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Sturmvogel Hobby-Autor Status: Offline Registriert seit: 30.01.2007 Beiträge: 169 Nachricht senden |
eine kleine Kurzgeschichte von mir...^^ die Bedeutungen der Namen sind Frei erfunden ^^ Wir wurden geblendet von magischen Lichtern den goldenen Kronen der Wellen geweiht Wir stürzten uns lachend ins eigene Verderben vom Leben berauscht und zur Abfahrt bereit. Ja, dieses Leben war wohl ihr Verderben. „Pass auf, komm dem Wasser nicht zu nah...“ vernahm er die besorgte Stimme seiner Partnerin. Er sah ihr in die Augen. „Nein nein, ich werde schon aufpassen...“ Er zwang sich zu einem Lächeln. Der Weg in die Fluten war der einzige Weg, diesem Leben zu entkommen, doch er konnte es ihr nicht antun. Doch vielleicht war das Meer angenehmer als ein ewiges Leben... wer wusste das schon? Sie tanzten weiter über den Silbersand, wirbelten sich herum, drehten sich im Kreise. Ja, sie war wirklich zu schön, ihre blasse Haut und ihre silbernen Haare, die im Schein der Sonne strahlten wie tausend kleine Diamanten auf Schnüren. Das gleiche dachte sie von ihm, er, mit seinen ungewöhnlichen Haaren in einem leuchtenden Blau, die sie noch nie gesehen hatte, doch sie waren nicht gefärbt. Lag das an ihrem Schicksal, keine normalen Menschen zu sein? Sie lächelte, dann nahm sie seinen Arm und zog ihn mit sich. „Warum zögerst du Haku? Lass uns tanzen!“ Sie lächelte, doch die Zweifel in ihm übermannten. „Ich weiß nicht... was, wenn wir das Wasser berühren?“ „Kohaku Negihayami, du bist ein elender Pessimist...“ Sie grinste ihn an, wie sie es immer tat, niedlich aber zeitgleich ein wenig verführerisch, dann rannte sie weiter. Ihre Augen funkelten, und so ließ auch Haku sich mitreißen. „Hey, Yuki, warte!“ Er rannte ihr hinterher, folgte ihren Fußspuren im warmen Sand. Wir sind wie im Fieber auf schaurigen Riffen in eisigen Wogen Sirenen verfallen passieren die Wracks von den anderen Schiffen und hören dort tausend Posaunen erschallen Haku ließ sich einfangen, tollte mit Yuki über den Strand, spielte mit ihr fangen. Sie merkten nicht, dass sie dem Wasser gefährlich nahe kamen, dem Wasser, das sie wieder zu dem machen würde, was sie eigentlich waren. Doch war es nicht besser als dieses Leben? Waren sie nicht einem Scharlatan auf den Leim gegangen, als er ihnen erzählte, dass ihr neues Leben besser werden würde, frei von Pflichten und Regeln, frei von Schmerzen, ein Leben, in dem sie ihre Beziehung ausleben konnten? Er hatte gelogen, das hatten sie längst bitter festgestellt. Er hatte sie belogen, hatte ihnen unwahre Dinge versprochen, doch wollten sie wirklich aus dem Leben unter Menschen fliehen? Wollten sie all das hinter sich lassen, was sie erlebt hatten? Wollten sie in stetiger Angst vor dem Meer leben? Plötzlich sah er zu Yuki, die wie versteinert dastand. „Was ist los?“ „Das Wasser...“ hauchte sie. Haku sah sie fragend an, dann sah er auf ihre Füße... sie stand knöcheltief im Meer! „Yuki... komm da weg!“ „Ich kann nicht Haku... es war der Schwur, ich kann nicht... irgendetwas hält mich fest!“ Sie sah ihn aus ihren großen Augen an. Langsam wurde ihr Bild schwächer, sie wurde schwächer, und ein leichter Wind kam auf, eine sanfte Brise, die Hakus Haut sanft streichelte. Yuki- der Wind. Sie würde wieder zu dem werden, was sie war, würde wieder ihre Brisen über das Land schicken. Haku schluckte. Er war dabei, Yuki zu verlieren! Er sah sie noch einmal lächeln, spürte ihren warmen Blick, dann verschwand sie gänzlich. Ein Kloß hatte sich in seinem Hals gebildet, er war unfähig, etwas zu sagen, und doch konnte er klar denken. So fasste er seinen Entschluss, und stieg langsam in die Fluten. Kohaku- das Meer. ----- Lyrix by: Tanzwut, taken from the song "Meer" | |||||
Lykanthrop ![]() Administrator ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Status: Offline Registriert seit: 07.09.2006 Beiträge: 2047 Nachricht senden |
Hihi, ich kenne das Lied dazu! =) Signatur ![]() | |||||
Elehn Literaturkenner Status: Offline Registriert seit: 19.01.2007 Beiträge: 474 Nachricht senden |
Ich habe mir überlegt, es scheint so oberflächlich, was die beiden da tun. Auf der einen Seite sind sie so fröhlich und tanzen, doch auf der anderen Seite das Aufgesetzte, die erzwungene Fröhlichkeit und innere Unzufriedenheit. Warum tanzen sie um das Wasser herum, das sie wieder zu dem macht, was sie waren? Wollen beide genau das und "tarnen" es als Unfall? Signatur Wake up! Wake up! There's an angel in the snow! ![]() | |||||
Torn ![]() Literaturkenner Status: Offline Registriert seit: 21.07.2007 Beiträge: 329 Nachricht senden |
Hübsche Geschichte ^^ Mir gefallen die Atmosphäre, die du geschaffen hast, und das traurige Ende. Und die Idee mit den eingefügten Songtexten ist gut. Auf die Rechtschreibfehler gehe ich jetzt nicht ein, denn es sind nicht viele.
Dieser Teil gefällt mir besonders als Einleitung sehr gut. Das Bild ist gut greifbar, man fühlt sich selbst von der Sonne gewärmt und kann den Sand unter seinen Füssen spüren. Das ist vor allem bei Erzählungen über den Strand nicht besonders schwer zu erreichen. Auch die Beschreibungen ihrer Aussehen gefallen mir, vor allem das Aussehen seiner Augen. Ihre Augen verwirren mich etwas. Mir ist klar, dass "sturmfarben" in Beziehung damit steht, dass sie der Wind ist, aber trotzdem: Welche Farbe hat der Sturm?
Wie kann es sein, dass sie nicht bemerkt werden, wo sie doch so aussergewöhnlich aussehen? Ist es eine Anspielung auf den Wind und das Meer, dem wir Menschen gewöhnlich nicht die nötige Aufmerksamkeit schenken? Aber sie leben ja nun, sind in Menschenkörpern. Ich finde die eingebrachten Zwischenfragen gut, die innere Zerrissenheit der beiden, ob dieses Leben oder ihr altes besser war. Was ich unlogisch finde: Zuerst tanzen sie bereits, dann fragt Yuki ihn, ob sie tanzen wollen. Und erst ist Yuki sehr besorgt, dann ist sie es, die ihn anstachelt, zu tanzen. Aber das könnte ja auch wieder als Hinweis auf ihre innere Zerrissenheit ausgelegt werden Das Ende gefällt mir gut, allerdings finde ich es etwas zu vorhersehbar: Sie stachelt ihn an, zu tanzen, er zweifelt, ob sie nicht zu nah ans Wasser geraten könnten, und gibt schliesslich nach. Dem Leser ist eigentlich schon klar, dass es kommt wie es kommen muss: Die beiden geraten ins Wasser. Fazit: Ein paar stilistische Fehler, aber eine wunderbar gefühlvolle Geschichte. ^^ Signatur Ich dachte immer, das ist doch kein Problem Jetzt sitz ich hier, wie ein Kaninchen vor der Schlange Und ich fühl mich wie gelähmt Ich muss es sagen, Ich weiss nur noch nicht wie Ich muss es dir sagen, Jetzt oder nie Bitte geh noch nicht Am besten gehst du nie Ich hab's dir schon so oft gesagt In meiner Phantasie Bleib noch ein bisschen hier Bitte geh noch nicht Was ich versuche, dir zu sagen, ist Ich liebe dich! | |||||
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