LittleChincha

Status: Offline Registriert seit: 07.05.2008 Beiträge: 60 Nachricht senden | Erstellt am 25.09.2008 - 16:38 |  |
Beitrag und Information: von ClaudiaM
am: Fr Feb 06, 2004
auf Senhen Forum (Forum existiert nicht mehr in der Form, Qualität, Leitung)
Titel: Medikamentengabe - Tipps und "Tricks"
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Hallo alle,
ich dachte mir ich teile mal ein bisschen meine Erfahrung...
Ich persoenlich bevorzuge eine „direkte“ Gabe der exakten Dosierung des Medikaments ueber einen kurzen und begrenzten Zeitrahmen (5-7 Tage). Die meisten Chins lassen sich nicht gerne lange halten. Das hat nichts mit mangelndem Vertrauen zu tun, sondern mit dem freiheitsliebenden Wesen dieser Tiere. Damit die Behandlung trotzdem nicht zum Stress wird hier ein paar Tipps und „Tricks“:
Vorbereitung
- Medikament handwarm verabreichen (nicht direkt aus Kuehlschrank)
- Medikament waehrend ihrer Wachzeit geben (ab 19:00 Uhr)
- Routine: Medikament in regelmaessigen Abstaenden und zur gleichen Zeit eingeben
- Chin mit dem Ruecken an die Brust legen. So spuert es den Herzschlag des Halters, und das beruhigt das Tier.
- Hinterlaeufe ebenfalls durch die Hand abstuetzen.
- Manche Halter haben gute Erfahrung damit gemacht das Tier in ein Handtuch zu huellen.
Praxis:
- Zuechter-"Trick": Etwas Apfelsaft ins Medikament mischen! Chins lieben das!!! So macht Medikamenteneinnahme Spass.
(Wichtig: Apfelsaft ungesuesst und ohne Zusaetze. Mit TA zuvor abklaeren, ob Apfelsaft keine chemische Reaktion mit Medikament eingehen kann (selten). Nur in kleinen Mengen zugeben).
- Gabe ueber sogenannte „Einmalspritzen“ aus Plastik mit stumpfen Ende. Bei mir haben sich die mit 1 ml Volumen bewaehrt. Gibt es in jeder Apotheke (ca. 10 Cent/Stueck).
- Zuerst das Medikament, zuletzt den Apfelsaft in die Spritze ziehen. So ist bereits ein guter "Vorgeschmack" dran.
- Eingabe: Zwischen Schneidezaehnen und Backenzaehnen haben Chins eine relativ grosse Luecke. Diese Stelle ist ideal fuer die Eingabe des Medikaments. Das Medikament kommt so direkt auf die Zunge.
Merke:
- Mit oben genannten „Tricks“ geht es in meiner Erfahrung auch ohne Mithilfe prima!
- Keine Angst vor Vertrauensverlust: Wenn zum Chin bereits VOR der Behandlung ein Vertrauensverhaeltnis aufgebaut wurde, dann wird sich daran nichts aendern. Das Chin wird auch NACH der Behandlung seinem Halter weiterhin vertrauen.
- Launen / Unmut: Chins koennen schlechter Laune sein, und dies auch aeussern wenn sie festgehalten werden (wiggeln, fiepsen usw...). Manche mehr, andere weniger. Meine Meinung, ein Tier hat genauso ein Recht wie jeder andere seinen Unmut ueber etwas zu aeussern. Das ist eine Gemuetsregung und legt sich wieder!
Die oben genannten Tipps und „Tricks“ gelten fuer jede Form von direkter Medikamentengabe z.B. auch bei Giardienbehandlung!!! Diese muss in meiner Erfahrung keineswegs zum Stress fuer Mensch und Tier werden, wenn man ein paar einfache Dinge beachtet.
Hoffe es hilft dem einen oder anderen ...
Signatur

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Man erkennt den Charakter eines Menschen daran, wie er seine Tiere behandelt.
- Mein Großvater, Landtierarzt und Tierheilpraktiker |