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were unregistriert |
Eine Probendestillation ist meines Wissens nach auch in Deutschland möglich, sofern das Gerät ein Volumen bis 0,5l hat. Hier sollte aber das deutsche Zollamt auch Auskunft geben können. Methanol, bzw Methyalkohol hat einen Siedepunkt von 64,7 Grad C. Der (erwünschte) Ethanol hat einen Siedepunkt von 78,5 Grad C. Eine teilweise Abtrennung über die Brenntemperatur ist somit theoretisch möglich. Der verbleibende Anteil an Methylalkohol verteilt sich tatsächlich über alle Fraktionen, jedoch lässt sich über die Menge an Vorlauf sehr wohl auf den gesamten Methanolgehalt schliessen. Der Vorlauf besteht natürlich nicht nur aus Methanol, sondern auch aus Acetaldehyd, Bhutanol, Aceton usw. Methanol entsteht bei der Vergärung von Pektinhaltigen Bestandteilen. Je mehr Pektin, umso mehr Methanol. Ich zitiere hier mal Wikipedia: Pektine kommen in allen höheren Landpflanzen vor. Hier findet man Pektine in allen festeren Bestandteilen, beispielsweise den Stängeln, Blüten, Blättern usw. Die Pektine sind in den Mittellamellen und primären Zellwänden enthalten und übernehmen dort eine festigende und wasserregulierende Funktion. Die Pektinzusammensetzung ist nicht nur von Pflanze zu Pflanze unterschiedlich, sondern hängt ebenso vom Typ und Alter des Pflanzengewebes ab. Besonders pektinreich sind Pflanzenteile mit relativ zähen/harten Bestandteilen, z. B. Citrusfrüchte oder Fruchtstände von Sonnenblumen. Pektinarm hingegen sind weiche Früchte, z. B. Erdbeeren. Durch entfernen von Stielen, Kerngehäusen, ev. Schalen usw kann man den Gehalt an Pektin also beeinflussen. Allerdings stellt sich dann die Frage, ob der Aufwand, eine relativ pektinarme Maische herzustellen nicht größer ist, als zur nächsten Mosterei zu fahren und Saft pressen zu lassen. | |||||||
fibroin ![]() 5000 Liter Wein ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Status: Offline Registriert seit: 25.05.2004 Beiträge: 6084 Nachricht senden |
Mit Laborgeräten habe ich Probedestillationen gemacht. Ein Vorlauf ist da eigentlich nicht auszumachen. Der besteht vielleicht aus fünf Tropfen, wobei die Nase dann eher die Abgase der Flamme riecht als die Inhaltstoffe der Tropfen. Signatur Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei. | |||||||
matzl0505 ![]() 1000 Liter Wein ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Status: Online Registriert seit: 11.01.2009 Beiträge: 1155 Nachricht senden |
Soweit richtig.
NEIN!, weil das ganze immer noch ein azeotropes Gemisch mit gemeinsamen Siedepunkt ist. Dazu auch hier nochmal was zu lesen: http://www.razyboard.com/system/morethread-maische-funduumlr-quittenbrand-fruchtweinkeller-120298-634945-10.html
Richtig, ist erlaubt, solange du deine Vorlage dannach entweder entsorgst, wieder mit dem Rückstand verscheidest oder versteuerst. Ob das in der Praxis so läuft ist natürlich die Frage. Fruchtweinkeller hat dazu mal iwo was geschrieben. Leider finde ich das gerade nicht.
Nein, das Methanol entsteht auch nicht bei der Vergärung selbst, sondern bei der Aufspaltung von Pektin durch Pektinspaltende Enzyme(Pektinasen) gruß Marius [Dieser Beitrag wurde am 14.09.2009 - 13:32 von matzl0505 aktualisiert] Signatur Wie wird das chemische Element Brom gewonnen? Man nimmt eine Handvoll Brombeeren, lässt diese zur Erde fallen. Die Beeren verbinden sich mit der Erde zu Erdbeeren und Brom wird frei." Es ist das Phantom unseres eigenen Ichs, dessen innige Verwandtschaft und dessen tiefe Einwirkung auf unser Gemüt uns in die Hölle wirft, oder in den Himmel verzückt. E.T.A. Hoffmann | |||||||
were unregistriert |
Wenn die Maische ein vollständiges Azetrop ist, wie entsteht dann beim Brennen der Vorlauf? Ich spreche hier nicht vom Abtrennen des Methanols, ich behaupte nur, dass ich von der Gesamtmenge des entstehenden Vorlaufes auf einen erhöhten Methanolgehalt durch die Herstellung der Maische schliessen kann. | |||||||
were unregistriert |
Entschuldigung, aber diesen Nachsatz halte ich jetzt für etwas kleinlich. Genauso könnte ich behaupten Ethanol entsteht nicht durch Gärung sondern durch Spaltung von Hexosendiphosphat in zwei Triosen und Umwandlung des Glycerinaldehydphosphat zu Brenztraubensäure sowie der Umwandlung der Brenztraubensäure zu Kohlenstoffdioxid und Ethanol. ![]() Das wird dann doch sehr OT. Bei der Maischegärung von Quitten entsteht sicher mehr Methylalkohol, als bei der Saftgärung, aber durch entsprechende Behandlung des Maischegutes könnte man die Methanolentstehung etwas vermindern, wollte ich ursprünglich mit meinem Beitrag ausdrücken. ![]() [Dieser Beitrag wurde am 14.09.2009 - 14:02 von were aktualisiert] | |||||||
Fruchtweinkeller ![]() Administrator ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Status: Offline Registriert seit: 29.03.2004 Beiträge: 13418 Nachricht senden |
Methanol lässt sich durch Brennerei NICHT abtrennen. Signatur Jede Null verzehnfacht das Problem. (Graf Fito) Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören! | |||||||
were unregistriert |
hugh! | |||||||
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