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Aleph
unregistriert

...   Erstellt am 04.08.2007 - 16:55Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Mit Feuer und Flamme sind im wahrsten Sinne des Wortes die Heißluftballonfahrer bei Wettbewerben dabei.
Wie bunte Luftballone sehen sie aus, wenn sie in den Himmel steigen.
Ein Spektakel, das viele Zuschauer anlockt.

Für Andy und mich stand nach so einem Wettbewerb fest, dass wir auch eine Ballonfahrt machen werden.

Anlass unser Vorhaben zu verwirklichen, war mein vierzigster Geburtstag. Unsere beiden besten Freunde haben wir zu dieser Feier im Ballon eingeladen. Wir wollten über die Alpen nach Italien.

Den genauen Termin konnten wir nicht festlegen, er war vom Wind abhängig. Wir mussten auf den Anruf unseres Commanders warten.Dann war es so weit.
Keine Wolke am Himmel und oben eine steife Brise aus dem Norden- ideale Bedingungen wurde von unserem versiertem Ballonlenker – Aeronaut- versichert.
„ Wir Aeronauten wünschen uns beim Aufstieg immer „Gut Land“, denn oben ist noch keiner geblieben“, sagt er uns , bevor wir abheben.

Lautlos und ruhig ist eine Fahrt im Ballon. Winzig klein die hektische Welt unten.
Mit 30 km schwebten wir zunächst über eine wundervolle Hochgebirgslandschaft.
Bestaunten Schneefelder gleißend im Sonnenlicht und in Talnähe schimmernde Wiesen im Frühjahrsgrün.

Der Ballon erreichte schnell 100 Stundenkilometern und dabei herrschte völlig klare Sicht.

Wir konnten die gesamte Alpenregion von Frankreich bis Jugoslawien überblicken.

Ein großartiges Erlebnis, ein stilles Glück, das man im Ballon erfährt. Ruhe und Ausgeglichenheit erfüllte uns alle.

Wir fühlten uns eins mit dem blauen Himmel über uns, mit der kalten Luft um uns und mit der »Miniatur«-Welt unter uns.

Ein Gefühl, wie von einer Windsbraut umarmt, still treibend.
Fürs Feiern hatten wir natürlich vorgesorgt. So knallte der erste Champagnerkorken an Bord, als wir die Alpen überquert hatten.

In schwindelnder Höhe sind die Temperaturen recht frisch. Ein prickelnder Schluck aus der Flasche, steigert die Körperwärme.

Allerdings viel berauschender als Champagner war der Blick über die verschneiten Gipfel.

Vom Lago d'Iseo ab war die klare Sicht vorbei.
Italien lag unter einer dichten Nebeldecke.

In diese unfreundliche Milchsuppe mussten wir jetzt eintauchen, das Mittelmeer war schon nahe.

Wir sind 30 km von Genua gelandet.
Andy’s lag mit seiner Befürchtung, wir würden feucht landen, nicht so ganz daneben.

Wir landeten feucht-fröhlich und feierten bis in den frühen Morgen unsere Alpenüberquerung.
"Gut Land"





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