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were
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...   Erstellt am 14.09.2009 - 12:24Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


fibroin schrieb

    Die Maischegärung von Quitten wird schulmäßig wegen der erhöhten Methanolgehaltes nicht empfohlen. Leider gibt es keine Möglichkeit, das im Hausgebrauch festzustellen.

    Auch eine Probedestillation hilft da wenig, weil Methanol nicht das typische Vorlaufgift ist. Methanol verteilt sich über den ganzen Brennbereich.

    Alles schwierig. Es wird nur empfohlen, so zu vergären, dass Methanol gar nicht erst entsteht. Darum lasse ich auch die Quittenmaischegärung.


Eine Probendestillation ist meines Wissens nach auch in Deutschland möglich, sofern das Gerät ein Volumen bis 0,5l hat. Hier sollte aber das deutsche Zollamt auch Auskunft geben können.

Methanol, bzw Methyalkohol hat einen Siedepunkt von 64,7 Grad C.
Der (erwünschte) Ethanol hat einen Siedepunkt von 78,5 Grad C. Eine teilweise Abtrennung über die Brenntemperatur ist somit theoretisch möglich.
Der verbleibende Anteil an Methylalkohol verteilt sich tatsächlich über alle Fraktionen, jedoch lässt sich über die Menge an Vorlauf sehr wohl auf den gesamten Methanolgehalt schliessen.
Der Vorlauf besteht natürlich nicht nur aus Methanol, sondern auch aus Acetaldehyd, Bhutanol, Aceton usw.

Methanol entsteht bei der Vergärung von Pektinhaltigen Bestandteilen. Je mehr Pektin, umso mehr Methanol. Ich zitiere hier mal Wikipedia:

Pektine kommen in allen höheren Landpflanzen vor. Hier findet man Pektine in allen festeren Bestandteilen, beispielsweise den Stängeln, Blüten, Blättern usw. Die Pektine sind in den Mittellamellen und primären Zellwänden enthalten und übernehmen dort eine festigende und wasserregulierende Funktion. Die Pektinzusammensetzung ist nicht nur von Pflanze zu Pflanze unterschiedlich, sondern hängt ebenso vom Typ und Alter des Pflanzengewebes ab. Besonders pektinreich sind Pflanzenteile mit relativ zähen/harten Bestandteilen, z. B. Citrusfrüchte oder Fruchtstände von Sonnenblumen. Pektinarm hingegen sind weiche Früchte, z. B. Erdbeeren.


Durch entfernen von Stielen, Kerngehäusen, ev. Schalen usw kann man den Gehalt an Pektin also beeinflussen.

Allerdings stellt sich dann die Frage, ob der Aufwand, eine relativ pektinarme Maische herzustellen nicht größer ist, als zur nächsten Mosterei zu fahren und Saft pressen zu lassen.




fibroin ...
5000 Liter Wein
..................



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...   Erstellt am 14.09.2009 - 13:24Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Mit Laborgeräten habe ich Probedestillationen gemacht. Ein Vorlauf ist da eigentlich nicht auszumachen. Der besteht vielleicht aus fünf Tropfen, wobei die Nase dann eher die Abgase der Flamme riecht als die Inhaltstoffe der Tropfen.

Der Gesetzgeber hat in Deutschland die Brennblase so klein vorgeschrieben, damit das ganze nur als Spielzeug wirkt. Jedenfalls kann ich nicht erkennen, damit eine erhöhten Methanolgehalt eines Weines zu erkennen.

Die Diskussion, ob Pektine und Antigel zu erhöhten Methanolgehalten führen, die kann endlos werden. Die Brenner sagen ja, die Weinbereiter nein...





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Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei.

matzl0505 ...
1000 Liter Wein
...............

...

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...   Erstellt am 14.09.2009 - 13:30Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


were schrieb
    Methanol, bzw Methyalkohol hat einen Siedepunkt von 64,7 Grad C.
    Der (erwünschte) Ethanol hat einen Siedepunkt von 78,5 Grad C.

Soweit richtig.

were schrieb
    Eine teilweise Abtrennung über die Brenntemperatur ist somit theoretisch möglich.

NEIN!, weil das ganze immer noch ein azeotropes Gemisch mit gemeinsamen Siedepunkt ist.
Dazu auch hier nochmal was zu lesen:
http://www.razyboard.com/system/morethread-maische-funduumlr-quittenbrand-fruchtweinkeller-120298-634945-10.html

were schrieb
    Eine Probendestillation ist meines Wissens nach auch in Deutschland möglich, sofern das Gerät ein Volumen bis 0,5l hat. Hier sollte aber das deutsche Zollamt auch Auskunft geben können.

Richtig, ist erlaubt, solange du deine Vorlage dannach entweder entsorgst, wieder mit dem Rückstand verscheidest oder versteuerst. Ob das in der Praxis so läuft ist natürlich die Frage.
Fruchtweinkeller hat dazu mal iwo was geschrieben.
Leider finde ich das gerade nicht.

were schrieb
    Methanol entsteht bei der Vergärung von Pektinhaltigen Bestandteilen.

Nein, das Methanol entsteht auch nicht bei der Vergärung selbst, sondern bei der Aufspaltung von Pektin durch Pektinspaltende Enzyme(Pektinasen)

gruß
Marius

[Dieser Beitrag wurde am 14.09.2009 - 13:32 von matzl0505 aktualisiert]





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Wie wird das chemische Element Brom gewonnen?

Man nimmt eine Handvoll Brombeeren, lässt diese zur Erde fallen. Die Beeren verbinden sich mit der Erde zu Erdbeeren und Brom wird frei."


Es ist das Phantom unseres eigenen Ichs, dessen innige Verwandtschaft und dessen tiefe Einwirkung auf unser Gemüt uns in die Hölle wirft, oder in den Himmel verzückt. E.T.A. Hoffmann

were
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...   Erstellt am 14.09.2009 - 13:48Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


matzl0505 schrieb

Wenn die Maische ein vollständiges Azetrop ist, wie entsteht dann beim Brennen der Vorlauf?

Ich spreche hier nicht vom Abtrennen des Methanols, ich behaupte nur, dass ich von der Gesamtmenge des entstehenden Vorlaufes auf einen erhöhten Methanolgehalt durch die Herstellung der Maische schliessen kann.




were
unregistriert

...   Erstellt am 14.09.2009 - 13:59Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


matzl0505 schrieb


    Nein, das Methanol entsteht auch nicht bei der Vergärung selbst, sondern bei der Aufspaltung von Pektin durch Pektinspaltende Enzyme(Pektinasen)



Entschuldigung, aber diesen Nachsatz halte ich jetzt für etwas kleinlich. Genauso könnte ich behaupten Ethanol entsteht nicht durch Gärung sondern durch Spaltung von Hexosendiphosphat in zwei Triosen und Umwandlung des Glycerinaldehydphosphat zu Brenztraubensäure sowie der Umwandlung der Brenztraubensäure zu Kohlenstoffdioxid und Ethanol.

Das wird dann doch sehr OT.

Bei der Maischegärung von Quitten entsteht sicher mehr Methylalkohol, als bei der Saftgärung, aber durch entsprechende Behandlung des Maischegutes könnte man die Methanolentstehung etwas vermindern, wollte ich ursprünglich mit meinem Beitrag ausdrücken.

[Dieser Beitrag wurde am 14.09.2009 - 14:02 von were aktualisiert]




Fruchtweinkeller ...
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...   Erstellt am 14.09.2009 - 14:55Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Methanol lässt sich durch Brennerei NICHT abtrennen.

Und da diese Behauptung normalerweise nicht geglaubt wird habe ich das passende Zitat immer in der Hinterhand:
Pieper/Bruchmann/Kolb: Technologie der Obstbrennerei, 2. Auflage von 1993, Seite 238 Abschnitt 5.6.7 erste Zeile rechts oben:

"Obstbrände enthalten immer mehr oder weniger große Methanolmengen (0,3-4% vol), da in den herkömmlichen Brennapparaturen eine hohe Anreicherung in bestimmten Destillatfraktionen praktisch nicht möglich ist und somit destillativ keine befriedigende Abscheidung gelingt. Im Verlauf des Brennens gelangt Methanol sowohl inden Vorlauf als auch in den Mittel- und Nachlauf. Damit gehört es zu den typischen Inhaltsstoffen von Obstmaischen und Obstbränden."

Ferner kann durchaus Methanol durch die Aktivität der der Hefen entstehen, bei "sauberen" Gärungen sollte sich das Problem aber in Grenzen halten. Pektin ist eine Hauptquelle für Methanol (Abspaltung des im Pektin veresterten Methanols durch Antigel oder hefeeigne Enzyme).

Verholzte Bestandteile (dazu zählen auch Steinzellen) können ebenfalls eine Methanolquelle sein.

Alles klar?

[Dieser Beitrag wurde am 14.09.2009 - 14:56 von Fruchtweinkeller aktualisiert]





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Jede Null verzehnfacht das Problem.
(Graf Fito)
Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

were
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...   Erstellt am 14.09.2009 - 15:34Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


hugh!




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