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franco 



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...   Erstellt am 06.05.2005 - 18:10Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Mark Damon wurde am 22. April 1930 in Chicago als Allen Herskovitz (oder Alan Harris?) geboren. Er war in den USA einer der Jungstars in den vor allem fürs Autokino produzierten B-Filmen wie Young and Dangerous (1957) und in etlichen Gastrollen in TV-Serien. Vor seiner Zeit im europäischen Kino spielte er u.a. die Rolle als Philip Winthrop in Roger Cormans House of Usher (1960, Die Verfluchten/Der Untergang des Hauses Usher) neben Vincent Price und als Herzog Eduardo in Edward L. Cahns Beauty and the Beast (1961, Die Schönheit und das Ungeheuer).

Nachdem ihn eine kleinere Rolle in Edward Dmytryks The Reluctant Saint (1962, Ein sonderbarer Heiliger) nach Italien geführt hatte, kam Damon mit der Rolle des Vladimir d’Urfe in der Wurdelak-Episode aus I tre volti della paura (1963, Die drei Gesichter der Furcht/Ring der Verdammten) zum italienischen Horror-Kino, wofür er sich mit seinen amerikanischen Rollen gewissermaßen qualifiziert hatte. In jenem wunderbaren Episodenfilm, der Mario Bavas Ruhm als Fantasy-Filmer manifestierte, ist es nicht der Fremde, der Unheil über ein Dorf bringt, sondern der Schrecken begegnet vielmehr dem irrenden Reiter, als er auf einem einsamen Hof Zeuge grausiger Ereignisse wird. Damon ist hier ebenso höflich-gebildet wie mysteriös, doch erliegt er bald der Anziehungskraft der süßen Sdenka und beinahe auch den Geheimnissen um die Untoten, wie sie vor allem durch den gealtigen Boris Karloff verkörpert werden.

Damon stand wieder zur Verfügung für die Hauptrolle in Ferdinando Baldis Sfida al re di Castiglia (1963, Ein Schwert für den König/Die Schlacht von Toledo), wo er – ein bisschen schräg wie Edmund Purdom – eine zwiespältige Rolle als tyrannischer König des Spätmittelalters hatte. Altmeister Cottafavi inszenierte mit Damon I cento cavalieri (1964, Die hundert Ritter), wo er nun wieder ganz der heldenhafte Protagonist sein konnte, der als Sohn des Cid die Mauren in Spanien das Fürchten lehrt. Eine ganz ähnliche Rolle – wenn auch zu anderer Epoche und an anderer Stätte – hatte er in Il figlio di Cleopatra (1964, Der Sohn von Cäsar und Cleopatra/Der Sohn der Kleopatra), in welchem er als Cäsarion wieder die Rebellion eines unterdrückten Volkes leitet, diesmal wiederum unter Baldis Regie.

Nach seinen Rollen in Abenteuerfilmen trat Damon mit der schwarzgewandeten Titelrolle in Johnny Oro (1966, Ringo mit den goldenen Pistolen) ins Westernfach über; noch besser war er als Titelheld in Romolo Girolamis Johnny Yuma (1966, Johnny Yuma) sowie in der Schurkenrolle in Lizzanis Requiescant (1967, Mögen sie in Frieden ruh’n). Die Produzenten suchten in dieser Zeit nach coolen Helden mit individueller Ausstrahlung. Wer Damons Augenpartie kennt, wird sie nicht so schnell vergessen, und so sind es auch die funkelnden Blicke, die Nero, Gemma und Hill zu Stars des Genres werden ließen. Damons lässiger Charme und seine kühle Attraktivität passten zu den Helden des frühen Italo-Western und bis 1968 war er in vier weiteren Western in tragenden Rollen zu sehen.

Schon 1970 kehrte er nach Italien zurück, wo er zunächst in dem westernhaften L’arciere di fuoco (1971, Der feurige Pfeil der Rache) als Allan mitwirkte und somit nur als zweite Geige zu Giuliano Gemma, während er in dem parallel entstandenen La spada normanna (1971, Das normannische Schwert) als Ivanhoe wieder die männliche Heldenrolle hatte; beide waren im hochmittelalterlichen England angesiedelt. Mit Monta in sella figlio di... (1972), Posate le pistole... reverendo (1972, Pizza, Pater und Pistolen) und Lo chiamavano Verità (1972) hatte er noch drei weitere Heldenrollen in weniger bekannten Italo-Western. Diesen Typus setzte er auch wieder in I leoni di Pietroburgo (1972, Der Löwe von Petersburg/Die Löwen von St. Petersburg) fort. Mit der Rolle des Domenico in Perdonate padre Lorenzo, una ne faccio cento ne penso (1973) war er gar in den Kloster-Erotika vertreten.

Bei dem auch nicht viel besseren La rivolta delle gladiatrici (1974) war er erstmals als Produzent tätig. Als Exekutivproduzent von The Choirboys (1977, Die Chorknaben) war er auch in Hollywood wieder im Geschäft. Nennt man heute dort seinen Namen, werden die wenigsten an den Schauspieler Damon denken, sondern an den Produzenten, denn das ist der Job, den seit dreißig Jahren ausübt, und das bis in die heutigen Tage (er wurde kürzlich immerhin schon 72). Nur wenige dürften hierzulande wissen, dass er z.B. als Exekutivproduzent bei den deutschen Mega-Erfolgen Das Boot (1981) und Die unendliche Geschichte (1984) in den Credits auftaucht. Selbständig finanziert hat er hingegen die Erotikklassiker Nine 1/2 Weeks (1986, 9 ½ Wochen) und Wild Orchid (1990, Wilde Orchidee), zumeist fungiert er aber als Exekutivproduzent.

Frank




piedone ...



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...   Erstellt am 04.10.2005 - 21:10Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Als Ringo in "Ringo mit den goldenen Pistolen" fand ich ihn klasse. Das war wirklich ein Auftritt mit Wiedererkennungswert und eingängig gespielter Rolle einschließlich aller spezieller Charakteristika, die die Genre-Helden ja haben, außerdem war er mal wirklich ein richtiger Held im "Strahlemann"-Sinne, also kein Typ "eiskalter Rächer" oder Ähnliches. Die Ironie und der Humor überhaupt waren einmalig bzw. unverwechselbar und unterscheiden diesen Part somit klar von Django, Sartana, Sabata oder Rächern nach Vorbild Clint Eastwoods. Sprich auch (bezüglich der Rolle): Kein Nachahmer der bereits vorausgegangenen Italowestern und keine weitere Ausführung von speziellen Genre-Eigenheiten bezüglich der Helden.
Besonders klasse fand ich auch, dass er von Eckart Dux gesprochen wurde, auf den ich sofort hoffte, als ich Mark Damon das erste Mal im Film sah. Allein schon zur Mimik passte Eckart Dux praktisch perfekt. Die komische Ader der Rolle brachte diese Sprecher/Schauspieler-Paarung sozusagen zur Vollendung.

[Dieser Beitrag wurde am 04.10.2005 - 21:12 von piedone aktualisiert]





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"Ich kann nichts unternehmen, du kannst nichts unternehmen, niemand kann was unternehmen, also bleibt alles hübsch beim Alten..."

Frank Wolff in "Das Grauen kam aus dem Nebel"

OnkelJoe ...



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...   Erstellt am 05.10.2005 - 10:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Damon sollte ja angeblich zuerst die Hauptrolle in Corbuccis Django spielen !!




piedone ...



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...   Erstellt am 05.10.2005 - 14:11Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Naja, da war Franco Nero doch passender, denke ich. Außerdem ist ein bisschen Variation bei den Knaller-Rollen schon wünschenswert (im Nachhinein betrachtet).





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OnkelJoe ...



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...   Erstellt am 06.10.2005 - 10:51Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Auf alle fälle wahr Nero der bessere!!!




piedone ...



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...   Erstellt am 06.10.2005 - 16:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


"Besser" kann man so nicht sagen, da man den Vergleich in der Django-Rolle gar nicht hat, aber "passender" trifft's, denke ich.





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