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...   Erstellt am 02.11.2012 - 07:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


http://www.gloria.tv/?media=354124

Sodomie-Verbot mit Bußgeld von bis zu 25.000 Euro geplant

(gloria.tv/ KNA) Die Bundesregierung will Sex mit Tieren unter Strafe stellen. Nach Angaben der Bild-Zeitung (Donnerstag) soll die sogenannte Sodomie künftig mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 Euro bestraft werden. Derzeit finden Beratungen zu der Gesetzesnovelle statt. Noch im Herbst sollen Bundestag und Bundesrat über das Gesetz abstimmen.

Der Gesetzgeber will das Verbot über eine Verschärfung des Tierschutzgesetzes regeln. Bisher wird Sodomie nur bestraft, wenn ein Tier dabei erheblich verletzt wird oder stirbt. Künftig sollen sexuelle Handlungen von Menschen an Tieren auch strafbar sein, wenn das Tier keine Verletzungen davonträgt.

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) sagte der Bild-Zeitung (Donnerstagausgabe): «Deutschland ist Vorreiter beim Tierschutz. Der Schutz der Tiere hat für die Bundesregierung einen hohen Stellenwert, deshalb werden wir weitere Verbesserungen auf den Weg bringen.» Der CDU-Rechtsexperte Günter Krings nannte es hingegen «blamabel», «eine solche richtige Gesetzesänderung nur mit der Tiergesundheit» zu begründen. «Das Sittengesetz und Hygienegefahren sind für mich viel offensichtlichere Begründungen eines solchen notwendigen Verbots.»

Der FDP-Politiker Hans-Michael Goldmann verteidigt das Vorgehen und betonte, «dass wir das Tierschutzgesetz zum Wohl der Tiere verbessern und kein Strafgesetz machen». Goldmann weiter: «Es darf nicht sein, dass jemand einem Tier Schmerzen und Leiden, die zu Verhaltensstörungen führen können, zufügen kann, ohne dass er dafür belangt wird. Mit dem expliziten Verbot wird die Ahndung erleichtert und der Schutz der Tiere erhöht.»

Der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder, sagte der Zeitung: «Es ist völlig irre, dass das Zeigen von Sodomie-Fotos verboten ist, die Handlung selber aber bisher nicht. Jetzt wird endlich gehandelt.»


Kommentar von CSc:

Das ist eine gute Nachricht. Das göttliche Gesetz des Alten Bundes hat die Unzucht mit Tieren unter Todesstrafe verboten: "Jeder, der einem Tier beiwohnt, sei des Todes" (Ex 22,18). "Verkehrt jemand mit einem Stück Vieh, so soll er des Todes sterben, und auch das Tier sollt ihr töten. Naht sich ein Weib einem Stück Vieh, sich begatten zu lassen, so sollst du das Weib mit dem Tier töten; sie sind des Todes; Blutschuld belastet sie" (Lev 20,15f).

Es ist ebenso verboten mit Tieren Geschlechtsverkehr zu haben wie es auch verboten ist mit dem gleichen Geschlecht, mit Kindern und mit Blutsverwandten zu verkehren. Gott hat es verboten, weil wir, indem wir es tun, gegen unsere von Gott geschaffene Natur handeln und damit sowohl uns selbst als auch dem anderen Schaden zufügen. Es ist auch verboten und höchst schädlich die Dinge gegen ihre Natur zu gebrauchen. Das göttliche Gesetz gebietet uns zudem den Tierschutz: "Der Gerechte sorgt für das, was sein Vieh bedarf; doch das Herz des Frevlers ist ohne Gefühl" (Spr 12,10). Zum christlichen Tierschutz siehe auch: http://www.gloria.tv/?media=254055




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Vogel füttert Hund




[Dieser Beitrag wurde am 09.11.2012 - 19:54 von CSc aktualisiert]




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Ilse Aigner: Massentierhaltung und Tierversuche

http://www.spiegel.de/politik/deutschla … 85413.html




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Umgang mit Tieren

6. Die Benutzung der Tierwelt zum Dienste des Menschen.

a) Die zwar nicht mit Verstand, aber doch mit Empfindung begabten Wesen, d. h. die Tiere, unterscheiden sich in ihrer Stellung zum Menschen nicht wesentlich von den übrigen kreatürlichen Dingen, denn auch sie haben ihren Zweck nicht in sich selbst, sondern in dem Menschen, der Krone der sichtbaren Schöpfung. Das Tier ist dem Menschen von Gott als Mittel gegeben, über das er zu seinem Nutzen und Belieben verfügen kann, allein er darf dabei die allgemeinen Forderungen des natürlichen Sittengesetzes nicht verletzen. Schon ein altes Wort lautet: „Tiere schützen heißt Menschen nützen.“ Und in keiner Literatur gibt es so viele edle Züge der Schonung der Tiere als in den Schriften des Alten und Neuen Testamentes. Dort fehlt es nicht an zahlreichen Vorschriften, die einerseits grausame Härte gegen die Tiere verbieten, anderseits Mitgefühl und Schonung gegen sie empfehlen, und wird hingewiesen auf das Walten einer allumfassenden Vorsehung, deren Ohr das Schreien des jungen Raben hört und deren Hand Tiere wie Menschen mit Wohlgefallen sättigt. Es wurde z. B. die Sabbatruhe auf die Tiere ausgedehnt und das Verbot erlassen, dem dreschenden Ochsen das Maul zu verbinden oder das Zicklein schon in der ersten Woche nach der Geburt zu schlachten, ja an die unschuldigen Tiere auch bei der Schonung Ninives gedacht [Gn 1, 26-28; 9, 3. Ex 23, 12 19; 34, 26. Lv 22, 27f. Dt 14, 21; 25, 4. Ps 8, 8-9; 103 (104), 28; 146 (147), 9. Jon 4, 11. Jb 38, 41. Vgl. 1 Kor 9, 9.]. Hier wird durch sinnige Betrachtung der Vögel des Himmels recht lebendig die liebevolle und väterliche Fürsorge des himmlischen Vaters, dessen Auge selbst über dem Leben des Sperlings wacht, erkennen gelehrt, vor übermäßiger Sorge für das Zeitliche gewarnt und auch den Tieren die Wohltat nicht versagt [Mt 6, 26; 10, 29; 12, 11 ff. Lk 13, 15; 14, 5.].

b) Nach dem natürlichen und positiv-göttlichen Gesetz besteht für den Menschen hinsichtlich der Tierwelt erstens die Pflicht der vernünftigen Schonung und Pflege, d.h. die Pflicht, wie mit der vernunftlosen Kreatur überhaupt so auch mit den Tieren vernünftig und schonend umzugehen. Da das Tier zwar keine Vernunft und kein Selbstbewußtsein besitzt, jedoch sinnliches Erkennen und Begehren hat, also den Schmerz empfindet, so ergibt sich zweitens die Pflicht des natürlichen und vernünftigen Mitgefühls, d. h. die Pflicht, das Tier nicht grausam zu behandeln, ihm nicht ohne vernünftigen Grund und über das notwendige Maß Schmerzen zuzufügen [S. Thom., Contra gent. l.3 c. 112.]. Unsittlich und grausam oder Tierquälerei (vexatio animalium) ist es deshalb, wenn einem Tiere ohne vernünftigen Zweck Schmerzen bereitet oder zur Erreichung eines vernünftigen sittlichen Zweckes mehr als durchaus nötig wehe getan oder ohne vernünftigen Grund ein Tierleben getötet wird. Die Tiermißhandlungen sind wirkliche Versündigungen gegen Gott und die Menschen, und der Frevel an dem Tierleben, besonders das gewohnheitsmäßige Tierquälen, rächt sich immer zuletzt am Menschen selbst, indem das Herz, das sich Tieren gegenüber verleugnet, auch Menschen gegenüber nicht besser ist. Diese Folge, nämlich die herzlose Mißhandlung des Mitmenschen, tritt mit psychologischer Notwendigkeit ein, und die Annalen des Verbrechens liefern für diesen Satz den tatsächlichen Erfahrungsbeweis. Die Tierquälerei ist darum sowohl an und für sich als auch hinsichtlich ihrer moralischen Folgen verwerflich. Auf der andern Seite ist sentimentale Zärtlichkeit (indigna affectatio) gegen Haustiere und ihre luxuriöse Verpflegung oder Ausstattung nicht bloß nicht erbaulich, sondern auch dem Geiste der christlichen Moral zuwider und wäre geradezu heidnisch, wenn ein solcher Tierkultus dem religiösen Tierdienste, d. h. der Zoolatrie, sich näherte. Tatsächlich werden auch heute noch ganz unsinnige Tierkulte geübt.

So löblich die Bestrebungen der Tierschutzvereine auch sind und von jedem humanen Menschen begrüßt werden müssen, so liegt ihnen doch meistens ein falsches Prinzip zu Grunde, das Prinzip von der Gleichwesigkeit des Tieres mit dem Menschen. So heißt es z. B. in einem Aufruf des Berliner Tierschutzvereins: Jedes lebende Wesen hat ein Recht auf Wohlergehen und Leben. „Das ist eine durchaus falsche, jedenfalls irreleitende Begründung des Tierschutzes. Nur vernünftige Wesen, denen Persönlichkeit zukommt, können eigentliche Rechte haben. Dagegen hat freilich der Mensch die Pflicht, die Tiere zu schonen, ihnen nicht unnötigerweise wehe zu tun; aber diese Pflicht entspringt nicht einem eigentlichen Rechte des Tieres, sondern es ist eine Pflicht des Menschen gegen Gott, dessen Geschöpfe wir nicht quälen dürfen, eine Pflicht gegen den Nächsten, dessen Besitz wir nicht schädigen dürfen, eine Pflicht gegen sich selbst, die ungeordneten Gefühle, z. B. der Grausamkeit, des Zornes usw. zu unterdrücken. Gerade letzterer Punkt ist von der größten Wichtigkeit: ein Mensch, der sein Vieh, die schuldlosen Tiere mißhandelt, wird auch gegen seine Mitmenschen roh sein. Die ungebändigte grausame Roheit so manchen Raufboldes und Messerhelden ist durch die Tierquälerei des Knaben großgezogen worden.“ [C. Gutberlet, Der Kosmos, Paderborn 1908, 521.] […]

c) Sittlich erlaubt ist es, die Tiere zur Dienst- und Arbeitsleistung für die menschlichen Bedürfnisse beizuziehen, oder zur Gewinnung von Nahrung zu töten, sie der Erholung oder des Vergnügens wegen ihrer Freiheit zu berauben, zu zähmen und zu dressieren oder zu wissenschaftlichen Experimenten zu verwenden, also z. B. durch Schneiden, Brennen, Schlagen, Elektrisieren oder mittels Gift störende und schmerzliche Eingriffe in ihren lebendigen Organismus zu Lehrzwecken oder zur Förderung wissenschaftlicher Forschungen zu machen [Gn 9, 3. Dt 4, 19. Ps 8, 8. 1 Kor 3, 22. Jak 3, 7. S. Hieron., Adv. Iovinian. l. 2 c. 5-6 (M., P. l. 23, 290). S. Thom., Contra gent. l. 3 c. 112 n. 7].

Es kann keinem vernünftigen Zweifel unterliegen, daß die Vivisektion, d. h. der Versuch an dem lebenden Tiere zu dem Zweck anatomisch-physiologischer oder pathologischer Beobachtungen, ethisch zulässig ist, wenn sie sittlich erlaubten Zwecken dient und dem Tier nur soviel Schmerz zufügt, als es zur Erreichung des experimentellen Zweckes bedarf, und das Experiment selbst auf das nötige Maß und wo möglich nur auf die eigentlichen Berufskreise an den staatlichen medizinischen oder hygienischen Instituten beschränkt wird. Der Grund dieser Erlaubtheit liegt darin, daß nach dem fast übereinstimmenden Zeugnis der Fachgelehrten die Vivisektion für die Wissenschaft sehr nützlich und unter Umständen geradezu notwendig ist. Wenn es auch im großen und ganzen richtig ist, daß die Herbeiziehung der Tierwelt zu dem Dienste des Menschen nicht ohne allen Zwang und ohne jegliche Schmerzbereitung möglich ist, so ist doch zu bedenken, daß auch die Natur selbst den empfindenden Geschöpfen den Schmerz nicht in allweg zu ersparen vermag und sie vielfach vor Hunger, Kälte und selbst grausamem Tod, sei es durch elementare Vorgänge in der leblosen Natur oder durch andere stärkere Tiere, nicht schützt. […]

Wo Jagd, Fischzucht, Ackerbau durch das Überhandnehmen von Plagen bedroht werden, da soll der Mensch eingreifen, jedoch nicht bis zur völligen Vernichtung der schädlichen Vögel und Säugetiere schreiten. „Die völlige und unterschiedslose Vertilgung des Raubzeugs widerspricht den Gesetzen der Natur in gleichem Maße wie den Forderungen der Menschlichkeit und dem Gefühl des Naturfreundes. Sie ist eine Folge der Unvernunft und der Gedankenlosigkeit. … Im Großen Haushalte der Natur erfüllen die Raubvögel die überaus wichtige Aufgabe, die kranken und schwächlichen, von Natur aus schlecht begabten und wenig zur Fortpflanzung und Erhaltung ihrer Art geeigneten Individuen zu vertilgen. Dies ist eine im Interesse der betreffenden Art selbst gelegene Naturnotwendigkeit.“ [A. v. Padberg, Unsere Raubvögel und ihr Nutzen, in NO 1910, 5 ff, speziell 10.]

Koch, Anton, Lehrbuch der Moraltheologie, 3. verm. u. verb. Aufl., Freiburg i. B. 1910, S. 241-244.

[Dieser Beitrag wurde am 03.08.2016 - 05:16 von CSc aktualisiert]




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Tierschutz im Gottesgesetz

Der hl. Clemens von Alexandrien († vor 215/16) beschreibt in Stromateis 2,18,92-94 die Güte des göttlichen Gesetzes gegenüber den Tieren:

92.

1. Mir scheint aber auch Pythagoras seine gütige Haltung gegen die unvernünftigen Tiere aus dem Gesetz entnommen zu haben. [Vgl. Pythagoras, Sent. Fr. 59 Mullach; Plut. Moral. p. 993 A ff.] Jedenfalls hat das Gesetz geboten, bei den in den Schaf-, Ziegen- und Rinderherden neugeborenen Tieren auf die sofortige Verwendung, sogar zum Zweck der Opfer, zu verzichten, sowohl der Jungen wie auch ihrer Mütter wegen. Auf diese Weise wollte es, von unten her mit den unvernünftigen Tieren beginnend, allmählich zur Milde erziehen. [Vgl. Ex 23,19; 34,26; Dtn 14,20; Philon, De virt. 126.]

2. "Überlaß also", so heißt es, "der Mutter das Junge wenigstens die sieben ersten Tage!" [Vgl. Ex 22,30; Lev 22,27f.] Denn wenn nichts ohne einen bestimmten Zweck geschieht und den Müttern nach der Geburt Milch zur Ernährung der Jungen zuströmt, so versündigt sich an der Natur, wer das Neugeborene der ihm mit der Milch gebotenen Fürsorge beraubt. [Vgl. Philon a.a.O. 129]

3. Also sollten sich die Griechen und alle, die sonst etwas am Gesetz auszusetzen haben, schämen, da sie, während dieses sogar bei den unvernünftigen Tieren Milde zeigt, sogar Menschensprößlinge aussetzen, obwohl sie das Gesetz durch das eben angeführte Gebot von alters her in prophetischer Weise von Grausamkeit hatte abhalten wollen.

4. Denn wenn es verbietet, daß die Jungen der unvernünftigen Tiere von ihrer Mutter getrennt werden, bevor sie gesäugt worden sind, so sucht es noch viel mehr da, wo es sich um Menschen handelt, die rohe und unbändige Sinnesart im voraus zu beeinflussen, damit sie, wenn auch nicht auf die Stimme der Natur doch wenigstens auf die Belehrung hören.

Quelle: www.unifr.ch/bkv/kapitel193-14.htm

93.

1. Denn es ist zwar gestattet, sich von dem Fleisch der Böckchen und Lämmer [Vgl. Hom. Od. 9,220.] zu nähren, und man könnte es deshalb vielleicht noch entschuldigen, wenn man das Neugeborene von seiner Mutter trennt; aber welche Entschuldigung gibt es für das Aussetzen der Kinder? Denn wer keine Kinder haben will, sollte lieber überhaupt nicht heiraten, als daß er wegen seiner unbeherrschten Wollust zum Kindermörder wird. [Zu 92,3-93,1 vgl. Philon, De virt. 131-133.]

2. Wiederum verbietet das gütige Gesetz, am gleichen Tage das Junge und seine Mutter zu schlachten. [Vgl. Lev 22,28.] Davon ist das Gesetz der Römer abhängig, wonach an einer zum Tode verurteilten schwangeren Frau die Strafe nicht vollzogen werden darf, bevor die entbunden hat. [Vgl. Plut. Moral. p. 552 D; Aelianus, Var. hist. V 18; Diodoros, Bibl. I 77,9.]

3. Das Gesetz verbietet ja geradezu, trächtige Tiere zu schlachten, bevor die das Junge zur Welt gebracht haben [Nicht in der LXX.] und verurteilt so schon von weitem die frevelhafte Leichtfertigkeit derer, die gegen einen Menschen freveln wollen. So dehnte das Gesetz seine Milde sogar auf die unvernünftigen Tiere aus, damit wir an denen, die nicht gleichen Wesens mit uns sind, Milde üben und dann in weit höherem Maß Freundlichkeit gegen Unseresgleichen walten lassen. [Zu 93,2-4 vgl. Philon a.a.O. 134.137.139,140.]

Quelle: www.unifr.ch/bkv/kapitel193-15.htm

94.

1. Die Leute aber, die gewisse Tiere. bevor sie ihre Jungen werfen, mit den Füßen auf den Bauch treten, damit sich das Fleisch mit der Milch verbinde und sie es dann essen können, machen den für die Geburt geschaffenen Mutterleib zum Grab der noch nicht geborenen Jungen, [Vgl. Plut. Motal. p. 997 A, wo von solchen Verfahren bei Schweinen die Rede ist.] während der Gesetzgeber ausdrücklich befiehlt: Du sollst aber auch das Lamm nicht in der Milch seiner Mutter kochen!" [Dtn 14,20; Ex 23,19.]

2. Denn die für Lebende bestimmte Nahrung soll nicht, so heißt es, zur Würze des geschlachteten Tieres werden, und das, was zur Erhaltung des Lebens bestimmt ist, soll nicht bei dem Verzehren des toten Körpers verwendet werden.

3. Das nämliche Gesetz verbietet auch "einem Ochsen beim Dreschen das Maul zu verbinden"; [Dtn 25,4.] denn auch der Arbeiter soll seinen verdienten Lohn erhalten." [Vgl. Lk 10,7; Mt 10,10; die Verbindung dieses Zitats mit Dtn 25,4 auch 1 Tim 5,18.]

4. Ferner verbietet es auch, zum Pflügen des Ackers ein Rind und einen Esel zusammen einzuspannen, [Vgl. Dtn 22,10.] vielleicht auch mit Rücksicht auf die Verschiedenheit der beiden Tiere, zugleich aber auch um darauf hinzuweisen, daß man keinem, der einem anderen Volk angehört, ein Leid zufügen oder ihn unterjochen darf, da man ihm nichts anderes vorwerfen kann, als daß er aus einem anderen Volk stammt, worin doch keine Verschuldung enthalten ist, da es weder selbst ein Unrecht noch durch ein Unrecht veranlaßt ist.

5. Mir scheint aber das Verbot in sinnbildlicher Weise auch zu lehren, daß man nicht in gleichem Maße einem Reinen und einem Unreinen, einen Gläubigen und einem Ungläubigen Anteil an der mit der Lehre verbundenen Sämannsarbeit geben darf, da nämlich das eine Tier, nämlich das Rind, rein ist, der Esel dagegen zu den unreinen Tieren gerechnet wird. [Vgl. Philon, De virt. 146.147]

Quelle: www.unifr.ch/bkv/kapitel193-16.htm




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