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Justine_de_Farinot ...
Administrator
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...   Erstellt am 13.01.2006 - 13:15Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich ebenso, und ich empfinde meine Blässe mittlerweile auch durchaus schon als vornehm und meide intensive Sonne bereits automatisch, wenn es nur irgendwie geht. Zu viel Sonne ist ja auch wirklich nicht gesund.
Ich denke noch mit Schaudern an einen Sonnenstich, den meine Mutter mal im Urlaub hatte, als ich 5 Jahre alt war!

Ach ja, Influenza ist aber auch ein so schönes Wort, das klingt doch schon so richtig malerisch, wenn die Dame des Hauses ermattet mit leicht vom Fieber geröteten Wagen auf einem Chaiselongue liegt und das gesamte Hauspersonal in Atem hält, um rasche Genesung zu erlangen.

Mir mutet an, jene Krankheit - Syphillis? Sie scheint etwas Ungehöriges zu sein?!



[Dieser Beitrag wurde am 13.01.2006 - 13:26 von Justine_de_Farinot aktualisiert]





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Der Charakter offenbart sich nicht an großen Taten; an Kleinigkeiten zeigt sich die Natur des Menschen.
(Rousseau)

Alessandra 
Ast
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...   Erstellt am 13.01.2006 - 13:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Mme de Farinot - wenn es Ihnen dienlich wäre - derzeit befindet sich im Medizinhistorischen Museum eine kleine aber feine "Hausmittelchen" Ausstellung - mit den ganzen Wehwehchen und Medizinischen Sorgen, mit denen eine Basler Hausfrau im 18. und 19 Jahrhundert in Berührung gekommen ist. Ich werde mich morgen einmal umsehen, und Notizen machen

Betreffend Blässe: Ich meide seit 5 Jahren die Sonne - gerade wegen der Darstellung (ganz zu schweigen von den Hautgesundheitlichen Vorteilen). Einzig meine Hände verraten, dass ich trotz Sonnenhut doch sehr häufig im freien bin...

Zuweilen lieb ich die Reaktion der Leute wenn frau mit Hut unterwegs ist





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Given two theories, take the one what is funnier.

Adolphe ...
Zweig
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...   Erstellt am 13.01.2006 - 20:01Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Mit ein bißchen Vorrausschau kann man sich Gesund erhalten.
Hier ein paar Gesundheitsregeln aus dem Haus-und Lesebuch für den Bürger und Landmann 1804:

Man ziehe nie Kleider an, welche von Leuten getragen sind, die ansteckende Krankheiten haben

Süße und saure Speisen untereinander sind ungesund

Zu langer Schlaf ist ungesund, sieben Stunden erklecken sich für junge und alte Leute

Man lege sich im Bette mit dem Kopf etwas hoch, mit dem Leibe aber gerade ausgestrecket, nie auf dem Rücken, sondern auf die rechte Seite

Man gewöhne sich nie an zu viel Arzeneien. Muß man aber einige nehmen; so nehme man sie von erfahrenen, verständigen Leuten,nie aber von Quacksalbern, Schindern, Scharfrichtern, Hirten, und derley Mördern

Auf Schrecken,Zorn, Aergerniß, Erhitzung zu trinken, heißt Gift trinken, sich Krankheit, und den Tod hineintrinken.


Ja,ja, so kann man 30 Jahre alt werden...........

[Dieser Beitrag wurde am 13.01.2006 - 20:02 von Adolphe aktualisiert]





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Der Schein trügt..........

Nanny ...
Dieses Baums Blatt
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...   Erstellt am 13.01.2006 - 21:29Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen



Gott! Ich bin steinalt!




Justine_de_Farinot ...
Administrator
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...   Erstellt am 14.01.2006 - 11:00Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wie hab ich es nur kurz vor die 30 ohne all das geschafft?
Das mit den Speisen, aaah ja
Zu lange schlafen kann man gar nicht und ein zu hohes Kopfkissen bringt Verspannungen!

Man nehme keine Arzneien von Mördern?! Erstaunlich, daß man dies überhaupt erwähnen mußte





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eva ...
Der Blätter zwey
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...   Erstellt am 16.01.2006 - 09:05Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Monsieur Adolphe,
gar köstlich, Ihre unschätzbaren Maßnahmen zur Erhaltung der Gesundheit! Ich werde in Zukunft gewissenhaft darauf bedacht sein, keine Kleidung von Personen mit anstreckenden Krankheiten zu tragen.
Sollte uns dennoch Ungemach treffen, so hoffe ich, Alessandra, aus dem Erfahrungsschatz der Basler Hausfrau Nützliches zu lernen.
A bientôt, mes amis
Eva





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Mein Freund, die Zeiten der Vergangenheit sind uns ein Buch mit sieben Siegeln. Was Ihr den Geist der Zeiten heißt, das ist im Grund der Herren eigner Geist, in dem die Zeiten sich bespiegeln. (Faust zu seinem Famulus)

britta 
Ast
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...   Erstellt am 16.01.2006 - 11:09Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Chère Alessandra,

Ihr macht einen neugierig in Bezug auf diese Ausstellung, habt Ihr bereits einige Notizen verfertigen können?

Erwartungsvoll,
britta

Achja, Monsieur Adolphe, gibt es auch solch probate Anwendungen für die Zeit nach diesem - nun wie soll ich´s nennen?- Verfallsdatum?




MadameKaya ...
Dieses Baums Blatt
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...   Erstellt am 16.01.2006 - 12:06Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ihr Lieben!

Schade, das ihr mein beifälliges Gelächter über eure wirklich amüsanten, informativen und treffenden Beiträge nicht hören könnt .

Also liebe Eva, wenn wir demnächst gemeinsam bei Comtess Kelping dinieren , werde ich euch mit netten Geschichten über die orientalische Beulenpest unterhalten.

Desweiteren habe ich mir gemerkt das eine Dame gewisse Krankheiten gar nicht kennt..es sei denn ich möchte Gurkensandwich spuckende Tischnachbarn haben...

Wie mir scheint, habe ich die Anweisungen von Adolphe bis dato instinktiv richtig ausgeführt denn ich bin auch schon erfolgreich im Matronenalter gelandet - ich habe sogar noch drei Zähne , nur eine latente Schwindsucht und ein wenig Auszehrung

An den Mittelchen der Schweizer Hausfrau gegen meine Zipperlein wäre ich natürlich auch interessiert, werte Alessandra

[Dieser Beitrag wurde am 16.01.2006 - 12:07 von MadameKaya aktualisiert]





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Es gibt kein echtes Leben im Falschen...

Nanny ...
Dieses Baums Blatt
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...   Erstellt am 16.01.2006 - 15:37Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


So sind unsere abendlichen Gesprächsthemen in Zeilitzheim gerettet!




eva ...
Der Blätter zwey
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Registriert seit: 05.12.2005
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...   Erstellt am 17.01.2006 - 08:20Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Aber, Nanny, Madame Kaya,
auch wenn ich in Zeilitzheim zu meinem tiefsten Bedauern nicht dabei sein kann, darf ich doch gewiß sein, daß Eure Gespräche sich stets im Rahmen des Schicklichen bewegen werden?

Doch noch einmal zurück zu dem Aspekt der blühenden Gesundheit als unpassendem Zustand:
Was spielt da alles hinein?
Die Blässe der Haut, als sichtbaren Ausdruck, nicht im Freien arbeiten zu müssen, sicher. Die in der mangelnden körperlichen Belastbarkeit erkennbare Distanz von der bäuerlichen Existenz, in der man für sein täglich Brot zu arbeiten hatte?
Wie verträgt sich das aber mit dem wachsenden Interesse für (leichte) körperliche Betätigung im Freien, für Spaziergänge, erste Seebäder, Reiten zum Vergnügen?

Haben wir es da mit verschiedenen Strömungen zu tun?

Ist die gepflegte leichte Krankheit jetzt elegant, schick? Oder braucht insbesondere die besser gestellte Weiblichkeit la maladie, die Schwäche des Körpers oder die Überempfindlichkeit der Nerven, um sich mit den Beschränkungen des Lebensraumes und der Wirkungsmöglichkeiten abzufinden? Und um eine Rechtfertigung vor sich selbst zu haben, nicht so nützlich und tätig sein zu können, wie es einer Frau niederer Schichten ja zwangsläufig gelingt?
(Nicht, daß es nicht erheblich Arbeit war, einen Mehrpersonenhaushalt unter den Bedingungen der damaligen Zeit zu leiten..)

Es grüßt, mit Bauernfarbe und vom Hufekratzen und Striegeln etwas rauhen Händen:
Eva





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