TheFab  Literaturkenner

Status: Offline Registriert seit: 06.11.2006 Beiträge: 277 Nachricht senden | Erstellt am 30.03.2008 - 11:01 |  |
Hallo liebe Forenuser.
Leider weiß ich nicht mehr genau, in welchem Alter ich die folgende Kurzgeschichte verfasst habe. Heute kann ich darüber, was ich damals zusammen getippt habe, nur lachen.
Nun möchte ich euch an dieser kleinen Geschichte teil haben lassen und werde sie vom Blatt direkt hier her rein tippen.
Also viel Spaß beim Lesen (auch wenn das Ende ein wenig komisch ist) *g*.
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Ein gemeiner Einfall und ein kluger Entschluss
Es war Ferienbeginn, als ich mit meiner Familie (meinen Eltern, meiner Schwester, 7, und meinen Brüdern, 12 und 14) ans Meer fuhr. Nach der Ankunft packten wir unsere Koffer aus. Wir bewohnten ein einstöckiges Ferienhaus. Das Untergeschoss bestand aus der Küche, dem Wohnzimmer, einem Vorraum und dem Speisezimmer. Eine Treppe führte in das Obergeschoss mit drei Schlafzimmern sowie Bad und WC.
Am ersten Abend ging ich am Strand spazieren. Ich spürte, dass mich jemand verfolgte, ging aber weiter. Am Strand angekommen, bewunderte ich den Sonnenuntergang.
Ich zuckte zusammen, als mich eine verkratzte, unheimliche Stimme ansprach: "Hallo, du dort, wie hast du hierher gefunden?"
Ich erschrak derart, dass ich kreischend nach Hause rannte.
Daheim erzählte ich meiner Familie von dem unheimlichen Vorfall. Nachdem ich wahrheitsgemäß berichtet hatte, wurde ich das Gefühl nicht los, dass man mir nicht glaubte, denn mein Vater sagte: "Ich glaube, du siehst zu viel fern. Geh auf dein Zimmer und denke ein wenig darüber nach."
Ich gehorchte ohne Widerstand. Während ich hinauf ging, wurde unten im Wohnzimmer über mein Erlebnis weitergeredet. Mein Bruder Richard meinte kichernd: "Sie hatte ja wirklich Angst, als ich sie mit verstellter Stimme ansprach."
Als die anderen das hörten, wurde ihnen bewusst, dass ich mir die Geschichte doch nicht ausgedacht hatte. Die Eltern und meine beiden anderen Geschwister waren Richard böse deswegen. Und Julian meinte verärgert: "Dass du ihr schon seit einem halben Jahr versuchst ihr mit Geistern und Gespenstern Angst zu machen, konnte ich ja noch verstehen, weil ich es nur als Scherz empfand. Aber warum du sie heute so erschreckt hast, ist mir nicht mehr begreiflich."
"Es reicht," unterbrach ihn Vater. "du brauchst hier keine Volksreden zu halten. Ich verstehe auch so, was du mir sagen willst. Richard, ich möchte nicht, dass so etwas noch einmal vorkommt. Habe ich mich klar ausgedrückt?"
"Ja" antwortete Richard etwas betreten.
Ich war in der Zwischenzeit auf meinem Zimmer und lag traurig auf meinem Bett, als die Tür geöffnet wurde und mein Vater hereintrat. Er erzählte mir von Richards Geständnis und bat mich, ich solle zum Essen hinunterkommen. Ich hatte aber keine Lust und verbrachte den ganzen Abend auf meinem Zimmer.
Ein paar Tage später:
Bis jetzt war ich nicht mehr am Abend an den Strand gegangen und hatte meine Ruhe. Doch schließlich wagte ich es an diesem Abend, vor dem Essen das Haus zu verlassen. Ich war an den Strand gegangen, als ich wieder diese verkratzte, unheimliche Stimme hörte. Ich zuckte abermals zusammen und rannte nach Hause. Ich war so erschrocken, dass ich überhaupt nichts sagen konnte, sondern so schnell wie möglich aufs Zimmer gehen wollte. Auf meinem Zimmer kam ich zur Ruhe.
Niemand kam um nach mir zu sehen. Ich war den ganzen Abend allein. Nachdem alle schlafen gegangen waren, herrschte ungewöhnliche Stille. Kurz davor war Vater gekommen und hatte "gute Nacht" gewünscht.
Ich konnte keinen Schlaf finden. Gegen 12 Uhr hörte ich ein knarren. Ich hatte Angst und versteckte mich unter der Decke. Die Tür zu mir wurde geöffnet, und ich gerüttelt. Ich bekam so einen schreck, dass ich mich nicht mehr zurecht fand.
Plötzlich wurde das Licht angedreht und ich wurde blitzartig los gelassen. Als ich es wagte von der Decke hervor zu kommen, erblickte ich Vater, der das Licht angedreht hatte. Er musste von meinen Schrei geweckt worden sein. Aber nicht nur er war im Zimmer, das ich mit meiner Schwester teilte, sondern auch Richard!
Ich begriff, dass Richard derjenige war der mir Angst eingejagt hatte. "Vater, was geht hier vor und was hat das alles zu bedeuten?" Er sagte nichts und kommandierte Richard aus dem Zimmer. "Er hat sich bei Tisch verraten." meinte Vater. Ich verstand und wünschte "gute Nacht".
Am nächsten Morgen sagte Vater: "Eure Mutter und ich haben uns zu einer folgenden Entscheidung geeinigt. Und zwar: Richard wird zu seinem Gunsten einen Privaterzieher bekommen. Melanie und Julius bleiben uns gebunden." "Manuela hast du dir schon Gedanken gemacht, wie es mit dir weiter gehen soll?" fragte Mutter. Ich nickte und meinte: "Ich hatte mir überlegt, ob ich nicht ein Internat besuchen sollte, nach dem was hier für Umstände geschehen sind."
Meine Eltern konnten mich verstehen. "Ich kann gut verstehen, was du zur Zeit empfindest. Und deine Mutter glaub ich sieht es genauso." Diese nickte.
Der Tag neigte dem Ende zu. Schon am nächsten Tag fuhr man nach Hause.
Ich kam in ein Internat. Richard erhielt einen strengen Privaterzieher, die anderen blieben so wie sind. In Zukunft tauchten keine Probleme auf.
Ende
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TheFab  Literaturkenner

Status: Offline Registriert seit: 06.11.2006 Beiträge: 277 Nachricht senden | Erstellt am 31.03.2008 - 13:48 |  |
Hi Lykanthrop.
Nein, nicht wenn man da schon in der Hauptschule sitzt... Aber wie gesagt, vielleicht war ich da auch schon wesentlich älter. Eine Schreibmaschine bekam ich, bevor ich in die Handelsschule kam (da war ich schon 15, wenn ich mich richtig erinnere). Und einen PC bekam ich rund 6-8 Monate später (ich habe also nicht lange mit der Schreibmaschine gearbeitet).
Grob geschätzt jetzt jedenfalls. So gesehen könnte man das nicht mehr als "Kindertagen-Geschreibsel" betrachten. Wie dem auch sei. Für mich kommt es wie eine Ewigkeit vor, dass ich diesen Text mal geschrieben habe. Also wenn da nicht mindestens 10 Jahre seit dem vergangen sind, weiß ich auch nicht *g*. 
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