ForumNewsMitgliederSuchenRegistrierenMember LoginKostenloses Forum!


Neuer Thread ...


ErstellerThema » Beitrag als Abo bestellenThread schließen Thread verschieben Festpinnen Druckansicht Thread löschen

Sturmvogel 
Hobby-Autor


...

Status: Offline
Registriert seit: 30.01.2007
Beiträge: 169
Nachricht senden
...   Erstellt am 01.02.2007 - 21:06Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


eine kleine Kurzgeschichte von mir...^^ die Bedeutungen der Namen sind Frei erfunden ^^

---------------

Lachend liefen sie über den Strand, spürten den warmen Sand auf ihren nackten Füßen und die Strahlen der Sonne auf ihrer Haut. Ihr Haar war fast schneeweiß, mit einem leichten grauen Schimmer während das seinige Hellblau war, ähnlich dem ruhigen Meer einer Lagune. Dieselben Farben hatten auch ihre Augen. Ihre waren sturmfarben, seine trugen die Farben der schäumenden See und waren genauso tief. Sie liefen fröhlich durch die Reihen der Menschen, die sich in der Sonne drehten um von beiden Seiten schön braun zu werden oder die sich in die Fluten des Meeres stürzten um sich abzukühlen. Keiner von ihnen bemerkte, dass die beiden, die dort so viel Spaß hatten, sich vom Wasser fern hielte. Ebenso fielen ihnen ihre grazilen, Elfengleichen Bewegungen nicht auf, auch wenn selbst jemand, der jahrelang Ballett getanzt hatte nie so leichtfüßige und grazile Bewegungen hätte ausführen können. Die beiden bargen anscheinend ein Geheimnis.

Wir wurden geblendet
von magischen Lichtern
den goldenen Kronen
der Wellen geweiht
Wir stürzten uns lachend
ins eigene Verderben
vom Leben berauscht
und zur Abfahrt bereit.



Ja, dieses Leben war wohl ihr Verderben. „Pass auf, komm dem Wasser nicht zu nah...“ vernahm er die besorgte Stimme seiner Partnerin. Er sah ihr in die Augen. „Nein nein, ich werde schon aufpassen...“ Er zwang sich zu einem Lächeln. Der Weg in die Fluten war der einzige Weg, diesem Leben zu entkommen, doch er konnte es ihr nicht antun. Doch vielleicht war das Meer angenehmer als ein ewiges Leben... wer wusste das schon? Sie tanzten weiter über den Silbersand, wirbelten sich herum, drehten sich im Kreise. Ja, sie war wirklich zu schön, ihre blasse Haut und ihre silbernen Haare, die im Schein der Sonne strahlten wie tausend kleine Diamanten auf Schnüren. Das gleiche dachte sie von ihm, er, mit seinen ungewöhnlichen Haaren in einem leuchtenden Blau, die sie noch nie gesehen hatte, doch sie waren nicht gefärbt. Lag das an ihrem Schicksal, keine normalen Menschen zu sein? Sie lächelte, dann nahm sie seinen Arm und zog ihn mit sich. „Warum zögerst du Haku? Lass uns tanzen!“ Sie lächelte, doch die Zweifel in ihm übermannten. „Ich weiß nicht... was, wenn wir das Wasser berühren?“ „Kohaku Negihayami, du bist ein elender Pessimist...“ Sie grinste ihn an, wie sie es immer tat, niedlich aber zeitgleich ein wenig verführerisch, dann rannte sie weiter. Ihre Augen funkelten, und so ließ auch Haku sich mitreißen. „Hey, Yuki, warte!“ Er rannte ihr hinterher, folgte ihren Fußspuren im warmen Sand.

Wir sind wie im Fieber
auf schaurigen Riffen
in eisigen Wogen
Sirenen verfallen
passieren die Wracks
von den anderen Schiffen
und hören dort tausend
Posaunen erschallen




Haku ließ sich einfangen, tollte mit Yuki über den Strand, spielte mit ihr fangen. Sie merkten nicht, dass sie dem Wasser gefährlich nahe kamen, dem Wasser, das sie wieder zu dem machen würde, was sie eigentlich waren. Doch war es nicht besser als dieses Leben? Waren sie nicht einem Scharlatan auf den Leim gegangen, als er ihnen erzählte, dass ihr neues Leben besser werden würde, frei von Pflichten und Regeln, frei von Schmerzen, ein Leben, in dem sie ihre Beziehung ausleben konnten? Er hatte gelogen, das hatten sie längst bitter festgestellt. Er hatte sie belogen, hatte ihnen unwahre Dinge versprochen, doch wollten sie wirklich aus dem Leben unter Menschen fliehen? Wollten sie all das hinter sich lassen, was sie erlebt hatten? Wollten sie in stetiger Angst vor dem Meer leben? Plötzlich sah er zu Yuki, die wie versteinert dastand. „Was ist los?“ „Das Wasser...“ hauchte sie. Haku sah sie fragend an, dann sah er auf ihre Füße... sie stand knöcheltief im Meer! „Yuki... komm da weg!“ „Ich kann nicht Haku... es war der Schwur, ich kann nicht... irgendetwas hält mich fest!“ Sie sah ihn aus ihren großen Augen an. Langsam wurde ihr Bild schwächer, sie wurde schwächer, und ein leichter Wind kam auf, eine sanfte Brise, die Hakus Haut sanft streichelte. Yuki- der Wind. Sie würde wieder zu dem werden, was sie war, würde wieder ihre Brisen über das Land schicken. Haku schluckte. Er war dabei, Yuki zu verlieren! Er sah sie noch einmal lächeln, spürte ihren warmen Blick, dann verschwand sie gänzlich. Ein Kloß hatte sich in seinem Hals gebildet, er war unfähig, etwas zu sagen, und doch konnte er klar denken. So fasste er seinen Entschluss, und stieg langsam in die Fluten. Kohaku- das Meer.

-----
Lyrix by: Tanzwut, taken from the song "Meer"




Lykanthrop ...
Administrator
.....................

...

Status: Offline
Registriert seit: 07.09.2006
Beiträge: 2047
Nachricht senden
...   Erstellt am 10.02.2007 - 16:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hihi, ich kenne das Lied dazu! =)

Ich finde, es ist dir sehr gut gelungen, in der doch recht kurzen Geschichte etwas herüberzubringen. Und zwar finde ich die Gefühle in der Form, wie diese Geschichte auf mich gewirkt hat, ganz fantastisch.
Ich hatte ein richtig gutes Bild vor Augen, das den Strand beschrieb.
Und außerdem gefällt mir der Schreibstil, den du hier an den Tag gelegt hast, sehr gut.
Und das Ende war so traurig.. Hachje...

Kurzum und ohne viel Gerede: Nur weiter so. Du hast's drauf!





Signatur


Ist Realität nur die Folge der Notwendigkeit..?

Elehn 
Literaturkenner


...

Status: Offline
Registriert seit: 19.01.2007
Beiträge: 474
Nachricht senden
...   Erstellt am 11.02.2007 - 11:59Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich habe mir überlegt, es scheint so oberflächlich, was die beiden da tun. Auf der einen Seite sind sie so fröhlich und tanzen, doch auf der anderen Seite das Aufgesetzte, die erzwungene Fröhlichkeit und innere Unzufriedenheit. Warum tanzen sie um das Wasser herum, das sie wieder zu dem macht, was sie waren? Wollen beide genau das und "tarnen" es als Unfall?

Also bis eben war mir noch alles klar





Signatur
Wake up! Wake up! There's an angel in the snow!

Torn ...
Literaturkenner


...

Status: Offline
Registriert seit: 21.07.2007
Beiträge: 329
Nachricht senden
...   Erstellt am 21.07.2007 - 17:42Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hübsche Geschichte ^^ Mir gefallen die Atmosphäre, die du geschaffen hast, und das traurige Ende. Und die Idee mit den eingefügten Songtexten ist gut. Auf die Rechtschreibfehler gehe ich jetzt nicht ein, denn es sind nicht viele.

Sturmvogel schrieb

    Lachend liefen sie über den Strand, spürten den warmen Sand auf ihren nackten Füßen und die Strahlen der Sonne auf ihrer Haut. Ihr Haar war fast schneeweiß, mit einem leichten grauen Schimmer während das seinige Hellblau war, ähnlich dem ruhigen Meer einer Lagune. Dieselben Farben hatten auch ihre Augen. Ihre waren sturmfarben, seine trugen die Farben der schäumenden See und waren genauso tief.


Dieser Teil gefällt mir besonders als Einleitung sehr gut. Das Bild ist gut greifbar, man fühlt sich selbst von der Sonne gewärmt und kann den Sand unter seinen Füssen spüren. Das ist vor allem bei Erzählungen über den Strand nicht besonders schwer zu erreichen.
Auch die Beschreibungen ihrer Aussehen gefallen mir, vor allem das Aussehen seiner Augen.
Ihre Augen verwirren mich etwas. Mir ist klar, dass "sturmfarben" in Beziehung damit steht, dass sie der Wind ist, aber trotzdem: Welche Farbe hat der Sturm?

Sturmvogel schrieb

    Keiner von ihnen bemerkte, dass die beiden, die dort so viel Spaß hatten, sich vom Wasser fern hielte. Ebenso fielen ihnen ihre grazilen, Elfengleichen Bewegungen nicht auf, auch wenn selbst jemand, der jahrelang Ballett getanzt hatte nie so leichtfüßige und grazile Bewegungen hätte ausführen können. Die beiden bargen anscheinend ein Geheimnis.


Wie kann es sein, dass sie nicht bemerkt werden, wo sie doch so aussergewöhnlich aussehen? Ist es eine Anspielung auf den Wind und das Meer, dem wir Menschen gewöhnlich nicht die nötige Aufmerksamkeit schenken? Aber sie leben ja nun, sind in Menschenkörpern.

Ich finde die eingebrachten Zwischenfragen gut, die innere Zerrissenheit der beiden, ob dieses Leben oder ihr altes besser war.
Was ich unlogisch finde: Zuerst tanzen sie bereits, dann fragt Yuki ihn, ob sie tanzen wollen.
Und erst ist Yuki sehr besorgt, dann ist sie es, die ihn anstachelt, zu tanzen. Aber das könnte ja auch wieder als Hinweis auf ihre innere Zerrissenheit ausgelegt werden

Das Ende gefällt mir gut, allerdings finde ich es etwas zu vorhersehbar: Sie stachelt ihn an, zu tanzen, er zweifelt, ob sie nicht zu nah ans Wasser geraten könnten, und gibt schliesslich nach.
Dem Leser ist eigentlich schon klar, dass es kommt wie es kommen muss: Die beiden geraten ins Wasser.

Fazit:
Ein paar stilistische Fehler, aber eine wunderbar gefühlvolle Geschichte. ^^





Signatur
Ich dachte immer, dass es leicht wär
Ich dachte immer, das ist doch kein Problem
Jetzt sitz ich hier, wie ein Kaninchen vor der Schlange
Und ich fühl mich wie gelähmt

Ich muss es sagen,
Ich weiss nur noch nicht wie
Ich muss es dir sagen,
Jetzt oder nie

Bitte geh noch nicht
Am besten gehst du nie
Ich hab's dir schon so oft gesagt
In meiner Phantasie
Bleib noch ein bisschen hier
Bitte geh noch nicht
Was ich versuche, dir zu sagen, ist

Ich liebe dich!


Ähnliche Themen:
Thema Erstellt von Antworten Forumname
Das Meer Nicole 3 nico25
vrh am Meer 0 pferdepixx
Der Weg ans Meer Peach 1 mette
2 Meer... kdg234 2 tierheim_helenenhof
Der Meer Nari 0 drachenreiter_rpg
Neuer Thread ...

Geburtstagsliste:
Heute hat kein User Geburtstag!
----------------------------------


Vote for me @ Dulzinea Charts - Geschichten Vote for me @ Dulzinea Charts - Literatur Hier können Sie sich in Die lyrikTOP100.de.vu Hitliste eintragen Listinus Toplisten schwarze-Gruft.de Die Top100 Literatur-Seiten im Netz Hier gehts zur neuen Topliste Vote for me @ Dulzinea Charts - Liebesgedichte Orkenspalter Fantasy Topliste Lyrik www.Top100Lesenswert.de Foren - Topliste - die frische Topliste für Foren und Communitys Foren Topliste der Kreativ-Mamis!

Impressum

Dieses Forum ist ein kostenloser Service von razyboard.com powered by:
Geizkragen Preisvergleich. Top-Produkt im Preisvergleich: Garmin nüvi 300 DACH deluxe
Wollen Sie auch ein kostenloses Forum in weniger als 2 Minuten? Dann klicken Sie hier!



Verwandte Suchbegriffe:
dieses leben war wohl ihr verderben | liebesgedicht das etwas mit meer sand strand zu tun hat | warmen sand unter den füssen | ewiges leben songtexte | kohaku negihayami
blank