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Caliope  fühlt sich hier sowas von wohl...:-))
  

Status: Offline Registriert seit: 30.01.2006 Beiträge: 72 Nachricht senden | Erstellt am 22.02.2006 - 16:02 |  |
Sollte mein Beitrag hier falsch sein, dann verschiebt ihn bitte...
Ich war heute bei einem Durchgangsarzt wegen einer Mit- bzw. Weiterbehandlung. Mein Hausarzt wollte abklären lassen, ob ein chirurgischer Eingriff notwendig ist.
Nun war ich da heute Morgen und konnte mir heute Nachmittag schon den Bericht für den Hausarzt abholen. Zu dem ganzen Chirurgen-bla bla und Fachchinesisch der abschließende Satz:
Eine Adipositas dieses Ausmaßes ist erfahrungsgemäß nur chirurgisch therapierbar. Ich stelle die Überlegung der Implantation eines Magenbandes anheim.
Da gehe ich zu diesem Arzt wegen eines KTS - Karpal Tunnel Syndroms hin und der hat nix besseres zu tun als sowas meinem Hausarzt vorzuschlagen? Ja, kann dieser blöde Chirurg mich nicht selber darauf ansprechen?
Ist der einzige Weg der Gewichtsreduzierung heute nur noch das Magenband oder was? Der Typ hat mich nicht mal gefragt ob ich jemals wegen meines Übergewichts in Behandlung war, eine Diät gemacht habe oder eine Therapie hatte.
Leute, ich bin aber sowas von wütend, wütender geht's gar nicht!  
Man reiche mir bitte eine 
[Dieser Beitrag wurde am 22.02.2006 - 16:04 von Caliope aktualisiert]
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Holly  die nur nach ihrer eigenen Pfeife tanzt...
   

Status: Offline Registriert seit: 07.12.2005 Beiträge: 887 Nachricht senden | Erstellt am 22.02.2006 - 18:37 |  |
Ach Caliope bitte hier:
,
ich kann Deine Wut verstehen, auch wenn ich nicht ganz im Bilde bin, über Deine Krankheitsgeschichte, also Du bist zum Chirurgen gegangen wg KTS und der schreibt in Deinen Bericht das mit dem Magenband?
Und was sagt Dein Hausarzt zu dem Thema? Hast Du mit ihm schonmal über eine Therapie wg ÜG gesprochen? Machst Du eine Thera wg Essstörungen? Ich denke, daß sich bei den Chirurgen eine AC-Fraktion gebildet hat, die Methode wird ja auch von Patienten nachgefragt, aber letzten Endes ist das ja nur eine 'Empfehlung', das heisst ja nicht, daß Dich irgend jemand zwingen kann, das zu machen.
Holly
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Molly  ...ißt nichts, was Augen hat!
   

Status: Offline Registriert seit: 24.11.2005 Beiträge: 84 Nachricht senden | Erstellt am 22.02.2006 - 23:14 |  |
@ Caliope
Weißt Du was? Da würde ich mir an Deiner Stelle ein Ei drauf pellen 
Der Arzt kann viel meinen und viel vorschlagen. Wie Holly schon sagt, deswegen mußt Du Dich ja nun nicht operieren lassen.
Du fühlst Dich bestimmt nur angegriffen, kritisiert wegen Deinem Gewicht. Das tut weh, das kenne ich. Obwohl es wahrscheinlich blöd ist, sich angegriffen zu fühlen, er will Dir ja eigentlich nicht an den Karren fahren, sondern Dich nur warnen, was Dein Übergepäck anrichten könnte.
Wenn Du zum Arzt gehst mit nem gebrochenen Bein und er sagt Dir daneben, dass er noch Bluthochdruck entdeckt hat bist Du ja auch nicht sauer. Sieh es doch mal so 
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Caliope  fühlt sich hier sowas von wohl...:-))
  

Status: Offline Registriert seit: 30.01.2006 Beiträge: 72 Nachricht senden | Erstellt am 23.02.2006 - 08:41 |  |
Sicherlich fühle ich mich angegriffen, das will ich gar nicht bestreiten . Ich finde es echt bescheuert, daß der Arzt nicht die Notwendigkeit darin gesehen hat mich mal direkt darauf anzusprechen.
Mit keinem Wort erwähnte er seine "Empfehlung" mir gegenüber, aber dem Hausarzt teilt er sie mit. Ist doch lächerlich - ich bin doch nicht entmündigt oder sowas.
Holly hat schon Recht wenn sie schreibt, daß sich da wohl eine AC-Faktion in der Ärzteschaft der Chirurgen gebildet hat. Scheint eine Mode-OP geworden zu sein.
Ein gewissenhafter Arzt hätte meines Erachtens vor Abgabe einer operativen Empfehlung gefragt, ob jemals etwas gegen das ÜG gemacht wurde.
Ich finde die Grundeinstellung einfach bescheuert : zu dick = OP.
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Maggie ...die Bienenbetörerin ;)
   

Status: Offline Registriert seit: 22.11.2005 Beiträge: 306 Nachricht senden | Erstellt am 23.02.2006 - 14:57 |  |
@ Caliope
Hast Du schon daran gedacht, dass er es deswegen Deinem Hausarzt vorgeschlagen hat, weil der Deine Krankengeschichte (ob schon mal was gegen das Übergewicht versucht wurde etc.) kennt und das dann mit Dir besprechen kann wenn es überhaupt für Dich in Frage kommt?
Mag schon sein, dass AC in Mode ist bei den Chirurgen aber deswegen wird ja nun keiner gezwungen. Jeder hat die Wahl, was er macht oder nicht oder sehe ich da was falsch? 
Mein Arzt hat mit mir auch darüber geredet, was das Gewicht langfristig mit meinem Körper macht. Ich hatte auch Zeiten, wo ich ihm am liebsten den Stinkefinger gezeigt hätte aber ich habe inzwischen (weil ja nun leider auch einiges von dem was er vorausgesagt hatte eingetreten ist ) eingesehen wie sehr ich mir selbst geschadet habe.
Eigentlich sollte man auf sich selber sauer sein, weil man sich so zurichtet 
Sauer auf die sein, die es einem sagen oder Lösungen anbieten (auch wenn man sie nicht für gut hält) ist zwar einfach aber im Endeffekt schadet man doch nur sich selbst 
Maggie
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Holly  die nur nach ihrer eigenen Pfeife tanzt...
   

Status: Offline Registriert seit: 07.12.2005 Beiträge: 887 Nachricht senden | Erstellt am 23.02.2006 - 16:27 |  |
Hm, also ich kenne jetzt nicht die ganze Geschichte, aber ich vermute mal einfach, daß Caliope sich mehr drüber aufregt, daß der Chirurg da einfach über ihren Kopf hinweg irgendwelche Empfehlungen ausspricht, ohne einfach mal mit ihr persönlich zu sprechen. Das können viele Ärzte, vor allem Chirurgen gut, den Patienten als 'Fall' betrachten, über den man sich mit 'Kollegen' austauscht, aber den Menschen, der dahinter steht nicht mehr sehen. Das wird denen leider auch in der Ausbildung nicht beigebracht, und nicht alle Mediziner haben aus reiner Menschenliebe Medizin studiert. Ich denke, es ist auch eine Gratwanderung, auf der einen Seite immer die für jede Seite (der Patient, die Klinik, die Krankenkassen etc) die richtige Entscheidung treffen müssen, und das möglichst schnell (wg Zeitdruck etc). Dieses Bild vom bornierten überbezahlten Weisskittel, der selbstverständlich von ÜG und den daraus (nicht) folgenden Krankheiten keine Ahnung hat und sich nur mit ahnungslosen Dicken per AC die nächste Segeljacht finanzieren will ist ja immer schnell herbeizitiert, aber wie gesagt, man muss es ja nicht machen. Meines Wissens ist auch noch keiner zwangsoperiert worden.
Caliope, ich denke, daß Dein Hausarzt auf jeden Fall der bessere Gesprächspartner ist, über Wege zu reden, wie Du auf lange Sicht Deine ES und Dein ÜG zur Verganenheit machen kannst. Machst Du eine Thera, Caliope?
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Ulli Glühwürmchen vom Dienst :-))
    

Status: Offline Registriert seit: 12.11.2005 Beiträge: 711 Nachricht senden | Erstellt am 23.02.2006 - 16:47 |  |
Die Bemerkung über Adipositas steht ja wohl in jedem Arztbrief, auch wenn Du nur wegen Hühneraugen da warst 
@ Caliope
Der Arzt war nur so eingeschüchtert, der hat gewußt, dass Du die zückst, wenn er Dir wegen dem Gewicht kommt 
Nein, im Ernst, ich kann schon verstehen, dass Du angesäuert bist, dass er Dich nicht selbst angeprochen hat. Maggie könnte aber auch richtig liegen, dass der nur gemeint hat der Hausarzt würde es schon einschätzen können 
Adipositaschirurgie ist so ein Thema für sich. Wäre für mich nie in Frage gekommen. An einem gesunden Körper herumschnippeln ist für mich nur die allerletzte aller Möglichkeiten. Wenn jemand natürlich 200 kg hat und sonst sowieso an den Folgen sterben würde und es nicht anders schafft, ist es sicher besser als einfach nichts zu tun.
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Caliope  fühlt sich hier sowas von wohl...:-))
  

Status: Offline Registriert seit: 30.01.2006 Beiträge: 72 Nachricht senden | Erstellt am 24.02.2006 - 09:25 |  |
Danke für die verschiedenen Sichtweisen die Ihr hier alle gepostet habt. Nach reiflicher Überlegung hat wohl jeder irgendwie Recht. Vielleicht spielt auch eine Rolle, daß ich nun nach dieser Empfehlung von meinem Hausarzt auf mein ÜG angesprochen werde und sich somit etwas in Gang setzt mit dem ich nicht umgehen kann.
Dennoch hat Holly genau den Punkt erkannt um den es mir eigentlich geht. Ohne irgendein Gespräch eine Empfehlung auszusprechen und dann gleich eine OP vorzuschlagen.
Es ist ja nicht so, daß ich mit Scheuklappen durch die Gegend renne. Mein Übergewicht ist ja auch nicht zu übersehen.
Übrigens: eine Therapie mache ich nicht, habe auch noch keine gemacht. Von meinem Hausarzt ist nie irgendetwas hinsichtlich meines Übergewichts angesprochen worden. Eine Diät habe ich mal vor Jahren aus eigenem Antrieb gemacht, aber JoJo läßt grüßen.
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Nora  fühlt sich hier sowas von wohl...:-))
  

Status: Offline Registriert seit: 23.02.2006 Beiträge: 414 Nachricht senden | Erstellt am 24.02.2006 - 11:43 |  |
Hallo Caliope,
wenn ich da als Neue gleich mal meinen Senf dazugeben darf:
Chirurgen sind keine Therapeuten und sicher nicht prädestiniert für den sensiblen Umgang mit Patienten 
Ich kann gut verstehen, dass Du Dich übergangen gefühlt hast. Ich vermute, dass der Chirurg keine Lust auf Ursachenforschung hatte und das lieber Deinem Hausarzt überlassen wollte.
Ich finde, Du hast ganz richtig erkannt, dass Dein "Problem" ist, dass durch diesen Chirurgen etwas angeschoben wurde, was Du eigentlich gar nicht thematisieren wolltest. Du warst ganz froh, dass Dein Hausarzt sich zu dem Thema ausgeschwiegen hat.
Eine Essstörung verschwindet allerdings nicht von alleine und schon gar nicht durch eine Diät 
Meiner Meinung nach kann man eine Essstörung nur durch Therapie heilen, wobei es allerdings ein Kunststück ist, die richtige Therapieform und auch die/den richtige(n) Therapeuten/in zu finden.
Nach dem was ich weiß ist eine Verhaltenstherapie für Essgestörte wohl eine gute Lösung. Mir persönlich hat es jedenfalls sehr geholfen! 
Nora
[Dieser Beitrag wurde am 24.02.2006 - 11:47 von Nora aktualisiert]
Signatur Eine Hälfte der Netzteilnehmer versteht die Ironie nicht, die zweite Hälfte sieht Ironie ungern, weil dann ja die erste falsch reagieren
könnte, und der Rest ist dünn gesät.
(Ulrich F. Heidenreich in dang)
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Holly  die nur nach ihrer eigenen Pfeife tanzt...
   

Status: Offline Registriert seit: 07.12.2005 Beiträge: 887 Nachricht senden | Erstellt am 24.02.2006 - 16:40 |  |
Nora,
*strengguck*
nein, als "Neue" hat frau gefälligst still abzuwarten bis man angesprochen wird...
Ich denke auch, daß AC bei Essstörungen das alllerletzte Mittel sein sollte, und wenn überhaupt nur nach vorheriger und begleitender Therapie. Das ist jetzt meine Laiensicht, aber mit ein bisschen Verstand sollte jedem einleuchten, daß eine Störung die vom Kopf her kommt nicht durch einen Eingriff am Magen behoben werden kann.
Im übrigen hat Ulli Recht, Ärzte schreiben das immer mit rein. Müssen sie auch. Und daß Ärzte einen auf das ÜG ansprechen gehört zu ihrem Job, mein Zahnarzt empfiehlt mir Zahnseide und die Friseurin Spülung. Daß es einen anfrisst kann ich aber auch verstehen, es kommt halt immer drauf an, warum man hingeht.
Daneben kann man als Laie ja nicht durchschauen, worauf sich ÜG alles auswirken kann, zB wusste ich bis vor kurzem nicht, daß bei Frauen oft Zyklusstörungen durch ÜG auftreten, da in den Fettzellen auch Hormone gebildet werden.
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