Mediterranea, eine Insel im Mittelmeer.

Eine Insel, ein unabhängiger Kleinstaat - genau im Kreuz der vier größten Mächte dieser Zeit: Rom, Athen, Alexandrien und Karthago - ein Ort der Weisheit und des Wahnsinns, der Korruption und der Freundschaft, der Freiheit und des Kampfes, ein Schmelztiegel der Kulturen und Klassen, wo Senatoren einem illustren Leben frönen, Händler aus aller Welt die exotischsten Dinge darbieten und Sklaven um ihre Freiheit kämpfen. Erlebe das Schicksal: Tauche ein in eine Welt voller Intrigen, Kampf, Spannung, Spaß, Liebe und Hass - werde Teil von Mediterranea!

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Lysias 
Grieche




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...   Erstellt am 29.07.2005 - 19:52Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Vollständiger Name: Lysias Valentinian


Rufname: Lysias


Alter: 24 Jahre


Geschlecht: männlich


Volkszugehörigkeit: Grieche


Familie:
Vater: Elias
Mutter: Eleni
zwei jüngere Brüder: Aemilian & Gregoras


Aussehen:
Lysias ist von großer, schlanker Statur. Er wirkt weder hager, noch allzu muskulös, doch zeichnen sich auf seinem Körper deutliche Konturen von Muskeln ab. Trotz der einen oder anderen Narbe ist seine Haut ebenmäßig und von einer zarten Bräune.

Das dunkelbraune weiche Haar ist kurz geschnitten, jedoch gerade eben so lang, dass es zerzaust von seinem Kopfe steht. Sieht man in sein Gesicht, so wäre wohl der erste Gedanke, der einem kommen würde, Lysias sei schön. Er hat ein weniger markantes Gesicht und weniger männliche Züge, eher sind jene von schlanker, gar edler Natur. Die Lippen sinnlich und wohl geformt, sieht man von diesen jedoch nur selten ein Lächeln. Das faszinierendste an ihm sind wohl die tiefgründigen blauen Augen, welche stets sanft zu glänzen scheinen. Doch auch jene Seelenspiegel drücken nur selten eine völlige Offenheit und Frohsinn aus.

Meist blickt er ernst in die Welt, spinnt für sich eigene Gedanken in seinem Kopf und verschließt die Spiegel seiner Seele mit einem undurchdringlichen Ausdruck, der einem im äußersten Falle wohl noch verloren und in sich gekehrt scheinen kann. All dies gibt ihm eine tragische, wenn auch schöne und zarte Gestalt, die anziehend wirkt auf den einen oder anderen.

Seine Hände sind schlank und besitzen einen männlich-edlen Charakter. Gezeichnet von leichten Narben zeugen eine Hände von getaner Arbeit, wenn es auch keine Kampfesnarben sind. Wenn er aber lacht, und dies wahrlich und aus vollem Herzen, dann strahlt sein Lachen und seine Augen funkeln wie die Freude selbst.


Grösse: 1,86m


Kleidung:
Lysias ist sicher nicht in der richtigen Position, als dass er es sich leisten könnte über die Art zu urteilen, wie er sich zu kleiden hat, bzw. es bleibt ihm nichts anderes übrig. Als Söldner in Gallien gefangen genommen und als Sklave verschleppt blieben ihm die wenigen Kleidungsstücke aus Leinen, schon recht zerschlissen und abgenutzt. Die aufgetragenen Sandalen sind zwar noch tauglich, haben ihre besten Zeiten jedoch ebenso hinter sich. Lysias trägt keinerlei Schmuck, das einzig funkelnde an ihm sind seine Auge, welche man ihm bisher noch nicht rauben konnte, wie man es mit allem anderen getan hat.


Besonderheiten:
Oft fällt es auf, dass seine Züge mehr weiblichere Facetten besitzen, als bei so manch anderem Mann, was vor allem an dem feinen Körperbau und den vollen Lippen liegt.

Seine Augen sind ungewöhnlich hell, in einem seltenen Blauton. Man meint wegen ihrem Glanz in ihnen, den Seelenspiegeln, lesen zu können, doch sollte man sich dies betreffend nicht täuschen lassen.


Charaktereigenschaften:
Zuerst einmal wäre da die ruhige und beherrschte, oftmals in sich zurückgezogene Art. Bevor er von einer Person nicht bezaubert ist oder Vertrauen gewonnen hat, gibt er nicht viel von seinem Ich preis. Er lernte, dass man damit nur Scherereien bekommt. Dies gibt ihm oftmals eine verschlossene, unnahbare, aber unglaublich interessante Erscheinung. Man möchte wissen, was hinter seinen Seelenspiegeln verborgen liegt.

Obwohl es oft den Anschein weckt, als sei er kühl und unnahbar, schlummert in seinem Inneren noch immer dieses Feuer, ausgedrückt durch Leidenschaft, Mut einer Lust am Leben selbst. Allerdings zeigt es sich – wie wohl bei jedem Menschen – nur dann, wenn es an der Zeit ist und es die Situation erlaubt. Und warum sollte man einen unersättlichen Hunger auf das Leben haben, so wie es bei Lysias damals, vor dem großen Unglück und seiner Zeit als Sklave war, wenn einem kein Anlass geboten wird. Sklaverei, Hunger, Erniedrigung, nein, dies war nichts, was einen beflügelte oft zu Lachen.

Lysias vermisst sein Griechenland, denn schon immer trug er sein Heimatland im Herzen und liebte es. Er liebte es mit einem wilden Hengst über die Felder zu reiten, den Wind in seinem Haar und die Kraft des Tieres unter sich wahrzunehmen, als sei es die eigene. Es war Leben. Pures Leben. Er liebte den Blütenduft und das Schimmern der Sonne auf dem fließenden Wasser eines seichten Baches.

Die Großstädte allerdings sind für seinen Geschmack zu eng, zu verwinkelt. Es ist ihm viel zu unruhig, zu belebt und zu hektisch. Leicht ist es nicht, sich daran zu gewöhnen. Ebenso schwer war es für ihn, sich an das Leben eines Unfreien zu gewöhnen, falls er sich überhaupt je daran gewöhnt hat.

Und so wird er sich schwer tun, auf lange Zeit für einen Herren nicht mehr als eine Sache zu sein. Wenn dies der Plan der Götter für ihn war, so wird er daran nichts ändern könne, doch seine Zukunft lässt er sich nicht nehmen. Und auch hier in Mediterranea werden seine Götter ihn nicht verlassen. Und sein Stolz wird ebenso nicht verblassen. Allerdings ängstigt es ihn wieder zurück nach Hause zu gehen, was verständlich ist, wenn man seine Lebensgeschichte kennt. Bis dahin wird er ausharren.

Lysias ist eine Person, die sich für eine Zeit bereit ist sich zu beugen, wenn es ihn voranbringt. Abgesehen davon würde er sich jedoch wehren, wenn man ihm zu schlimmes antäte, dies ließe seine Würde und sein Stolz nicht zu, so würde er lieber sterben. Auch wenn er sich vor dem Tod ängstigt, würde er ihn akzeptieren, schließlich ist er fest davon überzeigt, dass [I]er[/I] auf der anderen Seite bereits wartet. Aber ebenso weiß Lysias, dass [I]er[/I] nicht wollen würde, dass Lysias sein Leben wegwirft. Am Ende der Zeit, so weiß Lysias, richten dir Götter über ein jeden, so wie es ihm zusteht.

Was die Religion betrifft, so ist dies ein wichtiger Punkt in seinem Leben. Nie gab er den Göttern die Schuld daran, dass er letztlich als Sklave endete, nie fand er einen Grund, sie wahrlich zu zürnen. Lysias ist der festen Überzeugung, dass die Götter für jeden Menschen einen besonderen Plan haben, wie jener auch aussehen mag. Da er ein realistisch denkender Mensch ist wundert es ihn somit auch minder, dass manche dieser Pläne allzu sinnlos und ungerecht erscheinen. Was wäre die Welt, wenn jeder ein perfektes Leben hätte?

Die Menschen hätten in diesem Falle weder die Möglichkeit Erfahrungen zu sammeln, noch die Kultur voranzutreiben. Es liegt in der Hand ein jedes Menschen zu versuchen die Götter milde zu stimmen, auf dass sie den Plan überdenken und es ist ein jedem selber überlassen, ob er sich mit dem Plan abgibt oder nicht, was allerdings in Lysias Augen töricht wäre. Diesen Plan der Götter setzt er gleich mit dem Schicksal, dass niemand wirklich beherrschen Kann. Das einzige, was der Mensch in der Lage ist zu beeinflussen ist seine Zukunft.

Staat und Gesellschaft gingen für ihn immer Hand in Hand. Die Gesellschaft entwickelte sich in dem Rahmen, den der Saat angab, und der Saat richtete sich stets nach den Forderungen der Gesellschaft – zumindest sollte es so sein. So war die Beziehung zwischen Staat und Gesellschaft immer ein symbiotisches Verhältnis. Was er von dieser Sache nun hielt? Nun, jeder Mensch vermag negative, wie auch positive Aspekte zu nennen. Positiv an dem römischen Staat und der römischen Gesellschaft war in Lysias’ Sinne zum Beispiel die Ehrfurcht vor den Göttern, das System des Senats und Fortschritte, Institutionen und Einrichtungen für das Volk. Negativ bedachte er zum Beispiel, dass jene Einrichtungen nur für bestimmte Volksschichten zugänglich wären, dass der Krieg oftmals nicht für eine große Sache stand, sondern aus dem Wort eines Einzelnen entbrannte und die in manchen Bereichen des Lebens überschwängliche Intoleranz der Menschen.

Er würde nie etwas tun, was sich komplett gegen seine selbst zugesprochene Menschenwürde richtet oder seinen Stolz gänzlich untergräbt. Es liegt einfach nicht in seiner Natur.
Was die Frauen angeht, nun, wenn es nötig ist könnte er eine Frau sicher umgarnen und ihre Zuneigung gewinnen, doch will er dies nicht. Er findet – zumindest seit er Damian damals zu Gesicht bekam – keinen Reiz mehr an einer Frau, physisch wie auch emotional. Er kann sicherlich Zuneigung empfinden und Freundschaft, noch alles nur auf platonischer Basis.


Was er mag:
Natürlich gute Weine, denn er hat einen überaus verwöhnten Gaumen. Wahrscheinlich würde ihm der normale Wein einer normalen Taverne wie normales Essigwasser vorkommen.

Lysias hat einen kleinen Fetisch für den Nacken, eben an der Stelle, wo der Haaransatz beginnt. Bei schönen Männern wirkt diese Stelle so verletzlich und unnahbar. (Wer hat schon gern einen Unbekannten im Nacken sitzen?)

Die Sonnenaufgänge Griechenland – auch wenn nunmehr beladen von Erinnerungen und Kummer.

Er mag es die Hände von Harfen- oder Lautenspielern zu beobachten, da sie für ihn eine Sanftheit und Eleganz widerspiegeln.

Die Schrift ist für ihn eine der großartigsten Dinge der Welt und ein Geschenk der Götter. Mit diesem Medium lässt sich alles festhalten und niederschreiben, denn Lysias sieht den Sinn dieser Schriften im Fortbestehen der Kulturen, was wäre die Zeit, wenn sie ungesehen und unbeachtet verrinnen würde?

Lysias liebt den Duft von frischem Lavendel.


Was er hasst:
Die Engstirnigkeit mancher so genannter Individuen ist ihm ein Graus. Menschen, die sich zudem selber zur Unmündigkeit verdammen, sind in seinen Augen armselig.

Lysias verabscheut den Größenwahn mancher Menschen wie Könige, Feldherren oder Ruhmdürstenden.

Er ist kein Freund von Waffen, denn Gewalt führt zu Gewalt, Blut zu noch mehr Blut.


Stärken:
Dazu gehören sicher sein ruhiges Wesen und seine Wortgewandtheit, geschmückt mit einer guten Artikulation. Waffen führen zu Blut, Worte sind ihm lieber, denn im schlimmsten Falle führen sie zu noch mehr Worten, wenn im guten Sinne gesprochen. Durch seine ruhe Art ist er in der Lage objektiv zu denken, zumindest, wenn es um andere geht.

Doch wenn er es muss, so kann er sich mit Waffengewalt verteidigen, dank seiner Ausbildung bei der Söldnergruppe.


Schwächen:
Seine nüchterne und karge Denkensart, wenn es um ihn selber geht. Im Schatten seiner aktuellen Existenz nimmt er vieles zu leicht hin und fügt sich wortlos.

Damals hatte er Griechenland nicht verlassen, bis er zu den Söldnern geschickt wurde. Deswegen hat er in der Stadt einen recht schlechten Orientierungssinn und findet sich nicht allzu leicht zurecht, wenn überhaupt.

Er driftet viel zu oft in seine eigene Gedankenwelt ab, versinkt immer mehr darin und wirkt dann fast apathisch.


Fähigkeiten:
Da sein Vater ein großartiger Weinbauer gewesen ist, beherrscht auch er die Kunst der Weinherstellung perfekt. Dies schließt sowohl eine Feinfühligkeit, als auch die Fähigkeit ein, hart und effizient arbeiten zu können, obwohl es ihm keine allzu große Freude ist. (Bei dem Weinanbau war dies anders. Er arbeitete gern hart, um nachher als Lohn für seine Mühe einen Kelch jenes wundervollen Getränkes in der Hand halten zu können.) Obwohl man es ihm nicht ansieht, ist er kräftig.

Da er eine sehr ruhige Art hat, kann er sensibel und sanft auf andere Menschen einwirken. In den meisten Situationen zeigt er Intelligenz, handelt klug und überlegt. Er besitzt Taktgefühl und weiß sich auszudrücken. Dies hatte er wohl von seiner Mutter geerbt, einer Dame, die sich zu benehmen gewusst hatte.

Da sein Vater den Wein nicht nur produzierte, sondern auch zu verkaufen wusste, hat Lysias zudem Übung im Umgang mit Wort und Zahl.



Waffen/Kampf-Fertigkeiten:
Da er eine Ausbildung als Söldner „genoss“ ist er in der Lage sich zu verteidigen, sei es nun mit dem Schwert oder mit Pfeil und Bogen. Außerdem ist er ein perfekter Reiter.


Wohnort:
Bisher besitzt er keinen festen Wohnort.


Auf wessen Seite er steht:
Um ehrlich zu sein sind ihm beide Seiten verdammt egal, sogar seine eigene, denn an jener zweifelt er zutiefst.


Aufgabe/Beruf:
Wenn man denn das Sklavendasein eine Aufgabe oder einen Beruf zu nennen vermag!?


Vorgeschichte:
Lysias’ Vater Elias war ein bekannter und in höheren Häusern hoch geschätzter Weinbauer. Seine Weine waren eine beliebte Ware und überaus edel in der Herschellung und im Geschmack. Die Familie war seit Generation in diesem Gewerbe tätig und hatte die Kunst des Weinanbaus immer mehr perfektioniert. Zu dem großen Gut wurde sowohl angebaut, als auch weiterverarbeitet. Geld stand ihnen reichlich zur Verfügung, denn das Geschäft lief prächtig. Lysias’ Familie, bestehend aus dem Vater, der Mutter Eleni, zwei jüngeren Brüdern und den Großeltern mütterlicherseits bewirtschafteten die Felder mit einer Vielzahl von Sklaven, die unter anderem auch verschiedene Posten im Haushalt bekleideten.
Und so gibt es bis zu Lysias’ neunzehntem Lebensjahr nichts zu sagen, als dass er eine glückliche Kindheit verlebte, mithalf auf den Feldern, eine gute Erziehung genoss und auf seine Brüder aufpasste, wie es ein großer Bruder zu tun hatte, der einst das Erbe des Vaters antreten sollte.

Doch es geschah etwas, dass sein Leben von Grund auf verändern sollte. Alles begann mit einer damals harmlosen Sache, dem Kauf von neuen Sklaven. Nun, es lief ab wie gewohnt: Der Vater verreiste für eine Woche ins einen Tagesritt entfernte Athen und brachte danach gut ein duzend frischer Sklaven zurück. Lysias und Elias begutachteten die neuen Arbeiter und teilten sie ein. keine große Sache, doch dieses Mal geschah etwas für Lysias unerwartetes. Noch nie hatte er solche Augen erblickt, noch nie solch Haar gesehen, mit dem der warme Frühlingswind spielte, als sei es aus puren Sinnweben gemacht, weich und glänzend. Mit dem trotzigen Blick, dem Glanz in den Augen und der verschmierten Haut, wie unter der Dreckkruste eben und rein sein musste, sah er bezaubernd aus, jener Neuankömmling. Natürlich war Lysias selber verwirrt über seine Gedanken, versuchte sie mit aller Kraft zu vertreiben, doch schmerzen ihn der Anblick wie die Fesseln und die zarten Handgelenke schnitt und eine Träne in den Augenwinkeln des Sklaven lag, welcher den Namen Damian trug. Lysias ließ sich nichts anmerken. Er verbarg seine Gefühle, denn erst musste er sich selber über die Veränderung klar werden, die in ihm vorgegangen war. Oder war es schon immer so gewesen? Er war erschüttert. Während der kommenden Ernte versuchte er, sich in Arbeit stürzend, diese neuen Gefühle zu ergründen und war, ohne es zu realisieren, stets bemüht in Damians Nähe zu verweilen. Lysias half ihm, wenn er nicht mehr konnte, beruhigte ihn, wenn er wütend war, gab ihm Wasser, wenn er es verlangte. Sein Vater bemerkte dies mit Unmut, doch bisher war nichts Ernsthaftes geschehen.

Eines Tages, der Herbst ließ sch langsam aber sicher vom Winter vertreiben, setze sich Lysias hin zu Damian, der, sich an die Mauer des Stalles lehnend, auf die Hügel des Gutes blickte. Es war nicht das erste Mal, dass sie sich unterhielten. Sie hatten schon Wochen davor lange Gespräche geführt. Damian brachte mit seinem sonnigen Gemüt Lysias stets zum Lachen, und Lysias an seiner Statt war in Damians Gedanken längst kein einfacher Herr mehr. Auch diese Nacht wurde lang. Sie vergaßen diese männliche Scheu vor emotionalen Themen, erzählten sich ihre Träume und Pläne. Ohne näher aus dieses Gespräch eingehen zu wollen, es endete damit, dass Lysias irgendwann sagte: „Wenn du gehen willst, dann geh. Ich halte dich nicht auf. Keiner wird dich verfolgen, kein Mensch dich behelligen. Ich verspreche es dir, bei meiner Ehre.“ Damian war regelrecht geschockt, dass ihm dieser Mann eben wahrlich die Freiheit angeboten hatte und blickte ihn mit großen Augen an. Lysias, der ihm den Kopf zugewandt hatte, lächelte leicht und musterte entzückt diese schönen kastanienbraunen Augen. Doch dann war es an ihm, überrascht zu sein, als er Damian Lippen auf den seinen spürte. Doch war die Sekunde verflogen, sprang der junge Mann sofort auf, schlug die Hand vor den Mund und stammelte unentwegt Entschuldigungen, bevor er sich, mit geröteten Wangen, auf und davon machen wollte, denn so etwas tut man – vor allem ein Sklave – sicher nicht. Lysias würde ihn hassen und verstoßen, und dies hätte Damian nicht ertragen. Doch es kam anders, als Lysias ebenso aufsprang, Damian mit sanfter Gewalt zurückzog und beide den Tag darauf gemeinsam im Stroh erwachten. Diese Liebe zog sich zwei Jahre hin.



Irgendwann jedoch wurden sie erwischt. Und dies gerade von Elias. Ein wahres Donnerwetter folgte. Oh, wie konnte ein Sohn einem Vater solche Schande bereiten? Sklaven, das waren Dinge! Man gebrauchte sie, doch lieben darf man sie nicht! Und dann auch noch einen Mann? Elias zeigte nicht die Spur von Verständnis. Der Streit war gigantisch. Er endete damit, dass der Vater rief: „Wenn der Wein anfängt zu reifen bist du bereits mit einer anständigen Frau verheiratet und dieser räudige Hund von einem Sklaven ist fort, oder du kannst dich nicht länger mein Sohn nennen!“ So seine im Zorn gebrüllten Worte. Lysias Herz zerbrach, als Elias Damian dem zwei Jahre jüngeren Bruder mitgab, damit er ihn fortschaffte. Ob zurück zum Sklavenmarkt oder direkt verblutet und verscharrt irgendwo weit weg, dies war unerheblich. Lysias sah Damian nie wieder und es verging keine lange Zeit, da war eine Braut ausgesucht, eine Dame aus gutem Hause, eine Tochter eines angesehenen Weinhändlers, die, so war der Plan des Vaters, Lysias von dieser ‚Krankheit’ befreien sollte. Vor dem Priester jedoch verweigerte Lysias die Treue zu seiner Frau und ruinierte die Eheschließung. Dies war der Tropfen, der Elias zum überkochen brachte.

Er verstieß seinen mit Schande beladenen Sohn unter dem heftigen Wehklagen der Mutter, entmündigte und enterbte ihn. Elias wollte ihn jedoch nicht in die Gosse entlassen oder ich die Möglichkeit geben durch sein zügelloses und entwürdigendes Benehmen der Familie noch weiterhin Kummer zu machen. Lysias müsse ein Mann werden. Dann so hart Elias auch war, seine treue und brave Ehefrau Eleni liebte er und gewährte Lysias eine winzige Chance. Er solle das wahre Leben eines jungen, modernen Mannes kennen lernen, und zwar das härteste, was es gab.

Und so übergab er seinen Sohn an eine Söldnerschule ab, die ihn hart und männlich machen sollte. Vier Jahre lang. Hier lernte er – und nicht immer freiwillig – den Umgang mit dem Schwert. Zwar war Lysias geschickt und wenig, doch kämpfte er nie mit Herz. Dies war wohl auch der Grund, warum er in Gallien, in einer Schlacht zwischen den Galliern und den Römern, in der die griechischen Söldner von den Galliern angeheuert worden waren, überwältigt, festgenommen und als Kriegsgefangener nach Rom verschleppt wurde. Ziel: Der Sklavenmarkt.


Weitere Infos und Abbildungen auf meiner HP:
home.arcor.de/blessed.night/rollenspiel__lysias.htm



Wunschusertitel:
Sklave


Was „ich“ mir im Forum wünsche:
Ich lass’ mich überraschen, Romantik, Intrigen, Action, alles prima.

[Dieser Beitrag wurde am 29.07.2005 - 19:58 von Lysias aktualisiert]





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Das Schweigen, unerträglich laut. Ein leeres Bild von Dir belebt kein Bild in mir.
Regungslose Erwartung. Wenn die Nacht nicht enden will und der Morgen schon ganz nah, doch zu weit entfernt.
Kann man schlafend erwachen? Die Welt kann noch warten, ungestört besteht die Zeit
nur aus Narben an mir. Abgesehen vom Vergessen ist nichts, was bleibt.

Normin 
Ehem. Rebellanführer
Administrator


...

Status: Offline
Registriert seit: 27.05.2004
Beiträge: 7990
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...   Erstellt am 30.07.2005 - 00:33Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Was für eine schöne Bewerbung!!



Herzlich Willkommen und viel Spass hier!

Alles weitere, wo du evtl einsteigtst dann per PN.





Signatur
Auch wenn dir die Hände gebunden sind, dein Geist bleibt frei ...


Athena
unregistriert

...   Erstellt am 30.07.2005 - 11:58Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo und herzlich Willkommen!!

Ich schließe mich Normin an: Toller Charakterbogen!!

Viel Spaß hier noch!!




Tristan
unregistriert

...   Erstellt am 06.08.2005 - 17:42Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wenn auch etwas spät!
Auch von mir ein WOB, vielleicht trifft man sich ja mal, wo ich meinen Geliebten verloren habe ...





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Heute hat kein User Geburtstag!
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...bis zum 29 Mai 2008 / 17:30 Uhr


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