Paula 

Status: Offline Registriert seit: 23.04.2008 Beiträge: 1316 Nachricht senden | Erstellt am 04.05.2009 - 22:58 |  |
In Zeiten wie diesen wirken die Aufstände der Generation Praktikum, die noch vor gar nicht all zu langer Zeit ganz, ganz groß raus kam, geradezu anakronistisch.
Wer regt sich heute noch über Praktikantenausbeutung auf, wenn die Kurzarbeit blüht, wie das schönste Seidenröschen.
Die taz tut es. Die Jusos suchen Praktikantinnen für die anstehenden Wahlkämpfe.
Sie wollen aber nur schlappe 80 Euro pro Woche zahlen. Und das, obwohl Böhning in der Öffentlichkeit immer den Anwalt des unteren 10.000 gegeben hat.
Ein gefundenes Fressen. Ja, das ist wirklich nicht fein, dass man für Luftballons aufpusten und Stände aufbauen, so wenig Asche kriegt.
Aber auf den 2. Blick sind 80 Euro fettes Geld. In den Bundesministerien gibt es für Praktikantinnen bloß einen feuchten Händedruck. Nur das Entwicklungsministerium rückt großzügige 100 Euro raus. Alle anderen verteilen Kantinen Gutscheine.
Ok, es ist scheinheilig, wenn sich die Regierung einerseits als der große Rächer des Proletariats aufspielt, aber man muss es mit der Fürsorge auch nicht gleich übertreiben, wie die Berliner Linke. Deren Landeschef predigte gleich einen Mindestlohn für Praktikanten.
Mindestlohn - 7,50 Euro pro Stunde / 1200 Euro im Monat
Ein Herz für Praktikanten hat auch Arbeitsminister Scholz. siehe hier
Für 80 Euro pro Woche bei der SPD
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