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focour 
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...   Erstellt am 15.08.2014 - 17:16Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Rückkehr der Raubtiere

Mindestens hundert Wölfe leben in Deutschland

In fünf deutschen Bundesländern sind Wölfe inzwischen heimisch geworden. Experten schätzen die Population auf mindestens hundert Tiere. Begegnungen mit dem Menschen bleiben da nicht aus und enden oft tödlich - für die Raubtiere


Spiegel Online





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Früher war mehr Lametta.

(Loriot)

Ich liebe es, Menschen beim Lügen zuzuhören, wenn ich die Wahrheit kenne ;-)

RAJABEAT
unregistriert

...   Erstellt am 28.08.2014 - 18:00Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


In Tirol haben wir etwa 20-30 Wölfe im Jahr. Gefähliche Begegnungen mit Menschen gab es bisher keine, da Wölfe an sich sehr scheu sind und den Kontakt zu Artfremden meiden.
Nachdem einige Schafe gerissen wurden (normalerweise beschränken sich Wölfe auf kranke Tiere im Wald), hat die Landesregierung beschlossen, den Bauern, welche durch Wölfe nachweislich Schaden erlitten haben, den Verlust zu ersetzen. Im Vergleich zu anderen kostspieligen und unsinnigen Projekten belastet das die Landeskassa kaum und die Population wird erhalten.
Genauso halten es auch die Landesregierungen in den Abruzzen, in Umbrien und in Molise/Italien. Dort sind die Wölfe seit Jahrhunderten heimisch, in
Gubbio/Umbrien gibt es jährlich sogar ein Fest für den Wolf, da unweit der Stadt der Heilige Franziskus mit einem Wolf sprach.
(Ob sich der Wolf danach taufen liess, konnte ich nicht feststellen).



“Der Wolf von Gubbio”
(Erzählt nach den Fioretti, einer Legendensammlung des 14. Jahrhunderts)

Etwas wunderbares, was des rühmenden Andenkens würdig ist, geschah bei der Stadt Gubbio. Da gab es nämlich zu Lebzeiten des seligen Vaters Franz in der Umgebung der Stadt einen Wolf von schrecklicher Größe. In seinem Hunger war er von grimmiger Wildheit, und verschlang nicht nur Tiere, sondern auch Männer und Frauen, so dass sich niemand mehr getraute, unbewaffnet die Stadtmauern zu verlassen. Eine solche Panik hatte alle befallen, dass sich trotz der Waffen kaum einer sicher fühlte, wenn er über das Weichbild der Stadt hinaus gehen musste.

Der selige Franz, der gerade nach Gubbio kam, empfand Mitleid mit den Leuten und beschloss, dem Wolf entgegenzutreten. Die Bürger sprachen zu ihm: “Hüte dich, Bruder Franz, über das Stadttor hinauszugehen: der Wolf, der schon viele gefressen hat, wird dich jämmerlich töten.” Der heilige Franz aber setzte seine Hoffnung auf den Herrn Jesus Christus, und so schritt er, nicht mit Schild und Helm gewappnet, sondern unter dem Schutze des heiligen Kreuzzeichens, mit einem Gefährten vor das Stadttor und ging ohne Furcht dem Wolf entgegen.

Und siehe, angesichts der vielen Menschen, die von erhöhten Orten aus zuschauten, rannte der schreckliche Wolf mit offenem Rachen auf den heiligen Franz und seinen Gefährten zu. Der selige Vater aber machte über diesen das Zeichen des Kreuzes, und die göttliche Kraft, die von ihm wie von dem Gefährten ausging, zähmte den Wolf: er hielt plötzlich inne und der schaurig aufgesperrte Rachen schloss sich. Franz rief ihn her und sprach: “Komm zu mir, Bruder Wolf! Im Namen Christi befehle ich dir, weder mir noch sonst jemandem einen Harm zu tun!” Und wunderbar, auf das Kreuzzeichen hin schloss das Untier den wilden Rachen, und wie der Heilige ihm geboten, kam es gesenkten Kopfes heran und legte sich gleich einem Lamm zu seinen Füßen.

Wie er so vor ihm dalag, sprach der heilige Franz: “Bruder Wolf, du richtest viel Schaden in dieser Gegend an und hast schlimme Übeltaten verbrochen, da du Gottes Geschöpfe erbarmungslos umgebracht hast. Und nicht nur Tiere tötest du, sondern, was noch schlimmer ist, du wagst es, Menschen, nach Gottes Bilde geschaffen, umzubringen und zu verschlingen! Darum verdienst du, dass man dich als Räuber und bösen Mörder einem schrecklichen Tod überliefert. Alle klagen mit Recht über dich und sind dir böse, und die ganze Gegend ist dir feind. Aber jetzt, Bruder Wolf, will ich zwischen dir und den Leuten Frieden stiften. Es darf keinem mehr ein Leid von dir geschehen, und sie sollen dir alle vergangenen Missetaten erlassen, und weder Menschen noch Hunde sollen dich weiter verfolgen.”

Da gab der Wolf zu erkennen, dass er auf den Vorschlag einging, worauf der Heilige mit seiner Rede fortfuhr: “Weil du damit einverstanden bist, diesen Frieden zu schließen, verspreche ich dir: Ich will dir, solange du lebst, durch die Leute dieser Gegend deine tägliche Kost verschaffen. Du wirst keinen Hunger mehr leiden müssen; denn ich weiß sehr wohl, du tust alles Schlimme nur vom Hunger getrieben. Aber du musst mir versprechen, dass du nie wieder einem Tier oder Menschen ein Leid zufügst. Versprichst du das?” Der Wolf gab durch Kopfnicken deutlich zu erkennen, dass er einverstanden sei, und legte dem heiligen Franz zum Zeichen seiner Treue seine Tatze in die Hand.

Zuletzt sprach der Heilige: “Bruder Wolf, nun komm ohne Bangen mit mir zu den Häusern der Menschen, damit wir im Namen des Herrn diesen Frieden besiegeln!” Und der Wolf gehorchte und folgte dem heiligen Franz gleich einem sanften Lamme. Wie das die Leute sahen, waren sie aufs höchste verwundert und liefen alle, Männer und Frauen, groß und klein auf dem Merktplatz zusammen, wo sich der Heilige mit dem Wolf befand.Vor der Menge des Volkes sagte der heilige Franz: “Höret denn, meine Lieben, dieser Bruder Wolf, der vor euch steht, hat mir versprochen, dass er Frieden mit euch schließen will. Niemandem von euch wird er ein Leides tun, sofern ihr ihm versprecht, für seinen täglichen Unterhalt aufzukommen. Ich verbürge mich für Bruder Wolf, dass er den Friedensvertrag getreulich achten wird.”

Da versprachen alle Versammelten mit lautem Zuruf, sie wollten fortan den Wolf ernähren. Und der Wolf lebte noch einige Jahre und ließ sich von Tür zu Tür die Nahrung geben, ohne jemand ein Leid zu tun; und auch die Leute taten ihm nichts und fütterten ihn freundlich. Und sonderbar, nie bellte ein Hund gegen ihn. - Zu Lob und Ehren des Herrn Jesus Christus.

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Die Story ist natürlich total schwachsinngig, aber so gut wie die der Brüder Grimm ist sie allemal, oder?





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