<leipziger> unregistriert
| Erstellt am 10.05.2006 - 23:42 |  |
Einheitlicher Mindestlohn für Leipziger Zeitarbeitsfirmen
Für Arbeitnehmer in mehreren Leipziger Zeitarbeitsfirmen soll ab Herbst 2006 ein einheitlicher Mindestlohn gelten.
Einem Bericht der Tageszeitung „Die Welt“ zufolge stehen die Hauptpunkte für einen Mindestlohn-Tarifvertrag fest. Darauf einigten sich der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB und der Interessenverband deutscher Zeitarbeitsunternehmen. Für einfache, ungelernte Tätigkeiten soll ein Mindestlohn gelten. Arbeitnehmer im Westen erhalten dann mindestens 7 Euro pro Stunde. Im Osten beträgt der Mindestlohn 6,10 Euro.
Den neuen Mindestlohn würde es in Leipzig in rund 15 Zeitarbeitsfirmen geben. Ziel der Arbeitgeber ist es nun, den vereinbarten Mindestlohn vom Bundesministerium für Arbeit bestätigen zu lassen. Zeitarbeitsfirmen verleihen Beschäftigte an andere Unternehmen. Sie bieten vor allem Dienstleistungen an.
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<Jonas> unregistriert
| Erstellt am 11.05.2006 - 10:15 |  |
1 Euro Jobs (Zwangsarbeit) Contra Mindestlohn ?
Zwangsjobs sind entwürdigend. In Deutschland sollte deshalb ein gesetzlicher Mindestlohn für alle Branchen eingeführt werden, über dem was ein Mensch in Deutschland im Kern zur Existenzsicherung braucht.
Aber auch unabhängig von moralischen Überlegungen sprechen ökonomische Gründe für einen gesetzlichen Mindestlohn. Selbst im "Neoliberalen" Großbritanien ist ein Mindestlohn von über EUR 1100 gesetzl. vorgeschrieben.
Eine Friseuse verdient heute in Großbritannien rund 6,50 Euro Brutto pro Stunde - in Ostdeutschland hingegen lediglich 3,30 Euro.
Die Vorstellung, über niedrige Löhne die deutsche Wirtschaft in Schwung zu bringen, ist aberwitzig. Die Rede von den relativ hohen Lohnkosten in Deutschland trifft zu - aber in einem positivem Sinn, denn hohe Löhne wirken nämlich als Produktivitätspeitsche, denn sie stacheln die Betriebe an, die Arbeit effektiver zu gestalten.
Das beweisen die Exporterfolge der deutschen Unternehmen auf dem Weltmarkt.
Die Regierung merkelt dahin und die deutschen Gewerkschaften stemmen sich jedoch dagegen, womit wieder einmal klar wird welche Intressen in Wahrheit vertreten werden.
Die der einfachen leute jedenfalls nicht. Gruß Jonas [ London ]
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