Kulinarische Genüsse

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...   Erstellt am 04.08.2007 - 08:44Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Mineralwasser nicht nur zum Trinken...



Einleitung

...sondern auch zum Kochen - Mineralwasser kulinarisch!


Es scheint so selbstverständlich. Man kann es trinken, man wäscht sich damit, man schwimmt darin: Wasser. Doch unser natürliches Mineralwasser hat keinen Allerweltscharakter, sondern eine Seele und vor allem Geschmack - wegen der Mineralien und Spurenelemente.
Nicht jedes Wasser schmeckt gleich, denn die Zusammensetzung der charakteristischen Minerale hängt ganz vom Standort der Quelle und den darin vorkommenden Konzentrationen ab. So gibt es tatsächlich größere geschmackliche Unterschiede, als Sie vielleicht denken. Dies lässt sich vor allem in Kombination mit anderen Getränken und Speisen feststellen, denn hier kommt es darauf an, einen bestimmten Geschmack zu unterstreichen, einen anderen evt. abzumildern. Man weiß inzwischen, nicht jedes Mineralwasser passt zu jedem Essen und zu jedem Wein.
Aber auch der Kohlensäuregehalt spielt in der Küche eine immer interessantere Rolle. Ihr Rührei wird ständig zu fest? Der Kartoffelbrei klumpig? Die gekochten Karotten sehen fade und gelblich aus? Pannen in der Küche sind keine Seltenheit, selbst erfahrene Hausfrauen und begeisterte Hobbyköche verzweifeln manchmal am Herd. Was viele nicht wissen: Mineralwasser als Zutat sorgt dafür, dass viele Gerichte besser gelingen.
Wir geben Ihnen ein paar Tipps und Tricks mit auf den Weg und verraten Ihnen außerdem, welches Wasser zu welchem Wein passt!

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...   Erstellt am 04.08.2007 - 08:51Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kochen mit Mineralwasser



Dass man mit Mineralwasser kochen kann, ist nicht neu, schon unsere Großeltern nutzten die sprudelnden Eigenschaften, um den Backteig schön locker zu bekommen.
Auch Profiköche profitieren noch heute von diesem Wissen und setzen beim Zubereiten von Speisen auf Mineralwasser. „In meiner Küche spielt Mineralwasser eine große Rolle“, sagt Gregor Emmer, Küchenchef der „Alten Bergmühle“ im hessischen Dreieich. Er weiß, dass die Kohlensäure bei Teig- und Backwaren als Triebmittel wirkt und Backpulver ersetzen kann, sodass der Teig lockerer wird. Denselben Effekt schätzt er auch beim Rührei oder beim Kartoffelpüree.
Neben der Kohlensäure ist auch der Mineralstoffgehalt eines Mineralwassers ausschlaggebend für seine Rolle in der Küche. Gemüse behält seine Farbe und leuchtet stärker, wenn es in Mineralwasser gegart wird, verrät Emmer. Die Aromen des Gemüses kommen so besser zur Geltung. Manche Köche behaupten, klein geschnittenes Gemüse gare in Mineralwasser schneller. „Der Beweis steht aber noch aus“, schmunzelt er.
Bei süßen Desserts sollte das Mineralwasser möglichst wenig Mineralstoffe enthalten: „Sonst wird der Geschmack des Nachtischs verfälscht.“ Reichhaltige Mousse au Chocolat wird schaumiger und leichter, wenn kurz vor der Fertigstellung Mineralwasser in die Masse gerührt wird. Auch Sorbets gelingen mit Mineralwasser besser. Emmers Faustregel: „Auf einen Liter Sorbet-Masse etwa 150 Milliliter Mineralwasser mit Kohlensäure, dann ab in den Gefrierschrank – natürlich nicht vergessen, immer wieder umzurühren, damit das Sorbet eine geschmeidige Konsistenz erhält und sich keine großen Eiskristalle bilden.“
Selbstverständlich kennt Emmer auch den Klassiker der Mineralwasser-Desserts: Magerquark, mit einem Schuss Mineralwasser angerührt, schmeckt locker und cremig wie ein Sahnequark. Für alle, die mit Mineralwasser kochen, ist allerdings wichtig: Es ist nicht nur eine Zutat für die locker-leichte Küche. Mineralwasser ist auch das beste Getränk zum Essen, wenn es um Gesundheit und Wohlbefinden geht.

Hier einige Rezepte mit Mineralwasser:



* Mamorkuchen mit Mineralwasser
* Waffeln nach Großmutters Art
* Palatschinken
* Griespudding
* Joghurt-Himbeermousse
* Gefüllte Pfannkuchen
* Omelette mit Krabben
* Calvados-Sorbet
* Avocado-Quark Dip
* Einfacher Knödel
* Holunderblüten-Shake

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...   Erstellt am 04.08.2007 - 08:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Welches Wasser zu welchem Wein?



Jeder kennt einen Sommelier für Wein, aber haben Sie schon einmal von einem Wassersommelier gehört? Arno Steguweit ist Wein- und Mineralwasserexperte. Der 27-Jährige ist Sommelier im Berliner Hotel Adlon und damit nicht nur Herr über 850 Weine, sondern auch über 42 verschiedene Mineralwässer. „Das Bewusstsein für Mineralwasser ist gestiegen“, hat er festgestellt. „Sowohl bei Gästen als auch bei Gastronomen.“

Wasser ist als Begleitung zum Wein schon immer gerne gesehen, da es über wenig Eigengeschmack verfügt. Doch nicht jedes Wasser schmeckt gleich, kleine Nuancen lassen uns bei der Kaufentscheidung zu einer ganz bestimmten Marke greifen und das nicht ohne Grund. Jedes Wasser enthält einen individuellen Mix an Mineralstoffen und das wirkt sich auf unseren Geschmackssinn aus. Damit Sie nicht lange probieren müssen, verrät der Wasserspezialist, welches Wasser zu welchem Wein harmoniert oder welche Konstellation man warum vermeiden sollte.

Gerade als Begleitung für junge, frische Weine sollte das Mineralwasser nur wenige Mineralstoffe enthalten. Sonst verfälscht es den Geschmack des Rebensaftes. „Kein Mineralstoff sollte als Einzelwert überwiegen“, empfiehlt Steguweit. „Ein hoher Kochsalzgehalt, der durch das Zusammenspiel von Natrium und Chlorid bestimmt wird, ist zu diesen Weinen in jedem Fall ein Ausschlusskriterium.“

Auch bei anderen Mineralstoffen ist Vorsicht geboten: Während stark sulfathaltige Mineralwässer leicht säuerlich schmecken, wirken calciumhaltige Wässer schnell metallisch. Mineralwässer mit sehr hohem Magnesiumgehalt erzeugen einen leicht bitteren Geschmack. Diese Nuancen beeinträchtigen die Aromen dezenter Weine. Bei sehr kräftigen Rot- oder Weißweinen macht es dagegen nichts, wenn höher mineralisierte Mineralwässer auf den Tisch kommen.

Generell rät Steguweit von stark sprudelnden Mineralwässern zum Wein ab. Die den Rotwein charakterisierenden Gerbstoffe, Tannine, vertragen sich nicht mit Kohlensäure, erklärt der Sommelier: „Auf der Zunge entsteht ein pelziger Geschmack, der den Genuss trüben kann.“ Auch die feinen Nuancen eines Weißweins leiden unter begleitender Kohlensäure.

Was für den Wein gilt, trifft auch aufs Essen zu. „Keine stark kohlensäurehaltigen Mineralwässer zum Menü“, rät Steguweit. Während sich kräftige Speisen wie geschmortes oder gebratenes Fleisch mit dunklen Saucen gut gegen Mineralwässer mit einem hohen Mineralstoffanteil behaupten können, ist bei zarten Geschmacksnuancen Zurückhaltung angesagt. Als Begleitung zum Dessert sollten Feinschmecker besonders darauf achten, dass das Mineralwasser möglichst natriumarm ist.

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...   Erstellt am 04.08.2007 - 08:54Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Tipps rund um das sprudelnde Nass



Egal ob still, medium oder mit viel Kohlensäure, Mineralwasser erfrischt, belebt und führt unserem Körper einen Teil der wichtigsten Mineralstoffe zu. Entdecken Sie einmal ganz bewusst die geschmacklichern Unterschiede und versuchen Sie die Kohlensäure auch beim Kochen zu nutzen. Sie werden sehen, das Sprudelwasser regt die Durchblutung und den Speichelfluss an, spült die Geschmackspapillen und sensibilisiert so für die verschiedenen Aromen – beim Essen wie auch bei der Weinbegleitung.

Hier noch ein paar extra Tipps, rund um das sprudelnde Nass und seine Verwendung:

* Eine Zitronenscheibe gehört nicht ins Mineralwasser, zumindest nicht, wenn Sie vom Wasser etwas schmecken wollen. Der Zitronengeschmack geht sofort auf das Wasser über und beeinträchtigt so den Geschmack sowie die natürliche Frische. Zudem ist die Schale einer Zitrone häufig chemisch behandelt.
* Damit sich Ihre feinen Aromen besser entfalten können, sollten Sie Kaffee und Tee mit einem mineralarmen stillen Mineralwasser zubereiten. Zudem wird der Kaffee durch das Mineralwasser bekömmlicher, weil die Minerale die Bitter- und Gerbstoffe neutralisieren, die sich beim Aufbrühen lösen. Dies entlastet langfristig auch Ihren Magen.
* Milchschaum gelingt besonders perfekt, wenn Sie nach dem Erhitzen der Milch noch ein bisschen kohlensäurehaltiges Mineralwasser hinzugeben und die Milch erst dann aufschäumen.
* Eiswürfel aus stillem Mineralwasser schmelzen langsamer. So wird Ihr Getränk nicht so schnell verwässert und kann bis zum letzten Schluck voll genossen werden.
* Schwarzer Tee und Kaffee entzieht dem Körper Flüssigkeit. Trinken Sie deshalb zu jeder Tasse mindestens ein Glas Mineralwasser dazu, so gleichen Sie Ihren Flüssigkeitshaushalt sofort wieder aus.


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