Verhalten und entschuldigt rein gar nichts. Dem Opfer hilft dieses Wissen auch nicht, weil es nach wie vor der Geschädigte ist. Das ist ein weiterer Grund aber ein Mobber ist letztendlich nur ein scheiß Mobber, egal weswegen.

Mobber, Täter und auch Opfer ?:

Viele Mobber sind auch selber ach so arme Opfer von Gewalt. Es ist manchmal Papi der ihn schlägt oder Onkel Jens der den Mobber an seinen Allerwertesten fasste.
Auf meiner Schule gab's zwei Typen die sich sehr ähnlich waren. Beide hatten Stress mit dem Vater und kriegen schon bei jeder Kleinigkeit einen auf's Maul. Der Unterschied zwischen diesen zwei Typen war aber, dass einer seine Wut an anderen ausließ und der andere nicht. Vor dem, der vernünftig war hatte ich natürlich Respekt. Er hatte es nicht nötig sich an Schwächeren zu vergreifen. Bei dem anderen der mobbte hatte ich nicht mal Mitleid mit ihm. Ich freute mich drüber, dass ihn sein Vater schlug weil er ja nicht besser als sein Vater war. Also denkt immer dran; es ist scheiß egal ob der Typ der dich ärgert Probleme zu Hause hat oder nicht. Denn du hast ein Problem mit ihm und das Recht dich zu stressen hat er nicht also krieg' mit solchen Arschlöchern blos kein falsches Empathieempfinden. Du kannst auch nichts dafür, dass Onkel Jens ihn angefasst und er darf deswegen auch nicht so mit dir umgehen. Und auch hier gilt, solche Leute sind im Endeffekt beschissene Mobber. Also denk immer dran; der Mobber ist trotz solcher Motive immer noch der Böse. Diese Mobber sehen sich sowieso auch als arme Opfer und die Leute die sie ärgern sind für sie nichts anderes als Kollateralschäden über die sie sich keine Gedanken machen.
Es ist leider ein sehr häufig vorkommendes Phänomen des Menschen seine Wut an anderen (Unschuldigen) auzulassen. Es ist auch keine Entschuldigung. Egal was passiert ist es gibt einem kein Recht der Absolution. Wenn jemand viel Scheiße im Leben hatte dann ist das schlecht aber er kriegt deswegen keine Freikarte zum Scheiße-bauen. Und wenn er unbedingt stressen will warum macht er es dann nicht mit Leuten die in seinen Bahnen denken und auch so drauf sind ? Na also.
Du hast mit seinem Problem nunmal nichts zu tun, okay ? Du bist nicht Onkel Jens.

Nutzlose Ratschläge:

Immer heißt es, dass sich das Opfer ändern muss.
Dann gibt's auch immer so Tolle Ratschläge wie diese hier:
Ignorier es doch, gib keinen Grund dich zu mobben, steh drüber oder der Favorit schlechthin; pass dich an.
Toll, wahnsinn. Das hat mir jetzt aber geholfen.....
Diese Ratschläge, die noch niemandem geholfen haben sind leider weitverbreitet und du brauchst deine Zeit nicht damit zu verschwenden. Ich finde solche Ratschläge sind totaler Bullshit weil sie nichts nützen. Es ist leider nunmal einfacher für die Lehrer wenn man dann noch das Opfer kritisiert als die Masse der Mobber. Hör nicht drauf und befolge den Ratschlag weiter unten. Das beschissene an diesen Ratschlägen ist auch, dass sie dem Opfer noch das Gefühl vermitteln dass es etwas falsch macht. Also verschwende nicht deine Zeit damit und geh Boxen.

Es gibt ja Leute die nicht glauben können, dass es so viele mobbende Menschen gibt aber es stimmt. Auf die Frage wo denn die Moral ist habe ich ein anerkanntes psychologisches Phänomen als Antwort. Jeder Mensch hält das was er macht für Richtig. Aber auch wirklich jeder. Es gibt verschiedene Arten der Rechtfertigungsmodelle, aber ich habe keine Lust mich jetzt mit Fachausdrücken rumzuquälen Das heißt, dass sich keiner als böswilligen Menschen sieht sondern immer die Feinde als böse betrachtet. Jeder Mensch hält sich und sein handeln für gut und gerechtfertigt. Der Mobber sieht sich also als Guten. Er sieht nicht, dass du ein normaler Mensch bist der seine Ruhe verdient sondern er sucht sich Gründe um dich fertigzumachen. Das sind meistens Banalitäten wie Kleidung oder Blindheit. Vielleicht wissen sie tief drinnen auch, dass es im Grunde schwachsinnig ist aber sie verdrängen diesen Gedanken. Es macht ihnen ja Spaß, bringt ihnen Ego und Selbstvertrauen, es stärkt das Tierrundel in der Gemeinschaft und man fühlt sich obendrein noch cool bei.

Ein weiterer und ausschlaggebender Grund ist der, dass man nicht wusste dass man sich überhaupt Anpassen musste. Die meisten Mobbingopfer hatten überhaupt keine Chance weil sie es nicht konnten. Ich fragte mal einen wieso er immer so wie die anderen sei und ich bekam keine vernünftige Antwort. Es scheint wohl angeboren zu sein..... Die oben genannten Gründe resultierten aus der Nichtanpassung. Es scheint also so zu sein, dass es wohl als schlimm erachtet wird wenn man Charakter hat. Also bei mir hat sich ein Stolz eingestellt. Anfangs konnte ich mich aus Unwissenheit nicht anpassen, dann wollte ich auch nicht. Es wäre wohl einfacher auf der Schule gewesen wenn ich mich hiphop-mäßiger angezogen hätte, wenn ich mitgekifft und mitgetrunken hätte, wenn ich mein Hirn über Bord geworfen hätte und mir Stupiditäten angewöhnt hätte. Kurz um, ich musste mich verstellen. Aber ich wollte mich auch nicht verstellen; wozu ? Damit man mich akzeptiert ? Man muss eher etwas machen, damit in der Schule kein perverser Massenzwang entsteht als ihn noch weiter zu fördern.

Lehrer, Rektoren, Sozialpädagogen:

Diese und viele mehr (auch Elter) sehen die Sache ganz locker. "Ist doch ganz harmlos und normal." Sagt man sich aber es ist nicht normal. Auch nicht human. Aber Humanität ist ein Wort, dass man gern ausspricht denn ansonsten kümmert es keinen Lehrer was ob man Ärger in der Schule hat oder nicht. 90 Prozent aller Lehrer...ach was.. 98 Prozent aller Lehrer interessiert es nicht ob du gemobbt wirst oder nicht. Denen ist das scheiß egal, die wollen nur ihren Stoff runterplappern und in Ruhe ihren Kaffe in der Pause trinken. Meistens stehen sie auch auf Seiten der Mobber weil der Gemobbte von den Mobbern gern als Schuldige präsentiert wird. Vergesst die Lehrer, ich hab's versucht und es klappte nicht. Beim Rektor und Sozialpädagogen war auch nichts zu machen. Die interessiert das nicht, nein man wird sogar gleich verjagt. Auf diesem Weg ist überhaupt nichts zu machen. Ich fragte mal meinen Lehrer der noch halbwegs engagiert war ob er mal was gegen das Mobbing unternehmen will aber er sagte mir, dass er und die Schule da nichts gegen machen könne. Er sagte mir dann später auch, dass er keine Lust zu habe. Im Grunde wirds auch mit dem Mobbing schlimmer.
Aber auf jedenfall sollte man drüber sprechen. Dieses rechtliche Absichern ist ziemlich wichtig. Auch wenn's dir peinlich erscheinen mag. Früher oder später kommt's sowieso auf die ein oder andere Art raus.
Ja richtig, damit geklärte Fronten herrschen. Sprich mit Eltern, Lehrer und Rektor drüber und mach klar, dass du derjenige bist den man grundlos Schickaniert. Denn sonst werden dich die Mobber bei der Schule als Aggressor hinstellen. Und du bist dann wieder der Dumme. Es ist dann auch egal was sie dann sagen, wichtig ist nur, dass du ihnen klarmachst wer hier der Gemobbte ist.

Alles in allem sieht man wieso man es solchen Tieren so schwer wie möglich machen sollte. Ich hoffe es gab für die Gemobbten unter euch ein gewisses Pushing Up. Man sieht ganz klar, dass der Gemobbte nicht Schuld an seiner Situation ist.

Wovon keiner spricht aber jeder weiß:

Wenn man seine Kinder in so einen Zoo hinschickt dann sollte man ihnen wenigstens sagen wie so eine Schule auch inoffiziell aufgebaut ist.
Mir, und ich denke auch euch wurde es nicht gesagt. Den Mobbern und angepassten Massenmenschen übrigens auch nicht. Allerdings gibt es wohl so etwas wie ein automatisches Verhalten.(?) Ich weiß es auch nicht aber ich frage mich immer noch was Menschen dazu treibt sich blindlings anzupassen... Ich weiß es nicht wirklich, ich hab nur so meine Theorien. Vielleicht weiß es ja jemand von euch......

Menschen mit Charakter....:

...sind häufig die, die auch gemobbt werden. Es ist , meistens der intelektuelle Schüler der sich meldet und gute Noten hat der gemobbt wird. Aber durch das werden seine Leistungen schlechter, dann ist aber noch lange nicht Schluss, weil's ja so viel Spaß macht.
Auf der Arbeit gibts auch Gemobbe. Es wird dann auch die Person zum Ziel die wirklich arbeitet. Na, fällt's euch langsam auf ? Es trifft immer die falschen. Es trifft immer die engagierten, intelektuellen oder einfach nur die Leute mit gesundem Verstand. Traurig aber wahr.

Lösungen:

Ja jetzt kommt das Patentrezept. Sicher warst du schon auf Mobbingseiten und sie haben dir so Sachen gesagt wie drüber reden, die Lehrer zu Hilfe holen (erinnerst du dich noch daran was ich vorhin über Lehrer schrieb?), den Mobber fragen was das denn soll etc.. Alles Bullshit. Da lachen die Mobber drüber. Hast du diese Tipps ausprobiert und haben sie gewirkt ? Bei mir war es so: Ich hab sie ausprobiert immer und immer wieder und sie haben nicht gewirkt. Du bist bei diesen Tieren unten durch, sie haben keinen Respekt vor dir.

Du bist nunmal in der Situation und ich werde dir sagen was man mit Mobbern machen muss damit sie aufhören. Ich erwarte nicht, dass du unbedingt meiner Meinung bist aber ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen was wirkt oder was nicht wirkt. Ich hatte damit Erfolg und ich denke jeder der meinen Ratschlag befolgt wird Erfolg haben. Und wenn nicht dann zieht er es nochmal durch, denn Leute die sich erfolgreich wehren mobbt man nicht.
Vielleicht hast du es schon erahnt, ich rede von Gewalt. Ob du es glaubst oder nicht aber ich bin überzeugter Pazifist. Jetzt mal Ehrlich ich finde Gewalt nicht gut. Ich finde sie nur deswegen schlecht weil sie die Falschen trifft. Es sind immer Asis die sich auf die Netten stürzen. Ich wurde 10 Jahre lang gemobbt, das einzige was ich bereue ist, dass ich mich so spät wehrte. Aber jetzt hab ich meine Ruhe und ich kann sagen es lohnt sich. Wenn du nicht meiner Meinung bist dann bist du wohl nicht in der Situation. Wenn du aber gemobbt wirst und nicht meiner Meinung bist dann geh wieder in die Schule und lass dich ärgern. Dann kannst du dich gleich in die Ecke setzen ohne dich zu wehren, aber wenn du dich nicht wehrst wer dann ? Vergiss nicht, du befindest dich in der Schule in einem Gesetzesfreiem Raum. Kein Gesetz beschützt dich und kein Richter wird diese Mobber je bestrafen.
So ich bin jetzt wieder runter gekommen, aber solche Worte mussten mal sein. Wenn du dich nicht körperlich wehren willst dann ist das deine Sache, aber es ist nicht so dass du eine Wahl hast.

Ich will nochmal verdeutlichen was Mobbing überhaupt ist. Ihr stimmt mir wohl alle zu, dass Mobbing ein schwerwiegendes Verbrechen ist. Wenn Vater Staat einen nicht beschützt wer dann? Also muss man sich selber schützen. Ich weiß es hört sich scheiße an aber hier ist Gewalt die einzige Lösung. Oder ein Wechsel auf eine andere Schule, aber dann musst du es schaffen dort auch akzeptiert zu werden.

Geh in die Schule. Melde dich, arbeite im Unterricht mit. Mach dein Ding. Und wenn einer meint er müsse dich beleidigen dann beleidige zurück. Wenn einer schubst dann schubs zurück und sag, dass man dich nicht anfassen soll. Aber wenn man dich dann doch anfasst dann zögere nicht. Du hast sie gewarnt. Dann balle deine Hände zu Fäusten und schlag ihm auf die Nase, mehrmals und zwar mit voller Wucht. Es ist sogar egal ob du verlierst, es ist besser als dauernd gemobbt zu werden. Und denk immer dran, dass du ein beschissenen sadistischen Mobber schlägst. Probier es aus und du wirst deine wohlverdiente Ruhe haben.


Tja der Text ist länger als erwartet aber ich hoffe er hat euch gefallen. Und ich hab ihn auf einmal durchgeschrieben also kann es sein, dass da ein paar Rechtschreibfehler vorkommen. Ich werde sie dann demnächst mal korrigieren.

Gruß,
Querdenker

[Dieser Beitrag wurde am 22.06.2006 - 12:15 von Querdenker aktualisiert]





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Judith 
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...   Erstellt am 21.06.2006 - 19:22Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich würde gerne zwei Anmerkungen machen:

Die meisten Menschen sind beides: Mobber und Gemobbte. Natürlich gibt es "Haupttäter" und "Hauptopfer", aber die absolute Mehrheit der Täter und Mitläufer wird einmal zu einem gewissen Grad (wahrscheinlich nicht systematisch oder langanhaltend, aber doch genug, um zu wissen, daß man es nicht noch mal erleben möchte) Mobbing erlebt haben. Ich denke auch, daß "Angst vor Mobbing" für viele ein Grund ist, Mitläufer zu werden.

Der zweite Punkt ist: Zumindest online gilt: In Diskussionen mit Mobbingopfern wird fast immer das Verhalten des Opfers kritisiert: "Mach' doch mal dieses..." oder "Versuch jenes...". In den meisten anderen Lebensbereichen gibt man dem TÄTER die Schuld, bei Mobbing ist es umgekehrt, da hat das Opfer sich zu ändern, sich anzupassen, den Tätern bloß jede Motivation am Täter-Sein zu nehmen... Verkehrte Welt...




Querdenker ...
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...   Erstellt am 22.06.2006 - 11:55Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Angst vorm Mobbing:

Es gibt auch einen weiteren Mobbinggrund, nämlich die Angst vorm Mobbing. Die haben so große Angst davor scheiße behandelt zu werden, dass sie also selber zu Arschlöchern werden. Das soll aber nicht heißen, dass ihr Tatbestand minderschwer ist. Oder auch keine Entschuldigung sein. Das ist letztendlich nichts anderes als egomanisches Verhalten und entschuldigt rein gar nichts. Dem Opfer hilft dieses Wissen auch nicht, weil es nach wie vor der Geschädigte ist. Das ist ein weiterer Grund aber ein Mobber ist letztendlich nur ein scheiß Mobber, egal weswegen.

Mobber, Täter und auch Opfer ?:

Viele Mobber sind auch selber ach so arme Opfer von Gewalt. Es ist manchmal Papi der ihn schlägt oder Onkel Jens der den Mobber an seinen Allerwertesten fasste.
Auf meiner Schule gab's zwei Typen die sich sehr ähnlich waren. Beide hatten Stress mit dem Vater und kriegen schon bei jeder Kleinigkeit einen auf's Maul. Der Unterschied zwischen diesen zwei Typen war aber, dass einer seine Wut an anderen ausließ und der andere nicht. Vor dem, der vernünftig war hatte ich natürlich Respekt. Er hatte es nicht nötig sich an Schwächeren zu vergreifen. Bei dem anderen der mobbte hatte ich nicht mal Mitleid mit ihm. Ich freute mich drüber, dass ihn sein Vater schlug weil er ja nicht besser als sein Vater war. Also denkt immer dran; es ist scheiß egal ob der Typ der dich ärgert Probleme zu Hause hat oder nicht. Denn du hast ein Problem mit ihm und das Recht dich zu stressen hat er nicht also krieg' mit solchen Arschlöchern blos kein falsches Empathieempfinden. Du kannst auch nichts dafür, dass Onkel Jens ihn angefasst und er darf deswegen auch nicht so mit dir umgehen. Und auch hier gilt, solche Leute sind im Endeffekt beschissene Mobber. Also denk immer dran; der Mobber ist trotz solcher Motive immer noch der Böse. Diese Mobber sehen sich sowieso auch als arme Opfer und die Leute die sie ärgern sind für sie nichts anderes als Kollateralschäden über die sie sich keine Gedanken machen.
Es ist leider ein sehr häufig vorkommendes Phänomen des Menschen seine Wut an anderen (Unschuldigen) auzulassen. Es ist auch keine Entschuldigung. Egal was passiert ist es gibt einem kein Recht der Absolution. Wenn jemand viel Scheiße im Leben hatte dann ist das schlecht aber er kriegt deswegen keine Freikarte zum Scheiße-bauen. Und wenn er unbedingt stressen will warum macht er es dann nicht mit Leuten die in seinen Bahnen denken und auch so drauf sind ? Na also.
Du hast mit seinem Problem nunmal nichts zu tun, okay ? Du bist nicht Onkel Jens.


Danke Judith auf den zweiten Punkt gehe ich auch mal drauf ein.

Immer heißt es, dass sich das Opfer ändern muss.
Dann gibt's auch immer so Tolle Ratschläge wie diese hier:
Ignorier es doch, gib keinen Grund dich zu mobben, steh drüber oder der Favorit schlechthin; pass dich an.
Toll, wahnsinn. Das hat mir jetzt aber geholfen.....
Diese Ratschläge, die noch niemandem geholfen haben sind leider weitverbreitet und du brauchst deine Zeit nicht damit zu verschwenden. Ich finde solche Ratschläge sind totaler Bullshit weil sie nichts nützen. Es ist leider nunmal einfacher für die Lehrer wenn man dann noch das Opfer kritisiert als die Masse der Mobber. Hör nicht drauf und befolge den Ratschlag weiter unten. Das beschissene an diesen Ratschlägen ist auch, dass sie dem Opfer noch das Gefühl vermitteln dass es etwas falsch macht. Also verschwende nicht deine Zeit damit und geh Boxen.

Die Texte habe ich auch zum Obrigen Text ergänzt. Wenn ihr noch mehr wissen wollt, dann müsst ihr's schon sagen. Über Konstruktive Kritik freue ich mich auch.

[Dieser Beitrag wurde am 22.06.2006 - 12:15 von Querdenker aktualisiert]





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...   Erstellt am 02.07.2006 - 07:20Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Querdenker,

das Phänomen Mobbing in der Schule kenne ich von meiner eigenen Jugend fast gar nicht und kann deshalb wenig dazu sagen. Zu meiner Zeit war das wohl noch nicht so schlimm. Nun bist Du ja raus aus der Schule und also sollte das Problem für Dich ziemlich erledigt sein.

Mobbing gibt es freilich auch im Berufsleben. Das läuft natürlich ohne körperliche Gewalt ab, ein paar Nummern subtiler. Aber etliche der von Dir genannten psychologischen Mechanismen erkenne ich wieder. Z.B. die gruppendynamischen Aspekte oder dass sich Mobber in den seltensten Fällen selbst als Mobber sehen. Wenn diese Einsicht fehlt, bin ich geneigt, mildernde Umstände zu geben, denn muss nicht ein moralischer Vorwurf diese Einsicht (das Erkennen einer eigenen Täterschaft) voraussetzen, welche ein Anders-Handeln-Können erst ermöglicht?

So bleibt als Alternative immer auch eine innere Einstellung, welche diese Menschen als limitiert ansieht. Nur wie verändert das "Drüber-Stehen" die Opfer-Situation? Kann allein dadurch das Selbstwertgefühl gewahrt werden? Die Fähigkeit erlangt werden, verletztende Worte nicht als verletzend zu empfinden? Es ist zudem einfach schwierig, diese Einstellung aufrecht zu erhalten nach außen zu vermitteln, wenn doch Angst und Schwäche intensiv verspürt werden.

Wo soll da gerade bei einem Soziophoben die Souveränität herkommen, um z.B. verletzende Worte mit ironischen Gegenkommentaren zu begegnen?

Könnte körperliche Gegengewalt zur Verteidigung der eigenen Würde ein Mittel sein? Vielleicht in bestimmten Situationen, wenn eben nicht nur die eigene Würde, sondern auch der Körper angegriffen wird. Aber besteht dann auch nicht die Gefahr, einer Eskalation, einer Hochschaukelung, vielleicht sogar einem Verschwimmen der Grenzen von Täter und Opfer? In der Erwachsenenwelt mit den subtileren Mobbing-Formen steht das Mittel eh nicht zur Verfügung.

Ich finde es jedenfalls erstaunlich, dass Du Dich wehrst. Dazu gehört Mut, besonders im Falle einer eher schwachen soziophoben Persönlichkeit.

Betreibst Du denn richtig Kraft- und Boxsport im Verein?

Liebe Grüße
Odeon

[Dieser Beitrag wurde am 05.07.2006 - 23:22 von Odeon aktualisiert]





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...   Erstellt am 03.07.2006 - 22:42Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Xenon,

Wenn dir Mobbing fremd ist dann ist das gut. Auch wenn man nicht mehr zur Schule geht kann das bei harten Fällen einen jahrelang verfolgen z. B. in Form von einer posttraumatischen Belastungsstörung. Daher ist es auch nicht harmlos. Natürlich gibts auch eher harmloseres Mobbing aber von dem spreche ich ja auch gar nicht.

Im Berufsleben kann das natürlich auch vorkommen. Manche Menschen sind wohl in der Kindheit stecken geblieben... Ich finde man muss wissen wenn man etwas falsch macht. Unwissenheit schützt nicht vor Strafe. Soll ein arabischer Terrorist und Mörder vieler Menschen mildernde Umstände bekommen, blos weil er seinen Fehler nicht einsieht (auch nicht einsehen kann) ? Wenn es harmloses Nacken ist und nur sehr selten passiert ist es auch egal aber wenn es erster wird wieso dann auf die Einsicht des Täters warten ?

Ja das stimmt ein "Drüber-Stehen" kann helfen, leider ist das bei Menschen mit Soziophobien schwer zu gestalten. Ausserdem kann man nicht immer drüber stehen. Wenn ich auf der Straße kurz angepöbelt werde dann juckt mich das nicht. Wenn ein Mensch aber jeden Tag systematisch verbal oder sogar physisch angegriffen wird, dann sollte man auf keinen Fall versuchen zu ignorieren oder "Drüber-Stehen" sondern sich wehren. Mein Psychologe sagte, dass man so etwas nach Jahren auch nicht mehr wegstecken kann. Aggression staut sich an und irgendwann äußert es sich dann in Gegengewalt. Das mit dem "Drüber-Stehen" finde ich ja nicht falsch. Bei wirklich harmlosen Neckereien oder kurzes Angepöbel auf der Straße ist es auch gut wenn man es ignoriert und sich nicht drum kümmert. Beim Mobbing ist es wie gesagt nicht zu empfehlen.

Es gestaltet sich wirklich schwer und es geht auch nicht von heute auf morgen. Das klappt ja auch nur wenn man sich nicht mehr als Verager fühlt, da das aber bei vielen schon sogar eine Lebenseinstellung ist kann es auch nicht wirklich klappen. Mit einem haufen Mobber kann und sollte man aber auch gar nicht diskutieren. Wenn sie merken, dass sie falsch liegen fangen sie an dich zu beleidigen um abzulenken. Die wollen es nicht besser wissen, lassen einen nie Ausreden. Also was solls, man sollte sich da nicht drauf einlassen.

Es ist ein altbewehrtes Mittel und es wirkt. Da hat jeder seine eigenen Ansichten zu. Es ist auch zu komplex um irgendwo die Grenze zu ziehen wann es denn gerechtfertigt sei und wann nicht. Ich finde es kann gerechtfertigt sein. Jeder hat da seine eigenen Grenzen zu, wenn es physisch wird ist es sowieso okay.
Eskalieren tuen solche Sachen schon öfters. Und selbst wenn, meistens ist nach sowas Schluss. Der Täter wird dann zum Opfer, geschieht ihm auch Recht. Und der Gemobbte wird mal zum Täter was ich aber auch nicht schlimm finde. Das Problem ist, dass viele es gerne Hochschaukeln wenn sich der Gemobbte wehrt. Von mir aus können aus Opfern Täter werden vorausgesetzt sie suchen sich auch den Richtigen aus und nicht ein schwächeres unschuldiges Opfer. Verstehst du was ich meine ?
Ich finde auch, dass man das bei Erwachsenen vernünftig Regeln kann. Ausnahmen gibts natürlich immer. Aber in den meisten Fällen lassen die mit sich reden. Bei Jugendlichen sieht die Sache leider anders aus.


Ich finde es auch seltsam. Ich bin ja auch kein Draufgänger sondern meide wenn es geht immer Gefahren. Aber in der Schule hat man ja keine andere Wahl.
Im Boxverein war ich mal. Jetzt trainiere ich zu Hause was mir auch reicht. Ansonsten mache ich noch Kraftsport im Fitnesscenter. Das ist wohl auch der einzig geeignete Sport für mich weil man da alleine ist. Mein Glück auch, dass ich das Center für bestimmte Zeiten für mich alleine habe.

Gruß,
Querdenker

[Dieser Beitrag wurde am 03.07.2006 - 23:22 von Querdenker aktualisiert]





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