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| Erstellt am 07.08.2009 - 12:44 |  |

Maria Mitchell
geb. i. August 1818 in Nantucket, Mass.
gest. 2.8. Juni 1889 in Lynn, Mass.
amerikanische Astronomin
Ihre Logik war bestechend: Wenn Frauenhände schon für feine Arbeiten geeignet und Frauen auch die besseren Beobachterinnen seien, dann aber, bitte schön, sollten diese Fähigkeiten in den Dienst der Wissenschaft gestellt und nicht in sinnloser Hand- und Nadelarbeit verschwendet werden.
Es war ein langer Weg, bevor die 1818 auf Nantucket/Massachusetts geborene Astronomin Maria Mitchell in die abgeschotteten wissenschaftlerzirkel (Tagungen verglich sie mit großen Theateraufführungen) aufgenommen wurde:
Zwar war sie schon mit z8 Jahren wegen ihrer Entdeckung eines Kometen eine Berühmtheit (er wurde dann auch nach ihr benannt) — bevor sie aber 1865 zur ersten Professorin für Astronomie am Vassar College ernannt wurde, hatte sie fast 20 Jahre in einer Bibliothek arbeiten müssen.
Die Professur verhalf ihr zu einem eigenen Observatorium, in dem sie zusammen mit ihrem Vater arbeitete.
Auf Auslandsreisen traf sie u. a. mit der großen englischen Mathematikerin Mary Somerville zusammen.
1873 gründete sie mit anderen Frauen die Association for the Advancement of Women (AAW), deren Präsidentin sie bis 1876 war, danach leitete sie bis kurz vor ihrem Tod (1889) das Wissenschaftskomitee der AAW. Mitchell war sich der Mittelmäßigkeit der Mehrheit ihrer männlichen Kollegen bewußt und wurde nicht müde zu betonen, dass zwar auch die Frauen der Wissenschaft bedürften - noch dringlicher allerdings die Wissenschaft auf die Fähigkeiten und das Wissen von Frauen angewiesen sei. Daran hat sich in den 120 Jahren seit ihrem Tod nichts geändert.
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