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Nanny ...
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...   Erstellt am 24.10.2005 - 15:15Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


... aus der "Allgemeinen Muster-Zeitung No. 1, vom 15. Januar 1846

Toilette-Notizen
Zahnpulver. Das einfache und zweckmäßige Zahnpulver erhält man aus gebrannten, feingestoßenem, und durch ein dickes Haarsieb getriebenem Brode. Dieß gänzlich unschädliche Mittel ist für die Gesundheit und weiße Farbe der Zähne sehr zuträglich.
Bei weichem, leicht zum Bluten geneigten Zahnfleisch wende man folgende Mischung an:
1 Loth Zucker durch ein Haarsieb getrieben
1 Qentchen China
1 Quentchen Weinstein;
1 Loth gepulverte und durchgesiebte Holzkohle, oder gebranntes Brod, und 12 Gran Zimmt.

[Dieser Beitrag wurde am 24.10.2005 - 15:17 von Nanny aktualisiert]




britta 
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...   Erstellt am 27.10.2005 - 18:23Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


na, das klingt doch schon mal ganz nachmachbar...Weinstein, hmmm, die Begründung für die Mittelchen wäre interessant, z.B. Zuckker gut für Zähne? Es rubbelt gut, das schon...
China-rinde gilt als Fiebersenkend, bei zuviel ist´s halluzinogen
obwohl, haste´s bereits getestet? Ich hatte mal das Vergnügen mit Zahnsalz aus der Apotheke, jesses! Nix geht über heutige Pasta, mit dem Zeugs fühlen sich die Beißerchen leider nicht ganz so sauber an wie üblicherweise...
Sonst noch was Nettes????




Una ...
Ast
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...   Erstellt am 27.10.2005 - 18:46Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Mit Zucker meinte man damals Rohrzucker (brauner Zucker), der gar nicht mal so schlecht für die Zähne ist wie raffinierter Zucker.





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We are not human beings on a spiritual journey. We are spiritual beings on a human journey.
- Stephen Covey

Nanny ...
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...   Erstellt am 27.10.2005 - 20:59Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Getestet? Neee! lieber nicht! Allerdings habe ich auch eine Zahnbürste mit Schweineborsten und aus Holz (nur für's Reenactment!)und alle naslang verliert das gute Ding seine Borsten und das fühlt sich einfach nur ekelig nervtötend an!

[Dieser Beitrag wurde am 27.10.2005 - 21:09 von Nanny aktualisiert]




Nanny ...
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...   Erstellt am 27.10.2005 - 21:09Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


...aus "Allgemeine Musterzeitung" No. 3, 1. Februar 1846

Schönheitsmilch zur erhaltung der Frische und Weiße der Haut
Diese Schönheitsmilch, durch welche die Haut äußerst zart und weiß wird, verfertigt man auf folgende Art:
Nimm 1 Unze geschälte bittere mandeln,
1 Unze weißen Mohnsamen.
Dieses beides wird in einem Mörser fein gestoßen, während man allmählig hinzugießt:
6 Unzen Rosenwasser,
2 Unzen Lavendelwasser,
1 Unze orangenblütenwasser.
Die gewonnene Flüßigkeit wird durch ein flanellenes Tuch gegossen. Nun wasche man sich zuvor mit kaltem Wasser, am besten mit Regenwasser, dann vermische man etwas von dieser Schönheitsmilch mit gleichen theilen Rosenwasser, feuchte ein flanellenes tuch damit an, und wasche sich damit Abends vor dem Schlafengehen, Gesicht, hals, arme.

(Nicht vergessen: zwischen dem Regenwasser damals und Heute steht das komplette Industriezeitalter!)




MadameKaya ...
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...   Erstellt am 28.10.2005 - 13:01Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Das Zahnpasta -Rezept hört sich ja unglaublich an!
Wer ist so mutig und traut sich das mal zu probieren?

Die China Rinde hat wahrscheinlich die ständig vorhandene Zahnschmerzen jeden Morgen weggezaubert...

Angeblich soll ja Gewürznelken kauen, auch gut gegen Zahnschmerzen sein, was für Geschmackserlebnisse!

Hier mal was unverfängliches:

Reinigungsöl für trockene Haut:

100 Tropfen Olivenöl mit 5 tropfen Zitronenöl vermengen. Die Mischung vor Gebrauch gut durchschütteln. Mit dem Öl einen Leinenlappen tränken und das Gesicht betupfen.


Jetzt wird es schon gefährlicher:

Haarwasser gegen grindige Kopfhaut (ein Rezept aus der Perückenzeit)
Jodtinktur 15 Löffel
Rum 15 Löffel
schwefelsaures Chinin 6 Löffel
Lavendelalkohol 10 Löffel

Die Zutaten vermengen und auf die Kopfhaut geben.





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Es gibt kein echtes Leben im Falschen...

Nanny ...
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...   Erstellt am 28.10.2005 - 13:51Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


... falls mir mal alle Haare ausfallen, gibt's einen Turban!

Olivenöl ist tatsächlich gut für die Haut, Ringelblumen dabei gemischt, wirkt hautberuhigend.
Nelken sind entzündungshemmend. Es schmeckt zwar total scharf und ekelig, aber es hilft!
Auch entzündungshemmend: Bei Hautverletzungen ein Umschlag mit Spitzwegerich oder aber Weidenrindensud.
Weidenrinde zu Tee verarbeitet, beruhigt auch den Magen. Wenn ihr euch mal an Brennesseln verbrannt habt: 1 Spitzwegerichblatt zerdrücken und auf die betroffene hautstelle reiben.
Thymian als Tee aufgebrüht: Erleichtert das Atmen und Husten bei Bronchitis. Wirkt beruhigend auf die Bronchen.
Ich habe mal gelesen, das bei bösen Schürfwunden Spinnweben auf der Wunde den Heilungsprozeß fördert und Entzündungeshemmend wirkt - das habe ich mich aber noch nicht getraut. Das gleiche gilt für Moos, das heutzutage aber unter Naturschutz steht.

[Dieser Beitrag wurde am 28.10.2005 - 13:52 von Nanny aktualisiert]




Elisabeth 
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...   Erstellt am 31.10.2005 - 05:55Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


meine Haut regt sich auf, wenn sie in Kontakt kommt mit den Chemiewundern der Kosmetikindustrie von heut'
Beim Selbstanrühren der Pasten und Pülverchen höllisch aufpassen-Sonst ist das Rezept zwar " authentisch " ,aber ,auf die Strasse wagt man sich dann nicht mehr....
Nanny hat schon von den allergischen Reaktionen geschrieben -
Giftkeulen,die sich die feine Gesellschaft aus Eitelkeit auf die Visage pappte-wenig zur Nachahmung zu empfehlen....
Man ganz abgesehen von den hygienischen Bedingungen, unter denen die Kosmetik entstanden ist

Olivenöl schadet selten- Es sollte aber schon das virgine Öl sein- Nur da ist viel vom wichtigen Vitamin E drin.....






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der Unterschied zwischen Einbildung und Bildung besteht in Anstrengung und darin , daß man sich die Finger schmutzig macht .....

Una ...
Ast
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...   Erstellt am 31.10.2005 - 09:45Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wenn man bedenkt, das man sich damals Arsen und Blei auf die Haut gepappt hat (um weissere Haut zu bekommen), fange ich mit solchen Experimenten erst gar nicht an. Meine Haut ist eh schon durch Chemos angegriffen und selbst wenn ich anti-allergisches Make-Up benutze blüht bzw. reisst meine Haut auf wie nix danach. Komischerweise kann ich den weissen Talkumpuder vom Body Shop recht gut vertragen und mit der richtigen Gesichtscreme, kann ich damit wenigstens etwas meine Haut gleichmässiger und heller werden lassen, aber authentisches Make-Up oder Haarmittelchen? Nein, danke, so weit geht der Authenzitätswunsch dann doch nicht





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Nanny ...
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...   Erstellt am 16.11.2005 - 08:31Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Allgemeine Muster-Zeitung No. 5, vom 1. März 1846

Toilette-Notizen

Handpomade gegen das Aufspringen der Haut
Man nehme: 2 loth Wallrath, schmelze dasselbe über gelindem Feuer in einer pozellanenen Schale, nehme es wieder vom Feuer und thue dazu:
1 Loth Mandelöl,
20 Tropfen Lavendelöl,
2 Tropfen nelkenöl.
Das Ganze wird wohl unter einander gerieben, und in einem verschlossenen Gefäße verwahrt.

Zum Schutze bedrohter Tierarten, empfehle ich, auf das Wallrath zu verzichten und reines Schmalz zu nehmen. Eine andere Möglichkeit ist der Besuch im Reformhaus und dort eine ph-neutrale Grundcreme zum selbstanmischen von Cremes zu kaufen.

[Dieser Beitrag wurde am 16.11.2005 - 08:32 von Nanny aktualisiert]




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