Dani  Champions League
     

Status: Offline Registriert seit: 22.06.2005 Beiträge: 4172 Nachricht senden | Erstellt am 29.08.2005 - 08:28 |  |
Alles wieder gut? Oder doch nur ein zwischenzeitliches Hoch? Nach dem 1:1 bei Werder Bremen fragt man sich beim VfB Stuttgart, welche Bedeutung der Punktgewinn beim Meister von 2004 für die ambitionierten Schwaben hat.
Keine Frage, die Stuttgarter zeigten ihre beste Saisonleistung und im Vergleich zum mühsamen 4:3 n.V. im DFB-Pokal bei Regionalligist Hoffenheim stark verbessert. Und doch wartet die Mannschaft von Trainer Giovanni Trapattoni weiter auf den ersten Saisonsieg.
Soldo wieder dabei
Immerhin gelang es, einen aufkommenden Brandherd und ein bereits entfachtes Feuer im Keim zu ersticken beziehungsweise zu löschen: Millionen-Neuzugang Jon Dahl Tomasson erzielte im dritten Saisonspiel sein erstes Bundesliga-Tor für den VfB und nahm möglichen aufkommenden Gerüchten über eine Ladehemmung jegliche Grundlage.
Zum anderen setzte Trainer Giovanni Trapattoni nach zuletzt zwei gescheiterten Versuchen wieder auf den zuletzt verschmähten Zvonimir Soldo. Prompt zeigte sich die schwäbische Defensive stabilisiert.
Mittelfeld-Kollege Silvio Meißner sagte: "Soldo hat uns Sicherheit gegeben. Er hatte die erste Torchance, und setzte in der zweiten Hälfte einen Ball auf die Latte. Svoni hat sich professionell verhalten und keinen Stunk gemacht."
Hildebrand schwärmt
Doch damit nicht genug der Elogen. Keeper Timo Hildebrand geriet bei seinem Urteil über seinen Kapitän regelrecht ins Schwärmen. "Es ist unumstritten, dass Svoni Leistungsträger und mit seiner Präsenz auf dem Feld Führungsfigur ist, vor allem für die jungen Spieler", sagte der Nationaltorwart.
Überhaupt Hildebrand. Trotz der starken Gesamtleistung hatten sich die Stuttgarter für den Punktgewinn bei ihrem Keeper zu bedanken, der mit herrlichen Reflexen die Bremer Angreifer, in erster Linie Miroslav Klose, zur schieren Verzweiflung brachte.
Sinneswandel bei Trapattoni
Doch das Thema war dennoch nicht Hildebrand, sondern das Zurückrudern des Trainers bei der Frage der Aufstellung.
Der in der Öffentlichkeit nicht nur wegen der Personalie Soldo in die Schusslinie geratene Giovanni Trapattoni erklärte seinen Schritt oder Sinneswandel und die Aussichten für seinen Spielführer in der anschließenden Pressekonferenz. "Heute hat die Mannschaft gezeigt, dass sie Soldo braucht. Das wird auch mittelfristig der Fall sein", ließ der 66-Jährige durch seinen Dolmetscher verkünden.
"Absolutamente no"
Die Frage, ob er sich durch den öffentlichen Druck zu dieser Maßnahme gezwungen sah, beantwortete "Trap" kurz und knapp: "Absolutamente no!"
Der ehemalige Meistercoach von Bayern München will sich in Zukunft auch nicht von seinem Konzept abbringen lassen und verteidigte erneut seine Maßnahmen, die in den vergangenen Tagen und Wochen für erheblichen Wirbel gesorgt haben. "Ich muss auch in Zukunft neue Wege suchen, wenn die Mannschaft wächst. Ein Trainer hat sogar die Pflicht, neue Wege zu suchen. Sonst ist er Fehl am Platz", erklärte der "Maestro".
Groenkjaer stützt den Trainer
Der Betroffene zeigte sich angenehm zurückhaltend und professionell wie eh und je. "Die Situation war für mich neu. Ich will immer spielen. Es ist aber eine Entscheidung des Trainers. Das gehört zum Geschäft", sagte Soldo und fügte hinzu: "Ich freue mich, dass die Unterstützung der Kollegen so groß ist und alle meine Rückkehr ins Team begrüßt haben." .
Unterstützung erhält aber auch Giovanni Trapattoni, wenn man Jesper Groenkjaer Glauben schenken mag. "Es braucht alles seine Zeit. Jeder kämpft für jeden und alle für den Trainer", sagte der dänische Neuzugang.
Die Euphorie in Bremen durch den verpassten Vereinrekord mit drei Startsiegen nach der Qualifikation für die Champions League erhielt unterdessen einen kleinen Dämpfer. Abgesehen von der mangelnden Torausbeute war Trainer Thomas Schaaf aber zufrieden: "Wir waren ein bisschen zu naiv. Wir hätten das Ergebnis zunächst sichern sollen. Aber meine Mannschaft will immer nach vorne spielen. Insofern muss man mit dem Ergebnis zufrieden sein."
Signatur ...alles wird vorüber gehn...
...man kann nicht ändern was zu ändern nicht gemacht ist... |