Mediterranea, eine Insel im Mittelmeer.

Eine Insel, ein unabhängiger Kleinstaat - genau im Kreuz der vier größten Mächte dieser Zeit: Rom, Athen, Alexandrien und Karthago - ein Ort der Weisheit und des Wahnsinns, der Korruption und der Freundschaft, der Freiheit und des Kampfes, ein Schmelztiegel der Kulturen und Klassen, wo Senatoren einem illustren Leben frönen, Händler aus aller Welt die exotischsten Dinge darbieten und Sklaven um ihre Freiheit kämpfen. Erlebe das Schicksal: Tauche ein in eine Welt voller Intrigen, Kampf, Spannung, Spaß, Liebe und Hass - werde Teil von Mediterranea!

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Maximus ...
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...   Erstellt am 07.11.2007 - 19:44Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Mit aller Kraft zog er sich mit Daphnes Hilfe nach oben. Er war erstaunt, dass es schon viel besser ging. Was hatte Rocco nur mit ihm gemacht. Die Kopfschmerzen waren auszuhalten und auch sonst fühlte er sich besser. Fieber schien er auch keines mehr zu haben. Als er endlich saß, griff er schnell wieder nach Daphnes Hand. Inzwischen war es eine Gewohnheit von ihm geworden diese zu halten. Er fühlte sich mit ihr so vertraut und mochte es, wenn er ihre Hände spürte. „Gladiator? Ich?“ Inzwischen konnte er darüber lachen. „Nein, ich meine nicht den Circus Maximus, obwohl man meinen könnte, der sei extra für mich. Es gibt hier in der Stadt einen anderen Circus. Mit Gauklern und einem Tierbändiger.“ Er ließ sich von ihr den Schweiß abtupfen und musste sich eingestehen, dass es schön war, sich von ihr pflegen zu lassen. „Es ist nicht leicht wenn man sein Leben innerhalb weniger Stunden ändern muss.“ Doch dann legte sich ein Strahlen auf sein Gesicht. „Ich bin froh, dass es so gekommen ist. Wer weiß, wann mein Vater mich anerkannt hätte, wenn ich nicht verletzt wäre. Außerdem habe ich so die Möglichkeit, dich besser kennenzulernen.“





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Romano ...
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...   Erstellt am 07.11.2007 - 20:35Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Daphne

Es war in Ordnung, dass Maximus ihre Hand wieder zu sich nahm. Diese war auch zu wichtig.. irgendetwas brauchte er um sich festzuhalten. Das Schweisstuch war ein lebloses Stück Stoff. Ihre Hand dagegen bewegte sich und führte Leben mit sich. "Oha.. Gaukler? Tierbändiger? Dies muss wahrlich ein seltsamer Circus sein. Von sowas hab ich noch nie gehört." Jedenfalls klang das viel besser als der Circus Maximus. "Nun.. die Wege sind unergründlich. Heiler Rocco meinte mal. Leben musst du selbst, erst bei der Rückschau verstehst du das Leben. Oder so ähnlich. Entschuldige, aber so genau hab ich den Wortlaut nicht mehr im Kopf. Wir können derzeit wenig miteinander reden, weil es immer etwas zu tun gibt." Daphne legte das feuchte Schweisstuch beiseite, entfernte ihre Finger von Maximus Nacken, da er anscheinend klar kam und stützte ihn dafür ein wenig mehr seitlich ab. Sanft drückte sie seine Hand. Ja, was wäre wenn sie nicht auf ihn getroffen wäre? Mhm.. sie hatte dazu keine Ahnung. Man hatte ihr beigebracht alles auf sie zukommen zu lassen und zu reagieren wie sie es für richtig hielt, entsprechend der erlernten Tempelregeln natürlich. Diese enthielten jedoch keine Regeln bezüglich der Pflege von jungen erblindeten gutaussehenden Männern. "Dein Vater ist wahrlich ein gütiger Mann."

[Dieser Beitrag wurde am 07.11.2007 - 20:36 von Romano aktualisiert]





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...   Erstellt am 07.11.2007 - 20:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Sie nahm ihre Hand aus seinem Nacken. Sollte er ihr sagen, dass sie diese dort liegen lassen sollte. Er verschwieg es lieber, sonst würde sie noch denken, dass er sie ausnutzte. Aber das tat Maximus auf keinen Fall. Doch ihm kamen langsam Zweifel. Hätte er bei Aine auch so reagiert, wie jetzt bei Daphne. Er konnte es nicht sagen, aber er dachte daran, wie Aine sich im Hospital auf ihn gesetzt hatte und nicht gerade freundlich zu ihm war. Daphne war so anders, liebenswürdiger und umsichtiger in allem. Zumindest hatte er das Gefühl. Und er konnte nicht einmal sagen, dass er Aines Pflege vermisste. „Ich bin durch meine Flucht auf den Circus gestoßen. Die Leute dort sind sehr nett und hilfsbereit. Sobald es mir besser geht, möchte ich sie besuchen. Sie sind noch eine Weile in Mediterranea.“ Maximus spürte, dass Daphne direkt neben ihm saß. Er legte seinen Arm um ihre Hüfte und hielt sich so ein wenig an ihr fest, obwohl er es eigentlich nicht brauchte. Schwindelig wurde ihm nur noch, wenn er sich aufsetzte. „Vater...ja, er ist ein gütiger Mann. Ich verdanke ihm viel. Vielleicht war es einfach Schicksal, was passiert ist.“





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Romano ...
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...   Erstellt am 07.11.2007 - 21:38Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen



Daphne

"Achso.. bestimmt machen wir einen Besuch bei diesem Circus und den Leuten die du kennst. Komm du nur erstmal wieder auf die Beine." erwiderte sie und überlegte was ein Tierbändiger so alles können musste. Gab es auch Feuerschlucker? Maximus Berührung, die diesmal an ihrer Hüfte landete, liess sie diesmal rot werden und lenkte sie von ihren Gedanken ab. Hielt er sich an ihr fest? Oder wollte er etwas von ihr? "Mhm..." räusperte sich Daphne, suchte Maxims blinde Augen auf, die so leer aussahen. "Mhm.. ja.. du hast dich oft bei ihm bedankt, als er vorhin hier war. Schicksal oder Fügung, beides ergibt das gleiche." Sie streichelte seine Wange und liess die Hand wieder sinken.

"Möchtest du vielleicht irgendwen benachrichtigen? Bestimmt hast du nicht nur böse sondern auch nette Menschen wie meine Wenigkeit kennengelernt." Sie sah sich im Zimmer um, ihr Blick fiel auf den Nachttisch. "Ach du meine Güte, da fällt mir was ein. Entschuldige.. ich hab es vollkommen übersehen. Im Hospital hat du eine Zeitlang tief und fest wegen dem Schlafmittel geschlafen, wir haben dir andere Kleidung übergezogen. Du hattest diese Steine bei dir." Behutsam legte sie ihm eben diese in die Hand, die immer die ihrige festhielt.





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...   Erstellt am 07.11.2007 - 22:01Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Warum nur war sie so fürsorglich. War sie wirklich nur seine Pflegerin. Nein, Maximus schob jeglichen Gedanken, der etwas anderes bedeutete, weit weg. Sie pflegte ihn und hielt jede Aufregung von ihm fern. Für den Heilungsprozess war dies sicher gut. Als sie erwähnte, dass er andere Kleidung trug, erschrak er. Doch dann erklärte sie ihm, was in seiner alten Kleidung gefunden wurde. Er wusste, von wem die Steine waren. „Devlin...Er hat mir die Steine geschenkt. Du darfst sie nicht wegwerfen. Bitte gib sie mir.“ Sie drückte ihm die Steine in die Hand. „Devlin...“ sagte er leise. Er dachte an den Freund und wusste noch immer nicht, was mit diesem war. Ob er ihn je wiedersehen würde. „Wen soll ich benachrichtigen. Wenn sich keiner nach mir erkundigt hat, dann will ich auch niemand benachrichtigen.“ Jetzt kam Maximus Sturkopf durch. „Ich werde mich bei meinen Freunden selber melden, sobald ich das Bett längere Zeit verlasen kann.“





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...   Erstellt am 09.11.2007 - 16:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Daphne

Sie fragte sich natürlich prompt wer denn Devlin war. Ein seltsamer Name übrigens! Daphne krauste die Nase und runzelte die Stirn. Den Namen hatte sie bestimmt schon gehört.. Nur in welchem Zusammenhang? In der ACTA hatte sie sicherlich diesen Namen gelesen. Nachdenklich sah sie Maximus an, der die Steine durch befühlen 'betrachtete'. "Aber aber Maximus.. du hast eben noch gesagt, du kennst die Leute im Circus und sie haben dir geholfen... bei was auch immer. Nun, du kannst dich natürlich auch später bei wem melden. Du allein entscheidest das. Ich habe nicht das Recht dazu. Ich kann dir höchstens sagen, was du machen könntest und nicht was du machen musst!" Sie griff nach ihrem gefüllten Becher, trank daraus, um ihren Durst vom vielen Reden zu stillen. Gleichzeitig hielt sie Maximus immer noch fest, stützte ihn im Sitzen ab. "Wer ist Devlin?" fragte sie nun doch noch nach.





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...   Erstellt am 11.11.2007 - 10:08Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Maximus lehnte sich ein wenig an Daphne, obwohl er dies eigentlich nicht mehr nötig hatte. Er hatte genug Kraft um sich selber aufrecht zu halten, doch irgendwie gefiel ihm die Fürsorge von Daphne sehr gut. „Ich muss mich erst wieder dran gewöhnen, dass ich meine eigenen Entscheidungen treffen kann. Es ist nicht so leicht das alte Verhalten abzulegen. Du meinst also, ich sollte mich bei den Leuten im Circus melden. Dann werde ich das tun. Du hast nämlich recht. Sie haben mir wirklich sehr geholfen und ich bin ihnen zu großem Dank verpflichtet.“ Er drehte ihr sein Gesicht zu, als sie ihn bat von Devlin zu erzählen. „Devlin...“ er machte eine Pause „...Devlin war der erste Mensch hier auf der Insel, der mit mir geredet und mir geholfen hat. Ich habe ihn bei dem Sklavenhändler kennengelernt, zu dem man mich gebracht hatte und von dort hat mich auch der Centurio Quintus in sein Haus geholt. Devlin hat sich um mich gekümmert, als es mir schlecht ging, doch leider weiß ich nicht, wo er heute ist. Was ich von ihm weiß, ist, dass er einen Bruder namens Normin hat. Devlin hat mir auch die Steine geschenkt, für ihn sind Steine etwas besonderes.“ Maximus drückte ihre Hand mit der sie ihn festhielt. Es war seltsam, aber seit er Devlins Steine in der anderen Hand hielt ging es ihm wieder viel besser. Warum dies so war, konnte er sich nicht erklären, doch Maximus wünschte sich Devlin einmal wiederzusehen und ihm für alles zu danken.





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...   Erstellt am 14.11.2007 - 18:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Daphne

"Ja, das meine ich.. du solltest dich bei denen melden. Die sidn bestimmt noch da.. auchw enn ich mir nicht vorstellen kann, wo sie in dieser Stadt lagern könnten. Bestimmt hausen sie wie die Nomaden in der Wüste in so komischen Zelten." erwiderte sie lächelnd, streichelte seine Wangen. Schweigend hörte sie still für sich zu, was er über diesen Devlin erzählte. "Ach du meine Güte, du bist auf den Bruder von dem ehemaligen Rebellenanführer Normin getroffen. Man sagt, Devlin ist nicht ganz richtig im Kopf und er hat einen Steinesammel-Tick. Naja, von so einem würde ich mich eher fernhalten. Man weiss nie was er tun könnte." Daphne reagierte so, wie es bestimmt jeder Einwohner tun würde, nämlich mit Abscheu. Sie kannte Devlins Geschichte auch nur vom Hörensagen und aus der ACTA. "Soweit ich weiss, hat Normin und seine Rebellenbande eine Amnestie erlassen bekommen. Sie werden nicht für das bestraft was sie getan haben. Und was Normin heute macht, weiss ich nicht. Er scheint wie vom Boden verschluckt."





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...   Erstellt am 14.11.2007 - 19:40Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Maximus war froh mit Daphne reden zu können. Ungezwungen und ohne dass er aufpassen musste, was er denn sagte. Es würde ihn keiner mehr wegen einer falschen oder ungehörigen Antwort bestrafen. „Sie haben Wagen, die recht gemütlich eingerichtet sind. Lass uns hingehen, sobald es mir möglich ist, das Haus zu verlassen. Am besten überzeugst du dich selber, wie sie leben.“ Doch als sie etwas gegen Devlin sagte, wurde Maximus aufgeregter. Es war für ihn nicht nachvollziehbar, warum sie etwas gegen Devlin hatte. Ihm selber war er ein guter Freund geworden und wer weiß, ob er die Stunden in der Zelle von Amenophis so gut überstanden hätte. „Devlin ist genauso normal wie wir alle, Daphne. Er ist mir ein guter Freund geworden. Devlin könnte nie einem etwas böses antun. Mag sein, dass er etwas anders ist als wir, aber er lieb und nett. Was macht es denn, wenn er Steine sammelt?“ Maximus regte sich auf, was ihm nicht gut tat. Ohne dass er es wollte, begann er zu zittern. Zu real waren die Bilder in seinem Kopf. Er sah Devlin vor sich und wie dieser sich um ihn gekümmert hatte. „Er ist der Bruder von Normin, den ich aber nicht kenne. Aliana und Krassus wollten ihn aufsuchen, um ihn zu bitten für mich einzutreten. Das war bevor herauskam, wer mein Vater ist.“ Maximus Atem ging ziemlich heftig. Mit einer Hand hatte er sich an der Decke festgekrallt.





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...   Erstellt am 14.11.2007 - 23:06Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen



Daphne

"Wagen? Was für Wagen?" fragte sie überrascht nach. "Ja, lass uns auf jeden fall Mal hingehen. Ich werde immer neugieriger, je mehr du über diesen Circus erzählst."

Ohjeh.. da hatte sie aber etwas mit ihren Worten angerichtet. Ihr Pfleging wollte sich bestimmt nicht auf den Rücken legen. Impulsiv stützte Daphne ihn noch aufrechter sitzend, achtete darauf, dass er seinen verletzten Kopf auf ihrer Schulter abstützte und hielt ihn noch mehr fest als sonst. In seinen Händen hatte er noch die Steine inne. "Ruhig, Maximus, ich kann nur das sagen, was ich von anderen höre und erfahre. schau, ich kenne diesen Devlin nicht. Wenn du etwas anderes über diesen Mann, den Bruder von Normin, zu berichten hast.. so muss ich dir wohl glauben. So schwer es mir auch fällt, es mit dem zu überdecken, was ich bisher aus Erzählungen und der Zeitung weiss. Nein, es spricht nichts gegen seinen Sammel-Tick, wenn er gerne Steine sammelt" Hoffentlich beruhigte er sich. Er hatte schon so genug Aufregung hinter sich. "Langsam begreife ich deinen Weg, also wie es war, bevor du auf deinen Vater, den Richer und Senator, trafst. Shht, ruhig, Maxi." Da war es heraus: das Kosewort für ihn. Verlegen lächelte Daphne ihn an. "Entschuldige bitte..."





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