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Andreas2210 Finisher
  

Status: Offline Registriert seit: 14.03.2007 Beiträge: 37 Nachricht senden | Erstellt am 26.03.2007 - 15:41 |  |
Ich habe einen Artikel in der Medical Tribune gelesen (vom 16.02.07), der ganz interessant ist.
"Wer einen Marathon absolvieren will, sollte vorher kräftig trainieren. Mindestens 72 km pro Woche - sonst leidet das Herz. Amerikanische Ärzte nahmen 60 Teilnehmer des Boston-Marathons, alle keine Elite-Athleten, vor und nach dem Lauf kardiologisch unter die Lupe. Nach dem Zieleinlauf ließen sich Veränderungen wie verminderte rechtsventrikuläre Funktion (= Funktion der rechten Herzkammer) oder erhöhter pulmonaler Druck nachweisen. Auch das NT-proBNP (N-terminal pro-brain natriuretic peptide), ein Marker für ventrikuläre Dysfunktion (= Marker für eine Funktionsstörung in den Herzkammern), war im Schnitt von 63 pg/ml auf 131 pg/ml gestiegen (als normal gelten Werte unter 125 pg/ml). Wie sehr der Herzmuskel in Mitleidenschaft gezogen worden war, ließ sich am kardialen Troponin (cTnT) ablesen. Bei 40 % der Untersuchten fand sich ein Wert >= 0,03 ng/ml, ab dem von einer Myokardschädigung auszugehen ist. Läufer, die in den vier Monaten vor dem Wettkampf mindestens 72,4 km wöchentlich gerannt waren, hatten ein neunmal niedrigeres cTnT als jene, die maximal 56,3 km pro Woche abgespult hatten."
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Heike  Super User
    

Status: Offline Registriert seit: 07.01.2007 Beiträge: 147 Nachricht senden | Erstellt am 26.03.2007 - 21:50 |  |
Andreas, danke für den interessanten Beitrag. Es gibt wahrscheinlich auch wieder irgendwo ein Contra dieser Studie.
Alles Gut und schön, die Frage ist dann aber:
welches Zeitziel hatten die Probanden?
Und wann fängst du an die 72 KM zu laufen?
Ich gehe davon aus und habe dies auch immer wieder mal den Läufern in meiner Gruppe gesagt, dass ein Besuch beim Internisten sowie beim Kardiologen zwecks Belastungs-EKG, obligatorisch ist und wer heute mal so eine Anmeldung für Halbmarathon und Marathon liest (meist das kleingedruckte) der wird feststellen, dass fast überall mit einem klick bestätigt wird, dass man gesund ins Rennen geht.
Davon abgesehen laufe ich persönlich nach der Devise (wortwörtlich) Schuster bleib bei deinen Leisten. Ich schaffe es rein zeitlich und vielleicht auch mittlerweile körperlich nicht 72 Wochenkilometer zu laufen und eigentlich will ich es auch gar nicht. Das Leben hat noch ein bisschen mehr als nur Laufen. Daher ist auch mein Zeitziel immer großzügig gesteckt.
Ich lass aber gerne bzgl. noch einen Trainingsplan in erweiterter Form mit mir reden.
Signatur Es kann nur eine geben!
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Andreas2210 Finisher
  

Status: Offline Registriert seit: 14.03.2007 Beiträge: 37 Nachricht senden | Erstellt am 27.03.2007 - 15:22 |  |
Neuer Trainingsplan - nein danke! Ich hab schon genug damit zu tun, 3-4 Mal in der Woche Zeit zu finden zum Trainieren.
Ich wollte einfach:
a) zeigen, daß ich die Medical Tribune lese 
b) mal eine kritische Stimme zum Marathon zu Wort
kommen lassen.
Die allerliebsten Grüße 
Andreas
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Heike  Super User
    

Status: Offline Registriert seit: 07.01.2007 Beiträge: 147 Nachricht senden | Erstellt am 27.03.2007 - 16:31 |  |
Andreas,
ich finde es klasse, wenn sich jemand Gedanken um das Laufen macht und lesen bildet, hab ich gehört
Es gibt siche Pro und Contra und jeder der länger trainiert muss seinen Weg finden, mit der Belastung umzugehen und auch einzuteilen. Ich sehe mich halt als Hobbyläufer und will Spaß beim Marathon soweit möglich und mir keinen Stress machen. Laufen soll befreien nicht einengen.
Heike
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Monika  Finisher
  

Status: Offline Registriert seit: 07.01.2007 Beiträge: 32 Nachricht senden | Erstellt am 27.03.2007 - 22:03 |  |
und chapeau, Andreas, und danke!
(Ich hab auch davon gelesen, aber zugegeben nicht das Original in der MT auf Englisch...)
Zum Laufen gibt's viele unterschiedliche Theorien (ja, auch ich lese ab und zu). Jeff Galloway plädiert ja für die Überdistanzen alle zwei oder drei Wochen, Greif für einen wöchentlichen Lauf von 35 km ab 10 Wochen vor dem Marathon (zusätzlich zu den anderen Läufen) und andere sagen "hauptsache ein langer Lauf von mindestens 2 Stunden jede Woche" usw.
Es ist die einfache Frage, die sich jede/r stellen muss: was will ich erreichen? und habe ich überhaupt die Zeit dafür? Wenn ich sie nicht habe, wo quetsche ich sie ab? Zu welchem Preis?
Ich glaub nicht, dass ich mir bei einem oder zwei Marathons (wie heißt eigentlich der Plural???) pro Jahr eine gravierende Schädigung zufüge, wenn ich anschließend strikt die Regenerationsphase beachte.
Also, auch wenn das einige jetzt auch wieder anders sehen werden - auf ein fröhliches Weitertrainieren und möglichst entspannte Wettkämpfe, damit das Leben hinterher auch noch Spaß macht!
Moni
und hier noch ein passender Link: http://www.genusslaeufer.de/
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