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...   Erstellt am 10.06.2007 - 09:12Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Melonen – Sommerfrüchte in der Küche

Sie sind der Inbegriff des Sommers, stehen immer für mediterranes oder sogar exotisches Flair. Denn Melonen lieben es warm, sie brauchen Hitze! Sie sind verwandt mit den eher biederen Gurken und dem gemütlichen Kürbis. Und sie sind, wie das immer wieder interessante „Appetitlexikon“ von 1894 (das dankenswerterweise wieder aufgelegt worden ist) lapidar feststellt: „wenn gut, ganz vorzüglich, wenn mittelmäßig, höchst erbärmliche Tafelfrüchte.“

In der Tat schmecken unreife und obendrein zu kalt gelagerte Melonen eher gurkig und langweilig, statt süß und fruchtig. Deshalb ist der richtige Einkauf stets entscheidend.

Buchtipp:

* Rudolf Habs, Leopold Rosner
Appetitlexikon
Insel, 2002
ISBN 9783458339533

(Das Buch ist vergriffen, gebraucht aber bei verschiedenen Internetbuchhändlern zu bekommen.)

Warenkunde

Wassermelonen
mit ihrem schönen roten Fleisch müssen einen tiefen, hohlen Klang geben, wenn man dagegenklopft – dann sind sie reif, wobei man unterscheiden muss: Zu Beginn der Saison, im Juni, sollten sie dumpf und voll klingen. Gegen Ende, also Mitte September, bekommt dieser Klang einen helleren Ton. Je heller, desto wattiger ist dann das Fleisch!

Bei den anderen Melonen ist ein untrügliches Zeichen ihr Duft: Sie müssen intensiv, süß und üppig duften – je intensiver, umso besser, dann schmeckt ihr Fleisch auch süß und betörend. Dabei am besten am Ende mit dem alten Blütenansatz schnuppern.

Das rosa- bis tiefrote Fruchtfleisch der Wassermelone (es gibt übrigens auch eine Variante mit hellgelbem Fleisch!) ist anders als bei allen anderen Melonenarten durchsetzt von den kleinen flachen, glatten Kernchen, die unter Umständen bei der Verarbeitung ein wenig stören können. Reife Früchte kann man durch ein Sieb streifen, wodurch die Kerne aufgefangen werden. Das Herauslösen jedenfalls ist mühsam, deswegen spuckt man die Kerne einfach aus. Bei allen anderen Melonen versammeln sich die Kerne im Inneren, wie man das vom Kürbis kennt.

Im Gegensatz zur Wassermelone mit ihrem geradezu flockig-mürbem Fleisch stehen die Zuckermelonen, deren Fleisch glatter in der Konsistenz ist – obwohl auch sie zum größten Teil, bis zu 90 Prozent, aus Flüssigkeit besteht.

Die Cantaloupmelone, klein, rund, mit hellgrüner, oftmals zart gestreifter Schale, die – wie eingeprägt – Segmentrillen trägt und ein leuchtend orange-farbenes Fruchtfleisch hat, stammt ursprünglich aus dem Ort Cantalupo (in der Nähe von Tivoli bei Rom). Die Varietät aus Frankreich benennt sich ebenfalls nach ihrem Herkunftsort – Cavaillon oder dem Charentais. (Vergleichen Sie hierzu den Beitrag: „Melonen aus Cavaillon“.)

Im günstigen Fall verströmt die reife Frucht ein betörendes Parfum: üppig, süß und aromatisch. Dann schmilzt das Fleisch auf der Zunge zum honigsüßen Saft. Trotzdem ist das Fruchtfleisch nicht weich oder gar matschig – es sei denn, die Frucht ist bereits überreif, dann ist auch der Duft nicht mehr angenehm, sondern aufdringlich.

Netzmelonen haben eine eher bräunliche, von einem gitterartigen Netz überzogene Schale. Mit grüngelber Schale kennt man die israelische Variante der Netzmelone, die als Galiamelone auf den Markt kommt.

Honigmelonen leuchten sonnengelb, sind oval statt rund geformt und haben ein blassgelbes Fleisch: Eine Sorte ist außen von vornehmem, englischem Grün – man nennt sie auch „Wintermelone“, weil sie sich – gekühlt – lange hält und im Allgemeinen bis Weihnachten aufbewahrt werden kann.

Ogenmelonen hat man in Israel aus Netz- und Cantaloupmelonen gekreuzt.

Melonen bestehen zwar fast ausschließlich aus Flüssigkeit, trotzdem steckt eine Menge Gutes darin: reichlich Mineralien, wie Kalium, Magnesium, Kalzium, Eisen, Fluor, Phosphor und Zink. Dann Vitamine, wie neben Vitamin C auch Provitamin A, die Vitamine B1, B2 und B6. Sie stillen nicht nur den Durst, sondern machen, dank des reichlichen Zuckers, den sie liefern, auch satt. Bei wenig Kalorien – glücklicherweise. Trotzdem soll man sich damit nicht den Bauch vollschlagen – immer wieder wird von „Magengrimmen“ und von Durchfall berichtet, wenn man zu viel davon genossen hat.

quelle: www.wdr.de





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...   Erstellt am 28.07.2007 - 12:38Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Melonenvielfalt

Wassermelone




Sie tragen ihren Namen zu Recht, die Wassermelonen. Bestehen sie doch zu 95 Prozent aus Wasser. Nur auf dem Feld gereifte Melonen haben ihr volles Aroma und die typische Süße. Eine reife Wassermelone zu erkennen, ist gar nicht so schwierig. Die dem Stiel gegenüberliegende Seite gibt bei einer reifen Melone auf Druck leicht nach. Sie muss auf Klopfzeichen hohl klingen, sozusagen "singen". Die Farbe der Schale sagt nichts über ihren Reifegrad aus. Die Wassermelone ist die beliebteste und meistgekaufte Melone. Sie kann bis zu 20 kg schwer werden.

Honigmelone



Die Honigmelone ist leuchtend gelb. Ihre dünne Schale ist gerippt oder narbig gefurcht, das Fruchtfleisch weißlich bis zartgrün. Die Honigmelone ist sehr süß, und hat ein köstliches Aroma. Der Klassiker "Honigmelone mit Parmaschinken" war ursprünglich ein Armeleuteessen in Italien.

Galiamelone



Die Galiamelone ist eine bis zu anderthalb Kilo schwere Variante der kleineren Netzmelone. Das orange-weißliche Fruchtfleisch, dessen Konsistenz an Nektarinen erinnert, ist aromatisch, süß und zart schmelzend. Es eignet sich am besten zum puren Verzehr. Doch auch püriert und mit Sekt aufgegossen ist es eine köstliche Erfrischung.

Cantaloupmelone



Cantaloupmelonen zählen zu den Kleinsten aber edelsten Zuckermelonen. Sie duften sehr intensiv. Das orange, süße Fruchtfleisch gilt als Delikatesse und erinnert an den Geschmack von Ananas und Papaya. Ein in der ausgehöhlten Frucht servierter Salat ist ein Genuss für Gaumen und Augen.

Floristik mit Wassermelonen



Die süßen, hartschaligen Melonen finden auch in der Floristik ihre Verwendung. Damit Sie an der Blumenschale länger Freude haben sollten Sie das Fruchtfleisch sorgfältig entfernen. Der Einsatz eines großen Löffels beschert gleichmäßig große Fruchtstücke, die zu kulinarischen Leckereien weiterverarbeitet werden können. Äste bilden ein Gerüst, in dem sich die Blumen einfach arrangieren lassen. Die satt gelben Schalen der Honigmelone eignen sich als Behältnisse für Schwimmkerzen. Mit einigen Blüten ergänzt, spenden sie einen Lichterglanz, der schon Vorfreude auf den nächsten Sommer macht.

quelle: www.mdr.de





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