Einloggen

Einladung

Suchen


Neuer Thread ...


ErstellerThema » Beitrag als Abo bestellenThread schließen Thread verschieben Festpinnen Druckansicht Thread löschen

Cecilia ...



...

Status: Online
Registriert seit: 28.06.2007
Beiträge: 428
Nachricht senden
...   Erstellt am 30.09.2008 - 08:57Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Michael Davitt wurde 1950 in der Nähe von Cork als Sohn einer Engländerin und eines Iren geboren.

Er wuchs mit der englischen Sprache auf, begann aber bereits schon sehr früh, sich für die irische Sprache zu interessieren. Nach seinem Studium der keltischen Sprachen am University College Cork. arbeitete er bei dem irischen Radiosender RTÉ als Reporter und Moderator.

Anfang der 1980er Jahre erschienen seine ersten Gedichtsammlungen: Gleann ar Ghleann (1982) und Bligeard Braidé (1983). 1993 veröffentlichte er den Lyrikband An Toost á Scagadh.

Am 19.06.2005 verstarb Michael Davitt.

Für seinen Gedichtband Fardoras erhielt er 2002 den Oireachtas Prize for poetry. Insgesamt hat er sechs Gedichtbände herausgegeben. Eine Auswahl seiner Gedichte von 1966 bis 1998 Dánta wird dieses Jahr noch erscheinen zusammen mit einer Sammlung neuer Gedichte.

Zusammen mit Gabriel Rosenstock, Nuala Ni Dhomhnaill gründete er die Inntigruppe, eine neue literarische Bewegung, die gleichzeitig als avantgardistisch und als verbunden mit irischen Traditionen angesehen werden kann.

Bis 1996 gab er dann die Lyrikzeitschrift Innti heraus.

Davitts Gedichte sind von der Beat Generation und der Populärkultur inspiriert und lassen seine Freude am Experimentieren mit Sprache und neuen Formen erkennen.

Thematisch äußert er sich kritisch gegenüber der Gesellschaft in Irland. Der innovative Umgang mit Form und Sprache erreicht in dem Gedicht Deora do Mheiriceá, eine Antwort auf den 11. September, einen Höhepunkt. Der Dichter Louis de Paor beschreibt die Gedichte Davitts als „salutary shock to the system“.
1994 bekam er den Butler Award für Literatur vom Irisch-Amerikanischen Kulturinstitut.





Tráthnóna Fliuch Domhnaigh

Is cuma cá raghair
gheobhaidh tú tráthnóna
fliuch Domhnaigh den tsaghas

a thugadh ort do shrón
a bhrú suas i gcoinne na fuinneoige cúil
id gharsún,

mar fhínné súl
ar tharlúint léanmhar éigin
nár tharla ach a d’fhéadfadh tarlúint.

Chuireadar an clog siar aréir.
Tráthnóna inniu
tá deatach ag na simnéithe,

tá an saol ina chuirtín iompaithe
taobh tuathail amach,
tá hiraeth san aer,

bhraithfeá an oíche
ag bagairt ó mhaidin
mar a bheadh scáil luath an Luain.

D’fhéadfá bheith
id aonar sa domhan
gan aon áit

le dul
is fuílleach ama agat
le dul ann.
© Michael Davitt
Aus: Seimeing Soir
Coiscéim , Dublin 2004




Nasser Sonntagnachmittag

Wohin immer du gehst
bekommst du so einen nassen
Sonntagnachmittag ab von der Art

die dich als Jungen
immerzu dazu brachte die Nase
ans Hinterhof-Fenster zu pressen

um zum Augenzeugen
zu werden einer trüben Begebenheit wie
sie nie geschehn ist, aber hätte können.

Letzte Nacht drehten sie die Uhr zurück.
Heute nachmittag
rauchen die Kamine schon,

Leben ist eine verdrehte Gardine
draussen die falsche Seite
und hiraeth liegt in der Luft.

Als könntest du die Nacht spüren
als eine Drohung seit morgens
als käm schon der Montag als Schatten zum Vorschein.

So könntest du
allein auf der Welt sein
ohne Ort

um hinzugehn
mit einer Menge Zeit
das zu tun.



*Hiraeth ist das kymrische Wort für eine Art Sehnsucht, Melancholie
Übersetzt von Barbara Köhler

Seine Gedichte sind hier zu lesen.





Ähnliche Themen:
Thema Erstellt von Antworten Forumname
Michael Jordan 1 just_for_fun
Michael Collins WordPerfekt 1 just_for_fun
Michael Jackson ist gestorben. judith 2 just_for_fun
Neuer Thread ...



Neue Seite 1

Impressum

Dieses Forum ist ein kostenloser Service von razyboard.com powered by:
Geizkragen Preisvergleich. Top-Produkt im Preisvergleich: Sony KDL-32W5500
Wollen Sie auch ein kostenloses Forum in weniger als 2 Minuten? Dann klicken Sie hier!



blank