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kucky ...





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...   Erstellt am 18.02.2006 - 15:30Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Mistel
Pflanze: Viscum album L.
Familie: Mistelgewächse (Loranthaceae)


Anwendung:

unterstützend zur Therapie von Krebsleiden (parenterale Anwendung)

Gelenkentzündungen

Herz-Kreislauferkrankungen

Legende
Die Mistel enthält stark wirksame Eiweißstoffe (Viscotoxine) und Glykoproteine (Lektine), die blutdrucksenkend und zellabtötend wirken und die körperlichen Abwehrkräfte steigern. Diese Substanzen gelangen jedoch nur bei Gabe als Injektion (parenteral) intakt in den Organismus. Bei der peroralen Einnahme, d.h. bei der Einnahme als Tee, Kapseln, Dragees oder Tropfen, werden die Verbindungen zersetzt und es ist unwahrscheinlich, dass sich dann die der Mistel zugeschriebenen Wirkungen entfalten können. Ferner sind Polysaccharide, Flavonoide und einfache Amine in der Pflanze enthalten.
Mistellektine sind stark toxisch und ähnlich dem Gift Ricin des Rizinus (Wunderbaum) aufgebaut. Diese werden jedoch wie die giftigen Viscotoxine bei Einnahme nicht in den Organismus aufgenommen, so dass in der Regel keine Vergiftungserscheinungen beobachtet werden. Die Wirksamkeit oraler Präparate gegen Bluthochdruck und Arteriosklerose ist nicht belegt und kann daher nicht empfohlen werden.
Die Verwendung der Mistel bei Krebsleiden ist heftig umstritten. Es gibt Präparate entsprechend der anthroposophischen Therapierichtung und solche, die den phytotherapeutischen Ansatz verfolgen, d.h. die Wirksamkeit über Inhaltsstoffe, hier dem Mistellektin I, erklären. In den verwendeten Dosierungen wirken Mistellektine nicht direkt zellabtötend sondern immunmodulatorisch und sollen durch eine verbesserte Abwehrlage des Körpers die Lebensqualität steigern. Eine Therapie sollte aber nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt und unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden.
Bei entzündlichen Gelenkerkrankungen wird versucht über die durch die Injektion örtlich hervorgerufenen starken Entzündungen die eigentliche Erkrankung günstig zu beeinflussen. Die parenteralen Anwendungen können mit starken Nebenwirkungen verknüpft sein (s. Hinweise).
Die Einnahme von Mistelpräparaten wird in der Regel gut vertragen und soll gegen leichten Bluthochdruck und Arteriosklerose wirken. Dies ist jedoch nicht belegt.






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