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moniaqua 
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...   Erstellt am 01.05.2009 - 14:56Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


17.4.09

Sie sind da! Ich hatte ja mein Ehegespons ausgelacht. „Was, was ist denn das schon wieder? So a Blödsinn!“ Aber als er dann seine Skikes hatte, erwachte die Neugierde. Und natürlich mußte ich das ausprobieren. Und ich stellte fest: Oooh, da kann man ja richtig bremsen! Und aaaah, kleinere Stöcke und Riesel auf dem Weg macht ja gar nichts, sogar auf einem festen Feldweg läßt es sich ohne große Übung fahren. Mit beherrschter Technik soll man sogar auf Gras und Waldboden fahren können. Und eigentlich ist das wie Skilanglauf, nur der Diagonalschritt haut nicht hin, aber skaten soll ja eh mehr trainieren...
Damit fing ich das Überlegen an. Man könnte die Teile ja statt Rad mit in die Stadt nehmen. Rad und Bahn ist immer nicht ganz einfach, Rad und U-Bahn unmöglich, aber Skikes und U-Bahn, das muß gehen. Und man fährt ja mit den normalen Schuhen (ok, im Sommer mit den Sandalen natürlich nicht, aber nu, da muß frau halt Abstriche machen – die Schweißfüße riechen dann ja die anderen :D). Die Geschwindigkeit ist fast so groß wie mit dem Rad, auf alle Fälle höher als zu Fuß. Sehr praktisch also, wenn frau mal wieder in einer Minute einen 15-Minuten-Fußweg schaffen soll. Außerdem sind da ja immer noch die viel zu vielen Kilos, die ich von den diversen Kindern geschenkt bekam ;/. Cross-Skating soll sehr zehren, ähnlich wie Langlauf, las ich. Nur, dass man nicht auf Schnee angewiesen ist. Oder, wie beim Rollerskaten, auf peinlich geputzte Fahrradwege (und bremsen kann frau mit den Rollerskates immer noch nicht). Ich kann also wirklich einfach die Skikes anziehen und vom Haus aus losfahren. Ja natürlich, das geht mit dem Rad auch fein, nur braucht das so wenig Kalorien pro Kilometer.
Also, kurz, ich bestellte mir welche. Und heute kamen sie. So übte ich, ich hatte mir als erste „Lektion“ bremsen vorgenommen. Passender weise ist ein moderater Hügel vor Ort. Aber leider hat Gott (oder der Erfinder der Skikes?) vor das Bremsen das Fahren gelegt und vor das Fahren das Aufpumpen. Dazu hieß der Rat meines Ehegespons ca 8 Bar. Ich muß unbedingt nach einer besseren Pumpe schauen. Über 7 Bar kam auch der gut trainierte Sohn nicht hinaus. Und bis dahin war es schon gutes Krafttraining. Aber, irgendwann sind die Reifen zumindest auf den anderweitig empfohlenen 6 Bar auch nach abziehen der Pumpe (hoffe ich jedenfalls), das geht schon, so schwer bin ich nun auch wieder nicht. Ich kam nur also endlich dahin, mir die Skikes anzuziehen. Als Schuhe hatte ich mir meine Trekkingschuhe ausgesucht; die sind einigermaßen leicht, stützen die Knöchel und haben eine feste Sohle.
Damit ging es dann los. Ich stackste – ohne Stöcke, ich möchte mich erstmal auf die Füße konzentrieren - zur Straße und stellte fest, „nein, die Dinger haben wirklich keine Stahlkante!“ Schade eigentlich, aber es ging doch auch so. Das Ding mit den Stahlkanten bin ich von den alpinen Skiern gewöhnt, das ist mitunter sehr praktisch. Dann ging es erst mal „bergauf“; ich muß ja den moderaten Hügel erst mal oben sein, um dann runterfahren und bremsen üben zu können. Der erste Gedanke „Menno, letztes Mal war ich doch schon eleganter drauf gestanden!“ Das war letztes Mal :D Aber es ging doch wieder schnell. Oben kehrte ich dann um und lies rollen. Bremsen erfordert für mich noch etwas Konzentration. Die Technik ist ganz anders als bisher jeweils gelernt. „Nein, Pflug fahren hilft wirklich nicht“, das hatte ich auch schnell heraus. Gut, dass der Hügel sehr moderat ist! Die Skikes bremsen ja wirklich ganz brav und zuverlässig und schnell, allein mir fehlt der Glaube. Noch. Der wird dann schon kommen, mit steigender Übung und den entsprechenden Erfahrungen. So wie die Muskeln auch. Obwohl ich nur kurz drauf stand, spürte ich diverse Muskeln. Ich werde einen wunderbar knackigen Po bekommen (wozu eigentlich? Hab doch schon 'nen Mann) und stramme Schenkel. Eben genannter hat was von Muskeln seitlich am Rücken und an den Flanken geredet, die spüre ich (noch) nicht, aber ich war ja faktisch auch kaum auf den Skikes gestanden und das obendrein ohne Stockeinsatz.
Wieder von der Straße unten vermisste ich schon wieder meine Stahlkanten der Alpin-Ski, aber ich kam doch verlustfrei da hin, wo ich wollte – frau muß halt umdenken in Zukunft.





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...   Erstellt am 01.05.2009 - 14:57Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die zweite Runde, abends

Meine fast gleich gute Hälfte (TM) zerrt mich nochmal aus dem Haus mit den Skikes. Dieses Mal nehme ich die Stöcke mit. Bremsen geht ja soweit schon, wir stiefeln los. Wirklich stiefeln, die Technik sitzt für Natursteinplattenwege noch nicht wirklich. Da ist doch der Abschnitt mit dem festen, feinen Schotter viel besser.

Wir diskutieren, wo wir wie herum fahren. Wie, die Strecke mit dem Asphaltweg und der steileren Abfahrt? :eek: Nein, njet, nada. Fahren wir doch bitte andersherum, da ist die Abfahrt sanfter. Ich kann zwar prinzipiell bremsen, aber... „Wieso, bremsen geht doch, das spielt sich nur im Kopf ab!“ Eben. Der ist immer noch drauf bei mir, das soll bitte auch so bleiben. Ich fahr lieber steiler nach oben.

Es geht auf Asphalt weiter, diesen Untergrund finde ich immer noch den einfachsten. GG (mit Kurs) erklärt mir die Technik. Wie beim skaten mit Langlaufski soll das gehen und möglichst lange rollen. Aha. Hatte ich doch schon irgendwo gelesen. Nun wär's ja auch schön, wenn das mit den langen Rollphasen so einfach wäre... Die paar Mikromomente, wo es klappt, ist skiken himmlisch. Leider funktioniert es dann immer nicht mehr mit dem Timing zum Stockeinsatz, wenn ich schneller werde. Wär ja auch zu schön, wenn frau da nicht üben müßte.

Wir fahren so vor uns hin, mit Pausen, ich verrate jetzt nicht, wie desolat meine Kondition ist. Dem Vernehmen nach gibt es aber auch andere, die das gleiche fühlen. Nach einigen Metern Asphalt kommt wieder Feldweg, Gott sei Dank ohne gröberen Steinen. Und da kommt er auch schon, der sanftere Abstieg. Komisch, gestern zu Fuß war der noch viel flacher. GG erklärt und sagt „Geht schon“, dann ist er dahin. Na fein. Also, ich spiele das „ich kann bremsen, ich muß mich nur richtig hinstellen“-Mantra ab und tatsächlich. Eigentlich ist das Hügelchen doch wirklich was für Anfänger :D

Es geht wieder auf Asphalt weiter, der Anstieg naht. Rollphase? Da war irgendwas, mal vor langen Zeiten. Ja, theoretisch sollte das schon gehen. Was sicher geht, ist die Pumpe. Gut, dass ich keine Pulsuhr besitze. Und gut, dass ein Auto kommt, da hab ich einen guten Grund, stehen zu bleiben. Die wenigen letzten Meter bis oben und zur Bank schaffe ich auch noch, dort setze ich mich ein paar Minuten. Und dann geht es eh abwärts, fein! Einfach drauf stellen und bei Bedarf bremsen. Frau könnte auch skaten, zusätzlich, aber irgendwie klappt das nicht mit dem Timing. Was soll's, stehen und ab und an ein Doppelstockschub, das finde ich sehr entspannend. Der Körper meldet eh ein freundliches „es reicht“ - es braucht verstärkte Anstrengung, die Gliedmaßen dazu zu bewegen, genau das zu tun, was sie tun sollen. Heim muß ich aber trotzdem noch, es ist ja nicht mehr weit. Komischerweise ist fünfzig Meter weiter dieses Gefühl weg und die Beine tun wieder so, wie sie sollen. Nach einer Stunde dann sind wir wieder zuhause. Ich spüre mehrere Muskelgruppen, aber anders, als ich das von anderen Sportarten kenne. Irgendwie fühle ich mich gleichmäßiger, aber nicht so heftig ausgearbeitet.





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...   Erstellt am 01.05.2009 - 14:59Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


30.04.09

Heute probiere ich die Sicherheitsschuhe aus. Zwischendurch war ich noch zwei mal skaten, einmal eine kürzere und einmal eine längere Runde. Bei der ersten Runde scheuchte mich GG den Berg bei uns runter – Ehepartner können sooo ekelhaft sein Wie man sieht, ich lebe noch und bitte, so a bisserl Berg, tst!

Das andere Mal bin ich aus versehen tags bei Licht gefahren, ein ganz neues Gefühl. Diese Runde war länger und zwischendurch mit einem gröberen Schotterweg, frisch aufgekiest, dabei. Ok, die Technik üben wir nochmal, an fahren ist nicht zu denken, ich stakse. Weiter hinten wurde der Weg wieder fester, ich fing zumindest mit Tippelschritten an zu rollen. Aber hinterher war der Asphalt so himmlisch...

Zurück zu heute. Besagter Berg ist ja nun wirklich nichts; vor der Rinne mit Kopfsteinpflaster unten bremse ich schön brav bis zum Stillstand und stakse drüber. Wenn man's könnte könnt man's bestimmt auch fahren. Wie immer stelle ich mich am Anfang, aber schon immer weniger. Der Halt ist in Sicherheitsschuhen anders als in den Trekkingschuhen, jedes Wackeln wird sofort bestraft. In den Trekkingschuhen habe ich gar keine Chance, zu wackeln. Aber, ich gewöhne mich schnell um und die Sicherheitsschuhe sind nicht übel. Sie zwingen einen sehr, gerade drauf zu stehen.

Das Stück feiner Schotter ist naß – brr, meine Muskeln revoltieren, aber, ich fahre. Ich frage, ob nasser Schotter anstrengender ist als trockener – ja, ist er. Na gut, auch das überleben wir. Und der Asphalt hinterher wieder... einfach himmlisch. Irgendwie ist heute aber trotzdem der Wurm drin, es geht zäh. Oder ich bilde es mir nur ein, auch möglich. Vielleicht liegt es ja dran, dass ich auf den Weg schaue und nicht in die Ferne, wie ich irgendwo gelesen habe, das man das eigentlich sollte. Aber ich habe einfach keine Lust, über irgend einen blöden Stein zu stolpern, nur, weil ich sonstwo hingeschaut habe.

Ich probiere, ob ich so, wie ich es in einem Film gesehen habe, ohne Umsteigen um die Kurve komme. Beinah hätte es geklappt, aber man braucht dazu schon verflixt viel Platz. Es geht aber leichter mit den Sicherheitsschuhen als mit den Trekkingschuhen.

Es geht immer noch zäh. Ich habe heute zu wenig getrunken, das rächt sich. Da hilft es auch nichts, dass ich immer wieder was trinke zwischendurch. Und jetzt kommt der Anstieg. Der fasziniert mich genauso wie letztes Mal – es geht bergauf, eigentlich müßte ich ja mehr arbeiten, sollte man meinen, aber ich habe zu tun, rechtzeitig umzusteigen und den Rhythmus zu halten. Die Straße ist nämlich „bucklat“, es geht rechts und links bergab. Weiter oben ist sie lästig; der Teer ist teils löchrig und ich glaube nicht, dass man da drüberfahren kann. Dabei ist er eigentlich nur rauh. Ok, Thomas the Little Engine hilft - „I think I can, I think I can, ...“ Tatsächlich, geht doch. Es ist inzwischen ziemlich dunkel. Wahrscheinlich werde ich nicht mehr fahren können, wenn ich das mal tagsüber fahre, weil ich den Weg nicht erkenne. Fahren im Dunklen erhöht die Reaktionsfähigkeit übrigens ungemein.

Weiter vorne sind dunkle Flecken, wie immer in solchen Fällen schalt ich mal vorsichtshalber auf parallel mit Doppelstockschub um. Es sind scheints frische Pferdeäpfel, ich rutsche schon so, aber die parallele Beinstellung ist doch sehr stabil. Sonst wäre ich denke ich gnadenlos weggerutscht. Der letzte Abhang kommt (die vielen Pausen bis dahin verrate ich nicht, aber die Wege dazwischen werden doch länger ), hach, ich liebe es. Und ich liebe vor allem meine Bremsen. Dann dauert es nicht mehr lange und der letzte Anstieg vor der mal wieder dringend benötigten Dusche kommt. Es ist faszinierend, ich kann zu jeder Zeit locker reden, ich habe immer genug Luft, aber der Puls geht exorbitant in die Höhe (gefühlt, nicht gemessen). Das größere Problem für mich sind aber nach wie vor die Muskeln. Die zwingen mich zu den Pausen, mit Pudding regelt es sich schlecht aus. Aber sie regenerieren extrem schnell. Ich habe auch das Gefühl, der Puls geht nicht mehr so exorbitant in die Höhe wie am Anfang.

Der Geruchstest zuhause ergibt, dass die Sicherheitsschuhe für den Sommer geeigneter sein dürften als die Trekkingschuhe – ich kipp' nur halb um





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...   Erstellt am 27.05.2009 - 23:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


27.05.09

Inzwischen ist eine ganze Zeit vergangen. Nicht, dass ich recht oft gefahren bin, aber doch immerhin letzen Sonntag eine "laengere" Strecke zu einer Gartenausstellung (ca 4 km einfach) und ab und an die normale Runde von insgesamt ca 5 km. Im Schnitt schaff ich's so ein- bis zweimal die Woche.
In der Naehe der Ausstellung hatten wir gut Publikum - wer gern angestarrt werden will wie ein Marsmanschgerl mit gruenen Punkten oder so sollte sich unbedingt Skikes anschaffen und zu belebten Plaetzen gehen Manche Leute fragen aber ehrlich interessiert.
Sohnemann faehrt mit seinem 20"-Rad gern vorneweg (frustierend, das!). Freundlicherweise wartet er aber immer wieder (ha, wir haben die Getraenke!) Getraenke braucht man ueberhaupt viel. Bei der Hitze am Sonntag waren ja vier Liter fuer zwei Leut + Kind gar nix (aber es gab ja noch den Biergarten...)
Ich fuehle mich zunehmend wohl auf den Skikes. Die Bremsen sind einfach der Hit - wackelnde Kinder, desorientierte Hunde, alles kein Problem.

Heute sind wir mal wieder die erste Runde (s. 17.4.) Auf dem Weg dahin ist die Strasse aufgerissen, skaten geht ned, aber so eine Art "Diagonalschritt" funktioniert. Ich will Skikes mit Klapparatismus, menno. Ich lieeeeebe den Diagonalschritt beim Langlaufen, der ist doch viel eleganter als skaten. Und er geht bei Bedingungen, wo ich skatend aufgebe. Aber das Stueck ist nur kurz. Die Rollphasen werden schon immer laenger, mein Gleichgewichssinn faengt wohl wieder an, zu funktionieren (wurd aber auch Zeit!). Der Schotterweg mit dem leichten Huckel vom Anfang ist feucht - gut, dass die Pulsuhr zuhause liegt, es wuerd sie zu sehr belasten (ok, das Stueck bergauf ist ultrakurz, ehrlich). GsD geht es gleich bergab, das erleichtert die Sache doch ungemein. GG duest schon mal vorneweg , ich hechle hinterher. GG vorneweg ist gar keine gute Idee, das ist Hochpulstraining. Pause, GG duest weiter, den Huegel rauf. Ich schau, dass ich hinterherkomm (dumm, ja, ich weiss). Ich kaempfe am Limit [1], haelt der D... denn ned an?! Doch, er schafft's. Und singt mir das Hohelied davon, wie einfach dieses Huegelchen doch ist, wie schoen das sei. Manchmal hasse ich Maenner abgrundtief
Aber, nun geht es bergab (nach einer Pause mit Wasserfassen), juchhuu! Ich stelle fest, dass ich ab einer gewissen Geschwindigkeit den Rhythmus nicht mehr hinkrieg, aber was soll's, stehen wir halt grad drauf.
Am Ende der Runde taxieren wir kurz "unseren Huegel" das steilste Stueck, wo wir bisher noch immer abgeschnallt haben. Er lockt. Mit dem Rad, das weiss ich, schaff ich ihn derzeit nicht; bis zur Winterpause wird's wieder, auch das weiss ich. Und das, wo das Teil Weglaenge vielleicht 10 m hat... Wenn ueberhaupt. Aber die haben's halt in sich. Also, rueckwaerts kann man ja bestimmt auch bremsen, man koennte sich querstellen - wir probieren es. Und ja - es ist haesslich, der Stil ist Mist, aber ich komm hoch. Und fuehl mich wohl dabei. YEAH!

[1] Ich kann immer noch gut atmen, aber die Frequenz ist schon schneller. Es ist ein Gefuehl, das ich nicht naeher beschreiben koennte, es reicht einfach.
Muskelkater hatte ich uebrigens nicht mehr wirklich - ich hab letztens anderweitig mal wieder gefuehlt, wie sich das wirklich anfuehlt.

[Dieser Beitrag wurde am 27.05.2009 - 23:51 von moniaqua aktualisiert]





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...   Erstellt am 09.06.2009 - 09:15Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


07.06.09

Heute haben wir uns eine "größere" Tour vorgenommen - 10 km (die Skike-Freaks werden lachen, aber man sollt doch langsam anfangen, ne? Ausserdem haben wir Hügel). Es ist die Hälfte des Halbmarathons vom Bäderlauf (oder so). Das Wetter ist herrlich, Sonnenschein, leichter Wind. Wir wollen noch schnell bei der Post vorbei, liegt eh auf der Strecke. Also fahren wir den normalen Weg zum Bahnhof. Weia, da war ja die Baustelle, fällt unterwegs so auf, mit dem Holzweg, der zu Fuß ja was feines ist - für geübte Skiker, die würden auch rauf springen und runter rollen. Naja, aber steigen geht auch.

Und diese blöden verkehrsberuhigten Zonen. Ich lerne (erstmal bei kleinem Kopfsteinpflaster mit kleinen Zwischenräumen), dass sich Kopfsteinpflaster mit genügender Geschwindigkeit tatsächlich skaten lässt. Der Bahnhofsvorplatz lehrt mich dann, dass es auch bei gröberem Kopfsteinpflaster geht.

Sohn mit Rad ist vorneweg, wie immer, Sohn der joggt ist älter und weiser (und höflicher alten Damen gegenüber ) und läuft langsam nebenher. Allerdings gibt joggender Sohn auf, irgendwas hat er sich irgendwo aufgeschnappt, der Darm will nicht wirklich.

Der Blick ist herrlich, auf die Berge, die sind heute besonders schön. Vor die geplante Pause nach ca. 5 km im Wirtshaus hat der Straßenplaner (oder die Eiszeit) leider einen nicht allzulangen Anstieg gesetzt. Die Frequenz der Pausen, die in den Ebenen schon erstaunlich runter gegangen war, schnellt wieder hoch. Beim Wirtshaus wird als erstes mal der Hund versorgt, aber auch wir kommen zu unserem Recht (das krieg ich eh nur aus der Erzählung mit, weil ich meine Ritterrüstung abgelegt hab, das braucht einfach Zeit). Eigentlich wollte ich ja schon vor Tagen nach einer Tour Schweinshaxe essen, aber da hatten die an dem Ort letztens schon zugemacht. Hier gäb's Schäufele, aber so mitten unter der Tour? Nicht gut. Ich esse Salat.

Nach einer ausgiebigen Pause geht es weiter. Ähm, den Hügel hatte mir mein Ehegespons aber nicht verraten - "Ist ja nur ganz kurz, guck, die Hälfte haste ja schon". Woll woll, vom ersten Teil... (Eigentlich hätt ich's ja wissen können, bin schon oft genug mit dem Auto durch die Gegend gefahren, nur grad ned auf dieser Strecke) Nachdem die Wegen zwischen den Pausen sich auf 5 Meter verkürzt haben und ich fast schon oben bin, schnall ich für das letzte Viertel vom Hügel doch ab.

Ein paar hundert Meter weiter wieder nach Anschnallen der Skikes sehe ich den Kirchturm vom Irschenberg - oh. Viel höher ist der nicht mehr. Den Irschenberg hatte ich eigentlich noch nicht wirklich vor.

Leider revoltiert mein Gedärm gegen den einen Löffel Krautsalat, der im Salat dabei war (oder ich hab die selbe Krätz wie joggender Sohn), bloss sind wir so ziemlich an dem Punkt der Runde, der am weitesten entfernt von zuhause ist. Skaten mit Blähungen hat auch was :/. Sonst fühl ich mich gut, nur der Bauch...

Ein paar hundert Meter weiter kommt die Abfahrt, die mir als so toll angepriesen wurde, und sie ist toll. Einfach laufen lassen mit Sicht auf die Berge, zwischendurch durch Wald, Herz, was willst Du mehr? Hans-Guck-in-die-Lufts sollten aber vielleicht trotz Asphalt ab und an auf die Straße schauen, manchmal liegen doch Steine da und einmal sogar ein fetter Ast

Leider hat die Abfahrt irgendwann ein Ende und wir müssen wieder arbeiten für die Kilometer. Der nun relativ rauhe Asphalt schüttelt mein Gedärm durcheinander, das hilft ein bisschen.

Weiter hinten sind Blitze, das gefällt mir weniger. Das Gewitter ist zwar weit weg, aber ich habe kein Interesse daran, auf der Ebene rein zu fahren. Außerdem frischt der Wind auf. Mir ist klar, das ich mit meinen Bauchschmerzen nicht wirklich schnell genug zu Hause bin. Aber es ist ein Unterstand in der Nähe, also entscheiden wir uns, dass ich mit Sohn und Hund warte und GG nach Hause düst (er ist ja schon besser im Training) und das Auto holt. Es fängt doch auch zum Regnen an, aber wir haben es in "unserem" Maschinenschuppen schön trocken. Die Blitze haben sich irgendwie verzogen, wollten wohl nur mal hallo sagen. Und dann kommt von hinten die Sonne, ich denk schon - und er ist da, ein wunderschöner Regenbogen. Das ist doch eine wunderbare Entschädigung für die nicht zu Ende geführte Tour.





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...   Erstellt am 13.07.2009 - 18:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Nach längerer Zeit stehe ich mal wieder auf den Skikes. Es hatte die ganze Zeit sehr viel geregnet, das traute ich mir noch nicht so zu. Und Zeit – ja, die war auch Mangelware. Aber heute, eine Umplanung einer Feier verschaffte mir eine unverhoffte Lücke und das Wetter war ok, geht es mal wieder. Erste Feststellung: irgendwas hat in der Pause gesickert. Ich steh auf den Dingern und fühle mich wohl. Nächste Feststellung: Trotz anderweitiger Bewegung in der Zwischenzeit hat die Kondition gelitten. Die Schienbeine ziehen, die Arme sind schnell Matsch.
Wir fahren die kleine Runde, die mit jenem bewussten “kleinen Hügel”. Das Stück aufgerissene Straße ist immer noch aufgerissen, aber Doppelstockschub ist ja auch eine schöne Technik Teilweise bekomme ich sogar einen Skate-Schritt hin. Der Weg geht zäh, es mahlt, der Untergrund ist einfach feucht.
Besagter Hügel schrumpft irgendwie tatsächlich oder es ist einfach die Freude, mal wieder zu skaten. Jedenfalls hängt die Zunge nicht so weit unten, dass ich drüberstolpern würde. Vielleicht hat die Kondition doch nicht so sehr gelitten?
Die Natursteinplatten am Ende der Strecke sind immer noch haarig, da ist selbst Doppelstockschub schwierig.Und am Anfang überlegte ich irgendwo, wo kurze Kopfsteinreihen zwischen Betonplatten-Untergrund auf dem neu verlegten Gehweg sind ernsthaft, doch mal Gummipads auszuprobieren, da mein Ehegespons mir mal wieder einen Stock nachtragen durfte – und ich heilfroh war, dass die Schlaufe sich in so einem Fall langzieht.
Die Runde war kurz (irgendwie wird sie immer kürzer), aber ich muss halt doch noch schnell unter die Dusche jetten, bevor ich mich wieder unter's Volk trauen kann...





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