Mediterranea, eine Insel im Mittelmeer.

Eine Insel, ein unabhängiger Kleinstaat - genau im Kreuz der vier größten Mächte dieser Zeit: Rom, Athen, Alexandrien und Karthago - ein Ort der Weisheit und des Wahnsinns, der Korruption und der Freundschaft, der Freiheit und des Kampfes, ein Schmelztiegel der Kulturen und Klassen, wo Senatoren einem illustren Leben frönen, Händler aus aller Welt die exotischsten Dinge darbieten und Sklaven um ihre Freiheit kämpfen. Erlebe das Schicksal: Tauche ein in eine Welt voller Intrigen, Kampf, Spannung, Spaß, Liebe und Hass - werde Teil von Mediterranea!

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Maximus ...
Romanos Sohn
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...   Erstellt am 04.11.2007 - 11:21Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Rocco

Er sah zu Daphne und dachte nach. Er selbst hatte das Gefühl, dass Daphne bereits mehr für ihren Pflegling empfand, als sie es zugab. „Der Senator wird dich nicht wegschicken. Du hast deine Sache gut gemacht und dass die Wunde sich entzündete, dafür kann es viele Ursachen geben. Ich denke, dass bereits bei der ersten Behandlung von Maximus nicht aufgepasst wurde. Jetzt wird sich schnell eine Besserung seines Zustandes einstellen. Das Fieber wird vergehen.“ Rocco wusste, dass er die Schuld für die schlampige Behandlung des Patienten auf sich nehmen musste. Es würde ihn einiges an Überredungskünsten kosten, damit er sein Amt behalten durfte.

Nachdem er sich die Hände gewaschen hatte, ging er noch einmal zurück zum Bett von Maximus. Er fühlte ein letztes Mal die Körpertemperatur und nickte. „Das Fieber geht zurück.“ Er überprüfte noch einmal Maximus Schlaf und seinen Atem. Sein Blick fiel auf das Brandmal, dass Maximus’ am Arm trug. Dagegen gab es leider nichts. Dieses Mal würde sein Patient für immer behalten. Er entfernte sich vom Bett. Rocco packte seine Sachen ein. „Ich werde mit dem Senator reden. Hab keine Angst Daphne.“ Dann verließ er auch schon das Zimmer und erkundigte sich, wo er Romano finden konnte.





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Romano ...
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...   Erstellt am 04.11.2007 - 11:44Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen



Daphne

Sie nickte und nahm die Worte von Rocco gerne an. Nicht auszudenken wenn es wirklich ihr eigene Schuld gewesen wäre. Dann müsste sie gehen.. Maximus sich selbst, womöglich einer anderne Pflegerin überlassen.. "Danke, Heiler Rocco." Sie seufzte und rieb sich die Stirn, während sie ihm abermals zu dem Bett ihres Pfleglings folgte. "Das klingt gut... es kann nur besser werden. Schlecht ging es ihm schon oft genug." Mit den Fingern nahm sie seine Temperatur ab und tupfte seine Stirn ab. Sie spürte, dass sie erschöpft war, daher nahm sie sich selbst eine Decke, um auf der Kline auszuruhen, die nicht weit vom Bett entfernt stand. "Ich danke dir." Sie wartete, bis Rocco weg war und liess sich auf die Kline fallen. Daphne kuschelte sich in die Decke und schlief sogleich trotz der harten unbequemen Unterlage vor Erschöpfung ein.





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Romano Caius

Maximus ...
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...   Erstellt am 06.11.2007 - 17:07Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Maximus hatte lange geschlafen. Zuerst wirkte das Schlafmittel, welches Daphne ihm eingeflößt hatte, doch dann übernahm die Erschöpfung und ließ Maximus schlafen. Sein Körper brauchte dies auch um zur Ruhe zu kommen. Doch anders als in den vielen Nächten vorher, schlief Maximus ruhig und er redete auch nicht mehr im Schlaf. Er war zu Hause angekommen und das Wissen um seine Freiheit ermöglichte es ihm auszuruhen und neue Kraft zu schöpfen.

Doch irgendwann begann er aufzuwachen. Wie immer tasten seine Hände nach etwas, an dem er sich festhalten konnte. Er ergriff die Decke und merkte wie weich diese war. Langsam schlug er die Augen auf, doch es blieb dunkel. Enttäuscht schloss er seine Augen wieder. Was hatte er erwartet. Dass er wieder sehen konnte? Wahrscheinlich hatte er dies insgeheim erhofft, doch dieser Wunsch wurde ihm nicht erfüllt. Und doch war etwas anders. Der Druck, der bis vor kurzem auf seinem Kopf lastete war weg und auf die Wunde an der Schläfe brannte und pochte nicht mehr. Was war nur geschehen. Er wusste dass Rocco, der Heiler aus dem Hospital da war. Aber was war danach geschehen. Ob Daphne es wusste. Wo war sie überhaupt? „Daphne...“ Er stellte die Frage leise und hoffte, dass sie noch da war.





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Romano ...
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...   Erstellt am 06.11.2007 - 19:11Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Daphne

Auch Daphne schlief, aber nur mittelmässig, denn ihr berufliches Pflichtbewusstsein lauschte nach Maximus Befinden. Beim leisesten Laut ihres Pfleglings würde sie wieder auf den Beinen sein. Sie war erleichtert darüber, dass Rocco ihr erklärt hatte woher die erneute Entzündung gekommen sein könnte aber machte sich Vorwürfe nicht eher nach ihrem Mentor geschickt zu haben. Maximus hatte wahrscheinlich zu oft von seinen Kopfschmerzen gesprochen... und sie seine Klagen zu oft gehört. Bei seinem Ruf schreckte sie hoch, strich sich die blonnde Strähnen aus dem verschlafenen leicht zerknitterten Gesicht. "Ich bin hier.." flüsterte sie zurück und krabbelte von der Kline. Mit zwei großen Schritten nahm sie bei ihm Platz, legte seine suchende Hand auf ihren Oberschenkel während sie die Öllampe anzündete, die ein angenehm duftendes Aroma im Zimmer verteilte. Nun erfasste sie seine Hand richtig, hielt sie fest. "Hallo Schlafmütze, wie fühlst du dich?" neckte sie ihn scherzhaft, um sich selbst auch wieder wach zu bekommen. Daphne gähnte leise hinter vorgehaltener Hand.





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...   Erstellt am 06.11.2007 - 19:55Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


„Daphne...“ Erleichtert ergriff er ihre Hand. Er hatte Angst gehabt allein zu sein. „Wie lange habe ich geschlafen?“ In ihm schwang noch immer die leichte Angst mit etwas unrechtes zu tun, wenn er zu lang schlief. Erst dann antwortete er auf ihre Frage. „Es ist anders Daphne. Die Schmerzen...sie sind anders. Ich fühle mich viel besser.“ Er merkte wo sie seine Hand hinlegte und leicht zuckte er zurück. Doch dann hielt sie seine Hand wieder fest und ein Lächeln legte sich auf sein Gesicht. „War vorhin nicht dieser Heiler da? Wo ist er hin? Ich muss eingeschlafen sein.“ Er gähnte leicht. Noch immer war er müde, was aber auch von den vielen Mittel gegen seine Schmerzen kam. Außerdem hatte ihn der Ausflug aus dem Bett mehr angestrengt als er zugeben wollte. „Ich kann immer noch nichts sehen.“ Er sprach leise, so als getraute er sich nicht dies laut zu sagen. Maximus drückte ihre Hand. Es war schön, dass Daphne da war und sich um ihn kümmerte. Obwohl es ihn eigentlich nichts anging, wollte er einiges aus ihrem Leben wissen. „Bitte erzähl mir von dir.“





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...   Erstellt am 06.11.2007 - 21:48Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Daphne

Sie drückte seine Hand und sah zum Fenster rüber. "Och, lange genug hast du geschlafen. Du bist es der im Bett liegt und sich erholen soll." Sie atmete erleichtert auf und erwiderte. "Schön, das du dich besser fühlst. Das ist gut und schön zu hören. Ja, Heiler Rocco war da. Er hat dir ein Schlafmittel gegeben, weil du nicht einschlafen konntest. Während du schliefst kümmerten wir uns gemeinsam um deine Wunde. Du hast einen neuen Verband um den Kopf herum. Dann ist er wieder gegangen.. deinem Vater hat er hoffentlich inzwischen das allerneueste über dich berichtet." Daphne nickte, obwohl Maximus diese Bewegung nicht sehen konnte und arbeitete mit ihrer Stimme, liess sie tiefer klingen, um beruhigend zu wirken. "Du wirst dich daran gewöhnen.. vielleicht geschieht noch etwas. Habe Geduld und dränge deinen Körper nicht sich zu beeilen. Du weisst selbst wie verletzt du am Rücken bist. Rocco meinte, die Wunden dort verheilen gut. Du sollst dich öfter auf die Seite drehen. Und ja, ich weiss, es lässt sich so einfach sagen." Sie verstummte für einen Augenblick und plauderte weiter. "Mein Name ist Daphne. Ich bin 18 Lenze jung. Ich bin in der Stadt Mediterranea geboren und aufgewachsen. Meine Mutter lebt nicht mehr, sie war schon recht alt als sie mich bekam und mein Vater gab mich in den Tempel, weil er zu arm war, um mich aufzuziehen."





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...   Erstellt am 07.11.2007 - 17:13Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


„Ich habe das schon lange nicht mehr getan. Nur gefaulenzt und im Bett gelegen.“ Maximus dehnte sich ein wenig. Seine Kopfschmerzen waren fast verschwunden und das beruhigt ihn etwas. „Ich bin es einfach nicht mehr gewohnt für irgendetwas, was mich betrifft Zeit zu haben. Als Sklave durfte ich nicht krank sein. Es ist jetzt alles so anders.“ Maximus seufzte ein wenig und drehte sich zur Seite und ihr zu. „Du kennst die Stadt. Vielleicht können wir sie gemeinsam erkunden, wenn es mir wieder besser geht.“ Er dachte nicht daran, dass er von diesem Gang nichts hatte, da er nichts sah. Aber es gefiel ihm Pläne zu machen für ein Leben frei von den Ketten der Sklaverei. Dann wurde er wieder ernst als Daphne die Verletzungen auf dem Rücken erwähnte. „Sie werden heilen, aber es werden Narben bleiben. Die Narben werden mich immer erinnern an das, das ich einmal gewesen bin.“ Er zog ihre Hand leicht zu seinem Gesicht und drückte so gut es ging ihr einen Kuss auf den Handrücken. Er dachte nicht daran, dass dies vielleicht falsch war. Hätte er das bei Aine getan, wäre ihm eine Ohrfeige gewiss gewesen, doch wie würde Daphne reagieren. „Du bist erst 18? Aber du wirkst soviel älter und erfahrener. Wie kommt das?“





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...   Erstellt am 07.11.2007 - 18:16Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Daphne

Nur gefaulenzt und im Bett gelegen. Daphne grinste. Dies würde sie auch gerne mal wieder tun. "Joar..." murmelte sie. "Du bist jetzt Sohn des Caius, kein Sklave von irgendwem mehr, nicht mal Sklave der Stadt. Aber sicher zeige ich dir mal die Stadt." Daphne lauschte seiner Stimme, schloß selbst die Augen. Er sah nicht, was sich auf ihrem Gesicht abspielte. "Mhm.. und wenn du es mal so rum siehst, dass die Narben zeigen, was du alles ertragen musstest und es trotzdem irgendwie überstanden hast? Das spricht doch für deinen enormen Überlebenswillen und innere Kraft." Sie öffnete die Augen, als sie seine Lippen auf ihrem Handrücken spürte und öffnete den Mund. Wie sollte sie bloß reagieren? Es war total angenehm, seinen Atem zu spüren. Zum Glück sprach er weiter. "Ja.. ehm.. also... das kommt von den Tempelvorsteherinnen, die tagtäglich eingeflüstert haben, man darf kein Kind mehr sein und sich nur noch wie eine Frau verhalten, die Verantwortung übernommen hat für die Gemeinschaft und das Volk."

[Dieser Beitrag wurde am 07.11.2007 - 18:17 von Romano aktualisiert]





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...   Erstellt am 07.11.2007 - 18:57Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Maximus hätte jetzt zu gern ihr Gesicht gesehen. Doch irgendwie spürte er ihre Verlegenheit auch so. „Ich kenn überhaupt nichts von der Stadt. Außer dem Circus, dem Haus des Centurio und den Kerker. Bis auf den Circus will ich diese Orte nie wiedersehen.“ Noch immer hielt er ihre Hand fest. „Wenn du es so siehst. Ich hatte all die Jahre diesen Willen und habe nie daran gezweifelt, dass ich eines Tages wieder frei sein würde. Dass es so kam, dass ich auch meinen Vater gefunden habe, ist einfach nur schön. Ich bin sehr glücklich.“ Er streichelte ihre Hand. „Ich hoffe, du musstest nicht zu schnell erwachsen werden.“ Maximus verzog kurz das Gesicht. Ein leichter Schmerz durchfuhr seinen Rücken. Vielleicht war es besser wenn er sich aufsetzte. „Kannst du mir kurz aufhelfen. Ich möchte mich hinsetzen.“





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...   Erstellt am 07.11.2007 - 19:28Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen




"Ich glaube es dir gerne, dass du das Heim des Centurio nicht mehr wiedersehen möchtest. Doch welchen Circus meinst du? Was für einen Circus? Doch nicht den Circus Maximus?" fragte Daphne rasch und sah ihren Pflegling überrascht an. "Du bist doch kein Gladiator..." Hatte sie etwas überhört oder irrte sie sich da gerade, welches Gebäude Maximus meinte? Das Stichwort Kerker versetzte ihr auch einen kleinen Schrecken. Es war immer wieder vorgekommen, dass sie hatte einen Sklaven aus der Behandlung freigeben müssen, weil er für den Kerker verurteilt worden war. Nie hatte Heiler Rocco zugelassen, dass sie diesen Ort besuchte sondern war selbst hingegangen.. und meist unverrichteter Dinge wieder zurückgekommen. Sie lächelte, als er abermals seinen vater erwähnte. Ja, es war schön zu wissen, von wem man entstammte.

"Naja.. einfach war es gerade nicht die Haut einer Kindheit abzustreifen. Aber die Regeln und der strenge Alltag haben geholfen sowie die Gemeinschaft untereinander." Besorgt hoben sich ihre Augenbrauen. "Klar.. ich helfe dir. Komm langsam hoch." Daphne löste ihre Hand aus der seinen, rutschte etwas höher und führte ihren kräftigen Arm unter seinem Nacken hindurch. Stück für Stück schob sie seinen Oberkörper hoch, bemerkte, dass er sich ebenso anstrengte in die senkrechte Lage zu kommen. Leicht stützte sie seinen Hinterkopf im Nacken und ihren Pflegling im Sitzen. "Ganz locker bleiben..." Wie immer griff sie zum Schweisstuch, tupfte seine Stirn ab.





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Romano Caius

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