Marsus Quaestor

Status: Offline Registriert seit: 25.11.2007 Beiträge: 6 Nachricht senden | Erstellt am 08.12.2007 - 19:06 |  |
Vollständiger Name: Publius Veturius Marsus
Rufname/wird genannt: Marsus
Alter: 54
Geschlecht: männlich
Volkszugehörigkeit: römisch
Familie: Seine Eltern waren die Freigelassenen Marcus Veturius und seine Frau Veturia, weitere Verwandte kennt er nicht
Verwandt mit: --
Befreundet mit: --
Verfeindet mit: --
Glaubt an: die römischen Götter
Aussehen: Marsus ist ein hochgewachsener, stattlicher Mann, der trotz seines vorgerückten Alters eine trainierte Figur hat. Die Militärjahre haben ihre Spuren bei ihm hinterlassen, sodass er nicht nur durch Narben gezeichnet ist, sondern auch einige tiefe Falten in seinem Gesicht. Sein Gesicht ist voll und schon etwas eingesunken, aber durchaus attraktiv. Seine klaren, blaugrauen Augen schauen oft streng in die Welt, sein Mund ist gerade und schmal, ab und zu sogar zu einem Lächeln verzogen. Er trägt sein leicht angegrautes Haar kurzgeschnitten, keinen Bart, eben römisch militärisch.
Avatar: Jack Nicholson
Größe: 1,81
Kleidung: Außer Haus zumeist die Toga, die er seit einiger Zeit mit einem Purpurstreifen tragen darf. Da er zwar stolz ist, als freier römischer Bürger geboren zu sein, aber doch sehr praktisch ist und nicht jedes Mal, wenn er außer Haus geht, umständlicherweise die Toga anlegen möchte, greift er ab und zu auf eine gegürtete Tunika mit hellblauem Mantel zurück. Dazu trägt er immer noch am liebsten Soldatenstiefel.
Besonderheiten: Sein Körper ist berufsbedingt von vielen Narben gekennzeichnet, doch sein Gesicht blieb glücklicherweise davon verschont, auch wenn das Marsus nichts ausmachen würde.
Charaktereigenschaften: Marsus wirkt wie ein unnahbarer und geradezu herrschaftlicher Mensch. Er hat selten ein Lächeln auf den Lippen, schaut streng und manches Mal mürrisch drein. Doch dieser Schein trügt. Er ist geradeheraus und direkt, er kennt sich selbst und die Welt und ist daher der Meinung, niemandem etwas vormachen zu müssen. Wenn ihn etwas freut, dann zeigt er es auch, wenn nicht, lässt er es eben bleiben. In seiner Jugend war er sehr ehrgeizig und fleißig, jetzt im Alter ist er gesetzter geworden und muss nicht mehr in allem der Beste sein. Er lebt zurückgezogener und ist vielleicht etwas einsam, aber unglücklich ist er nicht. Er hat meistens erreicht, was er wollte, sogar mehr, als er sich erträumt hat, und wenn nicht, hat er eben noch härter dafür gearbeitet. Jetzt ist er der Meinung, sich seine Ruhe verdient zu haben, zumindest teilweise. Sich ganz zur Ruhe zu setzen käme ihm nicht in den Sinn, denn dafür wäre ihm viel zu langweilig. Er ist immer noch gerne ein aktiver Mensch – aber er hat kein großes Ziel mehr vor Augen, das ihn vorantreibt. Deshalb ist er meistens ausgeglichen und ganz zufrieden mit sich und der Welt.
Was mag dein Charakter: Arbeit und Ruhe im richtigen Maß, gutes Essen (auf das er während seiner Militärjahre viel zu oft verzichten musste), ein angenehmes Bad, eigentlich die kleinen Annehmlichkeiten des Lebens. Er ist nicht sehr anspruchsvoll, was Luxus angeht, aber er macht es sich gern gemütlich. Früher mochte er gern alle Arten von Wettkampf – er maß sich gern mit anderen, doch dies hat mit zunehmendem Alter abgenommen, da er der Meinung ist, anderen nichts mehr beweisen zu müssen.
Was hasst dein Charakter: Menschen, die sich selbst und anderen etwas vormachen, Lügner und etwas, worauf man nicht sofort kommen würde: er mag keine Gladiatorenkämpfe, da er der Meinung ist, dass bei Schlachten genug Menschen sterben, da muss man es nicht darauf anlegen, Menschen aus reiner Sensationslust zu töten.
Stärken: Marsus rechnet zu seinen Stärken, dass er aufgrund seiner Ausgeglichenheit weder schnell in Panik noch in Rage gerät. Er klärt alles ruhig, ohne zu laut zu werden, er ist sehr praktisch veranlagt und sieht das Wichtige, daher kann er Situationen gut einschätzen und danach handeln Er ist selbstsicher, aber ohne sich zu überschätzen.
Schwächen: Durch die langen Jahre im Militär hat er zwar gelernt, was echte Freundschaft bedeutet, doch die Liebe zu einer Frau oder zur eigenen Familie hat er seit seiner Jugendzeit nicht mehr gespürt. Das lässt ihn manchmal etwas kühl und unnahbar erscheinen. Er bedauert dies zwar, sieht es aber nicht wirklich als Schwäche, da er es kaum anders kennt. Als weitere Schwäche könnte man vielleicht seine Eigenbrötlerischkeit nennen.
Fähigkeiten: Er hat eine gute Bildung erhalten, das heißt, er kann natürlich lesen und schreiben, ist aber auch der Hochsprache mächtig, kann ordentliche Reden schreiben und Verse schmieden (auch wenn er darin nie besonders gut war). Er hat taktisches Geschick und Wissen, und er kann gut mit Zahlen umgehen. Griechisch spricht er einigermaßen, aber nicht fehlerlos. Zudem ist er ein guter Anführer, wenn auch etwas herb.
Waffen/Kampf-Fertigkeiten: Wie alle Infanteristen kann er mit einem Kurzschwert umgehen.
Wohnort: eigene Villa
Auf wessen Seite: auf der des Gesetzes
Aufgaben/Beruf: Quaestor
Vorgeschichte:
Marcus Veturius und seine Frau Veturia waren ursprünglich Sklaven im Haushalt des Marcus Veturius Crito in Rom, in dem sie sich in jungen Jahren kennen und lieben lernten. Marcus, damals hieß er noch Cratylus, unterhielt für seinen Herrn eine Garküche und später, da er sehr erfolgreich war, noch eine Walkerei. Schon damals sparte sich Marcus einiges zusammen und da er sich sehr gut mit Marcus Veturius verstand, wurde er und seine Frau nach seinem Tod freigelassen und sie durften die beiden Läden selbständig weiterleiten. Zu ihrem großen Glück kam noch hinzu, dass sie eine recht ansehnliche Menge an Geld geerbt hatten.
Veturia wollte als junge Frau keine Kinder, um ihnen das Sklavenlos zu ersparen, später änderte sie ihre Meinung, hatte jedoch zwei Fehlgeburten. Mit 36 Jahren schließlich, als niemand mehr eine derartige Hoffnung hegte, bekam sie doch noch ein Kind, das sie Publius nannte. Sie waren ungeheuer stolz darauf, war es doch ein freigeborener Sohn, der nun eine eigene Familie mit allen Rechten eines freien Römers gründen konnte.
Publius war sich dessen schon in jungen Jahren bewusst und sehr ehrgeizig. Nach der Elementarschule ermöglichten seine Eltern ihm eine weitergehende grammatische und rhetorische Ausbildung. Natürlich nicht so gut wie die Kinder aus senatorischen oder Ritterfamilien, aber er lernte fleißig und übte sich an den großen Griechen und den wenigen Römern, die im Unterricht eine Rolle spielten.
Da er aufgrund seiner Abstammung nicht sofort eine höhere Offiziersposition bekam, wie es in höheren Kreisen üblich war, er ihnen aber trotzdem nacheifern wollte, heuerte er mit siebzehn Jahren beim Militär als einfacher Soldat an. Dank seiner Klugheit, seinem taktischen Geschick und auch seiner Kampfkraft, die er sich in harten Übungsstunden angeeignet hatte, stieg er mit den Jahren in den Rängen des Heeres immer höher. Mit 33 Jahren hätte er sich als Veteran zurückziehen und ein Landgut irgendwo in Italien in Besitz nehmen können, doch er stand kurz davor, Centurio zu werden und so blieb er im Heer. In den nächsten Jahren konnte er sich immer weiter hocharbeiten bis er schließlich Lagerkommandant war – und damit konnte er keinen höheren Posten mehr erreichen. Jetzt hatte er kein Ziel mehr, auf das er zuarbeiten konnte und so blieb er nur noch einige Jahre, bis er sich schließlich doch zur Ruhe setzte. Er hatte sich ein erkleckliches Sümmchen zusammengespart, er hatte sein Landgut in der Umgebung von Arelate in der Provinz Gallia Narbonensis erhalten und zudem noch das gesamte Vermögen seiner inzwischen in hohem Alter verstorbenen Eltern geerbt. Er war nicht nur ein reicher Mann – er hatte genug Geld, um in die Reihen der Ritter aufzusteigen. Damit stand ihm, was er sich nie erträumt hatte, der Zugang zum Senat offen. Doch nach Rom zog es ihn nicht. Er war zu alt, um sich noch in der großen Stadt einen Namen zu machen. Aber konnte er vielleicht woanders Fuß fassen? Als er eines Tages in Marsalia ein Schiff nach Mediterranea absegeln sah, wusste er, wohin er sich wenden würde. Mit nun 51 Jahren verkaufte er sein Landgut, packte seine sieben Sachen und segelte in Richtung Mediterranea.
Wunschusertitel: Quaestor
|