Vera

Status: Offline Registriert seit: 19.07.2008 Beiträge: 2 Nachricht senden | Erstellt am 19.07.2008 - 08:43 |  |
Vom 25.06. bis 16.07.2008 waren ich mit meiner Tochter (12) im Miramar in Großenbrode. Dieses Haus hatten wir uns bewusst gesucht, da hier auch ältere Kinder (14 - 15 J.) aufgenommen werden. Da wir vorher im Internet schon so viele positive Dinge über das Miramar gelesen hatten, wussten wir ungefähr, wars auf uns zukommt, dass es aber so super wird, konnten wir nicht ahnen ... aber erst mal von Anfang an:
Die Klinik hat 52 Appartments und gehört damit zu den eher kleinen Häusern, was wir als sehr angenehm empfanden. Es gibt unten im Eingangsbereich eine Cafeteria, an der Rezeption gibt es günstig den ganzen Tag über Heißgetränke und lecker Kuchen. Ansonsten gibt es direkt im Haus Schwimmbad, Sauna, Dampfbad, Sporthalle, Fitnessraum (ab 18 J.).
Das Miramar liegt ca. 80 m vom Südstrand entfernt, dieser ist über einen gepflasterten Weg in wenigen Sekunden erreichbar. Somit ist es kein Problem, auch mal kurz zwischen zwei Anwendungen oder noch eine Stunde vor dem Mittagessen [an den Strand zu gehen. Zur Strandprommenade sind es ca. 3 min., dort gibt es einen Schleckermarkt, ein kleines Geschäft (Andenken, Strandklamotten usw.), zwei Eisdielen, verschiedene Restaurants und natürlich den "Marktplatz", an dem verschiedene Veranstaltungen während der Saison stattfinden. So ist es auch kein Problem, die Jugendlichen alleine los gehen zu lassen. Der eigentliche Ort Großenbrode ist mit dem Rad in ca. 10 min. zu erreichen, dort gibt es zwei Geldautomaten, einen Supermarkt, Schlachter und Apotheke.
Wir sind mit der Bahn bis Puttgaden gefahren, dort wurden wir mit dem Kleinbus des Miramar abgeholt und zum Miramar gefahren. Unterwegs gab es schon ein paar Infos zur Umgebung, so dass dieses Abholen schon vermittelte, wie viel Freundlichkeit in den nächsten Wochen auf uns zukommen muss. Vor dem Miramar stiegen wir aus und wurden wir an der Rezeption schon erwartet. Es gab die Infomappe, den Zimmerschlüssel und die Flasche für das Wasser, das man sich täglich frisch zapfen lassen kann. Nachdem wir kurz in unserem Appartment waren, ging es auch gleich runter zum Speisesaal, denn am Ankunftsabend wird abends für alle gekocht und das ist auch der einzige Abend, an dem es im Speisesaal Essen gab. Die Sitzordnung ist vorgegeben, Einweisung erfolgte durch eine freundliche Mitarbeiterin.
An der Rezeption befindet sich für jedes Zimmer ein Fach, in welches Informationen und Post verteilt werden, ebenso kann der Schlüssel dort immer abgegeben werden.
Die Appartments sind genial, es wurde bei der Einrichtung an alles gedacht. Kinderzimmer separat, Bad mit Dusche (es gibt auch mit Badewanne, wir hatten uns eine Dusche gewünscht und dieser Wunsch würde auch erfüllt), Wohn-Schlafraum mit Tisch, zwei Stühlen, Couch mit Tisch, großem Kleiderschrank, großes Regal für Schuhe, 2 Spielzeugkiste (um mitgebrachtes Spielzeug zu verstauen), zwei große Sideboards (Schubladen und Türen), 1 Spiegel ... und alles in schönem hellen Holz. Ein großer Balkon gehört außerdem zu jedem Appartment. Die Zimmertüren sind von außen mit Nummer und einem Kärtchen mit den Namen der Bewohner gekennzeichnet.
Am Anreisetag war außer Abendessen und Besichtigung des Kindergartens/Kinderclubs nichts mehr, so dass man sich in Ruhe umsehen und eingewöhnen konnte.
Am nächsten Morgen war um 9.00 die erste Infoveranstaltung, bei der sich Mitarbeiter der verschiedenen Abteilungen kurz vorstellten, außerdem gab Herr Jäcker als Chef des Hauses viele Informationen über den Ablauf der Kur, Hausregeln usw..
Ab 10.00 Uhr hatten wir die ersten Termine (Aufnahmeuntersuchung, Aufnahmegespräch der sozialpsychologischen Abteilung). Die Infoveranstaltung lief weiter, aber es war kein Problem, nach den Gesprächen wieder dazu zu kommen.
Therapiepläne lagen am Samstag in den Fächern, darauf konnte man sehen, was in den nächsten drei Wochen "abzuarbeiten" war. Die Pläne werden nach den Problemen und Wünschen der Mütter erstellt.
Die Kinder werden im Kindergarten (3 Gruppen) und im Jugendclub (3 Gruppen) betreut. Meine Tochter war in der grünen Gruppe, dort waren die Ältesten (ca. 12 - 15 Jahre), deshalb kann ich zu Kindergarten nicht viel schreiben. Vormittags war es "Pflicht", die Gruppe zu besuchen, wenn die Kinder während dieser Zeit Anwendungen oder Termine hatten, wurden sie von den Betreuern dort hin geschickt. Es gab jeden Morgen ein gemeinsames Frühstück, danach wurden verschiedene Aktivitäten angeboten. Dienstag und Freitag war Aktionstag, dafür trugen sich die Jugendlichen vorher in Listen ein. Zweimal pro Woche ging die Gruppe gemeinsam ins Schwimmbad, außerdem war zweimal die Woche Bewegungstherapie mit Sportspielen (meist draußen und am Strand). Ein Ganztagesausflug, eine Fahrradtour nach Heiligenhafen und eine halbtägige kleine Wanderung wurde angeboten und durchgeführt. Mittags war der Besuch der Gruppe freiwillig, meine Tochter war jeden Mittag dort, da es ihr dort super gefallen hat. Alle Betreuer waren sehr nett und bei kleinen Problemen sofort für Gespräche bereit, so dass erst gar keine großen Probleme aufkamen.
Für die Kinder gab es auch Anwendungen, soweit von den Müttern gewünscht. Meine Tochter nahm an der Entspannung für Kinder teil und bekam 6 x Krankengymnasik. Diese Dinge gibt es nicht automatisch, bei den Aufnahmegesprächen muss frau schon sagen, was sie möchte. Andere Kinder waren im Adipositasprogramm oder erhielten Wannenbäder im KMC ... Wünsche einfach bei den Aufnahmegespräche nennen und dann wird vom Haus geschaut, was machbar ist.
Ich nahm auf Anraten der Ärztin am Rückenprogramm teil, das waren Massagen/Moor, KG, Nordic Walking und PMR (Entspannung). Aus dem anfangs ersten Einzelgespräch wurden dann insgesamt drei, die mir sehr weitergeholfen haben ... diese Chance kann ich allen nur empfehlen. U.a. gibt es noch Wassergymnasik, Pilates, Stressbewältig, Diät (Theorie und Praxis) usw. usw..
Was es im Miramar an Service gibt, ist unglaublich. Alle Mitarbeitenden gaben uns täglich das Gefühl, dass wir - wenn wir brauchen - die nötige Untersützung erhalten ... und das in allen Abteilungen. Die medizinische Betreuung ist perfekt, gibt es ein Problem, ist auch am Freitagnachmittag ein Arzt da, der alles tut, um zu helfen. Bei Verletzungen wurden Kinder/Mütter mit dem Miramar-Bus zu Ärzten in der Umgebung und ins Krankenhaus gefahren. Die Zusammenarbeit mit dem Kurmittelcentrum ist ebenso perfekt und freundlich organisiert.
In den drei Wochen werden Ausflüge für Mutter und Kind angeboten, die so aussehen, dass alle die mit möchten im großen Miramar-Bus Platz nehmen und von einem der Chefs gefahren werden.
Am letzten Abend war die Abschlussveranstaltung für die "großen Patienten des Hauses" ... die Leitung des Hauses sprach einige Worte zum Verlauf der Kur und gab uns noch einiges mit auf den Weg nach Hause. Danach gab es eine musikalische EInlage eines Kurkindes auf der Harfe (zum ersten Mal in der Geschichte des Miaramar), dann sangen wir unser Kurlied, das eine Mutter komponiert hatte und übergaben unser Geschenk ...jeder KG (wenn er möchte) bastelt etwas zur Erinnerung fürs Haus (wir waren die mit der Gitarre).
Dann kam die Überraschung, die Küche hatte für uns ein Buffet vom Feinsten gezaubert. Auf dem Platz im Speisesaal, wo sonst das Frühstücksbuffet aufgebaut war, standen wunderschöne Platten mit Fisch, Käse, Gemüse, Fleisch, verschiedenen Salaten und zwei warmen Speise ... das war soooo schön und der krönende Abschluss unserer Kur.
Kurz gesagt, die vergangenen drei Wochen waren supersuperschön, die perfekte Betreuung, die Versorgung in allen Bereichen und die vielen sportlichen Aktivitäten sowie der freundliche Geist des Hauses haben viel zu unserer Erholung und Regenerierung beigetragen.
Bei allem "Luxus", der im Miramar geboten wird, darf nicht vergessen werden, dass bei einer Mutter-Kind-Kur auch Mitarbeit jedes einzelnen Kurgastes nötig ist,, denn alle Aktivitäten und Gespräche sind Hilfe zur Selbsthilfe und diese Erfahrungen muss man zu Hause auch umsetzen, sonst ist der Kurerfolg ganz schnell wieder auf und davon.
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