Mediterranea, eine Insel im Mittelmeer.

Eine Insel, ein unabhängiger Kleinstaat - genau im Kreuz der vier größten Mächte dieser Zeit: Rom, Athen, Alexandrien und Karthago - ein Ort der Weisheit und des Wahnsinns, der Korruption und der Freundschaft, der Freiheit und des Kampfes, ein Schmelztiegel der Kulturen und Klassen, wo Senatoren einem illustren Leben frönen, Händler aus aller Welt die exotischsten Dinge darbieten und Sklaven um ihre Freiheit kämpfen. Erlebe das Schicksal: Tauche ein in eine Welt voller Intrigen, Kampf, Spannung, Spaß, Liebe und Hass - werde Teil von Mediterranea!

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Azrael
unregistriert

...   Erstellt am 08.09.2007 - 15:32Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Als Azrael vernahm, dass es Anymander den Umständen entsprechend gut ging, fiel ihm einer der vielen Steine vom Herzen. Dennoch war er weiterhin sehr angespannt.
Schliesslich hatten sich Anymander und der Fremde vom Boden erhoben und Azrael antwortete Anymander kurz: »Ja, alles in Ordnung!« Sein Tonfall war tonlos und deutlich konnte man heraushören, dass er schlechte Laune hatte, was selten bei ihm war.
Dann, als der Mann auf dem Dach, unter dessen Füssen die Schindeln knarzten, als er sich bewegte, zu sprechen anfing, hob auch Azrael seinen Kopf und spähte nach oben. Viel konnte er nicht erkennen, außer der hellen, auffallenden Maske und dem wehenden Umhang. Auch erkannte er die Umrisse eines Bogens, der noch in ihre Richtung zeigte, aber ohne eines aufgelegten Pfeils.
Der andere Mann hatte seine Schwerter eingesteckt und nachdem Azrael die Worte des Maskierten vernommen hatte, blickte er die Frau noch einmal genau an und prägte sich ihre Züge ein, so wie er es auch bei dem Schwertkämpfer, der ihn als erstes angesprochen hatte, getan hatte. Erst dann liess er die Frau, wenn auch etwas widerwillig los. Und auch wenn sich Azrael verraten vorkam, versuchte er Contenance zu wahren und ein leicht angehaucht charmantes Lächeln zeigte sich auf seinen Lippen. »Verzeiht die Grobheit, meine Dame!« säuselte er ironisch und wandte sich dann zu Anymander, als eine Schindel vom Dach fiel und scheppernd auf den Pflastersteinen aufkam. Die Gestalt auf dem Dach war verschwunden.

Kurz darauf öffnete sich ganz in der Nähe ein Fenster, aus dem eine alte Frau hinaus lugte und dann nach den Wachen keifend rief, als sie die Situation erfasste.
Azrael seufzte. Dann, als der andere Mann ihn nochmals fragte, ob Azrael die Herausforderung annehmen würde - in der Ferne war schon der Gleichschritt irgend welcher Stadtwachen zu hören, lächelte er bemüht freundlich und antwortete: »Selbstverständlich nehme ich an!«
Er und aufgeben? Pah! Das war schliesslich eine Frage der Ehre.




Anymander 
Ehemalige Stadtwache




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Beiträge: 316
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...   Erstellt am 08.09.2007 - 16:10Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Dumpf dröhnten die Schritte mehrerer Stadtwachen durch die Gassen. Ganz vorne marschierte Hauptmann Mummos, zwei Männer der Nachtschicht hinter sich. Seine Hand fasste fest um den Speer und er spürte das vertraute Holz unter den Fingern. Seine Stimmung war nicht die Beste, denn eigentlich hätte er lieber im Wachhaus sitzen, seinen dicken Bauch mit einem weiteren Schlag von dem Eintopf aus der Taverne gegenüber füllen wollen und die Augen verschließen vor allem Unrecht, was draußen passierte. Das war nicht immer so bei ihm gewesen. Früher als junger Mann war er noch voller Utopie und Rechtbewußtsein gewesen, doch mit den Jahren hatte ihn die Realität ernüchtert. Und so verging die Nacht auf Medi wie immer- Mörder mordeten im Schutz der Dunkelheit, Räuber raubten, Huren hurten...Und so weiter. Auch wenn er Hauptmann der Nachtwache war, so wusste er, dass ihn seine Vorgesetzten nur abgeschoben hatten zu den Versagern der Nachtwache, die an seiner Seite marschierten. Alle drei hatten es nicht sonderlich eilig zu dem Hilferuf zu eilen.

Ein triumphales Lächeln machte sich auf dem Gesicht des Lakaien bereit. „Sehr gut! Die Regeln und die erste Herausforderung werden Dich bald ereilen!“ Er nickte der jungen Frau auffordernd zu und eilte schnell von den Schritten davon. Die Frau starrte Azrael noch finster an. „Ich werrrde mich noch rrrevanchierrren. Pass auf Deinen Rrrrücken auf!“, zischte sie und wandte sich um. Leichtfüßig verließ sie die Gasse. Beide entschwanden in der Dunkelheit und langsam kehrten alle Geräusche der Nacht wieder zurück. Eine Katze fauchte in der Nähe, das Theater schien immer noch im vollen Gange zu sein und niemand hatte wohl die Ereignisse in der Gasse bemerkt. Anymander presste seine Kieferknochen fest aufeinander. Früher hätte er nicht gezögert und hätte versucht beide Gestalten zu verhaften, doch jetzt...jetzt...was war er noch? Außerdem wollte er nicht Azrael ins Handwerk fuschen. Doch auch das vermochte Bauchschmerzen in Anymanders Magengegend zu verursachen. Er war doch mal Gardist gewesen. Und das schien ihm alles Unrecht zu sein. Doch ähnlich wie Mummos war Anymander auch desillusioniert.

Die drei Gardisten der Nachtwache- Mummos, Nobos und Kolonos, trabten bereits gemächlich um die Ecke. Anymander versuchte zu erkennen, ob er einen von ihn erkannte, doch die Dunkelheit hielt alle drei noch umfangen. Einen Herzschlag lang zögerte Anymander, dann meinte er- und es tat ihm fast weh das auszusprechen: „Vielleicht sollten wir schnell verschwinden, ehe die Wache hier ankommt. Was meinst Du?“


Und damit sich Azrael auch die Gesichtszüge gut einprägen kann:


[Dieser Beitrag wurde am 08.09.2007 - 16:23 von Anymander aktualisiert]





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Anymander und seine Vorgeschichte

Azrael
unregistriert

...   Erstellt am 08.09.2007 - 16:34Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Azrael nickte dem Mann nur schweigsam zu und vernahm dann die Wahrung der Frau. Die Stadtwachen näherten sich stetig, wenn auch nicht gerade im schnellen Eifer. Doch als sich die Gestalten davon machen wollten, sagte Azrael ihnen noch nach: »Ich rate Euch, das Spiel fair zu gestalten, sonst setzt es was!«
Schliesslich konnte Azrael die Drohung der Frau nicht einfach so im Raum stehen lassen.

Azrael strich sich kurz sein Gewand glatt, musterte eher beiläufig den langen Schnitt, welchen das Schwert des Mannes ihm beigefügt hatte und verzog leicht seinen Mund, liebte er doch dieses Hemd besonders. Dann griff er sich das liegen gelassene Schwert der Frau, welche indische Züge aufwies und zog den Pfeil aus dem Fensterrahmen.
Irgendwo fauchte eine Katze und nun drangen wieder die Geräusche des Theater zu ihnen herüber, doch niemand hatte von dem kleinen Scharmützel mitbekommen. Nach dem Azrael die Waffen eingesammelt hatte, wandte er sich Anymander zu und nun erst bemerkte er den dünnen Rinnsal Blut an dessen Wange. »Verfluchten Feiglinge ...« knurrte er etwas übel gelaunt. Eine Hand glitt vorsichtig zu Anymanders Wange und strich sanft mit seiner freien Hand neben dem kleinen Ritzer.
Dann kamen drei Wachen um die Ecke, Azrael blinzelte und an der Gestalt des Hauptmannes erkannte er Mummons sofort. Er war ihm machmal dicht auf den Fersen gewesen.
»Ja, lass uns verschwinden. Ich habe keine Lust, dumme Fragen gestellt zu bekommen.« Schwert und Pfeil in der einen Hand festhaltend, griff er Anymander dann sanft am Unterarm und dirigierte ihn in die entgegengesetzte Richtung der Wachen in eine dunkle Gasse. Sie mussten erst einmal fort von hier und dann würde Anymander sicherlich eine Erklärung von Azrael fordern.

In einer dunklen Gasse in der Nähe

Als sie aus der Reichweite der Nachtwachen waren, lehnte sich Azrael gegen eine Hauswand und schnaubte leicht verächtlich. »Verzeih, mein Freund, dass der schöne Abend so bitter geendet hatte. Wie geht es deiner Wange?«




Anymander 
Ehemalige Stadtwache




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...   Erstellt am 08.09.2007 - 17:28Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Obwohl Hauptmannn Mummos Augen nicht mehr die Besten waren und er auch nicht sonderlich aufmerksam in die Gasse sah, so meinte er doch noch zwei Gestalten verschwinden zu sehen. Seine Äuglein verengten sich, zudem stieg in ihm ein seltsames Gefühl auf: Der Drang, dem Gesindel (das mussten sie schließlich sein, wenn sie sich derart verdächtig herum trieben), schnell hinter her zu laufen und trotz dem halben Zentner Gewicht, den er mittlerweile mit sich herum trug (es schien ihm mindestens so zu sein) die Verfolgung aufzunehmen. Mummos rückte seinen schiefen Helm zurecht und rümpfte die Nase. Nein...nein, doch lieber nicht. „Was sollen wir tun?“, fragte Kolonos etwas gelangweilt. „Nichts!“, gab Mummos zur Antwort und die Beiden anderen waren sehr zufrieden damit. Nobos reckte seine spitze Nase zur Seite und starrte gierig auf die Häuser. „Wir könnten doch mal die Türen kontrollieren. Womöglich sind sie dort eingebrochen.“ Nobos Ansicht über Türen kontrollieren war recht einfach: Tür aufmachen, alles, was nicht niet- und nagelfest ist in die eigene Tasche stopfen, Tür schließen und verkünden, dass nun alles in Ordnung wäre.“Nicht heute, Nobos!“, gab Mummos zur Antwort, der ganz genau wusste, was Nobos im Sinn hatte. Denn selbst wenn Mummos keinen Ehrgeiz mehr verspürte, die Welt besser zu machen, dumm war er nicht! Alle drei kamen zu der Stelle, wo der Dachziegel zerbrochen lag und betrachteten stumm die Zeugnisse des Kampfes. Nobos hob den Kopf und gröllte hoch: „Es ist die zehnte Stunde und alles ist gut!“ Somit zogen die Wachen von dannen.

In einer dunklen Gasse in der Nähe

Ohne zu widersprechen hat sich Anymander von Azrael fort ziehen lassen. Die Stimme von Mummos kam Anymander durchaus bekannt vor, sehr bekannt sogar als er diese in der Ferne vernahm. Anymander biss sich etwas unzufrieden kurz auf die Unterlippe, folgte dann jedoch ohne ein Wort zu sagen. Dennoch hatte er die Berührung von Azrael an seiner Wange sehr genoßen. Ein Kribbeln war durch seinen Körper gejagt und fast fühlte er sich bemüßigt, sich bei der Frau für die kleine Verletzung zu bedanken. Seine Mundwinkel zuckten kurz bei dem Gedanken, dann blieb er neben Azrael in der anderen Gasse stehen. „Es ist nur ein Kratzer!“, meinte Anymander. Was es auch war. Ein Schlenz an der Wange zwar, wo es bekannterweise gerne und stark blutete, selbst wenn die Verletzung oberflächlich war. Das Blut hatte sich über Anymanders Wange ausgebreitet und war ein wenig auf seine rostrote Tunika getropft, ebenso seine Rüstung, was jedoch von dem Stoff aufgesaugt wurde. Besorgt sah Anymander in der Dunkelheit auf das zerrissene Hemd. "Und Du, hat sie Dich verletzt?" Gleich drauf schüttelte Anymander sachte den Kopf. „Du musst Dich nicht entschuldigen, Azrael. Dafür kannst Du doch nicht...oder?“, fragend sah Anymander den Mann an, in den er sich hoffnungslos und bis über beide Ohren verliebt hatte. Dementsprechend sah Anymander einfach über alles hinweg, was sein Bild von Azrael in irgendeiner Weise beeinträchtigen konnte. „Kennst Du die Beiden und den auf dem Dach etwa?





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Anymander und seine Vorgeschichte

Azrael
unregistriert

...   Erstellt am 08.09.2007 - 18:13Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Es war seltsam still, nachdem die Nachtwache ihr Sprüchlein in der Ferne verkündet hatte und dann von dannen gezogen war, zum Glück nicht in ihre Richtung, aber selbst wenn. Azrael war nicht als Zorrax verkleidet, sondern sah wie ein ehrbarer Händler aus, auch wenn sein Hemd ein langes Loch zierte. Und seine Gedanken rasten, er versuchte sich aus allem einen Reim zu machen. Doch schliesslich galt seine fast ungeteilte Aufmerksamkeit Anymander, dem er sich wieder zu wandte. »Ja, nur ein Kratzer, aber es hätte auch schlimmer ausgehen können ... Liebster!«
Warum Azrael dies plötzlich zu seinem Freund sagte, darüber dachte er nicht nach. Er tat es aus dem Bauch raus, weil er plötzlich dass innere Bedürfnis dazu verspürte. Eigentlich war Azrael ein Einzelgänger und nur Taccus war jemand, dem er traute und sich eben auch anvertraute, auch wenn er den jungen Mann niemals grossartig mit seinen Sorgen plagte, von denen Azrael eh kaum welche hatte.
Doch an dieser ganzen Sache mit den Masken und den Fremden Gestalten besorgte ihn. Auch wenn er für einen Wettstreit zu haben war, doch irgendwie stand dieser unter keinem guten Stern.
»Und nein, ich bin nicht verletzt ... nur ein wenig in meiner Ehre ...« Er versuchte zu lachen, aber es kam etwas gequält rüber.
Dann überlegte Azrael, blickte sich noch einmal suchend um und blickte dann Anymander offen in die Augen. Ja, er war richtig froh, dass Anymander an seiner Seite war. Er zog ein Taschentuch aus einer kleinen Tasche am Hemd und seine Hand wanderte zu Anymanders Wange, wo er ihm behutsam das Blut von der Wange tupfte, während er ihm ein dankbares Lächeln schenkte.
»Ich danke dir für deine Hilfe.« betonte er aufrichtig. »Und Anymander? Hast du die elfenbeinfarbene Maske erkannt? Sie sah der in meinem Laden ähnlich. Dies wird wohl die Botschaft sein. Komm, wir sollten nach Hause und sie noch einmal genau begutachten.«

Er blickte Anymander erwartungsvoll an.

(OOC: Wir können diesen Thread ja noch nutzen, um auf dem Weg nach Hause zu reden, ok?)




Anymander 
Ehemalige Stadtwache




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...   Erstellt am 08.09.2007 - 19:42Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Langsam entspannte sich Anymander und atmete tief durch seine Nase ein. Seine Brust hob sich und die Lederrüstung gab seinem Luftholen geschmeidig nach. Der Geruch von Leder war in seiner Nase bereits so vertraut, wie der von Waffenöl, womit er früher stets sein Schwert und seinen Speer eingerieben hatte. Auch wenn er stets das Töten gehasst und es als Übel seiner Profession gesehen hatte, so wusste er, dass das Schwert und der Speer sein einziger Schutz vor jenen waren, die meinten, sich auf der Welt alles nehmen zu dürfen- Geld, Schätze oder das Leben anderer Menschen. Nachdenklich betrachtete Anymander seinen Geliebten, konnte jedoch keine Ähnlichkeit in Azrael erkennen mit den Männern, die er früher gejagt hatte. Nein, Azrael, so sehr Anymander auch sein Tun nicht gut heißen konnte, war von einer edlen Art und strahlte dies durch und durch aus. Womöglich war das der Grund, warum Anymander sich gleich von ihm angezogen fühlte. Und es stockte Anymander fast das Herz als er es hörte: Liebster. Ein warmer Schauder jagte über seinen Rücken und ein glückliches Lächeln huschte über seine Lippen. Liebster? Dann war es doch etwas Ernsteres? Anymander wagte jedoch nicht daran zu kratzen, das gläserne Gebilde zu zerstören, was jenes eine Wort geformt hatte. Denn es könnte noch ein sehr zartes Band sein, woran man sich noch nicht festhalten durfte. Und Anymander war kein ungeduldiger Mann oder einer, der forderte.

„Die Ehre? Schlimmer als jeder Kratzer...! Ist das das Schwert von der Frau?“, fragte Anymander und betrachtete sich Azraels neueste Beute. Sanft und behutsam erspürte Anymander die Berührung von Azraels Tuch an seiner Wange, was sich gleich mit dem Blute von Anymander voll saugte und seine Wange von dem Lebensodem befreite. Anymander konnte nicht anders, er lächelte. Es schien als ob sich Azrael bei jeder ihrer Begegnungen anschließend um seine Verletzungen kümmern musste. Ein sehr warmer Ausdruck trat in Anymanders Augen und er sah Azrael einige Herzschläge an. Trotz der Gefahr eben, gerade womöglich deswegen, weil sie mit Azrael ausgestanden wurde, war Anymander glücklich. Er fühlte sich wie neu geboren und wieder fest ins Leben zurück geholt. Die kalten Schatten hatte er abgeworfen und selbst wenn die Trauer um seinen verstorbenen Geliebten ihn wohl bis ans Ende seines Lebens begleiten würde, so war der Schmerz darum nicht mehr allumfassend. Schnell schüttelte er den Kopf. „Du musst mir nicht danken, Azrael. Ich glaube, ich habe Dich erst in Schwierigkeiten gebracht. Das tut mir sehr leid.“ Anymander leckte sich über die Lippen und sah abermals Azrael nachdenklich an. Verschwieg dieser ihm etwas? Doch Anymander hob die Hand und rieb sich über den Nacken. „Hm? Nein, ich hab den Mann nicht wirklich gesehen. Eine Elfenbeinmaske? Wie die von...“ Anymander holte tief Luft. „Das kann nicht sein!“, presste er hervor. „Aber ja, sehen wir nach, ob es dieselbe ist.“

Verwirrt schüttelte Anymander den Kopf und wandte sich zum Gehen um. Sein Blick richtete sich noch mal auf die entfernten Fackeln, die vor der Bühne des Theaters brannten und sah gerade den Hausherren hinter seinem Weibe (von einem Jüngling gespielt) hinter her rennen. Die Zuschauer lachten und grölten lautstark, doch Anymander ging auf die Straße zu, die in Richtung von Azraels Laden und Haus führte. „Ist die Stadtwache in letzter Zeit wirklich so lasch geworden?“, fragte Anymander beiläufig.





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Anymander und seine Vorgeschichte

Azrael
unregistriert

...   Erstellt am 08.09.2007 - 23:11Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Auf dem Weg nach Hause zu Azrael

Azrael war erleichtert, dass er Anymander an seiner Seite hatte. Und er bemerkte, wie dieser ihn so intensiv anblickte, als er ihn anblickte. Aber es war Azrael wichtig. Ja, Anymander war mehr für ihn als ein Freund. Und längst hatte er bemerkt, dass dieser sich wohl sehr in ihn verliebt hatte. Azrael schmeichelte dies sehr, aber er wollte auch niemanden weh tun. Und es war neu für ihn, sich auf einen männlichen Partner einzulassen, aber so fremd es auch war, so spannend war es ihm eben auch.

»Ja, es ist das Schwert der Frau und dies ist der Pfeil des Mannes mit der Maske auf dem Dach.«
Azrael wirkte leicht verwirrt, dennoch zeigte er seine Zuneigung zu seinem Geliebten. Auch, wenn sie nur einmal miteinander geschlafen hatten und es Azrael schon ein wenig verwirrte, so hegte er sehr tiefe Gefühle für Anymander. Und vielleicht war es nun an der Zeit, ihm etwas mitzuteilen.
Doch vorher galt es anderes zu klären.
»Wieso fühlst du dich schuldig? Du hast damit nichts zu tun ... Es ist ein Spiel zwischen mir und ihm, wer auch immer er ist ...“

Azrael blickte auf dem Weg nach Hause Anymander seltsam an. Dann, als er sein Blut soweit abgetupft hatte, reichte er ihm sein Tuch, falls er es noch brauchte. Nur zu gut erkannte Azraels, was Anymander bei seinen Berührungen spürte, doch es war Azrael alles noch so neu. Aber er behielt es in seinem Kopf und würde es nicht vergessen.

Und so machten sie sich af den Heimweg

(Auf dem Weg zu Azraels Haus)

Azrael schaute Anymander nur kurz a. »Was meinst du? Wegen der Nachtwache. Oh glaub mir, sie kann auf Trab sein, wenn sie will, aber nicht ihr Hauptmann, der klaut gerne selbst wie ein Rabe ...«




Anymander 
Ehemalige Stadtwache




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...   Erstellt am 27.09.2007 - 11:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Schwarz glitten ihre Schatten an den Hauswänden entlang, äfften sie in jeder Bewegung nach, verschmolzen mit der Dunkelheit um bei jeder Lichtquelle stumm lachend wieder hervor zu treten. Anymander ging eine Weile lang stumm an der Seite von Azrael und dachte nach. Über die Vergangenheit und auch die Gegenwart. Seine Augen waren auf den Weg vor ihnen gerichtet, er wich mal Unrat oder Schmutz aus, wartete bis eine Ratte über die Straße gehuscht war. Schließlich nickte er. „Womöglich helfen uns die Dinge weiter. Wenn sie von der Insel stammen.“ Etwas zweifelnd sah Anymander auf das Schwert hinab. Ein Pfeilschaft war leicht zu schnitzen, das wusste auch Anymander. Er hatte das selber ab und an getan. Anymander zuckte mit der Schulter. Womöglich war es gut, mal einen Blick in die Archive der Stadtwache zu werfen. Sofern sie ihn da noch rein lassen würden. Immer noch war das Wetter mild, die Nacht nur unbedeutend kühler geworden. Einige Nachttiere der Stadt gaben ihre Laute von sich und je weiter sie von dem Platz kamen, desto leiser wurde die Stadt und desto verschlafener wirkten all die Häuser.

„Hm!“, murmelte Anymander auf Azraels letzte Erwiderung. „Ich weiß nicht. Bist Du Dir sicher. Mir kam der Hauptmann bekannt vor. Wenn es der ist, den ich meine...nun, früher war er zumindest recht anständig. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Hauptmann lange Hauptmann sein kann, wenn er derart korrupt ist. Nein, das würde Pylades nicht lange mit ansehen.“ Doch trotz Anymanders Beteuerungen- es musste das auch tun, schließlich war er selber lange Gardist gewesen- war sein Gesicht verkniffen. Was, wenn Pylades sich verändert hatte? Das wäre jedoch recht höhnisch gewesen, nachdem Anymander selber wegen eines solchen 'Vergehens' raus geworfen wurde. Anymander zuckte erneut mit der Schulter. „Na, egal. Und zudem denke ich, dass wir heute Nacht wohl nichts mehr ausrichten können. Ich werde morgen mal einige alte Bekannte aufsuchen. Womöglich erfahre ich von denen etwas über den Mann mit der Maske.“ Anymander musste dann wieder Willen grinsen. „Also den auf dem Dach meine ich natürlich.“ Anymander musterte Azrael von der Seite. Dass dieser diese seltsame Herausforderung angenommen hatte, das behagte Anymander nicht. Doch was konnte er da schon tun? Zudem war es nicht an ihm, Ratschläge zu geben oder die besorgte Mutter zu spielen. Anymander seufzte lautlos. Zusammen mit Azrael ging er schließlich wieder zu dessem Haus zurück. Zudem die einzige Bleibe, wo Anymander noch im Moment übernachten konnte.



Tbc: Schlafzimmer, Azraels Haus.

[Dieser Beitrag wurde am 19.10.2007 - 19:14 von Anymander aktualisiert]





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Anymander und seine Vorgeschichte

Azrael
unregistriert

...   Erstellt am 19.10.2007 - 20:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Auch weiter in » Schlafzimmer, Azraels Haus




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