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Maximus ![]() Romanos Sohn Administrator Status: Offline Registriert seit: 14.02.2007 Beiträge: 1539 Nachricht senden |
Maximus war viel zu aufgeregt um sich auf eine ordentliche Unterhaltung konzentrieren zu können. Er überging Daphnes Frage nach den Wagen der Circusleute einfach. Seine Hand verkrampfte sich weiter in der Decke des Bettes. Es war schwer ihn wieder zu beruhigen und Daphne tat ihr möglichstes. Es war ja auch nicht ihre Schuld, vielleicht war er durch die letzten Jahre einfach nur empfindlich geworden, was die Vorurteile gegenüber eines Menschen anging. Daphne redete auf ihn ein und ja, es tat gut ihre beruhigende Stimme u hören. Langsam lockerte er seine verkrampfte Hand wieder und tastete nach Daphne. Dann sagte sie seinen Namen, nein es war nicht sein Name, es war nur die Kurzform davon. Er hatte sie immer gehasst, doch aus Daphnes Mund klang sie anders. Liebevoll und doch nicht so, als wäre er ein kleines unmündiges Kind. Inzwischen hatte er auch den zweiten Arm um ihre Hüfte gelegt. Sein Kopf ruhte auf ihrer Schulter. Die Kopfschmerzen waren nicht schlimm, aber es gefiel ihm. „Wie hast du mich genannt?“ fragte er sie leiser. Seine Stimme klang nicht mehr so aufgeregt wie noch vor kurzem. „Daphne...ich glaube, ich muss selbst erst einmal wieder mit dem Leben klarkommen. Es ist so wie Aine es gesagt hat, man ist nicht gleich frei. Das dauert ein wenig. Aber wenn du mir hilfst...“ Signatur ![]() | |||
Romano ![]() Senator, Richter Status: Offline Registriert seit: 08.06.2006 Beiträge: 538 Nachricht senden |
Daphne Signatur Romano Caius ![]() | |||
Maximus ![]() Romanos Sohn Administrator Status: Offline Registriert seit: 14.02.2007 Beiträge: 1539 Nachricht senden |
Maxi. Aus ihrem Mund klang diese verhasste Abkürzung seines Namens so anders. Bei Daphne protestierte er nicht, wie sonst immer. Maximus lehnte sich gegen sie. Daphne gab ihm wirklich ein Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit. Und nur deshalb wollte er sie gerade nicht loslassen, wollte ihre Nähe spüren. Allerdings fragte er sich selbst, wie lang sie schon an seinem Bett saß und ihn pflegte. Er kannte die Antwort nicht, war ihm doch jegliches Zeitgefühl seit seiner Erblindung abhanden gekommen. Er wusste nicht welche Tageszeit war und wie viel Zeit eigentlich schon seit der Ankunft im Hause seines Vaters vergangen war. Er konnte dies nur durch fragen herausfinden. „Daphne...welche Tageszeit ist es jetzt?“ Ihn beschlich ein leises Gefühl von Hunger, doch noch scheute er sich, dieses zu sagen. So ganz war ihm noch nicht klar, dass er es war, der jetzt Wünsche äußern konnte und diese auch erfüllt bekam, wenn es denn ging. Er selbst durfte sich bedienen lassen und musste niemanden mehr bedienen. Doch dann ging er wieder auf Daphne ein. „Lass mir die Zeit. Es ist nicht so einfach wie man denkt.“ Maximus brauchte wirklich Zeit um mit seinem neuen Leben richtig umgehen zu können. „Es wäre schön wenn du hier bleibst.“ Signatur ![]() | |||
Romano ![]() Senator, Richter Status: Offline Registriert seit: 08.06.2006 Beiträge: 538 Nachricht senden |
Daphne Signatur Romano Caius ![]() | |||
Maximus ![]() Romanos Sohn Administrator Status: Offline Registriert seit: 14.02.2007 Beiträge: 1539 Nachricht senden |
Es war Mittag. Wie lang war er dann schon hier. Maximus wusste es immer noch nicht, aber er hätte Daphne danach fragen können. Was er aber nicht tat. Als Sklave war es ihm verboten Fragen zu stellen und er wusste nicht, wie man jetzt auf seine einfachen Fragen reagierte. Diese Unsicherheit, die ihn wieder befallen hatte, ergriff immer mehr Besitz von ihm. Er fühlte sich auf einmal unwohl und ließ Daphne los. „Ich möchte nichts trinken.“ Für seine Verhältnisse hatte er schon recht viel getrunken und es waren ihm doch nur zwei Schalen mit Wasser am Tag erlaubt. Maximus hatte wieder mit seinem nicht mehr vorhandenen Sklavendasein zu kämpfen. Vielleicht verunsicherte ihn auch alles, weil er nichts sah. Vielleicht wäre es einfacher für ihn, wenn er sein Augenlicht behalten hätte. Als Daphne ihm erklärte einmal raus zu müssen nickte er. „Ja geh nur, ich lauf dir nicht weg.“ Maximus versuchte zu scherzen. Wohin sollte er gehen. Er hatte keine Ahnung wohin er sich überhaupt bewegen sollte. Aber irgendwie ergriff ihn erneut der Drang das Bett verlassen zu müssen. Doch davon sagte er Daphne nichts. Im Gegenteil, er ermutigte sie aus dem Zimmer zu gehen. „Essen...ich habe wirklich Hunger.“ gestand er ihr leise. „Aber warum können wir nicht gemeinsam essen?“ Signatur ![]() | |||
Romano ![]() Senator, Richter Status: Offline Registriert seit: 08.06.2006 Beiträge: 538 Nachricht senden |
Daphne Signatur Romano Caius ![]() | |||
Maximus ![]() Romanos Sohn Administrator Status: Offline Registriert seit: 14.02.2007 Beiträge: 1539 Nachricht senden |
Er hatte ihr stumm zugört und unmerklich genickt. Natürlich hatte Daphne auch ihre Bedürfnisse und es musste ihr mit Sicherheit schwer fallen, ständig an seiner Seite zu sein und ihn zu umsorgen wie ein kleines Kind. Er haderte mit sich selbst, weil er zum Nichtstun verurteilt war. Dies entsprach so gar nicht seiner Natur. Er hörte wie sie den Raum verließ. Er war allein. Für den ersten Moment hatte er sich wieder hingelegt, doch bald wurde ihm das zu langweilig. Er lauschte in den Raum hinein. Als er sich sicher war allein zu sein, erhob er sich langsam und zog die Decke, die um seine Beine lag weg. Fast schon vorsichtig schob er die Beine vom Bett und ertastete den Fußboden. Er wusste, dass es nur vier Schritte bis zu der Kline waren, auf der er bereits gesessen hatte und er wollte dorthin. Er wollte es allein schaffen. Was Maximus allerdings nicht sah, war, dass er auf der falschen Seite das Bett verlasen wollte. Er biss die Zähne zusammen und stand mühsam auf. Erst war ihm ein wenig schwindlig, doch nach kurzer Zeit ging es und er setzte einen Fuß vor den anderen. Maximus war stolz es allein zu schaffen, doch dann stutzte er. Da wo eigentlich die Kline stehen sollte war – nichts. Maximus stand da, etwas unsicher und wusste nicht was er tun sollte. An was sollte er sich jetzt orientieren? Ein leiser Anflug von Panik machte sich in ihm breit. Er wusste nicht in welche Richtung er nun gehen sollte. Schweiß trat auf seine Stirn. Doch er beschloss weiterzugehen, vielleicht fand er irgendeinen Anhaltspunkt in diesem Zimmer. Schritt für Schritt ging er vorwärts, bis er an etwas stieß. Maximus versuchte zu ertasten was es war, aber er fand nichts. Deshalb ging er auf die Knie. Suchend tasteten seine Hände nun vorwärts. Es musste ein Tisch sein, den er da füllte. Die Kanten waren abgerundet und die Platte über die er strich war glatt. Doch in welcher Ecke stand der Tisch. Er konnte sich nicht erinnern, dass Daphne oder Romano diesen Tisch erwähnt hatten. Maximus merkte, wie ihn seine Kräfte verließen. Er griff sich an die Stirn um sich den Schweiß abzuwischen. Leise rief er nach Daphne, doch sie war noch nicht wieder da. Also rief er lauter, vielleicht hörte ihn ja jemand anderes, vielleicht sogar sein Vater. Fürs erste blieb er jedoch auf dem Fußboden sitzen, da er nicht mehr weiterkam. Signatur ![]() | |||
Romano ![]() Senator, Richter Status: Offline Registriert seit: 08.06.2006 Beiträge: 538 Nachricht senden |
Daphne Signatur Romano Caius ![]() | |||
Maximus ![]() Romanos Sohn Administrator Status: Offline Registriert seit: 14.02.2007 Beiträge: 1539 Nachricht senden |
Endlich hörte er wie die Tür sich öffnete. Daphne trat wieder ins Zimmer. Maximus atmete erleichtert auf. Sicherlich war ihr Schimpfen über seinen Ausflug erträglicher als der seines Vaters. Zumindest hoffte er das. Sofort war sie bei ihm und kümmerte sich um ihren Schützling. Maximus sah es inzwischen schon ein, dass es falsch war das Bett zu verlassen, doch er wollte ihr etwas beweisen. Aber er war noch nicht soweit, dass musste er sich nun eingestehen. „Daphne...entschuldige...aber ich...“ Maximus schämte sich für seine dumme Idee. „Ich wollte zu dieser Kline...aber ich habe sie nicht gefunden...“ gestand er ihr kleinlaut. Was sollte er auch anderes machen. „Ich habe nicht mehr zurückgefunden...“ Er schluckte und erwartete jetzt zumindest eine mündliche Bestrafung von ihr. Wieder kam das alte Sklavenbewusstsein zum Vorschein und krampfhaft hielt er sich am Tisch fest. Seinen Blick hatte er gesenkt. Sie hielt seine Hand und doch hatte Maximus Angst. Angst, dass man ihn bestrafen würde wegen seiner Dummheit. Er zitterte leicht. Daphne hielt eine Hand von ihm, mit der anderen hielt er sich an dem Tisch fest. „Kannst du mir aufhelfen?“ fragte er leise und bittend. Mit der ihm noch verbliebenen Kraft schaffte er es einfach nicht, sich allein hochzuzuiehen. Signatur ![]() | |||
Romano ![]() Senator, Richter Status: Offline Registriert seit: 08.06.2006 Beiträge: 538 Nachricht senden |
Daphne Signatur Romano Caius ![]() | |||
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