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Sita ...
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Registriert seit: 13.12.2006
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...   Erstellt am 13.12.2006 - 21:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Vergangenheit und Gegenwart - When a man loves a woman




1.Ein erstes Treffen


Sie war einsam und jeder wusste das. Jeden tag saß sie vor der Haustür und passte auf ihre jüngeren Geschwister auf, die auf der Straße spielten. Niemand tat es außer ihr. Der Tod ihrer Eltern lag nun fast einen Monat zurück. Dieser schreckliche Unfall hatte die ganze Familie geschockt, aber niemand hatte sich nach den Kindern erkundigt. Weder die Tanten und Onkel, noch die Großeltern. Niemand. Nur sie hatte sich entschieden, die Verantwortung für die Kleineren zu tragen. Und dabei war sie erst 12!


An diesem Morgen war eigentlich alles wie immer. Außer dem seltsame Gefühl, welches Lindsay den kompletten Weg bis zu ihrem neuen Arbeitsplatz verspürte. Irgendetwas stimmte nicht. Aber dennoch konnte sie nicht genau beurteilen was für ein Gefühl es war. Wurde sie beobachtet? Trachtete ihr jemand nach ihrem Leben? Waren ihre Freunde in Gefahr? Lindsay fand keine Antwort. Der Highway war um diese Zeit immer gnadenlos verstopft. Lindsay wusste das. Früher war sie fast täglich auf dieser Strecke gefahren. Früher.


Im Büro der BAU- Einheit herrschte an diesem Morgen ein hektisches Kommen und Gehen. Pressefotografen umringten den Helden, der gestern in den frühen Abendstunden eine gesamte Familie aus einer Bank gelotst hatte, die kurz zuvor von einem maskierten Mann als Geisel genommen worden waren. Zweifelsohne genoss Frederik Bader das ganze Theater, das man um ihn machte.
“Der Typ führt sich auf, als ob nur er allein an der Sache beteiligt gewesen wäre. Dabei hat er es nur uns zu verdanken, dass er überhaupt in der Lage ist heute hier zu sein.”
JJ blickte verärgert drein. Wenn es etwas gab, dass sie so richtig auf die Palme brachte, dann waren es Menschen, denen das Schicksal anderer eigentlich total egal ist und die sogar über Leichen gehen würden, nur um im Rampenlicht zu stehen.
“Wenn du jetzt den gleichen Gedanken hast wie ich, JJ, dann rate ich dir wirklich , nicht die Beherrschung zu verlieren. Den Typen brauchen wir schließlich noch.”
Die Worte ihres Kollegen schienen bei JJ Wirkung zu zeigen. Sie wusste, was auf dem Spiel gestanden hatte und wer für den erfolgreichen Ausgang verantwortlich gewesen war.
“Du hast recht, Derek. Es nutzt sowieso nichts diesen Reportern die Wahrheit zu erzählen, solange sie fest im Glauben sind, die Story des Jahres gefunden zu haben.
JJ seufze leise und wandte sich um, um zurück an die Arbeit zu gehen.
Morgan blickte ihr hinterher. Aus irgendeinem ihm unerfindlichen Grund tat sie ihm leid. Jedes mal, wenn das BAU- Team zu einem Fall hinzugezogen worden war, bei dem bereits die Medien eingeschaltet waren, hatte sie die wohl zu diesem Zeitpunkt schwerste Aufgabe zu bewältigen, um zu verhindern, dass die Reporter die Ermittlungen nicht störten oder sogar gefährdeten. Aber Dank dafür erhielt sie immer nur von ihren Kollegen oder hin und wieder mal von ihrer Familie. Die Medien hielten sich immer brav zurück bei ihr.
Morgan verstand den Ärger seiner Kollegin nur zu gut. Allerdings war er sich auch bewusst, dass JJ durchaus in der Lage war, ihren Frust immer schön zu Hause zu lassen, damit sie sich ungestört auf ihre Arbeit konzentrieren konnte.


Als sich die Unmengen von Reportern allmählich zurückgezogen hatten, rief Gideon alle Mitarbeiter in sein Büro. Die abschließende Vernehmung von Bader musste noch einen Augenblick warten.
“Leute. Ich habe wirklich nicht im Sinn, euch jetzt allzu lange von eurer Arbeit abzuhalten. Allerdings habe ich eine Neuigkeit, die unser Team betrifft. Im Laufe des Vormittags werden wir hier eine neue Mitarbeiterin begrüßen können. Also falls ihr in den nächsten Stunden irgendwann einmal eine fremde Person in der Vorhalle bemerken solltet, braucht ihr nicht gleich eure Waffen zu ziehen und den Sicherheitsdienst zu rufen. Bringt sie einfach zu mir ins Büro. Alles klar?”
“Und wer ist diese Person, die uns ab heute mit ihrer Anwesenheit beglücken wird?”
Gideon drehte sich in seinem Schreibtischstuhl nach links und griff nach einer Akte, die ganz oben auf einem der Stapel lag. Nach kurzem Prüfen des Inhalts hielt er sie Morgan unter die Nase.
“Hier, bitte.”
“Danke, Jason.”
Derek griff nach der Akte und öffnete sie. Die anderen drängten sich um ihn, um auch einen Blick in die Akte werfen zu können.
“Die ist ja atemberaubend schön. Und der traust du wirklich zu, hier zu arbeiten, Jason?”
Elle zweifelte zurecht. Sie wusste schließlich ziemlich gut, was in diesem Beruf alles passieren konnte. Hier waren Menschen mit guten Nerven gefragt, die selbst in den aussichtslosesten Situationen einen klaren Kopf behalten konnten.
“Also ich könnte mir schon vorstellen, dass sie ziemlich gute Nerven hat. Es kommt schließlich nicht alle tage vor, dass jemand mit sechs jüngeren Geschwistern aufwächst, nachdem die Eltern verunglückt sind.”
“Spence, drück dich bitte etwas klarer aus.”
“Na ja, dann les doch mal den Lebenslauf. Darin steht ganz deutlich, dass sie wohl mit ihren Geschwistern allein groß geworden ist, nachdem ihre Eltern verstorben waren.”
Elle nahm Morgan die Akte aus der Hand und begann sie nach dem Lebenslauf zu durchsuchen.
“Stimmt. Du hast recht. Aber sag mal, dieser Abgeordnete, der damals bei diesem Autounfall starb, soll wirklich der Vater von dieser Lindsay Palmer sein.”
“Zeig her!”
Wieder wechselte die Akte den Besitzer.
“Das glaube ich einfach nicht. Ich meine, es war ja schon vor seinem Tod bekannt, dass er nicht wenige Feinde hatte. Aber wenn ich mich richtig erinnere ist der Fall damals als Unfall abgehandelt und zu den Akten gelegt worden. Dabei ist der Unfallverursacher seit diesem Tag spurlos verschwunden.”
“Und worauf willst du hinaus? Hast du jetzt Angst, dass die Kleine nur auf Rache sinnt und womöglich Selbstjustiz üben will, Hotch?”
Aaron sah Gideon fragend an. In seinen Augen war diese Variante nahe liegend.
“Vielleicht sehen wir das alles ein wenig zu eng. Wir kennen diese Lindsay doch noch gar nicht. Deshalb sollte sie nicht ehe verurteilt werden, ehe wir irgendwelche Hinweise auf deine Vermutung haben, okay?”
Hotch nickte Reid zu. Er war bereit dieser Person eine Chance zu geben.
“Also Leute. Steht hier nicht so rum wie angewurzelt. Wenn ich mich recht erinnere haben wir noch jemanden im Vernehmungszimmer sitzen. Reid, Morgan, kümmert euch um den Kleinen.”
“Und scheut euch bitte nicht, ihn so richtig in die Zange zu nehmen.”
Alle wandten sich zu JJ um. Sie grinste.
“Was denn? Versteht ihr den keinen Spaß mehr? Hallo, das sollte nur ein kleiner Witz sein. Aber auch egal. Also, Jungs. Ab an die Arbeit!”
JJ’s Versuch die Gruppe ein wenig aufzulockern schien geglückt zu sein und alle außer Gideon verließen das Büro.
Er lehnte sich zurück und sah aus dem Fenster. Doch lange hielt die neugewonnene Stille nicht an.
“Verzeihung. Special Agent Gideon?”
Jason wandte sich zur Tür um.
“Ja? ..... Ah, Sie müssen Miss Palmer sein, hab ich recht?”
Die junge Schönheit nickte. Sie sah etwas verunsichert aus, was Gideon auch nicht entging.
“kommen Sie ruhig näher, ich beiße nur sehr selten.”
Lindsay lächelte ein wenig und ihre Nervosität schien sich etwas zu legen. Sie betrat das Büro und wollte gerade die Tür hinter sich schließen, als plötzlich Reid ins Büro stürmte und sie fast umgerannt hätte.
“Oh, Verzeihung. Ich störe doch nicht oder?”
Gideon schüttelte den Kopf.
“Nein. Ganz im Gegenteil. Darf ich dir Miss Lindsay Palmer vorstellen?”
Lindsay lächelte Spence an, woraufhin er verlegen zu Boden blickte. Ihr entging es nicht, dass er leicht errötete.
“Willkommen bei der BAU, Lindsay.”
Reid zwang sich zu einem Lächeln.
“Lindsay, das ist unser kleines Genie in der Abteilung. Dr. Spencer Reid.”
Lindsays Blicke wanderten von Gideon erneut zu Spence.
Just in diesem Moment als sich ihre Blicke trafen, musste sich Lindsay an das erinnern, was sie letzte Nacht geträumt hatte. Allerdings fiel dieser Traum eher unter die Kategorie der Albträume. Von Letzteren wurde sie schon seit dem Tod ihrer Eltern gequält. Und ausgerechnet Reid war in ihrem letzten Traum aufgetaucht. Lindsay zuckte zusammen und starrte vor sich hin. Ihr verstörter Blick gab Gideon und Reid allerdings einige Rätsel auf. Sie konnten ja nicht ahnen, was es mit diesen Träumen auf sich hatte.

2.Widerspruch über Widerspruch


“Und Sie sind sich wirklich sicher, dass der Täter das gesagt hat?”
“Hundertprozentig. Ja....... Ja, ich bin mir sicher.”
Derek lehnte sich in seinem Stuhl zurück und seufzte. Drei Stunden waren er und Reid nun schon damit beschäftigt, Frederik Bader zu dem gestrigen Vorfall in der Bank zu befragen.
“Finden Sie das denn nicht seltsam, dass Sie sich in den letzten Stunden ständig widersprochen haben? Ich meine, waren Sie gestern überhaupt in der Bank?”
“Was erlauben Sie sich!”
Bader sprang auf.
“Das ist ja wohl eine Frechheit sondergleichen. Glauben Sie etwa, dass ich mir das alles aus den Fingern gesogen habe, um im Mittelpunkt der Medien zu stehen? Das muss ich mir nicht länger bieten lassen. Ich werde mich bei Ihrem Vorgesetzten beschweren! Darauf können Sie sich wirklich verlassen. Guten Tag!”
Bader sprang auf und wollte gehen.
“Setzen!”
Morgans Stimme ließ ihn hochschrecken und in der Bewegung erstarren.
“Wenn Sie glauben, dass wir Ihnen die Geschichten, die Sie uns auftischen, abkaufen, dann sind Sie auf dem falschen Dampfer! Also, darf ich Sie bitten wieder Platz zu nehmen, denn wann dieses Gespräch beendet ist, bestimmen immer noch wir! Verstanden?”
Reid sah erschrocken zu seinem Kollegen hinüber. Selbst er hatte diese Reaktion nicht vorhersehen können. Dann wanderten seine Blicke langsam zu Bader, der wohl ebenfalls von den Worten überzeugt worden war und sich nun brav und ohne Widersprüche zurück an den Tisch setzte.
“Wo war ich vorhin stehen geblieben? Ahja, ich wollte Ihnen beiden gerade erzählen, was der Täter zu Beginn der Geiselnahme verlangt hatte.”
“Mr. Bader, es tut mir leid Sie unterbrechen zu müssen, aber sind Sie sich diesmal wirklich sicher, dass sich das alles so zugetragen hat? Immerhin haben Sie bereits dreimal völlig verschiedene Angaben zum Täter gemacht.”
Bader starrte Spencer ungläubig an.
“Wollen Sie damit etwas bestimmtes ausdrücken? Zweifeln Sie etwa an meiner Glaubwürdigkeit?”
“Nun ja......”
Reid war sich nicht sicher, ob er darauf eine genaue Antwort geben sollte. Für ihn war klar, dass Bader sich nur wichtig machen wollte, und das die Informationen von ihm nur wenig hilfreich waren. Denn jedes Mal wenn er sogar beteuerte, dass es sich so zugetragen habe, hatte er dieser Aussage 5 Minuten später schon wieder widersprochen. Aber im Gegensatz zu Morgan war Spence ganz und gar nicht daran interessiert, die Unterhaltung mit Bader weiterhin fortzusetzen. Er gab seinem Kollegen also ein Zeichen und verschwand kurz aus dem Vernehmungszimmer.
“Endlich.”
Reid seufzte leise.
“Hey, Spence. Geht es voran mit der Vernehmung?”
Spence zuckte zusammen. Lindsay stand neben ihm, aber ihr Kommen hatte er gar nicht bemerkt.
“J..j..ja, ich denke schon.”
Er spürte, wie sich seine Wangen röteten und blickte verlegen in eine andere Richtung.
“Hör mal.....”
Lindsay hielt inne.
“Kannst du mir vielleicht erzählen, was gestern eigentlich passiert ist?”
“Hat Gideon nichts davon erzählt?”
“Nein, kein Sterbenswörtchen. Aber wenn ich ehrlich bin, habe ich ihn auch nicht danach gefragt.”
Sie lächelte verlegen.
“Du willst das also wirklich wissen? Wieso?”
“Naja, sagen wir mal, das ich einfach ziemlich neugierig bin.”
“O..ok. Na dann will ich mal nicht so sein. Aber hier ist vielleicht nicht unbedingt der richtige Ort dafür.”
“Keine Sorge, ich folge dir ganz unauffällig.”
Bei diesen Worten konnten sich beide ein Schmunzeln nicht verkneifen und Spencers Anspannung schien sich ein wenig zu legen. Nach einer kurzen Strecke setzten sich er und Lindsay an den Tisch im Konferenzraum und er begann zu erzählen.
“Also, gestern in den späten Morgenstunden befanden sich in der Bank ungefähr sieben Personen. Kurz nach 11.35 Uhr betrat der Geiselnehmer als normaler Bankkunde getarnt die Filiale und stellte sich unauffällig in eine der Schlangen. Als er der Bankangestellten dann gegenüberstand, gab er vor, einseiner Tasche nach seinem Geldbeutel zu suchen und zog kurz darauf eine Waffe. Mit dieser Waffe bedrohte er zunächst die Angestellten und anschließend die Kunden. Frederik Bader, unser vermeintlicher Held, soll zu diesem Zeitpunkt bereits die Polizei verständigt haben, wenn man seinen Worten Glauben schenken darf.”
“Er soll die Polizei gerufen haben? Wie soll er das denn angestellt haben. Ich meine, wenn ein Geiselnehmer die Menge mit einer Waffe bedroht, sagt er doch meistens, dass sich keiner bewegen soll. Es muss doch aufgefallen sein, wenn einer der Geiseln plötzlich sein Handy zieht und beginnt eine Nummer zu wählen. Und selbst wenn das dem Geiselnehmer nicht aufgefallen sein sollte, hätte er doch spätestens dann Verdacht geschöpft, wenn die Polizei eingetroffen wäre, ohne dass die Alarmanlage ausgelöst worden wäre.”
“Ich sagte ja auch, dass man Baders Worten eher selten glauben kann. Der redet für meinen Geschmack einfach zuviel.”
“Aber jetzt mal was anderes. Wieso seid ihr eigentlich dabei, den Typen zu verhören? Ist das nicht Aufgabe der Polizei?”
“Nun in diesem Fall leider nicht.”
Lindsay und Spence schreckten hoch.
“Der Geiselnehmer ist der Polizei entwischt, aber Dank Baders ausgezeichnetem Gedächtnis konnte bereits ein Profil von dem Täter erstellt werden.”
Gideon legte die Akte auf den Tisch.
“Ihr könnt ja mal einen Blick reinwerfen. Ich sehe mal nach, wie sich Derek so mit unserem Kleinen angefreundet hat.”
Er ließ Spence und Lindsay mindestens genauso verdutzt zurück, wie er sie aufgefunden hatte. Unwillkürlich musste er lächeln.

“Ich frage Sie nun zum letzten Mal. Was ist gestern genau in der Bank vorgefallen?”
Morgan wurde von Minute zu Minute gereizter. Doch Bader schien sein Gesichtsausdruck nur wenig zu beeindrucken.
“Ich kann mir nicht helfen, aber es kommt mir wirklich so vor, als ob Sie denn ganzen Nachmittag nur damit vergeudet hätten, mir sinnlose Fragen zu stellen und am Ende doch nicht zuzuhören. Hab ich recht?”
“Nein, haben Sie nicht. Diese sinnlose Fragerei, wie Sie sie bezeichnen, hat nur dazu geführt, dass Sie sich die ganze Zeit über widersprochen haben. Und jetzt will ich endlich die Wahrheit hören!”
Morgan ballte die Fäuste.
“Wie ich sehe, sind Sie zu allem bereit. Schön, dann möchte ich mich Ihnen anschließen. Und deshalb werde ich ab jetzt gar nichts mehr zu diesem Thema sagen.”
“Na das werden wir erst noch sehen.”
“Morgan!”
Derek fuhr hoch und wandte sich um.
“Ich muss mit dir reden. Hast du einen Moment Zeit?”
“Wir sind noch nicht fertig, Bader. Verlassen Sie sich darauf.”
“Ich habe Zeit.”
Bader setzte ein wirklich fieses Lächeln auf, als er Morgan hinterher sah.

“Was gibt’s denn so dringendes? Ich war gerade so schön in Fahrt.”
“Das habe ich gemerkt.”
Gideon musterte den sich langsam abregenden Morgan genau. Für ihn war klar, dass spätestens jetzt eingegriffen werden musste.
“Wenn du nichts dagegen hast, werde ich mich ab jetzt mit ihm unterhalten.”
“Das kannst du vergessen. Bader schweigt wie ein Grab. Wahrscheinlich war er gestern nicht einmal in der Bank. Auf jeden Fall sind die Informationen, die er ausspuckt alles andere als hilfreich.”
Gideon grübelte.
“Hast du eine Idee, wie wir den Vogel zum Singen kriegen könnten?”
“Nun ja, vielleicht. Was würdest du davon halten, wenn wir jemanden zu Bader schicken würden, der über den Vorfall von gestern so gut wie gar nichts weiß.”
“Meinst du Lindsay?”
“Ganz genau. Das wäre zudem noch eine gute Gelegenheit um herauszufinden, was die Kleine so auf dem Kasten hat, oder nicht.”
Derek nickte.
“Hoffentlich kriegt sie etwas mehr raus.”
“Ich bin mir sogar ziemlich sicher, was das angeht.”
Gideon wandte sich ab.

“Lindsay? Hast du gerade was zu tun?”
Lindsay saß immer noch mit Reid am Tisch und ließ sich von ihm über die gestrigen Geschehnisse aufklären.
“Ich weiß nicht. Sind wir hier fertig, Spence?”
“Eigentlich schon.”
“Alles klar. Lindsay, ich habe eine Aufgabe für dich.”
“Wirklich? Was denn?”
“Frederik Bader zu befragen.”
“Frederik Bader? Ich dachte, Derek kümmert sich darum.”
“Das stimmte auch. Zumindest bis vor kurzem. Allerdings sind die Angaben von Bader nur wenig hilfreich, was unsere Ermittlungen angeht.”
“Und was soll ich jetzt genau daran ändern, wenn selbst Morgan nichts aus Bader herausbekommt?”
“Nun, ich dachte mir einfach, dass Bader jemandem wie dir, der nichts über den gestrigen Vorfall weiß, alles haarklein erzählen würde.”
“Ah. Na gut. Ich versuche mein Glück”
“Das höre ich gern.”
Gideon führte Lindsay zum Vernehmungszimmer. Reid folgte den beiden.
“Lindsay?”
“Ja?”
“Wenn du Hilfe brauchen solltest oder es sonst irgendwelche Probleme geben sollte mit Bader, ich bin immer in der Nähe.”
“Danke, Spence. Dann bin ich ja beruhigt.”
Reid wurde verlegen und versuchte Lindsays Blicken zu entgehen. Sie lächelte und betrat das Zimmer.
“Sie wird das schon schaffen, Reid.”
“Bestimmt.”
Spence seufzte.
“Nanu, was war das denn?”
“Was? Äh.. Nichts. Ich hab nur gerade daran gedacht, was los wäre, wenn Lindsay nichts herausfinden würde, was uns weiterhelfen könnte.”
“Lass den Kopf nicht hängen, Spence. Ich bin mir sicher, dass Lindsay in der Vernehmung einige Asse im Ärmel haben wird. Die lässt sich nicht so leicht für dumm verkaufen.”
Gideon und Reid sahen zu Morgan hinüber. Doch der schien ihre Blicke zu ignorieren, indem er gespannt in das Vernehmungszimmer sah.

“Mr. Bader?”
“Ja? Ah, hat ihr Kollege sich etwas beruhigt? Ich hatte schon Angst, dass der mir gleich an die Gurgel gehen würde.”
“Was das angeht, brauchen Sie sich wirklich keine Sorgen zu machen. Ihnen wird nichts passieren. Allerdings würde ich von Ihnen gerne erfahren, was gestern genau passiert ist.”
“Geht das schon wieder los? Ich habe bereits alles gesagt, was ich weiß. Und außerdem bin ich müde und möchte bitte nach Hause.”
Bader wandte den Kopf um. Lindsay sah ihn von der Seite an und grübelte über ihre weitere Vorgehensweise nach. Dieser Typ war wirklich eine harte Nuss. Auf einmal hatte sie einen Einfall.
“Ich mache Ihnen eine Vorschlag. Wie wäre es, wenn Sie mir jetzt noch einmal alles ganz genau erzählen und ich dann höchstpersönlich dafür sorgen werde, dass man Sie nach Hause fährt?”
“Werdern Sie mich nach Hause fahren?”
Lindsay wurde etwas unsicher. Sie ließ sich aber nichts anmerken.
“Wenn es wirklich sein muss.”
“Ich bestehe darauf.”
Lindsay seufzte. Wenigstens wäre das geklärt gewesen. Allerdings stellte sie sich schon jetzt auf ein sehr langes Gespräch ein.

[Dieser Beitrag wurde am 16.12.2006 - 19:55 von Sita aktualisiert]





Signatur
Lindsay:
"Wenn es etwas gibt,dass ich am meisten fürchte,dann ist es eine Welt,in der du nicht existierst."


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