Ein Sherman ist kein Sherman, daher erwarb ich noch einen FO, jedoch ohne Turm, ansonsten ziemlich komplett. Einen Turm hatte ich noch in meinem Bastelvorrat, ebenso noch einige andere Sherman Ersatzteile. Vor längerer Zeit baute ich schon mal einen 75mm, allerdings in der A3 Version - US Army. Dieses mal gehe ich in der Zeit etwas zurück und baue die A2 Version.
Der Deckel wird einige Veränderungen über sich ergehen lassen müssen. Zuerst trennte ich die komplette Front heraus und ersetzte sie gegen eine 2mm PS-Platte, in einem flacheren Winkel, den erst ab der A3 Version gab es die 42 Grad ( nach europäischem Maß ), so wie sie Tamiya darstellt.
Fahrer und Beifahrerluke sitzen nun in Fahrtrichtung und sind erheblich kleiner. Um der Besatzung wenigstens ein wenig Platz im Innenraum zu schaffen wurden auf der Front zwei Höcker aufgebaut. Diese habe ich mit Apoxi geformt. Entsprechend dem Original habe ich auf die Belüftungen an der richtigen Stelle platziert, sowie vor den Höckern, Zusatzpanzerung versehen. Die Hebeösen und auch die Scheinwerfer, wurden ebenfalls versetzt und fehlende Schweißnähte ergänzt.
Warum sieht das da vorne so komisch aus, werden sich nun einige Fragen. ich habe die Platte normal mit Pinsel und Farbe lackiert und danach wieder abgeschliffen. Auch Stahlplatten haben eine gewisse Struktur und sind nicht Aalglatt.
Das Bugteil, wird erstmal so drauf bleiben, denn nach einen Beschußschaden wurden die alten geschraubten Bugteile, gegen die neue einteilig Gegossene einfach ausgetauscht.
Hier sieht man schön den Unterschied.
Das Fahrwerk, hab ich mit den Imperialteilen, auf das alte getrimmt. Übrigens, das die Teile nun aus Zinn gegossen sind gefällt mir sehr gut. Lob an Imperial. Die Löcher der ehemaligen Stützrollen, werde ich noch verschliessen. In der Seitenansicht kann man nun schön die wesentlich flachere Front erkennen.
An den Einfüllstutzen, bohrte ich die beiden fehlenden Löcher (Entwässerung )
weiterhin, wurde das Heckdeck ( Umbausatz Imperial ) abgeändert, genau genommen ist das zwar ein A3 Deck, erkennbar durch das breite Gitter, jedoch stellt mein Modell einen recht späten 1942er dar. Hätte hier auch die A 2 mit dem etwas schmaleren Gitter bauen können, jedoch hätte ich dann noch ein Ätzteil machen lassen müsssen.
Hinter dem Gitterteil sitzt noch eine weitere Abdeckplatte, die aufgeschraubt wurde. Das Imperialteil stellt das aber anders dar, daher klebte ich hier eine PS Platte dahinter, verspachtelte das Ganze und ergänzte die fehlenden Schrauben und Griffe. Die Lufthutzen, links und rechts an den Seitenteile fräste ich ab und ergänzte hier die Deckel.
Vorsichtig durchbohrte ich das Ätzteil mit einem 1,2mm Bohrer und lötete hier je einen gebogenen 1mm Draht als Griffe ein
Fahrerseitig gab es eine weitere Hutze direkt hinter dem Turm. Dazu hab ich einen Plastikklotz aus der Restekiste genommen und dementsprechend gefeilt und hier angebracht.
Die 4 Scharniere die Imperial da angedeutet hatte, waren leider nicht ganz pässig, so das ich die Teile mit 1mm Sheet auffütterte und wieder zurecht feilte. dazu kam noch die passende Schraube ( je Scharnier eine )
Auch das neue Heckteil , aus 2mm PS stimmt nun im Winkel und steht etwas flacher.
An der Front fehlt nur noch das MG, ansonsten kann man im Vergleich zu meinem 105er schön die Unterschiede erkennen.
nun kannste selbst mal schauen und sagen, ob der besser wird, wie man alter 75er. Bin mal gespannt
@all UPDATE
Vorab, mit dem Baukasten Sherman hat er nun nichts mehr gemein, da er nun in mehr als 95% der optischen Teile geändert wurde.
Fangen wir am Deckel an, hier kamen nun einige Details dazu. Persikopschutzbügel, sowie MG ( das Lochblech muß ich noch umdrehen sehe ich gerade )
Am Heck kamen die Werkzeuge dazu. An der Schaufel ergänzte ich das Halteblech
Anlasserkurbel fehlt bei Tamiya, daher ergänzte, ebenso der richtige Halter im Auge des großen Schlüssels
auf der anderen Seite, die Hacke und Rohrputzgestänge mehrteilig ( Eigenbau ), sowie dementsprechende Halterung
und ein Antennenrohr
Damit düfte ich eigentlich alle wichtigen Details am Deckel durchhaben.
Weiter ging es mit dem Turm, auch hier steckte der Teufel im Detail.
Im hinteren oberen Bereich ist der Turm in der A1 und A2 Version anders geformt gewesen und zwar so....
... richtigerweise sieht er aber in der A1 und A2 Version so aus, folglich zersägen und ummodellieren. Den Antennenfuß ebenso wie auf der gegenüberliegenden Seite die kleine 4eckige Platte mit den Schrauben mußten neu gestaltet werden. Fehlende Details, wie Hebeösen, Ladeluke, Staukasten etc. kamen hinzu, ebenso die Gußstruktur
Auch auf dem Deck des Turms, gibt es von den A1 und A2 Versionen zu den nachfolgenden A3 bis Versionen einige Unterschiede.
Die ovale Luke und die Belüftung dahinter wurden erst später eingeführt, folglich entfernte ich sie. Weiterhin, kamen die 2 teilige Luke, nebst angepaßten MG Halterungen, Periskopschutzbügel und Zieleinrichtung ergänzt.
Jens ( Imperial ) hat zwar die 75mm einteilige Blende im Angebot, jedoch gabs die erst in den späteren Versionen. Meine dreiteilige dargestellte Version gehört zur Mid Produktion 42 und auch die gab es in zwei Versionen, mit und ohne MG Schutz. Ich entschied mich für die Version ohne MG Schutz. Natürlich ist meine Kwk beweglich und das sogar mit der original Tamiya Technik. Die komplette Blende fertigte ich bis auf das 75mm Rohr komplett in Handarbeit, aus Apoxie. Die Schrauben stammen aus dem Optikerbereich. Die rechte Seite der Blende war ja noch recht einfach zu modellieren...
... aber die linke Seite hatte es dann durch das MG etwas in sich.
Hier mal als Detailaufnahme
Man beachte die Ausbuchtungen unterhalb und oberhalb des Mg- Schlitzes, sowie die seitlich Aufkantung, für die MG Aufnahmemechanik
en Detail
Zieloptik, MG Halterungen und 2 teilige Luke
natürlich beweglich
apropo beweglich
guckst Du
und nochmal
guckst Du da *grins
Im großen und ganzen ist der Rohbau nun abgeschlossen, daher gibts noch ein kleines Walkaround
Wie gesagt, viel ist das nicht mehr Original geblieben.
Ich bin gar kein Shermanist. Überhaupt nicht. Ich war so naiv zu glauben, dass es ne amerikanische und eine englische Grundversion gab und dann halt je dazu bissi jahreszahlabhängig ein paar Verbesserungen wegen Kalibervergrösserungen...
Das zu mir als Shermannoob. Aber beim Basteln hast Du mich auf Ideen gebracht, bzw. ermutigt... Ich will ja à la longe nen Jagdtiger bauen, muss aber meine Grobmotorik noch auf ein vernünftiges Mass kanalisieren. Immerhin seh ich bei Dir, dass man wirklich alle Klappen beweglich machen kann (herrlicher Anblick) - WENN man Geduld, Spucke und Erfahrung mit bringt.
Danke für Deine Anregung(en).
Signatures knallt, es raucht, ich hoff, es ist gut.
Bengoshi unregistriert
Erstellt am 16.02.2009 - 14:22
Manuel, Du legst die Latte schon verdammt hoch - da traut man sich gar nicht mehr die eigenen Basteleien zu veröffentlichen.
Und das alles mit einem Tempo! Mir kommt es manchmal so vor, als ob Du die Modelle hauptberuflich bauen würdest. Und der Hintergrund der Bilder lässt noch so Einiges mehr erahnen.
Bedanke mich recht herzlich für Euer Lob und vor allem für das Interesse eines nicht Deutschen Fahrzeuges
@RomeaLimaSierra
Ok, dachte mir schon , das sowas in der Art als Antwort kommt, jedoch nicht so krass
@HendrikWiking
Tröste Dich ich wußte am Anfang auch nicht sehr viel über Sherman, inzwischen kenne ich so ca 50 % der Versionen. Es gab alleine bei den Amis schon jede Menge. Und wenn man dann noch bei den Allies schaut, die ebenfalls den Sherman und Abarten benutzt hatten, dann ist ganze schon nicht mehr überschaubar.
Freut mich, das Dich meine Bauberichte ermutigen, so soll es sein. Wünsche dir ein gutes Gelingen
@Bengoshi
Also Hauptberuflich bin ich Kraftfahrer und das ist tatsächlich nur mein Hobby, jedenfalls bis jetzt.
Natürlich sollst Du deine Projekte zeigen, ob Anfänger oder nicht, denn jeder hat irgendwann mal angefangen. Ich selbst sehe mich immer noch nicht als profi und werde es in meinen Augen nicht sein. Auch wenn ich sehe, das ich mich von Modell zu Modell verbessern kann. Übung macht den Meister
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